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Nov/08

11

Tastaturen nicht mehr “abhörsicher”

Seit langer Zeit gelten kabellose Tastaturen aufgrund der damit verbundenen erhöhten Bewegungsfreiheit als chic und bequem, gleichzeitig jedoch auch als unsicher, da die -nicht selten unverschlüsselten- Funksignale abgehört und somit z.B. Passwörter mitgeloggt werden können.

Demgegenüber genießen kabelgebundene Tastaturen den Ruf, abhörsicher zu sein, da hier ja keine Funksignale übertragen werden. Doch von dieser Vorstellung der Sicherheit müssen wir uns nun wohl verabschieden. Die Studenten Martin Vuagnoux und Sylvain Pasini von der Schweizer Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne ist es nämlich gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit welchem sich kabelgebundene Tastaturen “abhören” lassen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um USB- oder PS/2-Tastaturen handelt, beide Typen sind für das Verfahren anfällig!

Die folgenden beiden Videos zeigen, mit welch einfachen Mitteln es den Studenten möglich ist, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen: (weiterlesen…)

 
 
Das Bundesverfassungsgericht hat die zum 01.01.2009 kommende Vorratsdatenspeicherung, mit der Telekommunikationsunternehmen zur sechsmonatigen Speicherung und Herausgabe bestimmter Daten an Ermittlungsbehörden verpflichtet werden, zumindest vorläufig weiter eingeschränkt.

Laut Bericht der PC-Welt hat das Gericht bis zur endgültigen Entscheidung über das Gesetz entschieden, dass die Unternehmen nur dann zur Herausgabe der Daten gezwungen werden dürfen, wenn dadurch eine dringende Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person oder die Sicherheit der Bundesrepublik und ihrer Länder abgewehrt werden soll.

Ebenfalls ist die Verwertung sog. “Zufallsfunde” für andere Bereiche untersagt. Beispiel: Ermittlungsbehörde E hat den konkreten Verdacht, dass Bürger B einen terroristischen Anschlag plant. Um genaueres in Erfahrung zu bringen, verpflichtet E den Telekommunikationsanbieter T zur Herausgabe der gesammelten Daten über Bürger B. Als E die Daten auswertet, ergeben sich keine Hinweise für eine Verbindung von Bürger B zu Terror-Netzwerken; gleichwohl findet die Behörd E Hinweise darauf, dass B gerne illegal Kinofilme aus dem Internet läd und selbst im Netz bereitstellt. Diese neuen Erkenntnisse dürfen nicht als Grundlage verwendet werden, um B wegen Urheberrechtsverletzungen anzuklagen!

Dieses Urteil ist ein zweiter Schritt der deutschen Gerichte zur Abschwächung der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung, nachdem das Verwaltungsgericht Berlin vor kurzem der Klage der British Telecom zustimmte und die British Telecom vom Zwang zur sechsmonatigen Datenspeicherung befreite, da es dem Unternehmen nicht zugemutet werden könne, selbst für die (hohen) Kosten der zusätzlichen Speicherungen, die vom Gesetzgeber gefordert werden, aufzukommen. Dieses Urteil gilt jedoch nur für die British Telecom, andere anbieter müssen sich das Recht bei Interesse selbst in gesonderten Verfahren erstreiten.

Doch während die Vorratsdatenspeicherung durch die Gerichte abgeschwächt wird, legt der Gesetzgeber an anderer Stelle mit einem neuen BKA-Gesetz, welches nicht minder umstritten ist, nach: (weiterlesen…)

Nov/08

7

Musik-Flatrate in England

Eines der häufigsten Argumente, wenn man Leute, die illegal Musik aus dem Internet downloaden, nach ihren Beweggründen befragt ist, dass sie die Musik aus legalen Quellen -also sowohl aus Onlineshops als auch aus “traditionellen” Läden- zu teuer finden. Bei vielen Online-Vertriebsformen kommt dann noch ein oft kundenunfreundliches DRM hinzu, welches den heruntergeladenen Song in seiner freien Verwendung einschränkt und das Lied nur auf bestimmten Geräten abspielbar macht oder nur für einen bestimmten Zeitraum abspielbar lässt.

Daher gibt es nun in England ein Projekt, welches diesen beiden Hauptargumenten den Wind aus den Segeln nehmen will. Der Anbieter DATZ.com bietet auf seiner Webpräsenz eine Musik-Flatrate an. Für 99 Pfund -umgerechnet ca. 127 Euro- pro Jahr kann man dort unbegrenzt legal Musik herunterladen. Dabei handelt es sich um durchaus bekannte Musikstücke von großen Plattenfirmen: (weiterlesen…)

Nov/08

5

Der moderne Keuschheitsgürtel?

Immer wenn man der Meinung ist, dass es auf der Welt nicht noch skurriler werden kann, hilft ein kurzer Blick ins Internet, um sich vom Gegenteil zu überzeugen.

So berichtet die netzwelt jetzt von einer brasilianischen Mode-Designerin, die eine neue Unterwäsche-Kollektion für Frauen vorgestellt hat. Das ist soweit erstmal nichts besonderes und wäre auch nicht unbedingt eine Meldung wert, auch wenn schöne Wäsche für Frauen immer eine nette Sach ist. Aber die hier vorgestellte Unterwäsche verfügt über ein klitzekleines Extra: ein GPS-Modul!

Damit ist es jederzeit möglich, den Aufenthaltsort der Wäscheträgerin ausfindig zu machen – perfekt für eifersüchtige Freunde, Ehemänner und Kontroll-Freaks. Während brasilianische Feministinnen wohl schon empört auf die Barrikaden gehen, verteidigt die Designerin ihre Kreation mit dem Argument, dass Brasilien generell als gefährliches Pflaster für Frauen bekannt sei und es daher nur von Vorteil für die Frau sei, wenn der Freund oder Ehemann über den Aufenthaltsort Bescheid wisse, um ggf. zu Hilfe eilen zu können.

Damit man sich einen besseren Eindruck von der Wäsche mit integriertem GPS-Empfänger machen kann, hier mal ein Video von der Präsentation: (weiterlesen…)

Nov/08

3

Alte Spiele-Klassiker noch einmal spielen

Wer noch mit dem Betriebssystem DOS aufgewachsen ist, der erinnert sich sicherlich hin und wieder an einige besondere Spiele-Perlen zurück, die z.B. durch besonderen Humor, ausgefallene Ideen und innovative oder besonders liebevoll inszenierte Spieldesigns bestachen. Der ein oder andere hat vielleicht sogar noch ein paar alte DOS-Spiele im Regal stehen oder in einer Schublade, unter dem Bett oder im Keller liegen. Das Problem an der Sache: auf heutigen Rechnern bekommt man die Spiele oft nicht mehr zum laufen, da beispielsweise die Hardware inkompatibel oder der Prozessor zu schnell ist.

Hierbei kann man sich mit Emulatoren behelfen, die auf dem neuen PC einen alten DOS-PC mit entsprechend alter Hardware simulieren. Ein besonders guter -und zugleich völlig kostenloser- Emulator, der mit besonders vielen Spielen kompatibel ist, soll an dieser Stelle vorgestellt werden:

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