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Freiheit in Angst oder unfreie Sicherheit?

Internet & TechnikAls der NSA-Skandal ans Licht kam, war der Aufschrei zunächst relativ groß. Dummerweise kommen die Informationen nur tröpfchenweise ans Licht. Aus Sicht der Presse auf den ersten Blick ideal, weil man auf die Weise prima ein ganzes Sommerloch füllen kann. Andererseits tritt bei der breiten Masse der Öffentlichkeit auf die Weise schnell eine “Sättigung” ein. Neue Meldungen zum Thema nimmt man häufig nur noch als “wieder so eine NSA-Meldung” wahr.

Dabei gab es kürzlich eine Schlagzeile, die wirklich zu denken geben sollte – und zwar unabhängig davon, wie man ansonsten zur ganzen Abhör-Thematik stehen mag. Denn grundsätzlich sind die Meinungen hierzu äußerst vielfältig. Als der Geheimdienst-Skandal erstmalig ans Licht kam und publik wurde, dass in großem Stil wir Bürger ausspioniert werden, konnte man die Menschen grob in mehrere Lager einordnen. Die einen fanden es nicht so schlimm, weil sie selbst “nichts zu verbergen” hätten und die Ausspähungen in Ordnung seien, wenn dadurch z.B. Terror-Anschläge verhindert werden.

Die andere Seite fand das ganz und gar nicht in Ordnung. Unabhängig davon, ob man etwas zu verbergen hat, wollten sie nicht unter Generalverdacht gestellt werden und all ihre Daten miteinander verknüpft wissen, weil sie hierin beispielsweise die Gefahr sehen, dass man sich nicht mehr (frei) entwickeln kann, wenn man sich ständig unter Beobachtung fühlt. Auf die Weise würde der Schutz der Freiheit (vor Terrorismus) skurrilerweise gerade diese Freiheit enorm einschränken. [Weiterlesen...]

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geschrieben von Sascha am 4. September 2013 um 09:04 Uhr

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PRISM – Ist Sicherheit auf Kosten der Freiheit erstrebenswert?

Internet & TechnikWas viele schon immer geahnt oder zumindest befürchtet haben, scheint nun Gewissheit zu sein. Angeblich sollen die USA bzw. deren Militärnachrichtendienst NSA bereits vor Jahren ein Spionageprogramm namens PRISM gestartet haben, welches Zugriff auf die Server bzw. Daten von so ziemlich allen namhaften amerikanischen Unternehmen hat, die in großem Maßstab Datenprofile ihrer Nutzer haben. Namentlich werden da in den Medien Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, PalTalk, AOL, Skype, Youtube und Apple genannt, auch der populäre Cloud-Dienst Dropbox soll bald folgen.

Zwar dementierten einige der aufgeführten Unternehmen umgehend, Kenntnis vom Überwachungsprogramm PRISM zu haben und sagten, der NSA keinen direkten Zugriff auf ihre Daten gewährt zu haben. Allerdings stellen sich hier dann beispielsweise die Fragen, ob die Unternehmen denn überhaupt Kenntnisse von diesem Programm haben mussten, und ob ein indirekter Zugriff -der nicht dementiert wird- die Sache nun wirklich besser machen würde.

Auf jeden Fall gibt es nach der Stellungnahme von Präsident Obama und der NSA zu dem Thema keinen Zweifel mehr daran, dass ein solches Überwachungsprogramm tatsächlich existiert und bereits seit Jahren genutzt wird. Interessant ist in dem Zusammenhang die Rechtfertigung Obamas: [Weiterlesen...]

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geschrieben von Sascha am 10. Juni 2013 um 11:53 Uhr

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EU mal wieder innovativ: Keine Öl-Kännchen mehr auf dem Restaurant-Tisch ab 2014

OlivenölDie EU will wieder zuschlagen! Statt jedoch dringende Probleme zu lösen, sollen Verbraucher schon ab 2014 besser geschützt werden, indem in Restaurants keine Ölkännchen mehr auf den Tischen stehen!

Nun mag sich manch einer völlig zurecht die Frage stellen, inwiefern dadurch der Verbraucher geschützt würde? Immerhin sind kaum Fälle bekannt, in denen Verbraucher in Restaurants durch auf dem Tisch stehende Olivenöl-Kännchen ins Rutschen geraten und auf die Nase geflogen sind. Doch darum geht es der Europäischen Union vorliegend auch gar nicht. Das Problem sei ganz anders gelagert.

So könne man bei den derzeit verwendeten, nachfüllbaren Ölkännchen als Verbraucher ja gar nicht erkennen, welches Oliven-Öl man da denn nun serviert bekommt. Ist es wirklich kaltgepresst, ist es ein teures Markenöl, oder doch nur eine billige Massenware? Das geht natürlich gar nicht, sagt die EU. Und will dem ab Januar 2014 einen Riegel vorschieben. Eine entsprechende Reform der “Durchführungsverordnung über die Vermarktungsvorschriften für Olivenöl” wurde bereits in die Wege geleitet. Dadurch wird sich die Lage auf den europäischen Restaurant-Tischen ab 2014 “dramatisch” ändern: [Weiterlesen...]

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geschrieben von Sascha am 21. Mai 2013 um 08:56 Uhr

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Conni darf nicht mehr bei Amazon kaufen! Das Schicksal einer Romanfigur.

VorlesenSachen gibt’s, die kann man kaum glauben. So ging es mir, als ich neulich über Facebook von folgender Begebenheit erfahren habe. Demnach wollte eine Kinderbuch-Autorin mal mit der Zeit gehen – und hat dadurch den Zorn der Buchhändler auf sich gezogen.

Die Dame schreibt eine Kinderbuch-Serie, deren Hauptdarstellerin ein kleines Mädchen ist, welches auf den Namen “Conni” hört. Nun gut, ganz so klein ist Conni jetzt in der Serie auch nicht mehr, immerhin hat sie bereits die Pubertät erreicht. Wie das mit Kindern in dem Alter heutzutage ist, nutzen die auch schon rege das Internet. Das wollte wohl auch die Autorin aufgreifen, die darum bemüht ist, die Texte modern zu gestalten, so dass sich heutige Kinder problemlos mit der Hauptfigur identifizieren können. Eigentlich ein lobenswerter Ansatz. Um allerdings zum Ausdruck zu bringen, dass Conni auch das Internet nutzt, wählte die Autorin im Buch folgende Worte: [Weiterlesen...]

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geschrieben von Sascha am 29. April 2013 um 08:59 Uhr

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Der streitbare Euro – hui oder pfui?

GeldEs ist schon erstaunlich mit unserer Währung, dem Euro. Schaut mal auf irgendwelchen bekannten Nachrichten-Seiten im Internet vorbei und sucht euch dort einen Artikel heraus, der mit dem Euro zu tun hat. Wenn ihr dort dann ein wenig in den Leserkommentaren blättert, werden geschätzte 99% der Kommentare aus blankem Hass gegenüber dem Euro bestehen. Nun sollte man nie den Fehler machen, das Meinungsbild von Kommentaren im Internet zum Spiegelbild der allgemeinen Meinung in Deutschland zu machen. Zum einen gibt es ja auch noch genug Menschen mit eigener Meinung, die nicht oder kaum im Internet unterwegs sind. Und zum anderen melden sich in solchen Kommentarspalten der Nachrichtenseiten nicht selten nur die unzufriedenen Leute lautstark zu Wort.

Aber auch abseits des Internets habe ich das Gefühl, dass die Stimmen zunehmen, die dem Euro kritisch gegenüberstehen, und welche lieber die D-Mark wieder einführen würden. Umso erstaunter war ich, als ich nun das Ergebnis einer aktuellen Umfrage lesen konnte: [Weiterlesen...]

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geschrieben von Sascha am 11. April 2013 um 08:58 Uhr

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