Rettungskarten in Fahrzeugen – Was sie sind und wie sie Leben retten können!

Anzeige

AutounfallÜber Unfälle mit dem Auto denkt man nur ungern nach. Verständlich, denn die Ergebnisse eines Autounfalls sind niemals schön. Im besten Fall sind nur kleinere Blechschäden die Folge, aber wenn man beispielsweise auf einer Landstraße die Kontrolle über sein Automobil verliert und die Fahrt am Baum endet, oder wenn mehrere Fahrzeuge mit entsprechender Geschwindigkeit gemeinsam in einen Unfall verwickelt sind, sind die Folgen häufig schwerwiegender. Zwar sind moderne Fahrzeuge heutzutage oft mit umfangreichen Sicherheitssystemen, diversen Airbags und verstärkten Innenraumzellen ausgestattet, die das Schlimmste bei derartigen Unfällen verhindern können, jedoch kann es schnell vorkommen, dass die Insassen danach im Fahrzeug eingeklemmt sind und sich nicht ohne fremde Hilfe befreien können.

Rettungsdienste bzw. die Feuerwehr verfügt über spezielle Geräte, um Menschen wohlbehalten aus derartigen Situationen zu bergen bzw. zu befreien. Oftmals wird in solchen Fällen die Karosserie des Fahrzeugs aufgeschnitten, um die Bergung der Insassen zu ermöglichen. Und genau hier wartet heutzutage ein großes Problem:

Denn jeder Fahrzeugtyp hat seine ganz eigenen Besonderheiten, die von den Rettungskräften vor Ort beachtet werden müssen, damit man beispielsweise nicht versehentlich einen nicht ausgelösten Airbag nachträglich noch auslöst oder das Schneidewerkzeug an Stellen ansetzt, an denen die Karosserie verstärkt ist. Auch gibt es Situationen, bei denen es von Vorteil wäre, wenn man weiß, wo genau im Fahrzeug der Kraftstoffbehälter verläuft. Bei der unübersichtlich großen Anzahl verschiedenster Fahrzeuge ist es jedoch kaum möglich, dass man erwarten kann, dass die Rettungskräfte sofort jedes Pkw-Modell in- und auswendig kennen.

Was ist eine Rettungskarte für Fahrzeuge?

Allerdings kann man den Helfern vor Ort die Arbeit stark erleichtern, mithilfe der sog. „Rettungskarten für Fahrzeuge„. Hierbei handelt es sich um ein DIN A4 Blatt Papier, auf welchem der Grundriss des Fahrzeugs mit allen wichtigen Einbauten (Batterie, Karosserieverstärkung, Airbags etc.) in Farbe aufgedruckt ist. Dadurch wissen Rettungskräfte vor Ort sofort, auf welche Besonderheiten des Fahrzeugtyps sie bei der Bergung von Verletzten achten müssen.

Wo bekomme ich eine Rettungskarte für mein Fahrzeug her?

Grundsätzlich erhält man solche Karten beim Hersteller des Fahrzeugs, oftmals irgendwo in den Tiefen der Service-Bereiche auf den Hersteller-Webseiten. Wer sich die Such-Arbeit sparen will, findet aber auch beim ADAC eine entsprechende Liste mit den Direkt-Links zu den entsprechenden Download-Bereichen von A wie Alfa Romeo bis V wie Volkswagen.

Muss ich etwas beim Ausdruck beachten?

Da die wichtigen Einbauten und Bereiche des Fahrzeugs farblich markiert sind, sollte der Ausdruck natürlich ebenfalls in Farbe erfolgen.

Wo soll die Rettungskarte aufbewahrt werden?

Die Karte soll unter die Sonnenblende auf der Fahrerseite geklemmt werden. Das ist der Ort, der international zwischen den Rettungskräften vereinbart wurde, so dass die Retter vor Ort sowohl im In- und Ausland an diesem Ort danach suchen werden. Insbesondere, wenn die Insassen des Fahrzeugs ohnmächtig / nicht ansprechbar sind, ist es wichtig, dass sich die Karte an diesem Ort und nicht woanders befindet, da die Rettungskräfte dann niemanden nach dem alternativen Ort fragen können.

Wie soll die Rettungskarte aufbewahrt werden?

Bei der Aufbewahrung unter der Sonnenblende gibt es nicht viel zu beachten. Es wird allerdings empfohlen, das DIN A4 Blatt mit der gedruckten Seite nach Innen zu falten, um zu vermeiden, dass der Aufdruck ausbleicht.

Habt ihr bereits eine solche Rettungskarte bei euch im Auto? Werdet ihr euch jetzt eine solche zulegen, oder haltet ihr das für unnötigen Unsinn? Wusstet ihr überhaupt, dass es solche Rettungskarten gibt?

Foto: Jörn / pixelio.de

Anzeige