Wie viel Daten-Traffic verbraucht man mit einem Smartphone?

Frau mit HandyWährend Kinder heutzutage oft schon in der Grundschule oder sogar im Kindergarten ein Handy haben, um im Notfall ihre Eltern erreichen zu können, war ich bei Handys ein richtiger Spätzünder. Das lag zum einen daran, dass die Dinger erst zum Ende meiner Schulzeit populär wurden, zum anderen auch schlichtweg daran, dass ich damals -und noch heute- niemand bin, der stundenlang telefoniert. Erst recht nicht unterwegs.

So kam es, dass ich mir mein erstes Handy erst während meines Grundwehrdienstes zugelegt habe, um mit Freunden und Familie daheim in Kontakt bleiben zu können. Dennoch hatten Handys nie einen großen Stellenwert für mich. Mit neun Tasten eine SMS zu schreiben, empfand ich immer als umständlich, und ich brauchte wesentlich länger als so mancher Power-SMS-Versender, der mit flinken Fingern über die Tasten flog. Die Möglichkeit, immer seinen Kalender bei sich zu haben, war da schon interessanter; jedoch trat auch hier das Problem auf, dass sich die Eingabe neuer Termine als zu langwierig erwies. Blieben im Prinzip also nur hier und da mal ein paar wenige Anrufe. Da machte es Sinn, dass ich keinen Vertrag hatte, sondern immer mit Prepaid-Tarifen unterwegs war.

So richtig in Gang kam das Thema bei mir erst mit Aufkommen der Smartphones, für die ich mich viel eher begeistern konnte. Mein erstes Smartphone war aus dem Hause LG und beherbergte noch ein altes Windows Mobile 6.x als Betriebssystem. Das war noch nicht -wie heutige Smartphones- auf die Eingabe von Daten mit Fingern ausgelegt, sondern auf die Dateneingabe mithilfe eines kleinen Stiftes, dem sog. Stylus. Das war zwar noch nicht der Weisheit letzter Schluss, gab mir aber schon viel mehr Möglichkeiten als bei traditionellen Handys. Ich konnte bequem unterwegs E-Mails empfangen und versenden, meine Termine / Kalender mit meinem PC synchronisieren etc.

Es folgte mein Wechsel auf Android-Smartphones. Inzwischen ist es ein Google Nexus 4, mal wieder von LG. Bei Smartphones bin ich LG irgendwie immer recht treu gewesen, keine Ahnung, es passte für mich einfach. Jedenfalls sind Smartphones aus meinem täglichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Egal ob Mails, Termine, Navigation, mal eben etwas bei Google oder Wikipedia nachgucken, ein Foto machen, in den sozialen Netzwerken vorbeischauen, eine Kleinigkeit spielen… die Verwendungsmöglichkeiten sind vielseitig und werden dank der schieren Anzahl von Apps nicht weniger.

Allerdings ist bei Smartphones eigentlich unumgänglich, dass man sich einen Tarif mit Daten-Flatrate zulegt, um das Telefon sinnvoll mit all seinen Möglichkeiten unterwegs nutzen zu können. Ohne Flatrate wird die Nutzung entweder viel zu teuer, oder man muss sämtliche Datennutzung unterwegs abschalten, was das Smartphone dann aber auch ziemlich sinnlos macht.

Persönlich halte ich mich oft an Orten auf, die über WLAN-Netze verfügen, deren Zugangsdaten mir bekannt sind. Das hat den Vorteil, dass ich nicht sonderlich viel mobilen Daten-Traffic habe, weswegen ich mit 100-200 MB im Monat auskomme. Das liegt aber nicht nur an der WLAN-Nutzung, sondern auch daran, dass ich immer ein Auge auf meinen Traffic habe. Von unterwegs muss ich meist keine großen Bilder versenden oder in die Dropbox laden. Das kann ich auch später machen, wenn ich wieder WLAN-Empfang habe. Und unterwegs YouTube-Videos gucken oder Musik-Streams hören, mache ich einfach nicht.

Von daher habe ich mich damals im Rahmen einer Handy Internet-Flat für Netzclub entschieden. Pro Minute und SMS wurden 9 Cent fällig, Internet im von mir benötigten Rahmen gibt es gratis oben drauf. Alles ohne monatliche Grundgebühren oder Mindestumsätze. Hin und wieder kommt dann mal eine Werbe-SMS aufs Handy geflattert, hält sich aber wirklich in Grenzen. Wir sprechen da nicht von mehreren SMS täglich, sondern vielleicht 1-2 im Monat.

Für mich war und ist das der perfekte Tarif. Zumal auch hier alles Prepaid abläuft, man also jederzeit Herr über seine Ausgaben bleibt und nur das vertelefonieren kann, was man vorher an Guthaben (per Internet, Überweisung, Lastschrift etc.) aufgeladen hat. Wer dann doch etwas mehr Traffic benötigt, weil er zum Beispiel regelmäßig unterwegs auf Facebook surft und dort Bilder einstellt, der kann für 6,95 Euro pro Monat auf 500 MB aufstocken lassen.

Wie gesagt, für mich persönlich reicht das locker aus. Mich würde an der Stelle jedoch mal interessieren, wie denn euer monatlicher Datenverbrauch aussieht. Habt ihr überhaupt ein Smartphone? Oder braucht ihr so etwas gar nicht? Und wenn ihr eines habt, wie viel Daten-Traffic habt ihr in eurem Tarif? Kommt ihr damit aus? Oder habt ihr überhaupt mal nachgesehen, ob ihr nicht eigentlich mit viel weniger auskommen würdet? Wenn ihr mit 500 MB nicht auskommt, für was nutzt ihr den Traffic bzw. euer Smartphone? Wisst ihr, welche Apps / Funktionen euch so viel Traffic kosten? Wie sind eure Erfahrungswerte in dem Bereich?

Foto: Konstantin Gastmann / pixelio.de

Anzeige