Stromausfall beim Einkauf: ein ganz neuer Einkaufs-Event

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Letzte Woche war ich auf dem Weg von der Arbeit zum Einkaufen, als plötzlich im Radio eine Warnmeldung kam, dass es in Teilen der Innenstadt zu einem Stromausfall gekommen war, weswegen mehrere Ampelanlagen ausgefallen waren. So etwas ist nie schön und im Feierabendverkehr erst recht nicht. Aber ich hatte Glück im Unglück, denn als ich im Zentrum der Stadt ankam, liefen die Ampeln schon wieder.

Die Auswirkungen konnte man trotzdem noch erkennen – und zwar beim Einkaufen. Denn vom Stromausfall waren nicht nur die Ampeln, sondern selbstverständlich auch die Geschäfte betroffen gewesen. Und gerade im sensiblen Bereich der gekühlten Lebensmittel kann es dann schnell schwierig werden. Im Supermarkt hatte man vorsorglich in der Kühlabteilung die im Regal vorhandenen Rollos heruntergelassen, um die Kälte möglichst im Kühlregal zu behalten und nicht alles in den Laden entweichen zu lassen.

Daraus ergab sich ein interessantes Einkaufsphänomen. Während man ja sonst gewohnt ist, dass einen alle Waren aus dem Regal förmlich „anspringen“, musste man jetzt im abgedunkelten Zustand suchen. Ein Bild sagt da wohl mehr als tausend Worte:

Einkauf Kühlregale

Die Leute haben die ungewohnte Situation mit Humor genommen. Sprüche wie „Ist schon wieder Ostern, oder warum suchst du dein Essen?“ hörte man dort an jeder Ecke. Es war aber auch ein lustiger Anblick, wenn überall nur ein paar Beinchen zu sehen waren, die unter den Rollos hervorguckten, bis jemand dann stolz und mit zufriedenem Lächeln im Gesicht hinter dem „Vorhang“ hervorkam, weil er seine „Beute“ gefunden hatte.

Vielleicht sollte man einen solchen „Event-Einkauf“ öfter mal veranstalten. Es hat auf jeden Fall Abwechslung in den Einkauf gebracht. Und wie gesagt, die Leute haben es -soweit ich das beobachten konnte- allesamt mit Spaß und Humor genommen. Ich weiß allerdings nicht, wie die Kunden reagiert hatten, die sich während des Stromausfalls im Fahrstuhl zum Parkhaus befunden hatten. Zwar gehe ich davon aus, dass auch dort mit Notstrom gearbeitet wird, aber ein paar dunkle Schreck-Sekunden wird es dort wohl gegeben haben.

Jedenfalls ist mir an dem Tag dann mal wieder so richtig bewusst geworden, an wie vielen Stellen wir inzwischen auf Strom angewiesen sind. Ein Supermarkt ohne Strom kann da ganz schnell zum Problem werden. Ohne Notstrom kann keine Kühlung betrieben werden, die elektrischen Eingangstüren müssen manuell geöffnet werden, der Fahrstuhl funktioniert nicht mehr, die Rolltreppen ebenfalls nicht, und bei der Schranke im Parkhaus könnte es auch schwierig werden.

Habt ihr auch schon mal einen Stromausfall außerhalb der eigenen vier Wände erlebt? Wie habt ihr das empfunden? Oder wie würdet ihr euch fühlen, wenn so etwas -beispielsweise in einem Aufzug- passieren würde? Macht ihr euch manchmal bewusst, wie sehr wir heutzutage vom Strom abhängig sind? Ein paar Minuten bekommt man sicherlich immer irgendwie überbrückt, aber was wäre wohl, wenn es aufgrund eines Problems mal für längere Zeit keinen Strom gäbe?


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