England: Passwort-Herausgabepflicht
Menschen, die in England einer Straftat beschuldigt werden, sind seit geraumer Zeit gesetzlich dazu verpflichtet, den Ermittlungsbehörden auf Verlangen ihre Computer-Passwörter zu nennen, damit die Ermittler auf dem Computer nach verdächtigem Material Ausschau halten können. Das Gesetz wurde in erster Linie für den “weltweiten Kampf zum Schutz vor dem internationalen Terrorismus” erlassen, wird inzwischen jedoch auch dann eingesetzt, wenn es um Taten geht, die keinerlei Bezug zu Terrorismus aufweisen. Im schlimmsten Fall droht einem Verdächtigen, der nicht kooperiert, eine Haftstrafe von 5 Jahren.
Das Gesetz war bislang natürlich nicht unumstritten, ist nun jedoch laut Bericht der LinuxWorld durch ein Berufungsgericht in einem ganz konkreten Fall bestätigt worden! Im vorliegenden Fall weigerten sich zwei Verdächtige zur Herausgabe ihrer Passwörter, beriefen sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht und argumentierten, dass sie sich durch das Nennen der Zugangscodes sonst unter Umständen selbst belasten würden. Das Gericht stimmte dem nicht zu, sondern sah die Pflicht zur Herausgabe der Passwörter als gegeben an; die diesbezügliche Begründung ist verblüffend: [Weiterlesen...]
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USA: Dreiste Handy-Klage gegen McDonald’s
Es gibt mal wieder Neuigkeiten aus dem Land der unbegrenzten (Klage-)Möglichkeiten. Dort wird nun laut Bericht in der Netzeitung mal wieder ein Mann gegen McDonald’s klagen.
Klagen gegen den Fast-Food-Riesen sind in Amerika nicht ungewöhnlich, da die Kläger sich -aufgrund der amerikanischen Rechtsansichten- häufig Hoffnungen auf eine hohe Schadensersatzsumme machen können. So wie die Frau, die erfolgreich 500.000 Dollar Schmerzensgeld erstritt, da sie sich an einem heißen Kaffee verbrühte und nirgends auf dem Becher ein entsprechender Hinweis angebracht war. Oder die Australierin, die auf einen in ihrem Cheeseburger befindlichen Stein gebissen hatte und daraufhin -natürlich nur wegen des Cheeseburgers- neben verständlichen Zahnschmerzen unter Depressionen, Albträumen, Ängsten, Übelkeit, Herzklopfen, Durchfall, Kurzatmigkeit und keiner Lust mehr auf Sex litt.
Doch diesmal liegt der Fall bei der Klage gegen McDonald’s anders. Stein des Anstosses ist diesmal nämlich nicht das Essen, sondern ein Handy! [Weiterlesen...]
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Die Rückkehr der krummen Gurke
In der EU gibt es für so ziemlich alles eine Vorschrift, eine DIN-Norm oder ähnliches. So auch für Gurken und deren Krümmungsgrad! In der entsprechenden EU-Norm ist festgelegt, dass eine Gurke auf zehn Zentimeter Länge höchstens zehn Milimeter gekrümmt sein darf.
Sinn der Vorschrift war, dass immer die gleiche Zahl “normierte Gurken” in die ebenfalls durch EU-Norm in ihrer Größe festgelegten Gemüsekisten passen. Der Verkauf von stärker gekrümmten Gurken war zwar nicht verboten, da sich diese jedoch nicht mit dem Titel “Handelsklasse 1″ schmücken durften, galten sie im Handel als weniger attraktiv.
Nun hat laut Netzeitung die EU-Agrar-Kommissarin Mariann Fischer-Boel -übrigens gegen den Willen von immerhin 16 EU-Mitgliedsstaaten- die Abschaffung dieser Norm durchgesetzt. Neben dem Standard für Gurken werden auch Standard-Vorgaben für Auberginen, Bohnen, Spargel, Karotten und Pflaumen gestrichen.
Doch die EU wäre nicht die EU, wenn nicht doch etwas schwer zu verstehen bliebe: zwar werden die o. g. Standards ersatzlos gestrichen und abgeschafft, da man deren Sinnlosigkeit erkannt hat, dennoch bleiben gleichzeitig die Vorschriften für Äpfel, Erdbeeren und Tomatenbestehen! Inwiefern sich Äpfel und Tomaten nun so grundlegend von Pflaumen und Auberginen unterscheiden, wissen wohl einzig und allein die Politiker in den EU-Gremien.
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USA: Sammelklage gegen Kopierschutz SecuROM
Bei vielen PC-Spielen ist es inzwischen üblich, dass diese vom Hersteller mit einem Kopierschutz ausgeliefert werden, um so Raubkopien ihrer Spiele zu vermeiden. Jedoch werden diese Kopierschutzmechanismen der Industrie meist nach kurzer Zeit bereits geknackt oder ausgehebelt, so dass entsprechende kopierschutzfreie Versionen der Spiele rechtzügig auf einschlägigen Seiten zum illegalen Download angeboten werden.
Dementsprechend sind die Hersteller bemüht, immer “härtere” Kopierschutzmechanismen zu entwickeln, da sie der Ansicht sind, nur auf diese Weise Herr gegen die Raubkopien werden zu können. Die Auswüchse solcher fortentwickelten Kopierschutzmechanismen indes sind enorm: so nistet sich einer der bekanntesten Kopierschutzmechanismen -genannt SecuROM- inzwischen sehr tief in das jeweilige System ein und lässt sich von dort auch nicht mehr ohne weitere Probleme entfernen. Ähnlichkeiten zu Viren bzw. Rootkits sind durchaus gegeben.
Dagegen wollen sich in den Vereinigten Staaten nun laut Golem einige betroffene User zur Wehr setzen. Sie haben vor Gericht Klage gegen den Spielehersteller ElectronicArts (EA) eingereicht, da sie Spiele von EA installiert haben, welche mit SecuROM “gesichert” wurden. Die Klagen sind als Sammelklagen verfasst; sollte das Gericht die Klagen als Sammelklagen annehmen, könnten noch weitere betroffene der Klage gegen EA hinzutreten. Im speziellen wird EA vor allem folgendes vorgeworfen: [Weiterlesen...]
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Neues zur Internet-Zensur in Australien
Vor wenigen Wochen habe ich an dieser Stelle von den Zensur- und Filterplänen der australischen Regierung berichtet.
Wie jetzt bei zeropaid.com nachzulesen ist, plant der größte Internet-Service-Provider iiNet nun eine Aktion gegen die Internet-Filterung. Nachdem die Regierung weder auf die Bedenken der Experten, noch auf die der Industrie und erst recht nicht auf die der Kunden gehört habe, sieht sich iiNet zu diesem Schritt gezwungen, um harte Fakten (Zahlen) für die Unsinnigkeit der Filtermaßnahme sprechen zu lassen. [Weiterlesen...]
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