Hövding – der unsichtbare Helm für Fahrradfahrer!

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FahrradhelmSpätestens, wenn das Wetter sonniger und wärmer wird, tummeln sich auf den Straßen auch wieder vermehrt Radfahrer. Warum auch nicht? Die Fahrt mit dem Fahrrad ist nicht nur gesund, sondern macht bei entsprechend schönem Wetter auch Spaß und sorgt für natürliche Bewegung an der -mehr oder weniger- frischen Luft. Nebenbei spart man noch Geld für Sprit oder den Bus.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten beim Radfahren. Bei Verkehrsunfällen ist man gegen Autos, Busse und Lkw regelmäßig in einer schlechteren Ausgangsposition. Auch wenn man mit dem Fahrrad zügig unterwegs ist und beispielsweise einem Fußgänger oder anderen Hindernis kurzfristig ausweichen muss, kann es schnell zu einem Sturz kommen. Vor allem, wenn dann der Kopf in den Unfall / Sturz verwickelt ist, kann es schnell böse und dauerhafte gesundheitliche Folgen haben.

Zwar kommt es statistisch gesehen nur bei 5 bis 10% der Fahrradunfälle zu Verletzungen im Kopfbereich, aber wenn er dann in Mitleidenschaft gezogen wird, sind die Folgen oftmals schwerwiegend. Das ist auch der Grund, warum in Deutschland inzwischen seit den 70er Jahren immer wieder über eine Helmpflicht für Fahrradfahrer diskutiert wird.

Auf freiwilliger Basis haben sich Helme bei Radfahrern -vielleicht abgesehen von Kindern- bislang nur geringfügig durchgesetzt. Oftmals sind die Radfahrer zum einen von der Optik der Helme abgeschreckt und empfinden sie als wenig modisch. Zum anderen können sie sich nachteilig auf die Frisur des Radfahrers auswirken. Teilweise wird von „Helm-Verweigerern“ auch angeführt, dass sie die Helme beim Radfahren subjektiv als störend und einschränkend wahrnehmen würden.

Inzwischen gibt es jedoch eine mögliche Lösung, welche den Kopf des Radfahrers schützen kann, ohne ihn einzuschränken, ohne seine Frisur zu ruinieren und ohne unmodisch auszusehen. Die Lösung hört auf den skandinavischen Namen Hövding, was so viel wie Häuptling bedeutet. Hierbei handelt es sich um einen unsichtbaren Helm für Fahrradfahrer*! Wobei das Wort Helm nur der halben Wahrheit entspricht. Vielmehr ist der Hövding ein Airbag, der unsichtbar in einer Art Schal integriert ist und um den Hals des Radfahrers getragen wird. Er registriert plötzliche Lageänderungen (Stürze) innerhalb kürzester Zeit und bläst dann einen Airbag auf, der sich wie ein Helm um den Kopf des Radfahrers legt, um diesen zu schützen.

Hier mal ein Video des Hövding Fahrradhelms im Einsatz:

Und wer jetzt glaubt, dass die Dinger nur an Crash-Dummys funktionieren, bekommt hier noch ein Beispiel mit echten Menschen (in dem Fall Stuntmen):

Die unsichtbaren Hövding Helme funktionieren also ziemlich zuverlässig. Sie sehen zugegebenermaßen ein wenig merkwürdig aus, wenn der Airbag ausgelöst wurde, aber in dem Moment dürfte das dem Träger herzlich egal sein, da dann der Schutz des Kopfes im Vordergrund steht. Außerhalb solcher Notfall-Situationen bleibt der „Helm“ hingegen dezent im Hintergrund bzw. ist in seinem „Schal“ komplett unsichtbar. Diesen Schal gibt es wiederum in unterschiedlichen Designs. Von neutralem schwarz bis zu unterschiedlichen bunten Designs sollte da für jeden Geschmack das passende dabei sein:

Nachteile? Wenn man so will, die Verwendbarkeit. Der Hövding ist nur für den Einmal-Einsatz gedacht. Heißt: wenn der Airbag einmal ausgelöst wurde, kann man ihn nicht einfach wieder „einrollen“ und noch mal verwenden. Allerdings ist es auch bei normalen Fahrradhelmen so, dass diese nach einem Unfall nicht mehr genutzt werden sollen, selbst wenn sie äußerlich noch unbeschädigt aussehen, da sie innen Risse aufweisen können, die den Schutz bei einem erneuten Unfall stark beeinträchtigen können.

Kostenmäßig schlägt der Hövding mit einem Preis von knapp unter 400,00 Euro zu Buche. Das ist auf den ersten Blick kein Schnäppchen, allerdings erhält man hierfür einen sicheren, unsichtbaren Fahrradhelm, der mit moderner Technik ausgestattet ist und erst dann zu Tage tritt, wenn man ihn wirklich mal benötigen sollte. Man erhält also die Vorteile eines Fahrradhelms (Sicherheit für den empfindlichen Kopf), ohne mit dessen Nachteilen (Frisur, Bewegungseinschränkung etc.) leben zu müssen. Wie viel einem diese Sicherheit letztlich wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wie findet ihr die Idee des Hövding? Geht das in die richtige Richtung? Tragt ihr beim Radfahren einen Helm? Wäre der Hövding -jetzt einmal unabhängig vom Preis- eine Alternative für euch? Und wie viel wäre euch so ein unsichtbarer Helm* wert?

Foto: CFalk / pixelio.de | *)Partnerlink

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