Tutorial: Feeds aus Feedly exportieren (OPML/XML-Backup)

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FeedlyViele Jahre lang habe ich den Feed-Reader von Google genutzt, welcher inzwischen seinen Dienst eingestellt hat. Also musste eine Alternative her. Nachdem ich mehrere Feed-Dienste ausprobiert habe, bin ich letztlich beim inzwischen sehr beliebten Dienst Feedly gelandet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Feedly ist schnell, zuverlässig, von der Struktur her dem GoogleReader sehr ähnlich, optisch dennoch moderner, synchronisiert -wie Google- zwischen unterschiedlichen Geräten, ist kostenlos und lässt sich auch mit Drittanbieter-Apps unter iOS und Android verwenden.

Nur eine Sache störte mich bislang ganz gewaltig an Feedly! Was wäre denn, wenn der Dienst irgendwann plötzlich doch kostenpflichtig werden sollte und man mehr verlangt, als es mir wert wäre? Oder wenn Feedly -so wie der GoogleReader- einfach eingestellt wird? Oder man später doch einfach zu einem anderen Dienst wechseln wollte?

In dem Fall hatte man es schwer, da Feedly zunächst keine Möglichkeit bot, die Feed-Abonements aus Feedly zu exportieren, um sie in einen anderen Feed-Reader zu importieren. Hierfür gibt es ein eigenes Format, das sog. OPML-Format, in welchem alle abonnierten RSS-Feeds in einer XML-Datei gespeichert sind. Wer nur eine handvoll Feeds liest, den wird es nicht stören, die paar Adressen in einen neuen Reader erneut einzugeben. Wer aber eine größere Sammlung von RSS-Feeds hat und diese vielleicht sogar in unterschiedliche Kategorien unterteilt hat, für den ist so eine Export-Funktion für Feeds eigentlich unumgänglich.

Inzwischen bietet auch Feedly endlich einen entsprechenden OPML-Export an. Die Funktion ist allerdings ein wenig versteckt und schlecht erklärt, weswegen ich euch hier zeigen möchte, wo ihr sie findet und vor allem, wie ihr sie nutzen könnt:

  1. Zunächst loggt ihr euch ganz normal bei Feedly ein, falls ihr das nicht schon längst gemacht habt.
  2. Nun müsst ihr folgende Adresse aufrufen: http://cloud.feedly.com/#opml. Damit spart ihr euch das Heraussuchen des Links im Organisationsmenü.
  3. Im rechten Teil des Fensters wird jetzt der Quellcode für die OPML-Datei angezeigt. Kopiert den gesamten Text von <?xml version=“1.0″ encoding=“utf-8″?> bis nach unten einschließlich der Zeile mit </opml>
  4. Öffnet einen einfachen Text-Editor. Unter Windows zum Beispiel notepad.exe. Nehmt nicht Word oder ähnliche Textverarbeitungsprogramme, da wir die Datei gleich als Nur-Text abspeichern wollen.
  5. Fügt den kopierten Quelltext in den Editor ein und speichert die Datei ab, z.B. unter dem Namen feeds.opml
  6. Wenn ihr eure Feeds nun in ein anderes Programm importieren wollt, müsst ihr dort nur die Import-Funktion des Programms aufrufen, dort ggf. wählen, dass ihr per OPML importieren möchtet und dann eure OPML-Datei auswählen.

Diesen Vorgang solltet ihr von Zeit zu Zeit wiederholen, da ihr ja sicherlich immer mal neue Feeds zu eurer Liste hinzufügen werdet oder vielleicht auch mal welche entfernt. Zudem solltet ihr die OPML-Datei sicher abspeichern, damit ihr sie bei Bedarf auch wirklich wiederfinden könnt. Nichts ist ärgerlicher, als wenn eines Tages plötzlich mit einem Schlag alle abonnierten Feeds weg wären, die in passenden Strukturen abgespeichert waren. Ich könnte mich gar nicht mehr an alle erinnern, so dass ich in so einem Fall gar nicht „mal eben so“ die Feeds neu abonnieren könnte. Von daher solltet ihr eure Feed-Exporte als Backup regelmäßig wiederholen.

Nutzt ihr auch Feed-Reader, um immer auf dem Laufenden zu bleiben? Habt ihr früher den Google Reader genutzt? Zu welcher Alternative seid ihr nun gewechselt? Und warum? Wie viele Feeds habt ihr denn in euren Feed-Readern? So viele, dass ihr die niemals wieder alle aus dem Gedächtnis wiederherstellen könntet? Oder hättet ihr damit kein Problem?


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