Reife Reifen sind nichts für nasskaltes Sommerwetter

ReifenwechselKommt der Sommer eigentlich noch, oder war er schon da? So ganz sicher bin ich mir da derzeit einfach nicht mehr. Es fing vor einigen Wochen recht vielversprechend mit ein paar sonnigen, warmen Tagen an, ließ dann aber leider auch ganz stark nach. In letzter Zeit ist es ein einziges Auf und Ab mit den Temperaturen. Da „freuen“ sich die Leute mit wechselhaftem Kreislauf.

Hinzu kommen dann die plötzlichen Unwetter, bei denen nicht nur Wasser in rauen Mengen auf die Straßen niederprasselt, sondern auch die Gewitter für teilweise gewaltige Schäden sorgen. Mit Sommer hat das dann schnell nicht mehr allzu viel zu tun. Und da sind wir auch direkt beim entscheidenden Punkt:

Denn es ist gar nicht so leicht, sich dem wechselhaften Wetter anzupassen. Das fängt bei der Kleidung an, die morgens das kühle Wetter abwehren muss, mittags aber auch für Kühlung sorgen soll, wenn es plötzlich doch warm wird, und abends vor dem Regenschauer schützen soll. Vor ähnlichen Strapazen stehen jedoch auch unsere Autos!

Die schützen zwar in der Regel zuverlässig vor jeglichem Wind und Wetter, haben mit der derzeitig wechselhaften Witterung aber genauso zu kämpfen, zumindest was die Reifen angeht. Auf nasser Fahrbahn, auf der das Wasser teilweise aufgrund der starken Regenfälle noch nicht einmal vernünftig abfließen kann, kommen Reifen nämlich ganz schnell ins Schwimmen. Zwar gibt es mit der Polizei erst Ärger, wenn eine Profiltiefe von 1,6 mm unterschritten wird, der ADAC und viele andere Experten raten bei Sommerreifen jedoch dazu, ab einer Profiltiefe von 3 mm neue Reifen zu kaufen.

Denn bei weniger als 3 mm Profiltiefe könne der Reifen das Wasser nicht mehr richtig zur Seite verdrängen und man läuft Gefahr, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Gerade bei der jetzigen Witterung ein durchaus denkbares Szenario. Zumal Sommerreifen nicht gleich Sommerreifen ist. Selbst mit neuen Reifen kann man nämlich schnell ganz alt aussehen. So warnt die GTÜ derzeit vor allzu billigen Sommerreifen aus Fernost, die in einem Vergleichstest teilweise katastrophale Ergebnisse erzielt haben und beim ABS-Bremsen auf nassem Asphalt aus 100 km/h einen bis über 10 Meter längeren Bremsweg aufwiesen. 10 Meter! Im Fall der Fälle ist das eine kleine Welt!

Da sollte man also wohl nicht an der falschen Stelle sparen, wenn man sicher durch den Sommer -oder dem, was davon übrig ist- kommen möchte. Zumal man aber auch sagen muss, dass es hier und da auch bei den Marken-Herstellern durchaus günstige Reifen-Modelle gibt, mit denen man sich dann auch eine ganze Ecke sicherer fühlen darf.

Achtet ihr eigentlich auf die Profiltiefe eurer Reifen? Hand aufs Herz, wann habt ihr die das letzte Mal gemessen? Mit einer Münze, echtem Messwerkzeug oder grob mit dem Auge? Und ab welcher Rest-Tiefe werdet ihr tätig und kauft euch neue Reifen?

Foto: bluefeeling / pixelio.de

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