Retro-Fund bei Nerd-Aktion

ComputerspielWenn man nach klassischen Klischees geht, verbringen Nerds den Großteil der Zeit ja abgeschirmt von der Außenwelt mit einer Pizza vor dem Computer, meist in einem abgedunkelten Raum oder gleich im Keller, weil es da angenehm kühl ist. So gesehen habe ich mich am vergangenen Wochenende echt „nerdig“ verhalten. Zwar gab es bei uns am Wochenende keine Pizza, aber ich habe ziemlich viel Zeit mit Computern im Keller verbracht.

Allerdings habe ich im Keller weder programmiert, noch gespielt, sondern einfach nur mal mit meiner besseren Hälfte ein wenig den Keller entrümpelt. Das hatten wir uns schon seit ewigen Zeiten vorgenommen, und dann -wie das mit derartigen Vorsätzen ja oft so ist- immer wieder weiter in die Zukunft verschoben. Im Laufe der Zeit hatte sich da manches angesammelt. Alles, wofür in der Wohnung kein Platz mehr war, von dem man sich aber auch nicht sicher war, ob man es nicht später vielleicht doch noch einmal bauchen könnte, oder was zum Wegwerfen einfach zu schade gewesen wäre. Ihr wisst ja sicherlich selbst, wie das so läuft.

Nun war es aber wirklich an der Zeit, dort einmal gründlich auszumisten und sich von Krempel, den man jahrelang nicht mehr genutzt oder gar vermisst hat, endgültig zu trennen. Hierbei fielen mir dann allerdings auch Kartons in die Hände, von denen ich ja bereits das ein oder andere Mal hier im Blog berichtet hatte.

Atari VCS 2600Es handelt sich um die Kartons, in denen meine alten ATARI Sachen „eingelagert“ wurden. Unter anderem mein alter ATARI 600XL, auf dem ich in der Programmiersprache Basic als Kind Programmieren lernte. Und mein ATARI VCS 2600, quasi meine erste Spiele-Konsole, bevor solche Sachen wie das NES oder Super Nintendo Einzug in die Kinderzimmer hielten.

Alles Dinge, an denen mein Herz und viele Erinnerungen hängen. Das ist ein Stück Geschichte, von dem ich mich nicht trennen will, auch wenn in der Wohnung dafür -zumindest auf Dauer- kein Platz ist. Immerhin weiß ich jetzt wieder genau, wo die Sachen liegen, so dass ich sie mir bei Bedarf jederzeit holen kann. Wie sich das für Technik aus „alten Zeiten“ gehört, ist das Zeug damals viel robuster gebaut worden als heute, weswegen die Geräte trotz jahrelangem Keller-Aufenthalt immer noch in einwandfreiem Zustand sind.

Einzig die Joysticks haben es nicht „überstanden“. Die waren aber auch damals schon immer die Schwachstelle bei diesen Systemen. Wer mal Spiele wie die „Summer Games“ gezockt hat, bei denen man Leichtathletik-Disziplinen spielte, indem man beispielsweise den Joystick beim 100 Meter Lauf so schnell wie möglich hin und her bewegen musste, der wird wissen, was ich meine.

Das ist aber alles kein Beinbruch, denn nach einer kurzen Recherche wurde ich im Netz fündig und kaufte mir bei Hood einen passenden Joytick, der zwar kein Original-Design hat, aber optisch stark denen ähnelt, die ich früher meist besaß. So kann ich dann bald, wenn der Stick eintrifft, mal wieder so richtiges, altes Retro-Game-Feeling heraufbeschwören. Ich weiß nicht, ob ihr das nachempfinden könnt, aber es ist einfach ein ganz anderes Gefühl, ob man alte Spiele in einem Emulator spielt, oder auf der alten Original-Konsole.

Könnt ihr das nachvollziehen? Habt ihr vielleicht selbst noch alte Konsolen oder Computer irgendwo bei euch herumstehen? Was waren eure ersten Spiele-Konsolen und welche Erinnerungen habt ihr noch an diese?

Artikelbild: Stefan Bayer / pixelio.de

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