Das Sommerloch, der natürliche Feind der Motivation eines Bloggers

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SonnenscheinManche Dinge sind für Blogger so sicher wie das Amen in der Kirche. Zum Beispiel kann man sich sicher sein, dass zweimal im Jahr, wenn die Uhren auf Sommer- bzw. Winterzeit umgestellt werden, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf zahlreichen Blogs die -durchaus nachvollziehbare- Diskussion losgeht, dass diese Zeitumstellung inzwischen ja eigentlich total veraltet und überholt ist.

Und genauso sicher kommt jedes Jahr im Sommer der Moment, wo die Zeit der Sommerferien anfängt, sich die Sonne blicken lässt und in dem Maße, wie die Temperaturen steigen, die Besucherzahlen in Blogs sinken. Es ist die Zeit des sog. Sommerlochs. Das Sommerloch ist nicht nur der natürliche Feind der Journalisten, die sich dann sogar -wie vor drei Jahren- öffentlichkeitswirksam mit umkippenden Blumenkübeln beschäftigten, sondern auch ein Feind für die Motivation so manchen Bloggers.

Klar, schwindende Besucherzahlen auf unseren Webseiten sind nachvollziehbar. Viele liegen lieber im Freibad oder genießen auf andere Weise das Wetter, als daheim vor dem Rechner zu sitzen. Dank Urlaubszeit sind viele auch gar nicht im Lande oder genießen diese Wochen lieber mal, um gemeinsam Zeit mit der Familie zu verbringen. Gute Gründe gibt es also viele. Und sie sorgen gleichzeitig noch für einen weiteren Grund, der dazu führt, dass es während des Sommerlochs ruhig in „Bloggerhausen“ wird.

Dadurch, dass meist weniger auf den meisten Blogs gelesen wird, sinkt die Motivation und Bereitschaft vieler Blogger automatisch, neue Artikel zu veröffentlichen. Das ist durchaus nachvollziehbar. Mancher Blogger denkt sich insgeheim, warum soll ich jetzt am Fließband tolle, neue Artikel heraushauen, wenn die derzeit eh niemand liest. Nach der Ferienzeit nimmt der Besucherzufluss zwar wieder zu, aber dann liest sich trotzdem kaum noch jemand die mehrere Wochen alten Artikel durch. Das führt dann also dazu, dass auf Blogs nicht nur weniger Besucher unterwegs sind, sondern auch weniger Artikel veröffentlicht werden, was dann wiederum erneut zu weniger Besuchern führt – ein Teufelskreis!

Früher habe ich versucht, aktiv gegen das Sommerloch anzukämpfen. Der Erfolg war mäßiger Natur. Wenn weniger gelesen wird, wird schlichtweg weniger gelesen, da kann man sich auf den Kopf stellen und mit den Beinen „Hurra“ schreien, man wird es einfach nicht ändern. Pause mache ich bzw. macht der Blog trotzdem nicht. Schließlich möchte ich nicht aus dem Rhythmus kommen. Außerdem bin ich schon ein wenig stolz darauf, dass ich in den bald fünf Jahren, die ich diesen Blog inzwischen betreibe, noch nie eine kreative Pause einlegen musste. Irgendetwas passiert dann doch halt immer, worüber man berichten kann. Oder man nutzt die Zeit, um endlich mal die Artikel zu schreiben, die man schon längst geschrieben haben wollte. Zumal es zwar weniger Besucher und Kommentare gibt, aber trotzdem immer noch gerne ein paar Interessierte hier vorbeischauen. Euch treuen Lesern will ich dann natürlich auch gerne weiterhin etwas (an-)bieten.

Wie geht ihr mit dem Sommerloch um? Merkt ihr das auch bei euren Webseiten? Kämpft ihr mit bestimmten Aktionen dagegen an? Macht ihr weiter wie sonst auch? Oder nutzt ihr die Gunst der Stunde, um euch selbst dann auch einfach ein paar Wochen Blogpause ohne Blogs zu gönnen?

Bild: Rufin Schullian / pixelio.de

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