Das Freistoß-Spray für Fußball-Schiedsrichter

Anzeige

FußballDerzeit findet in Marokko die sog. FIFA Klub-Weltmeisterschaft statt. Hierbei handelt es sich um ein überschaubar kleines Turnier mit acht Spielen in elf Tagen. Teilnehmer sind die Gewinner der jeweiligen „Meisterschaften“ der verschiedenen Kontinente bzw. deren Verbände. Für Europa bzw. die UEFA tritt demnach der Sieger der vergangenen UEFA Champions League an – also der FC Bayern München.

Bei diesem Wettbewerb werden die Bayern Bekanntschaft mit etwas machen, was es so bislang noch nicht im deutschen Fußball oder bei internationalen Spielen in Europa zu sehen gab. Die Schiedsrichter werden unter anderem mit einer Spray-Dose „bewaffnet“ sein. Allerdings handelt es sich hierbei nicht etwa um Pfeffer-Spray, um sich vor wütenden Fans oder aufgebrachten Spieler-Rudeln zu schützen, sondern um ein „Freistoß-Spray“:

Das Spray verursacht natürlich keine Freistöße, sondern kommt bei Freistößen in Strafraumnähe zum Einsatz. Ihr habt das sicherlich schon oft beobachten können. Es wird auf Freistoß in der Nähe des gegnerischen Strafraums entschieden, der Schütze postiert sich und auch die Mauer wird gestellt. Der Schiedsrichter achtet darauf, dass die Mauer die vorgeschriebenen 9,15m Entfernung zum Ball einhält… zumindest soll er das. Mal davon abgesehen, dass die Schiedsrichter beim Postieren der Mauer oft die 9,15m scheinbar nur schwer abschätzen können und da gerne mal 1-2 Meter fehlen, beginnt nach dem Postieren das typische „nach vorne tippeln“ der Mauer, wodurch sich die abwehrenden Spieler unauffällig in kleinen Schritten dem Ball nähern wollen, um dem Freistoßschützen die Möglichkeit zu nehmen, den Ball sauber und zielgerichtet an der Mauer vorbeizuzirkeln.

Und genau hier setzt die Lösung mit dem Spray an. Nachdem der Schiedsrichter die Mauer gestellt hat, sprüht er mit dem Spray eine Linie auf den Rasen und kann so genau im Auge behalten, dass die Mauer sich nicht dem Schützen nähert. Man muss sich übrigens keine Sorgen um unübersichtlich viele Linien auf dem Rasen machen, denn nach ca. 45-60 Sekunden verblasst die Linie und verschwindet schließlich wieder komplett. Es wird interessant zu sehen sein, ob sich nun die Taktik durchsetzt, den Schiedsrichter so lange in Diskussionen zu verwickeln, bis die Linie wieder verschwunden ist, um dann doch wieder Platz zu schinden.

Was haltet ihr von der Idee mit dem Spray? Eine unnötige Erweiterung des Spielbetriebs? Oder könnte es tatsächlich eine sinnvolle Ergänzung sein? Welche „Werkzeuge“ für Schiedsrichter würdet ihr euch noch wünschen oder könntet ihr euch gut vorstellen?

Foto: Ibefisch / pixelio.de
[via]

Anzeige