Wie finanzieren sich diese Eat You Can Buffets?

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Hin und wieder esse ich gerne asiatisch. Damit meine ich nicht nur japanisches Sushi, sondern auch Frühlingsrolle, knusprig gebackene Ente, Hühnchen gebraten süß-sauer, Sate Spieße, gebackene Banane mit Honig, und was man halt sonst noch so beim „China-Mann des Vertrauens“ bekommt.

Bei uns in der Nähe gibt es ein asiatisches Restaurant, welches jeden Mittag ein Eat You Can Buffet inklusive Mongolischem Grill anbietet. Beim Grill kombiniert man rohes Fleisch (sowohl klassische Sorten wie Rind sind möglich, aber auch ausgefallenere Sorten wie Alligator oder Känguru) mit Gemüse und Sauce nach Wahl und lässt es vom Koch frisch zu einem Gericht zubereiten. Zum Nachtisch gibt es neben den bereits erwähnten gebackenen Bananen mit Honig noch eine große, vielleicht nicht ganz so asiatisch angehauchte, Auswahl an wirklich frischen Früchten, Tiramisu, Götterspeise und Eis und vieles mehr. Allein für die frische Ananas lasse ich absichtlich immer ein wenig Platz im Magen. Hier mal ein kleiner Eindruck:

China Buffet

Der ganze Spaß kostet -ohne Getränke- mittags nur 8,90 Euro und schmeckt dennoch gut und frisch. Außerdem wird regelmäßig nachgelegt, so dass die „guten Sachen“ nicht nach 5 Minuten schon ausverkauft sind. Auf dem Weg zur Arbeit fiel mir heute das Schild eines weiteren Restaurants auf, welches ein ähnliches Konzept zu verfolgen scheint. Dort wird das Buffet sogar für 7,90 Euro angeboten.

Da frage ich mich dann doch so langsam, wo das alles noch hinführen soll? Natürlich finde ich es super, dass ich mein Buffet in guter Qualität für 8,90 Euro bekomme. Aber wie soll sich das rechnen? Da das Konzept inzwischen über ein Jahr so läuft, gehe ich auch nicht von einem kurzfristigen Lock-Angebot aus. Und abends kostet das Buffet dann immerhin auch 14,90 Euro. Trotzdem fällt es mir schwer, nachzuvollziehen, wie man mit solchen Niedrigpreisen wie 7,90 Euro oder 8,90 Euro überleben kann. Natürlich sind Dinge wie Reis recht günstig und machen satt, aber was ist mit denjenigen Kunden, die diese Sattmacher meiden und sich stattdessen aufs teure Fleisch stürzen?

Klar, ein Buffet ist von der Planung her einfacher durchzuführen, da immer nur dieselben Speisen in Massen nachgelegt werden müssen und der Kunde sich das Wunsch-Produkt selbst zusammenstellt. Ein nicht unwesentlicher Teil der Menü-Karte lässt sich damit aber problemlos „nachbauen“ – mit dem Unterschied, dass das Einzelgericht oft allein schon teurer ist als das gesamte Buffet.

Gibt es derartig günstige, dauerhafte Angebote auch bei euch? Nutzt ihr diese? Oder traut ihr in solchen Fällen der Qualität des Essens nicht? Welche Punkte fallen euch ein, die es Restaurant-Betreibern ermöglichen, Buffets zu solchen günstigen Preisen anzubieten? Vielleicht hat ja jemand von euch sogar einen Einblick hinter die Kulissen und kann ein wenig Licht ins Dunkel bringen, wie sich solche Angebote finanzieren…


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