Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, als das Siegel “Made in Germany” sowohl im In- als auch erst Recht im Ausland ein Beweis für Qualität war. Man sprach in dem Zusammenhang auch immer gern von “deutscher Wertarbeit”. Derartige Produkte galten als langlebig, ausgereift, geprüft und sicher. Kurz: wer sich ein Produkt “Made in Germany” kaufte, zahlte mitunter vielleicht etwas mehr Geld, musste sich im Anschluss jedoch kaum Sorgen machen, konnte sich im Umkehrschluss aber darauf verlassen, dass es wesentlich länger hielt als vergleichbare Produkte aus gewissen anderen Ländern – und aufgrund der hohen deutschen Prüfstandards musste man sich auch keine Sorgen machen, dass das jeweilige Gerät plötzlich ohne Vorwarnung in Flammen aufgehen würde.
Allerdings kam die Zeit, in der Verbraucher plötzlich Geiz ziemlich geil fanden. Und das schon eine gewisse Zeit, bevor sich ein großer Elektromarkt mit Planeten im Namen dies als Slogan auf die Fahnen schrieb. Das war für die Unternehmen aber kein Problem. Sie verlagerten einfach einen Großteil der Produktion ins Ausland. Das taten sie sowieso schon, um Gewinne zu maximieren, weil man ja positive Bilanzen vorweisen können musste, um an der Börse nicht blöd dazustehen. So konnten sie die Produktionskosten senken, weil der Arbeitslohn im Ausland oft deutlich niedriger war als in Deutschland. Und niedrigere Produktionskosten resultierten dann auch in teilweise günstigeren Produktpreisen. Die Marketing-Abteilungen der Unternehmen trugen ihr übriges dazu bei, dass der Verbraucher ständig der Ansicht war, ein Anrecht auf Schnäppchen zu haben.
Es gab nur ein Problem bei der ganzen Sache: [Weiterlesen...]
Bei der Zeitzeugin bin ich auf einen interessanten Artikel in eigener Sache gestoßen, der mich zum Nachdenken und letztlich zum Schreiben dieses Artikels bewegten.
Kurz zusammengefasst ging es in dem verlinkten Artikel darum, dass sie in den vergangenen Wochen häufiger Aussagen wie
“Schade, dass dein Blog nicht mehr so viel Fantasycontent enthält. Früher war der besser” oder
“Hm. Irgendwie schreibst du gar keine ironischen Postings über Klischees mehr”.
an den Kopf geworfen bekam. Da es sich wohl um mehrere solcher Aussagen innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit handelte, sah sich die Zeitzeugin “genötigt”, noch einmal klarzustellen, dass es sich um ihren eigenen Blog handelt, sie ohne Honorar dort Artikel veröffentlicht und daher auch darum bittet, selbst über die Inhalte entscheiden zu dürfen, die sie auf ihrem Blog veröffentlicht. Oder um sie selbst zu zitieren:
“(…)solange ich kein Honorar bekomme und den Blog nur als Hobby betreibe, lasst mich doch bitte posten, was ich will und wonach mir der Sinn steht. Kritik an meiner Themenwahl finde ich daher auch reichlich unpassend.”
Soweit der gekürzte Überblick. Zunächst wollte ich einfach in den Kommentaren meinen Senf zu dem Thema abgeben. Als ich dann aber merkte, dass der Kommentar länger werden würde und ich noch ein paar andere Gedanken auf meinen eigenen Blog bezogen dazu hatte, beschloss ich, es im Rahmen dieses Artikels hier zu verarbeiten. [Weiterlesen...]
So, nun wird es aber höchste Zeit für mich, endlich mal mit einem eigenen Beitrag an meinem Projekt 12PetPix12 teilzunehmen. Inzwischen haben ja schon einige Teilnehmer interessante Interpretationen zum vorgegebenen Thema “Begrüßung” präsentiert.
Ich selbst hatte einige Ideen, wie ich die Sache mit unserer Lucy umsetzen könnte. Aber wie das so ist, wenn man Tiere fotografieren möchte: sie haben natürlich ihren eigenen Kopf und machen nie das, was man sich vorstellt
Wobei das ja gerade mit den Reiz des Projektes für mich ausmacht, da man so “gezwungen” ist, auch mal ein wenig zu improvisieren und sich auf sein Tier ganz anders einzulassen.
Wie gesagt, meine geplanten Fotos ließen sich nicht verwirklichen. Viel mehr war es der pure Zufall, der mir half, ein passendes Foto zu schießen: [Weiterlesen...]
Am Montag haben wir uns an dieser Stelle darüber unterhalten, dass man manche Personen oder auch Dinge erst so richtig zu schätzen weiß, wenn sie nicht mehr da sind. Es gibt allerdings auch den umgekehrten Fall, dass man Dinge als völlig unnötig oder unsinnig abstempelt, bis man sie dann doch selbst besitzt und dann erst richtig kennen lernt.
Vermutlich hängt es damit zusammen, dass man in Gedanken so in seinem schablonenhaften Denken verwurzelt ist, dass es manchmal schwerfällt, über den Tellerrand hinauszublicken, um alternative Anwendungszwecke für Dinge in Betracht zu ziehen. Wer es schafft, diese gedankliche Blockade zu überwinden, gilt gerne als Visionär – oder als Spinner. Die Grenzen sind da manchmal recht fließend und wohl nicht zuletzt vom Erfolg abhängig. Denn wie heißt es so schön, der Erfolg gibt einem Recht.
Auch selbst habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass ich das Potential innovativer Ideen nicht erkannt habe, bis ich mich selbst darauf eingelassen habe. Ein gutes Beispiel, welches mir dazu einfällt: [Weiterlesen...]
Oftmals weiß man Personen oder auch Dinge erst richtig zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat. Weil man sich dann erst bewusst macht, welchen Stellenwert sie im alltäglichen Leben für einen eingenommen haben. Weil sie im angesprochenen Alltag jedoch zu selbstverständlich geworden waren. Eben weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist, sich schnell an alles und jeden gewöhnt und Personen oder Dinge dann als selbstverständlich wahrnimmt.
Aus dieser eingeschränkten, durch die Selbstverständlichkeit verklärten Wahrnehmung bricht man nur selten aus. Meist nur dann, wenn eine geliebte Person gestorben ist, einen Unfall hatte oder zumindest nur knapp dem Tod oder einem Unfall entkommen ist. Bei Dingen ist es entsprechend, wenn sie kaputt gegangen sind. Nur haben Dinge den Vorteil, dass sie sich -genügend Geld vorausgesetzt- meist ersetzen lassen, wohingegen ein Mensch sich nicht einfach so ersetzen lässt. Eine weitere Möglichkeit, um aus dem “Trott der Selbstverständlichkeit” auszubrechen sind ab und an gewisse Feiertage. Für wen beispielsweise Weihnachten nicht nur eine Zeit des unbändigen Konsums darstellt, sondern tatsächlich eine Zeit zur Besinnung, der besinnt sich vielleicht auch in sentimentaler Weise mal auf sein Umfeld, die Personen um einen herum und deren Bedeutung für das eigene Leben. [Weiterlesen...]