Hexenschuss!

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HexeIch habe das Glück, dass ich seit vielen Jahren kaum mehr ernsthaft krank war. In den letzten fast vier Jahren bin ich auf der Arbeit nur einmal 3 Tage krank gewesen. Mit Fieber und ohne Stimme hätte es aber auch absolut keinen Sinn gemacht, mich an den Schreibtisch zu schleppen.

Ansonsten hatte ich gesundheitlich immer Glück. Klar, hier und da kratzte es mal leicht im Hals, die Nase lief oder ich hatte leichte Kopfschmerzen. Aber alles halb so wild. Ob es wirklich Glück war, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass wir hier in den letzten Jahren unser Leben ein wenig umgestellt haben. Wir essen sicherlich nicht super-gesund, aber wir stopfen auch nicht (mehr) wahllos alles in uns hinein, sondern achten schon auf eine ausgewogene Ernährung. Und zum Ausgleich für die ganze Zeit am Schreibtisch, gönne ich mir inzwischen auch Phasen, die ich ganz bewusst an der frischen Luft verbringe.

„Gönne“ hört sich im ersten Moment merkwürdig an – für mich selbst. Denn früher hatte ich keinerlei Antrieb, mich freiwillig und „ohne Not“ nach draußen zu begeben. Nach der Arbeit oder am Wochenende war ich froh, wenn ich die Füße mal hochlegen konnte. Entweder vor dem TV, oder mit Laptop auf dem Schoß… oder halt vor der Konsole.

So ganz habe ich das natürlich immer noch nicht abgelegt. Die Konsole schon, irgendwie bin ich kein Zocker mehr. Aber die Füße lege ich immer noch gerne mal hoch. Aber nicht mehr ständig. Stattdessen genieße ich es auch, wenn ich eben mal die erwähnte frische Luft draußen genießen kann. Mal tagsüber durch die Wälder, oder abends einfach eine Runde „um den Block“, wenn alles ruhig ist und die Welt schon schläft. Und es hält gesund. Meistens jedenfalls.

Außer diesmal. Nein, mich hat nicht die allgemeine Grippe-Welle erwischt. Dagegen hat mich die frische Luft geschützt. Aber gegen das, was mich erwischt hat, hilft keine frische Luft: ein Hexenschuss!

Dumm gelaufen. Wir kamen vom Samstags-Einkauf. Steigen aus dem Auto. Draußen ist es regnerisch nass, und vor allem ist es kalt und windig. Kalter Wind auf vorgeheiztem Rücken, keine gute Mischung. Erst recht nicht, wenn man die Einkäufe packt, den 20 Kilo-Sack mit dem Katzenstreu noch einmal auf den Boden stellt, um den Wagen zu verriegeln und dann den Sack nicht aus den Knien anhebt, sondern -weil man ja faul ist und es schnell gehen soll- aus dem Rücken. Zack! Hatte es mich erwischt.

Ich habe mich (und natürlich auch das Katzenstreu) dann noch die Treppen hoch in die Wohnung geschleppt. Und dann doch mal wieder viel Zeit auf der Couch verbracht – diesmal aber immerhin mit einer guten „Ausrede“. Schon einen Tag später ging es mir dann wieder deutlich besser. Und heute ist es nur noch ganz gering spürbar, so dass ich ganz normal zur Arbeit gehen konnte. Außer wenn ich lange Zeit in einer Position gesessen habe und mich dann bewege. Aber das sollte dann auch bald verschwinden.

Und wie sieht es bei euch so aus? Habt ihr gute Abwehrkräfte und ein gutes „Heilfleisch“? Oder erwischen euch Krankheiten öfter als euch lieb ist?

Foto: Melling Rondell / pixelio.de

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