Lustige Kunden-Anfragen

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Wie aufmerksame Stamm-Leser dieses Blogs wissen, bin ich nunmehr bereits seit mehreren Jahren beruflich für einen Onlineshop tätig. Um uns von der Konkurrenz ein wenig abzuheben, wird bei uns viel Wert darauf gelegt, dass der Kunde im Zweifel auch mal bei uns anrufen kann und dann von kompetentem Personal zu den jeweiligen Produkten beraten wird.

Selbst bin ich nicht in der Beratung tätig, allerdings sind mir im Laufe der Zeit schon einige lustige Anekdoten aus dieser Abteilung zu Ohren gekommen, die sich mit teilweise doch recht „ungewöhnlichen“ Kundenanfragen beschäftigten. Beispiele gefällig? Kein Problem:

Zum Beispiel verkaufen wir Thermo-Beschriftungsgeräte und die dazugehörenden Bänder. Kennt ihr bestimmt. In meiner alten Firma wurden damit für die Mieter beispielsweise immer die Schildchen für die Klingeln und Briefkästen gedruckt.

Wie gesagt, solche Ware verkaufen wir und sind in dem Bereich auch ziemlich gut sortiert. Auch unser Personal kennt die Geräte ziemlich gut, so dass es in der Vergangenheit sogar schon mehrfach dazu gekommen ist, dass die offizielle Support-Hotline des Herstellers fragende Kunden einfach an uns verwiesen hat. Bei zwei solcher Anfragen wusste aber selbst unsere Kundenberatung beim besten Willen nicht mehr weiter.

So fragte ein Kunde mal, ob die Etiketten denn auch bei Wasserkontakt halten würden. Die Kollegin fragte daraufhin nach dem konkreten Verwendungszweck, da man die Frage nicht pauschal beantworten konnte. Daraufhin antwortete der Kunde, dass er mit den Bändern seine Goldfische etikettieren wolle, um sie besser auseinanderhalten zu können!

Ähnlich tierisch, aber durchaus ein wenig nachvollziehbarer, gestaltete sich eine weitere Frage eines anderen Kunden, der wissen wollte, bis zu welcher Geschwindigkeit die Bänder halten. Er wollte damit nämlich seine Brieftauben markieren. Hier musste sich unsere Beratung dann ausnahmsweise mal geschlagen geben und an die Hotline des Herstellers verweisen, da uns nicht bekannt war, ob die Bände hierfür geeignet sind (möglicherweise am Bein) und wie es mit der maximalen Geschwindigkeitsbelastung so aussieht.

Noch skurriler war jedoch die Anfrage einer Kundin zu unserem farbigen Briefpapier. Sie rief an und war sich unsicher, ob das Briefpapier „in echt“ die gleiche Farbe habe wie auf der Produktabbildung im Onlineshop. Grundsätzlich war das schon die gleiche Farbe, aber natürlich konnte von uns niemand sagen, ob es zu 100% der gleiche Farbton war, denn niemand weiß, wie der Monitor der guten Frau bei Kontrast und Helligkeit genau eingestellt war. Das sah die Kundin dann auch ein und fragte, ob es denn nicht möglich sei, dass wir ihr ein Blatt mal zum Vergleich per Fax(!) zusenden könnten.

Das sind diese Momente, in denen ich mir die Arbeit in dieser Abteilung extrem schwer vorstelle. Ich hätte jedenfalls arge Probleme bekommen, nicht gleich loszulachen oder an eine dieser Radio-Verarschen zu denken. Übrigens: die Kundin wurde dann fachmännisch darüber aufgeklärt, dass so ein Schwarz-Weiß-Fax sicherlich nicht förderlich für die Entscheidungsfindung wäre. Sie hat sich das Papier dann zusammen mit einigen anderen Artikeln einfach bestellt und hätte es bei Nichtgefallen zurückgeben können. Da keine Reklamation mehr kam, scheint es wohl gefallen zu haben.

Seid ihr auch schon einmal beruflich oder privat mit Fragen konfrontiert worden, bei denen ihr dachtet, euer gegenüber wolle euch auf den Arm nehmen?


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