Nutzt du die Optionen in Programmen und Apps? Dann bist du eine bedrohte Minderheit!

Anzeige

Wenn ich ein Programm auf meinem Rechner installiert habe, führt mein erster Weg eigentlich immer in die Einstellungen. Ich will nachschauen, welche Optionen mir das Programm bietet und es ggf. auf meine persönlichen Bedürfnisse hin besser anpassen. Auch wenn ich eine neue App auf meinem Handy installiere, schaue ich in der Regel zuerst in die Optionen. Oft verstecken sich dort ja auch Einstellungen, die das Übermitteln von Daten an den Hersteller gestatten und die standardmäßig aktiviert(!) sind. Schon allein deswegen lohnt sich ein Blick in die Optionen eigentlich immer.

Und eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich nicht der einzige bin, der so denkt. Bin ich scheinbar aber doch. Zumindest fast. Denn angeblich gehören Menschen, die ein Programm nach der Installation in den Einstellungen konfigurieren und an ihre Bedürfnisse anpassen, erstaunlicherweise zu einer verschwindend geringen Minderheit!

Was schätzt ihr denn so, wie viel Prozent der Nutzer ihre Software nach der Installation einrichten bzw. konfigurieren? 50% vielleicht? Nein, dann würde ja immerhin noch die Hälfte der User Software einstellen. Aber die Richtung stimmt schon. Lasst einfach mal locker flockig die Null bei der 50 weg, dann liegt ihr mit eurer Schätzung goldrichtig. Gerade einmal 5%(!) der Nutzer konfigurieren ihre Software! Fünf Prozent! Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 95% der User ihre Software nicht konfigurieren.

Gemessen wurde diese Zahl anhand des meistgenutzten Programms, Microsoft Word. Und wer schon einmal einen Blick in die Optionen von Word geworfen hat, wird sicherlich schnell festgestellt haben, dass es da einige Möglichkeiten gibt, das Programm zumindest im ein oder anderen Detail anzupassen.

Selbstverständlich kann man nun einwenden, dass die Zahl hier nur an einem einzigen Programm gemessen wurde. Andererseits ist Word hierfür ideal. Zum einen wegen der häufigen Nutzung, zum anderen auch deswegen, weil das Programm über eine Flut von Einstellungsmöglichkeiten verfügt, also eigentlich jeder Nutzer zumindest ein oder zwei Stellen in den Einstellungen finden dürfte, an denen er Optimierungen vornehmen könnte.

Und selbst, wenn es in anderen Programmen nicht genauso krass sein sollte, muss man wohl annehmen, dass in den anderen Applikationen die Nutzer nicht plötzlich zu 95% voller Begeisterung in den Optionen herumklicken. Ganz ehrlich, ich habe das SO nicht erwartet. Immerhin bieten die Programm-Einstellungen zum einen die Möglichkeit, ein Programm an die eigene Arbeitsweise optimal anzupassen, zum anderen finden sich dort auch immer häufiger Optionen zu Dingen wie Datenschutz, welcher den Menschen angeblich doch soooo wichtig ist. Warum nehmen sie also die Möglichkeit nicht wahr, wenn sie tatsächlich Einfluss auf die Erhebung und Übersendung von Nutzungsdaten haben?

Von daher würde mich wirklich mal interessieren, wie ihr das so handhabt? Nutzt ihr Programme und Handy-Apps so, wie sie installiert wurden? Geht ihr nach einer Installation regelmäßig in die Optionen, oder nur, wenn ihr etwas vermisst oder zufällig darüber stolpert? Welche Gründe gibt es für euch oder welche könntet ihr euch generell vorstellen, warum Menschen die Einstellungen von Programmen meiden? Ist es fehlendes Wissen? Die Angst, etwas „kaputt“ zu machen? Oder am Ende vielleicht doch einfach nur Bequemlichkeit?


Anzeige