Was der Weihnachtsmann jedes Jahr leistet! Eine kurze Berechnung. [Beitrag zum Blog-Adventskalender, 6.Söckchen]

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Söckchen 6Wahnsinn. In diesem Jahr geht der von Alex organisierte Blog-Adventskalender nun schon in die fünfte Runde. Und ich bin zum fünften Mal mit dabei. Kinder, wie die Zeit vergeht! Das merke ich heute sowieso wieder sehr stark. Denn heute öffnet sich hier bei mir nicht nur das 6. Söckchen des Blog-Adventskalenders, sondern wie zumindest einige Stammleser sicherlich wissen, ist heute auch mein Geburtstag. An so einem Tag wird man für das Thema „Zeit“ ja eh immer ein wenig sensibel.

Abgesehen von meinem Geburtstag ist heute zusätzlich noch Nikolaus. Das fand ich als Kind immer toll, weil ich doppelt beschenkt wurde. Und meine Schwestern fanden das immer toll, weil sie an meinem Geburtstag nie leer ausgingen 😉 Über den Nikolaus hatte ich ja bereits vor drei Jahren mal ausführlich hier im Blog berichtet und herausgestellt, dass der Nikolaus nicht der Weihnachtsmann ist, auch wenn das hierzulande inzwischen immer mehr miteinander vermischt wird.

Nachdem ich also vor drei Jahren dem Nikolaus einen ausgiebigen Artikel gewidmet habe und im vergangenen Jahr mit einem Video der Frage nachgegangen bin, ob es einen Weihnachtsmann überhaupt gibt, möchte ich mich in diesem Jahr gemeinsam mit euch der Frage widmen, was der Weihnachtsmann denn da überhaupt Jahr für Jahr genau leistet:

Wir alle kennen die Gerüchte um den Weihnachtsmann. Er ist ein älterer, leicht übergewichtiger Kerl von freundlicher Gesinnung, der mit seinen fliegenden Rentieren jedes Jahr einmal um die Welt fliegt, um durch Schornsteine zu klettern oder auf andere Art und Weise in Wohnungen einzubrechen einzusteigen, um brave Kinder mit Geschenken zu belohnen.

Zwar hat von uns wohl noch niemand ein fliegendes Rentier live in Aktion gesehen, aber nur, weil man etwas noch nie gesehen hat, heißt das ja nicht, dass es das nicht gibt. Auch wenn es ein wenig verwunderlich klingt, dass der Weihnachtsmann von dieser seltenen Art gleich neun Viecher im Stall stehen hat. Andererseits gibt es ja auch Millionäre, die seltene Autos sammeln.

Viel interessanter wird es hingegen, wenn wir uns mal den wissenschaftlichen Fakten zuwenden. Demnach gibt es ca. 2 Milliarden Kinder auf der Welt. Zumindest, wenn man unter „Kind“ alle Menschen versteht, die noch keine 18 Jahre alt sind. Das werden einige der Betroffenen also möglicherweise anders sehen, soll uns für unsere Berechnung aber egal sein. Zieht man von den zwei Milliarden die Moslems, Juden, Buddhisten, Hindus, Atheisten und sonstigen Glaubensgemeinschaften ab, die zumindest offiziell nicht zum Einzugsgebiet des Weihnachtsmannes zählen, bleiben nur noch rund 320 Millionen Kinder übrig. Das wirkt doch gleich viel machbarer.

In Deutschland haben Familien im Schnitt 1,5 Kinder. Allerdings ist der Weihnachtsmann global tätig, so dass sich der Schnitt weltweit auf 3,5 Kinder pro Familie bzw. Haushalt erhöht. Daraus ergeben sich rund 92 Millionen zu beliefernde Haushalte… sofern in jedem Haushalt zumindest eines der 3,5 Kinder brav war. Davon wollen wir ausgehen, denn mehr als 2,5 Arschloch-Kinder auf einmal hält niemand aus… außer Lehrer, Kindergärtnerinnen etc.

Da der Weihnachtsmann -wie bereits besprochen- global auf dem gesamten Erdball unterwegs ist, durchreist er sämtliche Zeitzonen, mit der Folge, dass sein „Arbeitstag“ max. 31 Stunden haben kann. Zumindest, wenn er von Ost nach West reist. Warum auch nicht. Schließlich sind auch Cowboys immer der Sonne hinterher gereist. Demnach muss der Weihnachtsmann pro Sekunde(!) rund 820 Haushalte besuchen, dort einsteigen, die Geschenke verteilen, aus der Bude herausklettern – und dort, wo es Tradition ist, sogar vor Verlassen noch ein paar Kekse essen. Da muss der gute Mann die Kekse ja förmlich inhalieren. Kein Wunder, dass er Gewichtsprobleme hat, wenn er sich für das Essen keine Zeit nimmt!

Rein rechnerisch würden die 92 Millionen Haushalte auf der Welt durchschnittlich 1,3 km voneinander entfernt liegen, was insgesamt einer zurückzulegenden Strecke von rund 120 Millionen Kilometer entspricht, die Santa da in 31 Stunden mit seinen Rentieren zurücklegen muss. Folglich muss der Schlitten des Weihnachtsmannes mit einer Geschwindigkeit von über 1.000 km pro Sekunde(!) fliegen. Wenn er damit geblitzt wird, ist der Lappen sicherlich ein paar Jahre weg und Weihnachten fällt aus.

Gewöhnliche Rentiere erreichen übrigens eine maximale Geschwindigkeit von 24 km pro Stunde(!). Aber gewöhnliche Rentiere können ja auch nicht fliegen. Und keinen fliegenden Schlitten ziehen. Apropos Schlitten: der ist nicht nur verflucht schnell, sondern scheinbar auch sehr stabil gebaut. Denn selbst wenn die Geschenke pro Kind nicht mehr als 1 kg wiegen, kommt man hier auf eine Ladung von rund 320.000 Tonnen! Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst wenn unsere ungewöhnlichen, fliegenden Rentiere das zehnfache(!) ihres normalen Gewichtes ziehen könnten, kämen Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner, Blitzen und Rudolph nicht von der Stelle. Dazu bräuchte es schon ein paar Exemplare mehr, nämlich rund 215.000 solcher Rentiere. Dies wiederum würde das Gewicht des Flugobjektes auf 410.400 Tonnen erhöhen – und da sind weder der eigentliche Schlitten noch der Weihnachtsmann mit eingerechnet.

Nun ist es allerdings so, dass 410.400 Tonnen bei einer Fluggeschwindigkeit von über 1.000 km pro Sekunde recht viel Luftwiederstand erzeugen. Hierdurch werden die Rentiere aufgeheizt wie ein Space-Shuttle, welches wieder in die Atmosphäre eintritt. Auf das vordere Paar Rentiere wirkt in diesem Fall die Kleinigkeit von 16,6 Trillionen Joule Energie. Auf jedes Rentier. Pro Sekunde. Da dürfte den Tierchen angenehm heiß unter dem Pelz werden, wenn sie sich nicht augenblicklich in Luft auflösen.

Aber auch der Weihnachtsmann hätte ordentlich Spaß auf seinem Schlitten. Der sieht sich nämlich in dem Moment mit einer Beschleunigung konfrontiert, die ungefähr dem 17.500-fachen der Erdbeschleunigung entspricht. Bei einem -äußerst wohlwollend geschätzten- Gewicht des Weihnachtsmannes von 120 kg würde Santa mit der Kraft von rund 20 Millionen Newton in seinen Sessel gepresst werden.

Ok, der Kerl muss nur einmal im Jahr arbeiten… aber nach SO einem Tag hat er sich den Urlaub im übrigen Jahr mehr als verdient, oder?

Morgen geht es natürlich direkt weiter mit dem Blog-Adventskalender, und das siebte Söckchen wird geöffnet. Wo? Na, entweder beim Ecki, in der Netzliga oder im Wundervoll-Blog.

[via]

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