Was wird aus uns werden, wenn wir mal alt sind?

Heute geht es mal um ein ernsteres Thema: um alte Menschen. Wobei ich jetzt aufpassen muss. Ein Arbeitskollege im „fortgeschrittenen Alter“ liest hier mitunter fleißig mit. Ich berichtete hier im Blog schon einmal über ihn im Zusammenhang mit einem bösen Fettnäpfchen, in welches ein anderer Kollege getreten war und von welchem wir heute noch in der Firma lachend erzählen.

Besagten älteren Kollegen meine ich im Folgenden ausdrücklich nicht. Zumal es bei uns in der Firma auch einen echten Rentner weit jenseits der 70 gibt, der immer noch ab und an aushelfen kommt, wenn Not am Mann ist. Natürlich hat die Zeit bei ihm ihre Spuren hinterlassen, aber insgesamt ist er mental noch extrem fit und auch körperlich verhältnismäßig gut in Schuss. Das Problem ist, dass das nicht bei allen Menschen so läuft. Es gibt auch genug Menschen, die im Alter körperlich und/ oder geistig stark abbauen.

Das dürfte auch einer der Hauptgründe sein, warum das Alter fast schon ein wenig ein Tabu-Thema in unserer heutigen Zeit geworden ist. Man spricht nicht gerne darüber, weil mit Alter auch meist eine eintretende Krankheit oder Hilflosigkeit assoziiert wird. Das Problem ist, dass niemand davor gefeit ist. Manchen kann die Zeit scheinbar kaum etwas anhaben, andere leben ihr Leben lang sehr gesund und werden dennoch früh krank.

Gerade in der heutigen Zeit erzeugt der Gedanke, auf andere angewiesen zu sein, starke Ängste. Weil es heute einfach eine andere Zeit ist als damals. Früher lebte man oft in großen Familien, wo der eine auf den anderen Acht gab. Heute sind die Familien oft ungleich kleiner, Tendenz sinkend. Familien ohne oder mit nur einem Kind sind genauso wenig eine Seltenheit, wie alleinerziehende Eltern. Da wird der Kreis derjenigen, die sich im Alter um einen kümmern können, zwangsläufig kleiner.

Und selbst, wenn Menschen da sind, die sich gerne um ihre alternden Familienmitglieder kümmern möchten, bleibt oft das zusätzliche Problem der geringen Zeit. Viele sind berufstätig und können daher hilfsbedürftigen Familienmitgliedern gar nicht die notwendige Zuwendung zukommen lassen, die nötig wäre.

Da verbleiben als Lösungen häufig nur die Möglichkeiten von Pflegeheimen oder Kliniken. Aber abgesehen davon, dass immer wieder Leute von schlechten Erfahrungen damit berichten -wie dies z.B. Thomas anhand eigener Erfahrungen einmal sehr ausführlich dargestellt hat- stellen diese Lösungen auch für den betroffenen Menschen immer die extremste Form des Eingriffs dar. Er wird aus seinem bisherigen Leben gezogen, muss ggf. für immer seine gewohnte Umgebung verlassen und verliert auf diese Weise das letzte bisschen Routine und Sicherheit.

Von daher bietet es sich als Alternative an, in derartigen Situationen -sofern möglich- auf ambulante Pflegedienste wie Sunacare zurückzugreifen, bei denen die betroffenen Menschen weiterhin in den eigenen vier Wänden, also in ihrer gewohnten Umgebung, leben können und nur bei den Dingen von einer Pflegekraft unterstützt werden, wo sie eben Hilfe benötigen. Wenn man dann noch das Glück hat, dass zwischen Pfleger und Gepflegtem die „Chemie stimmt“ und der Pfleger sich trotz möglichem Zeitdruck die Zeit nimmt, den Gepflegten vernünftig zu behandeln und zu versorgen, dann kann es kaum besser laufen.

Natürlich ist das alles auch immer ein ganzes Stück weit eine Vertrauenssache. Als Angehöriger hat man wahrscheinlich nur seltenst Zeit, dem Pfleger bei der Arbeit zuzusehen. Hätte man regelmäßig diese Zeit, könnte man sich ja auch schließlich selbst um den zu Pflegenden kümmern. So bleibt einem nichts anderes übrig, als im Nachhinein ein wenig zu kontrollieren und sich auf die Angaben der gepflegten Person zu verlassen.

Ich weiß, über so ein Thema spricht man nicht gerne, aber ich würde es dennoch gerne an dieser Stelle tun. Denn auch wenn manche Gedanken ein wenig unangenehm sein können, sollte man sich dennoch mit dem Thema schon frühzeitig auseinandersetzen. Wart ihr schon einmal in der Situation, jemanden zu pflegen bzw. jemanden finden zu müssen, der sich um die Pflege eines Familienmitglieds kümmern sollte? Welche Erfahrungen habt ihr dabei gesammelt? Welche Ratschläge könnt ihr geben? Oder habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es wohl sein wird, wenn wir selbst in die Situation kommen, wo wir auf Hilfe anderer angewiesen sind? Glaubt ihr, dass ihr da gut versorgt werdet, oder habt ihr dabei im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung auch ein mulmiges Gefühl?


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