Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom… von dem die EU künftig weniger saugen will

StromzaehlerEs ist schon interessant, wie sich die Zeiten ändern. Früher kam Strom aus der Steckdose – mehr hat uns nicht interessiert. Heute hat sich das grundlegend geändert. Manche achten sehr penibel darauf, wie sich ihr Strom zusammensetzt, ob z.B. Atomstrom dabei ist, oder Wind- und Wasserenergie genutzt wird etc. Selbst diejenigen, denen die Zusammensetzung des persönlichen Strom-Mixes egal ist, achten mehr als früher auf den Stromverbrauch, weil er eben spürbar teurer geworden ist.

So haben wir beispielsweise damals, als bei uns der Kauf eines neuen Fernsehers anstandt, ganz bewusst auch den Stromverbrauch mit in die Entscheidungsfindung einfließen lassen. Auch die Geräte in unserer Küche haben gute Energie-Effizienzklassen… auch wenn sich da im Laufe der Jahre natürlich immer wieder einiges tut. Dort, wo es sinnvoll ist, sind inzwischen auch weitestgehend Energiesparlampen, Halogenlampen oder LED-Lampen bei uns im Einsatz. Zwar sind das alles nur Kleinigkeiten, sie machen sich aber am Ende des Abrechnungsjahres auf der Stromrechnung positiv bemerkbar.

Die Ober-Regulierer bei der EU haben jetzt auch wieder beschlossen, uns beim Stromsparen gezwungenermaßen unter die Arme zu greifen, indem ab 2014 bis 2017 in mehreren Stufen neue Staubsauger nur noch maximal 900 Wattstark sein dürfen. Da regt man sich zunächst natürlich erst einmal wieder angesichts der Regulierungswut der Eurokraten in Brüssel mächtig auf. Andererseits ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es inzwischen Staubsauger-Hersteller gibt, die Techniken entwickelt haben, welche bei geringerem Verbrauch die mindestens die gleiche Saugkraft entwickeln können. Da wir Verbraucher aber seit vielen Jahrzehnten gewohnt sind, dass mehr Watt auch mehr Leistung / Qualität bedeuten, haben es diese Modelle bislang schwer am Markt. Es würde mich nicht wundern, wenn da einige Marken-Hersteller finanziell „nachgeholfen“ haben, um diese Verordnung inkraft treten zu lassen, nur damit sie in Zukunft wieder besser gegen die Billig-Hersteller mit ihren Watt-Modellen bestehen können.

Das würde die Umstände natürlich unschön erscheinen lassen, am Ergebnis aber nichts ändern, dass es durchaus sinnvoll sein könnte, uns Verbraucher ein wenig mehr für das Thema zu sensibilisieren. Oder es wird sich eine Untergrund-Industrie entwickeln, die Staubsauger „pimpt“ und auf über 900 Watt bringt. Jugendliche frisieren ihre Roller, damit diese schneller fahren, Erwachsene frisieren ihre Staubsauger, um den Teppich sauber zu bekommen. Lustige, neue Welt, die da auf uns zukommen könnte.

Trotz allen Stromsparmaßnahmen wird aufgrund der steigenden Preise die Stromrechnung nur selten kleiner. Daher vergleiche ich regelmäßig die Tarife der unterschiedlichen Stromlieferanten. Früher hielt ich das für „Pfennig-Fuchserei“ und sah nicht ein, für ein paar gesparte Euro im Jahr so einen Aufwand zu veranstalten. Bis ich dann bei der Vergleichsplattform von Toptarif mal wirklich bewusst verglichen habe und feststellen konnte, dass man bei einem echt günstigen Tarif nicht nur „ein paar Euro“ sparen konnte, sondern dass sich das schnell mal auf hundert(e) Euro summieren kann. Seither nehme ich ein paar Minuten für einen kurzen Vergleich gerne in Kauf, zumal der eigentliche Wechsel bislang auch immer problemlos geklappt hat. Von dem durch den Wechsel gesparten Geld kann man sich dann prima auch mal einen modernen Staubsauger leisten 😉

Und ihr so? Achtet ihr auf euren Stromverbrauch? Wechselt ihr öfter mal den Anbieter? Ist der Stromverbrauch für euch ein Aspekt, wenn ihr neue Geräte anschafft? Und was haltet ihr vor dem Hintergrund von dem Vorstoß der EU, eine Zwangsdrosselung für Staubsauger einzuführen?

Foto: Andreas Morlok / pixelio.de

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