Tipps gegen Herbst-Depressionen

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HerbstDer Herbst – wenn man ihn sich bildlich vorstellt, denkt man gerne an Bäume, die langsam ihr buntes Blätterwerk verlieren und große, bunte Haufen Laub, die hin und wieder vom Wind durch die Luft gewirbelt werden, während die Herbst-Sonne über allem lacht. Mit der Realität hat dieses Bild hingegen nur in Ausnahmefällen zu tun.

Die Zeit, in der das Laub bunt an den Ästen hängt oder auf dem Boden liegt, gibt es zwar, sie ist aber extrem kurz und entsprechend schnell vorbei. Dann kommt der Regen dazu. Immer wieder. Und wieder. Die Regenwolken verdrängen sehr zügig die ggf. noch vorhandene Herbst-Sonne und tauchen den Himmel in ein „gemütliches“ Grau in Grau. Aus dem bunten Herbt-Laub auf dem Boden wird dank des ständigen Regens ein brauner, fauliger Matsch, der nicht nur unschön aussieht, sondern auch noch extrem rutschig ist. Spätestens nach einem „goldenen Oktober“ folgt daher in aller Regel der braun-graue, trübe November.

Während Sonne und bunte Farben nachweislich positive Auswirkungen auf die Gemütslage der Menschen haben, sieht es beim realistischen Herbst genau anders aus: viel Regen, grauer Himmel, Matsch, kürzere Tage, wenig Sonnenlicht – das alles sorgt für die sog. Herbst-Depressionen.

Diese Herbst-Depressionen können sich bei Menschen auf unterschiedliche Arten und unterschiedlich stark äußern, z.B. in:

  • hoher Antriebslosigkeit,
  • erhöhter Müdigkeit,
  • man fühlt sich einfach „schlapp“,
  • gedrückter Stimmung und Stimmungsschwankungen.

Die Frage ist, was man gegen diese Herbst-Depressionen tun kann?

Licht: Spaziergänge und auch Kunstlicht

Der Hauptauslöser für Herbst-Depressionen ist der plötzliche Mangel an Licht. Während der Körper im Sommer mit Sonne geradezu durchflutet wurde und dadurch vom Körper „Glücks-Hormone“ (Serotonin) freigesetzt wurden, wird ihm diese Sonnenlicht-Zufuhr im Herbst dramatisch abgeschnitten, mit der Folge, dass auch weniger „Glücks-Hormone“ ausgeschüttet werden. Dass das auf’s Gemüt schlägt, ist logisch.

Dagegen wirkt am besten, dass man die wenigen Stunden Sonnenlicht, die man bekommen kann, nach Möglichkeit auch nutzen sollte. Wenn also möglich, sollte man Spaziergänge im Tageslicht machen, solange sich die Sonne blicken lässt. Ggf. kann es sich lohnen, auch die Mittagspause entsprechend zu planen / zu nutzen. Kommt man aus dem Haus oder Büro nicht raus, sollte man wenigstens versuchen, ein paar Sonnenstrahlen am offenen(?) Fenster zu erhaschen. Frische Luft mag im Herbst kühl sein, kann aber auch dann nie schaden.

Zur Not gibt es auch immer noch die Möglichkeit von künstlichen Tageslicht-Lampen* Gebrauch zu machen, die Sonnenlicht simulieren und dadurch ebenfalls den Körper dazu bringen können, „Glücks-Hormone“ auszuschütten.

Bunte Farben

Mit dem Licht einher geht das Verlangen des Körpers nach bunten Farben. Daher empfinden wir den anfänglich bunten Herbst selbstverständlich auch viel angenehmer als das, was später durch den Regen, den grauen Himmel und den braunen Matsch dadurch wird. Auch wenn die Wirkung längst nicht so stark wie Sonnenlicht ist, kann es nicht schaden, sich beispielsweise seinen Arbeitsplatz mit ein paar bunten Accessoires farbiger zu gestalten.

Bunte Kleidung ist in dem Zusammenhang gleich doppelt sinnvoll. Zum einen kann es die eigene Stimmung heben, zum anderen Leben retten, da man in der dunklen Jahreszeit im Straßenverkehr ruhig von (müden) Autofahrern gesehen werden sollte.

Düfte: Aroma-Öle

Auch der Geruchssinn kann beim Kampf gegen Herbst-Depressionen mit einbezogen werden. Hier kommen Aroma-Öle zum Einsatz. Vor allem Bergamotte wird in diesem Zusammenhang eine positive Wirkung nachgesagt. Die Art, wie man das Duft-Öl einsetzt, bleibt einem selbst überlassen. Man kann es sich beispielsweise auf der Couch bequem machen, ein Teelicht anzünden und darüber ein Schälchen mit Aroma-Öl erhitzen. Oder man nimmt an einem kalten Herbsttag ein entspannendes, heißes Bad und gibt etwas Duftöl mit ins Wasser. Auf diese Weise kann man durch das heiße Bad gleichzeitig auch einer Erkältung ein wenig vorbeugen.

Omas Hausmittelchen

Wer mag, kann zudem mal „Omas Hausmittelchen“ ausprobieren. Da gibt es ja praktisch für jeden Einsatzzweck irgendein Mittelchen. Im Zusammenhang mit Herbstdepressionen wird oft Johanniskraut empfohlen, meist als Tee. Alternativ gibt es in Apotheken auch immer einige Präparate, die auf Johanniskraut basieren.

Fühlt ihr euch im Herbst auch manchmal schlapp, müde oder einfach nur lustlos? Was macht ihr dann dagegen? Wie sorgt ihr für gute Laune im tristen Herbst? Irgendwelche Lieder? Bestimmtes Essen? Spezielle Verhaltensweisen? Was sind eure Tipps gegen Herbst-Depressionen?

Foto: SarahC. / pixelio.de
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