Fragen… voll auf die Zwölf!

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Manchen Lesern ist vielleicht schon einmal beim Lesen dieses Blogs aufgefallen, dass es hier so gut wie nie diese sog. Blogstöckchen zu lesen gibt. Ich meine mich entsinnen zu können, dass es in den letzten Jahren(!) hier praktisch gar keine mehr gegeben hat. Und auch davor -in der Anfangszeit des Blogs- waren sie die absolute Ausnahme, wie vielleicht noch der ein oder andere langjährige Stammleser bestätigen kann. Meist ging es bei diesen dann thematisch um Fernsehserien (2009) oder Filme (2010).

Auch künftig werde ich mich nur sehr zurückhaltend an derartigen Stöckchen beteiligen, wenn mich mal eines in irgendeiner Art und Weise durch das Thema oder die gestellten Fragen besonders anspricht. Letzteres trifft auf das Stöckchen zu, welches mir vor einigen Tagen an den Kopf geworfen wurde. Die Fragen drehen sich viel um das Bloggen oder Technik im weiteren Sinne, so dass ich mir denke, dass meine Antworten darauf vielleicht auch für den ein oder anderen Leser von Interesse sein könnten, zumal mir manche Fragen in ähnlicher Form bereits das ein oder andere Mal über das Kontaktformular des Blogs und per E-Mail gestellt wurden.

Übersendet hat mir die Fragen übrigens der Netzblogger Timm, der es sich nicht nehmen ließ, einem mit gleich einem Dutzend Fragen zwölf Löcher in den Bauch zu fragen 😉 Von daher wollen wir nun auch gar keine Zeit mehr verlieren und gleich in die Fragen einsteigen:

Bist du mit deinem Blog bei einem Free-Hoster wie »Blogger« oder »Wordpress.com« und was müsste passieren, damit du deine Webseite auf einem Webhoster wie »All-Inkl.com« speicherst?

Nein, mein Blog läuft nun schon seit dem 26.01.2009 bei einem professionellen Hoster. Zu dem bin ich damals umgezogen, nachdem ich mehrere Monate bei einem Freehoster getestet hatte, ob mir das Bloggen in der Art, wie ich sie heute noch betreibe, überhaupt Spaß macht. Zum Testen finde ich kostenlose Freehoster daher ideal, aber zum „echten Bloggen“ gehört für mich auch ein „echter Hoster“, bei dem man die Macht über seine Templates und Daten hat. Alles andere würde mich persönlich zu sehr einschränken.

Wenn Du die Wahl hättest, welches Webdesign würdest du sehr gerne für dein Blog übernehmen wollen?

Im Großen und Ganzen bin ich eigentlich ziemlich zufrieden mit dem bestehenden. Generell kopiere ich ungern einfach fremde Designs, da das Design in meinen Augen immer ein Stück weit die Individualität und den persönlichen Stil eines Blogs unterstreicht. Da sollte dann auch jeder „sein eigenes Ding“ machen. Im Hinterkopf habe ich noch ein paar Ideen, die ich hier gerne umsetzen möchte, wenn es sich zeitlich mal wieder machen lässt. Aber das eilt nicht.

Bevorzugst du kostenlose Themes oder bist du bereit dafür auch Geld auszugeben und wenn ja, was ist für dich die finanzielle Obergrenze?

Da mache ich keinen Unterschied zwischen kostenlos und kostenpflichtig. In beiden Bereichen gibt es Templates, die ich persönlich für meine Zwecke als „gut“ oder „schlecht“ bezeichnen würde. Prinzipiell wechsle ich ziemlich selten mein Template, vor allem, wenn ich das mit manch anderen Bloggern vergleiche. Daher bastle ich im Laufe der Zeit an einem bestehenden Template immer gerne weiter herum, um es an meine individuellen Ansprüche und Bedürfnisse anzupassen. Von daher ist es mir halt besonders wichtig, dass das zugrundeliegende Basis-Template verständlich geschrieben / codiert ist und sich ohne Probleme ausbauen bzw. anpassen lässt.

Sollte die »professionelle« Suchmaschinenoptimierung für mich als »kleinen« Blogger eine untergeordnete Rolle spielen oder bist Du bereit, 99 Euro monatlich für eine SEO-Software auzugeben?

Nein, solche Kosten kämen für mich für SEO-Software niemals infrage. Das mag für absolute Profi-Blogger interessant sein, die von den Einnahmen ihres Blogs leben können / müssen. Wobei ich inzwischen die Meinung habe, dass SEO ein Fass ohne Boden ist, welches maßlos überschätzt wird. Die Algorithmen, nach denen die Suchmaschinen ihre Bewertungen vornehmen, werden eh alle paar Monate angepasst und geändert. Dann gibt es wieder neue Empfehlungen aus der SEO-Ecke, die Leute passen ihre Seiten den Empfehlungen an, übertreiben es natürlich wieder und die Suchmaschinen-Betreiber passen ihre Bewertungssysteme erneut an. Ein ewiger Teufelskreis. Da habe ich schon lange keine Lust mehr drauf. Daher habe ich hier nur ganz rudimentäre Dinge, auf die ich achte, um die Artikel für Suchmaschinen leicht lesbar zu machen. Auf sonstige Optimierungen verzichte ich hingegen weitgehend und schreibe die Texte einfach so, wie ich denke, dass sie für menschliche Leser leicht zu verstehen, angenehm zu lesen und informativ aufzufassen sind. Nebenbei also genau das, worauf angeblich doch auch die Suchmaschinen immer den größten Wert legen.

Hast du schon an einer Blogparade teilgenommen und welche hat dir dabei am besten gefallen?

In der Tat habe ich vor allem früher an einigen Blogparaden teilgenommen und auch selbst die ein oder andere veranstaltet. Manche davon waren erfolgreicher, manche weniger. Das ist ein Stück weit auch immer ein Glücksspiel gewesen, welches sich kaum voraussagen ließ. In den letzten Monaten und Jahren ist es allerdings -zumindest bei mir- immer ruhiger um das Thema Blogparaden geworden. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass die generell in der Blogosphäre weniger geworden sind. Vielleicht, weil das Thema -ähnlich wie die Stöckchen- irgendwann maßlos übertrieben wurden und nur noch einzig und allein darauf abzielten, mit den abwegigsten Themen noch ein paar Backlinks zu erhaschen. Selbst habe ich seit inzwischen über zwei Jahren noch eine Idee für eine Blogparade im Kopf. Aber ich warte auf den richtigen Zeitpunkt, um sie in die Tat umzusetzen, da sie eine gewisse Begeisterungsfähigkeit hierfür in der Blogosphäre voraussetzt, um nicht im Keim zu ersticken. Zudem feile ich noch am ein oder anderen Detail der Parade.

Ein anderes Thema: Liest Du gerne und was ist dein Lieblings-Genre?

Früher habe ich sehr, sehr gerne Bücher gelesen. Ganz vorne dabei waren Thriller, Krimis und Fantasy-Romane. Schon als junges Kind habe ich gerne gelesen. Allerdings muss ich selbst inzwischen feststellen, dass dies im Laufe der Zeit immer mehr bei mir „eingeschlafen“ ist. Irgendwie will es mir oft nicht mehr gelingen, dass ich die Geduld habe, mir die Zeit für ein gutes Buch zu nehmen. Ich lese bedingt durch meine Arbeit und meinen Blog hier am Tag relativ viel. Da möchte ich in der sonstigen Freizeit ganz gerne zum Ausgleich lieber anderen Hobbys nachgehen, die nichts damit zu tun haben, dass meine Augen über Text wandern müssen. Ein wenig Ausgleich muss einfach sein, auch wenn es natürlich immer schön war, beim Lesen die Handlung mit Phantasie und Kreativität als Film vor dem eigenen, geistigen Auge ablaufen zu lassen.

Was gehört für dich zu einer guten Rezension?

Es sollte ganz klar herauszulesen sein, wo der Autor einer Rezension die Schwerpunkte gelegt hat, damit man einschätzen kann, ob seine finale Bewertung auf Kriterien basiert, die einem selbst auch wichtig sind, oder ob er vielleicht das Produkt schlecht bewertet hat, weil ihm Details nicht gefallen haben, die für einen selbst vielleicht völlig unwichtig sind. Generell mag ich auch gerne ausgewogene Rezensionen, die natürlich subjektiv, aber dennoch auf einer recht sachlichen Ebene die Vor- und Nachteile eines Produktes nennen. Solche Rezensionen finde ich ungleich hilfreicher, als Fanboy-Bewertungen, die alles hochjubeln, oder Kritiker, die einfach alles in Grund und Boden stampfen, nur weil sie einen schlechten Tag erwischt oder völlig überzogene Erwartungen hatten.

Hast du schon einmal an Aktionen wie ein »Wanderbuch« oder das »Buchwichteln« teilgenommen und wie denkst du darüber?

Nein, habe ich nicht, da ich -wie vorhin ja bereits erwähnt- nicht mehr so wahnsinnig viel in meiner privaten Freizeit lese. Wer aber eine echte Leseratte ist, für den sind solche Aktionen sicherlich ein gute Idee, um auch mal Bücher kennenzulernen, die man sonst möglicherweise niemals beachtet hätte.

Liest du lieber eBooks oder bevorzugst noch das »alte« Buch? Wie siehst die kommende Entwicklung in dem Bereich Book 2.0? Wer macht das Rennen? EBook oder der »Papierkram«?

Als „Wenig-Leser“ ist mir das eigentlich ziemlich egal. Natürlich fühlt sich ein eBook-Reader auf den ersten Blick anders und ungewohnt an. Es ist halt kein Buch, worin man blättert, welches raschelt und nach Papier riecht. Und Strom braucht er auch (wenn auch sehr wenig, im Vergleich zum Beispiel zu einem Tablet). Dennoch denke ich, dass sich die Reader immer weiter durchsetzen werden, da die Vorteile einfach auf der Hand liegen. Weniger Papier wird benötigt, Produktionskosten sind geringer, Hürden für kleine Autoren fallen weg, weil man nicht zwingend einen großen Verlag im Rücken benötigt, sondern sich selbst vermarkten kann, man kann praktisch sein komplettes Bücherregal immer in der (Hand-)Tasche dabei haben etc.

Wie wichtig ist für dich der Datenschutz in Bezug zu den sozialen Netzwerken?

Schwieriges Thema. Ich denke, dass wir hier in Deutschland teilweise sehr stark auf den Datenschutz fokussiert sind, wohingegen das gerade in den USA eher eine Randerscheinung darstellt. Deswegen eckt das hierzulande auch immer mal mit entsprechenden Diensten an. Wobei es ja auch hierzulande oft „nur“ die Datenschützer und technik-affine Menschen sind, die stark auf den Datenschutz achten. Der breiten Masse werden die Probleme allenfalls dann bewusst, wenn im Sommerloch mal wieder eine große Tageszeitung das Thema medial ausschlachtet und ein soziales Netzwerk -vorzugsweise Facebook, weil die eh den negativen Ruf einmal haben- wie eine Sau durchs Dorf jagt. Meiner Meinung nach muss man sich einfach bewusst sein, dass das, was man ins Internet (und erst recht in sozialen Netzwerken) von sich gibt, irgendwo gespeichert wird und ausgewertet werden kann. Wer das nicht will, der muss -allen rechtlichen Schranken zum Trotz- eigentlich einen weiten Bogen darum machen, irgendwelche Äußerungen im Netz von sich zu geben.

Welches soziale Netzwerk bevorzugst du?

Ich nutze eine Vielzahl von sozialen Netzwerken, ohne irgendwelche Präferenzen. Dafür sind die Netzwerke auch viel zu unterschiedlich aufgebaut und haben -zumindest für mich- unterschiedliche Zielsetzungen. Um nur mal die ganz großen Bekannten zu nennen: Twitter eignet sich super für kurze Infos zwischendurch, oder wenn man sich Live-Lästereien zu Trash-TV anschauen möchte. Facebook ist für den normalen Kontakt mit unterschiedlichen Menschen gedacht, um mal ein wenig zu plaudern, jemanden nach Jahren wiederzufinden, den Kontakt nicht zu verlieren und vielleicht sogar das ein oder andere Lebensereignis nicht zu verpassen. Und Google+ ist -zumindest für mich- immer noch ein Ort, an dem man relativ entspannt Diskussionen und Gespräche mit eher technisch interessierten, internet-affinen Menschen führen kann.

Was möchtest du mir sonst noch sagen?

Nachts ist es kälter als draußen 😛

So, das soll es dann auch gewesen sein. Ich hoffe, ihr konntet das ein oder andere Detail von mir erfahren, dass euch vielleicht noch unbekannt war. Natürlich sind die Fragen relativ kurz beantwortet, so dass sich oftmals nicht alle Facetten eines Themas so beleuchten und gewichten ließen, wie das hier und da sicherlich gut gewesen wäre. Aber ihr habt ja gewiss auch noch andere Dinge heute zu tun, so dass ich euch nicht mit noch ausschweifenderen Artikeln „belästigen“ wollte.

Werfen werde ich das Stöckchen nicht. Wer möchte, darf es jedoch selbstverständlich gerne aufnehmen und die Fragen auf seinem Blog beantworten.

Wie steht ihr eigentlich grundsätzlich den Themen Blogparaden und Stöckchen gegenüber? Kommt es nur mir so vor, oder sind die wirklich im Laufe der Zeit weniger / seltener geworden? Oder trifft das vielleicht nur auf die Blogs zu, die ich regelmäßig verfolge? Habt ihr Spaß an Paraden und Stöckchen? Was müssen diese haben oder mitbringen, um euch zur Teilnahme motivieren zu können?


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