Android auf dem Fernseher: Wie man den Wohnzimmer-TV günstig zum HTPC macht

Rikomagic_MK802_II (7)Das Betriebssystem Android aus dem Hause Google kennt man inzwischen, wenn man sich auch nur ein klein wenig für Smartphones interessiert. Doch Android läuft nicht nur auf Handys und Tablet-PCs, sondern inzwischen auch auf meinem Fernseher! Möglich macht das ein kleiner, unscheinbarer Stick, der auf den zugegebenermaßen komplexen Namen „Rikomagic MK802 II“ hört. Hierbei handelt es sich um einen voll funktionsfähigen Android 4.0 Mini-PC, der ungefähr 2x so lang wie ein handelsüblicher USB-Stick ist.

Schon länger hatte ich mit dem Gedanken gespielt, mir einen solchen Android Mini-PC (man sollte ihn wohl eher Micro-PC nennen) zuzulegen, um ihn am heimischen Wohnzimmer-Fernseher anzuschließen. Doch ein wenig hielten mich meine Zweifel zurück, den ich fragte mich, ob so ein winziger Stick wirklich in der Lage sein würde, mein Media-Center im Wohnzimmer zu werden? Letztlich nutze ich dann ein Angebot von Preis.de, die mir ein solches Gerät zur Verfügung stellten, und um die Antwort auf meine Frage vorwegzunehmen: meine Zweifel waren unbegründet, das Ding ist klasse!

Ich möchte euch das Gerät daher im Folgenden gerne ein wenig näher vorstellen. Wer sich für die technische Ausstattung und den Lieferumfang nicht interessiert, kann die entsprechenden beiden Absätze, die nun folgen, überspringen und direkt beim Punkt „Erfahrungen mit dem Rikomagic MK 802 II“ einsteigen, wo ich euch zeige, was mit wenig Aufwand und meist kostenlosen Apps mit dem Android Mini-PC so alles am heimischen Fernseher möglich ist.

Lieferumfang beim Rikomagic MK 802 II

Rikomagic_MK802_II (1)Der Rikomagic MK802 II kommt in einer kleinen, giftgrünen Box daher, die sofort erkennen lässt, dass in ihr ein Android-Gerät schlummert. Neben dem handlichen Stick warten in der Box noch ein USB-Kabel, ein HDMI-Kabel und ein Micro-USB-Adapter.

Eine ausführliche Anleitung sucht man vergebens. Stattdessen liegt nur ein kleines Faltblatt bei, in dem unter anderem auch der Hinweis auf die Download-Quelle eines ausführlichen Handbuchs im PDF-Format steht, falls man ein solches wirklich unbedingt braucht. Wer allerdings schon einmal ein Android-Handy oder Android-Tablet bedient hat, wird sich auch ohne Handbuch sofort zurecht finden.

Weiteres Zubehör sucht man in der Schachtel vergebens – aber auch einfach nur deswegen, weil ansonsten nichts nötig ist, um den Android-Stick sofort am heimischen Fernsehgerät mit HDMI-Anschluss in Betrieb zu nehmen.

Technische Daten und Ausstattung des Rikomagic MK 802 II

Rikomagic_MK802_II (2)Der Stick selbst verfügt über einen HDMI-Stecker, zwei Micro-USB-Anschlüsse, einen ausgewachsenen USB-Anschluss (alles USB 2.0) und einen Kartenslot für eine Micro-SD-Karte. Er verfügt über 4 GB internen Speicherplatz, wobei ein großer Teil vom Betriebssystem Android 4.0 vorbelegt wird. Wer viele Daten oder große Apps auf seinem Rikomagic speichern möchte, kann aber über den Micro-SD-Kartenslot mit entsprechenden Karten den Speicherplatz auf bis zu 32 GB erhöhen.

Im Inneren des Sticks verrichtet ein Prozessor vom Typ Cortex-A8 ARM (A10) seine Arbeit, der mit 1 GHz getaktet ist. An Arbeitsspeicher stehen 1024 MB DDR3 RAM zur Verfügung. Das mag sich für einen Desktop-PC nicht nach viel anhören, für den Einsatzzweck im Wohnzimmer als Medienzentrale zum Verwalten und Schauen/ Hören von Medien (Filme, Musik) reicht es aber völlig aus, zumal Android aufgrund seiner Herkunft aus dem Mobilfunk-Bereich natürlich viel sparsamer mit den Ressourcen umgeht, wie beispielsweise Windows auf einem Desktop-PC.

Übrigens: wer sich vor ein wenig „Frickelei“ nicht scheut, findet im Internet auch zahlreiche Anleitungen, um statt Android auch Ubuntu oder andere Linux-Versionen zum Laufen zu bekommen. Ebenfalls gibt es das populäre CyanogenMod auch für den Stick, das habe ich bislang aber noch nicht ausprobiert, da der Stick meine Bedürfnisse auch in der Grund-Konfiguration mit Android 4.0 erfüllen konnte.

Der für die Grafik zuständige AMD Z160 bewältigt eine Auflösung bis zu 1080p. Damit man mit dem Gerät sowohl im Internet surfen als auch auf das heimische Netzwerk zugreifen kann, unterstützt das eingebaute WLAN-Modul WiFi 802.11 b/g/n.

Erfahrungen mit dem Rikomagic MK 802 II

A. Anschluss des Rikomagic MK 802 II

Rikomagic_MK802_II (3)Doch genug der technischen Worte, jetzt wollen wir uns das gute Stück einmal in der Praxis ansehen. Dazu wird er einfach über HDMI an den Wohnzimmer-TV angeschlossen. Je nachdem, wie der Fernseher gebaut ist und wo die HDMI-Anschlüsse vorhanden sind, kann es jedoch schon mal schwierig werden, den Android-Stick anzuschließen. Auch könnte die Lüftung durch den Fernseher verdeckt werden. Bei mir kam das Problem hinzu, dass das WLAN des Sticks in direkter Nähe des Fernsehers wahrscheinlich durch irgendwelche Fernsehtechnik arg gestört wurde. Genau aus diesem Grund wird ein kleines HDMI-Kabel mitgeliefert, welches mehr Flexibilität beim Anschluss des Geräts verschafft. So bekommt man den Stick auch gut angeschlossen, wenn man am Fernseher selbst nur wenig Platz hat. Auch für mein WLAN-Problem war das Kabel die Lösung – es reichte schon, den Stick ein paar Zentimeter weiter weg hinter dem Fernseher zu platzieren und ich hatte wieder vollen WLAN-Empfang.

Zudem braucht der Rikomagic MK 802 II natürlich auch Strom. Den bekommt er über USB. Dazu verbindet man einfach das mitgelieferte USB-Kabel mit dem gekennzeichneten Micro-USB-Anschluss am Rikomagic. Das andere Ende des Kabels -ein gewöhnlicher USB-Stecker- kommt in einen freien, genug Strom liefernden USB-Anschluss am TV-Gerät. Hat man am TV keinen solchen Anschluss (oder keinen mehr frei), kann man stattdessen an den USB-Stecker auch einfach einen Steckdosen-Adapter anschließen, wie man die Dinger ja inzwischen meist auch bei Mobiltelefonen mitgeliefert bekommt.

Sobald der Android-Stick Strom bekommt, bootet er automatisch. Nach kurzer Zeit findet man sich dann auf dem Startbildschirm wieder. Wie gesagt, wer schon einmal ein Android-Gerät in der Hand gehalten hat, der wird sich schnell zurechtfinden.

B. Bedienung des Systems

Doch so ein Startbildschirm nützt natürlich herzlich wenig, wenn man ihn nicht bedienen kann. Auf dem Smartphone oder Tablet drückt man die Schaltflächen auf dem Touchscreen einfach mit den Fingern. Am heimischen TV-Gerät wird das in der Regel wenig bringen, da ihr da wahrscheinlich keinen Fernseher mit Touchscreen stehen habt. Übrigens habe ich das Gerät zwischenzeitlich auch mal an einen 32″ großen Touchscreen angeschlossen, doch selbst da konnte ich die Steuerung nicht mit den Fingern übernehmen. Scheinbar ist der Stick nicht automatisch mit jeder Art von Touchscreen kompatibel.

Rikomagic_MK802_II (6)Aber wie gesagt, die meisten von euch werden wohl sowieso (noch) keinen Touchscreen-Fernseher im Wohnzimmer stehen haben. Wie bedient man dort also den an den Fernseher angeschlossenen Android Mini-PC? Nun, der einfachste Weg ist am Anfang sicherlich eine USB-Maus. Die wird einfach an den USB-Anschluss des Sticks gesteckt und funktioniert dann einwandfrei. Es erscheint ein Mauszeiger auf dem Bildschirm, mit dem ihr ganz einfach navigieren könnt. Ein Klick mit der linken Maustaste simuliert ein antippen des Elements mit dem Finger. Ein Klick mit der rechten Maustaste bewirkt so etwas, wie den Druck auf eine „Zurück-Taste“, ihr landet dann also auf dem vorher aufgerufenen Bildschirm.

Wenn ihr dann irgendwo Text eingeben müsst und nur eine Maus angeschlossen habt, erscheint automatisch auf dem Bildschirm die bekannte Android-Tastatur. Ihr könnt dann mit der Maus die jeweiligen Tasten anklicken, um den Text zu tippen. Für kurze Texte (Passwörter, Internet-Adressen, eine Google-Suche) ist das völlig in Ordnung. Wer allerdings später von der Couch aus auch E-Mails oder Briefe schreiben möchte, für den eignet sich eine solche Eingabe-Methode sicherlich nicht.

Rikomagic_MK802_II (4)Hier helfen dann Maus-/Tastatur-Kombinationen. Am besten Modelle, die auf Funk basieren (da Bluetooth nicht vom Rikomagic unterstützt wird), die also die Eingaben per 2,4 GHz-Funktechnologie übertragen. Der USB-Empfänger wird einfach in den MK 802 II gesteckt und auch das sollte problemlos sofort funktionieren. Dann macht auch die Bedienung von der Couch Spaß. Hier kann es sich durchaus lohnen, auch mal ein wenig im Internet zu recherchieren. So gibt es beispielsweise auch Tastaturen, die an der Seite ein Touchpad haben, so dass man sich die separate Maus auf der Couch sparen kann. Es gibt auch Modelle, bei denen das Touchpad sogar recht groß und die Tastatur im Gegenzug eher klein ist. Das wäre dann ideal für Leute, die nur ab und zu Texte tippen, aber häufiger von der Couch aus navigieren wollen, ohne mit einer Maus hantieren zu müssen. Hier muss man einfach schauen, welche eigenen Bedürfnisse man hat und dementsprechend ein passendes Eingabegerät auswählen. Funk-Tastaturen mit Touchpad gibt es teilweise schon ab ca. 30 Euro, „normale“ Funk-Mäuse und Tastaturen natürlich auch noch günstiger. Kommt einfach drauf an, was man im Wohnzimmer herumliegen haben möchte.

Überdies gibt es noch die Möglichkeit, sich die kostenpflichtige App DroidMote aus dem GooglePlay-Store zu installieren. Damit kann man dann mit seinem Android-Smartphone oder Android-Tablet bequem von der Couch mittels Remote-Zugriff den Stick am TV steuern.

Wer mehrere USB-Geräte an den Android-Stick anschließen will, muss ggf. einen USB-Hub anschließen, der dann mehrere neue USB-Anschlüsse bietet. Hier muss man nur darauf achten, dass ein USB-Hub mit separater Stromversorgung empfohlen wird! Sonst kann es schnell passieren, dass der Stick selbst die angeschlossenen Geräte nicht mehr alle mit Strom versorgen kann.

C. Rikomagic MK 802 II als HTPC / Media-PC

Nachdem man dann ein passendes Eingabegerät an den Rikomagic MK 802 II angeschlossen hat, stellt sich die Frage, was man nun damit macht. Da sind der eigenen Kreativität bezüglich des Einsatzzwecks kaum Grenzen gesetzt. Schließlich gibt es im GooglePlay-Store inzwischen auch für fast alles eine App.

1. Filme und Musik aus dem heimischen Netzwerk auf den Fernseher streamen

Rikomagic_MK802_II (7)Wir haben hier bei uns eine externe Festplatte, die am USB-Anschluss des Routers hängt, so dass alle darauf gespeicherten Medien-Dateien an einem zentralen Punkt liegen und von jedem Rechner im heimischen Netzwerk aufgerufen werden können. Der Router verfügt über eine DLNA-Server-Software, die die Medien-Daten via DLNA bereitstellt. Es gibt auch funktionierende Software für den Android-Stick, mit dem sich diese Dateien dann abrufen lassen, so dass man am Wohnzimmer-TV den Film oder die Musik von der externen Festplatte im anderen Raum wiedergeben kann.

Der Nachteil dieser DLNA-Lösung war allerdings, dass der DLNA-Server meines Routers längst nicht mit jedem modernen Medien-Format zurechtkam, also nicht alle Dateien angeboten und somit wiedergegeben werden konnten. Aber dank der Flexibilität von Android stellte dies kein Problem dar und ich fand eine andere, letztlich sogar einfachere Möglichkeit. Der Router stellt die Mediendaten nicht nur per DLNA bereit, sondern bindet die USB-Festplatte auf Wunsch auch ganz klassisch ins Heim-Netzwerk ein. Auf diese Weise braucht man für Android nur noch einen Datei-Explorer, der auch mit Netzwerkfreigaben umgehen kann, sowie einen möglichst flexiblen Mediaplayer, der mit unterschiedlichsten Video- und Musik-Formaten zurecht kommt.

Für beides gibt es kostenlose Android-Apps. Wir haben uns hier für den ziemlich bekannten „ES Datei Explorer“ entschieden. Dieser bietet neben vielen weiteren Features eben auch die Möglichkeit, auf Laufwerke im Netzwerk zugreifen zu können. Als Media-Player entschieden wir uns für den ebenfalls kostenlosen „MX Player„. Was der VLC-Player auf Desktop-Systemen darstellt, ist der MX Player in der Android-Welt: ein Media-Player, der so ziemlich jedes Format beherrscht und alles wiedergeben kann. Lediglich bei Filmen im MKV-Format mit Untertiteln soll es angeblich hin und wieder zu Problemen kommen, die vorliegend aber nicht nachvollzogen werden konnten.

Mit dieser Kombination lassen sich Filme und Musik wunderbar und problemlos aus dem heimischen Netzwerk auf den Fernseher streamen, egal ob die Daten nun von einem Rechner im Netzwerk, einem NAS oder einer an den Router angeschlossenen Festplatte kommen.

2. Filme und Musik direkt von einer angeschlossenen Festplatte oder einem USB-Stick wiedergeben

Wer lieber eine externe Festplatte über USB direkt an den Android-Stick anschließen will, oder Fotos, Videos und Musik von einem USB-Stick wiedergeben will, kann auch dies tun.

Rikomagic_MK802_II (5)Zunächst stellt sich das Problem, dass der am Android-Stick vorhandene USB-Anschluss schon von einer Maus oder einer Maus/ Tastatur-Kombination belegt ist. Das ist aber kein Problem, da der Stick ja noch über einen weiteren Micro-USB-Anschluss verfügt. An diesen kann man den im Lieferumfang des Geräts enthaltenen Adapter anstöpseln, wodurch man einen weiteren, vollwertigen USB-Anschluss erhält. Wer noch mehr Anschlüsse braucht, kann auch einen USB-Hub anschließen. Wie bereits erwähnt, sollte dieser dann aber über eine eigene Stromversorgung verfügen, damit dem Stick selbst nicht der Strom ausgeht.

Die Wiedergabe von Medien von einem USB-Stick funktionierten im Test problemlos, auch die externe Festplatte arbeitete ohne Murren am Stick und wurde nach dem Einbinden korrekt erkannt.

3. Filme aus dem Internet auf dem TV wiedergeben

Da der Rikomagic MK 802 II Flash 11 unterstützt, kann man auch auf vielen Video-Portalen im Internet die angebotenen Videos anschauen, selbst wenn deren Player noch auf dem alten Flash-Format basieren. Große Portale wie YouTube, MyVideo & Co. bieten zudem meist passende Android-Apps an, mit denen ihr die Inhalte ebenfalls über den Stick auf dem TV wiedergeben könnt. Das funktioniert ganz genau so wie auf dem Smartphone oder Tablet, nur dass es sich eben auf eurem heimischen Fernseher im Wohnzimmer -oder wo auch immer- abspielt.

Übrigens gibt es in diesem Zusammenhang auch schöne Apps, die eure Programmzeitungen ersetzen können. Das hat den Vorteil, dass man sich zum einen den Kauf einer Fernsehzeitung aus Papier sparen kann, und zum anderen auch aktuellere Daten erhält. Schließlich kommt es immer wieder vor, dass Sender nach dem Druck der Fernsehzeitungen noch kurzfristig Änderungen am Programm vornehmen. In der Papierausgabe kann das nicht mehr korrigiert werden, in den Online-Ausgaben schon. Zudem macht eine digitale Fernsehzeitung auf dem Fernseher auch wirklich Sinn, denn genau dort schaut man ja auch später das jeweilige Programm. Eine entsprechende App kann da also ggf. das EPG ersetzen. Neben einigen großen Fernsehzeitungs-Verlagen, die entsprechende Apps anbieten, gefällt mir derzeit die App „Prime Guide“ sehr gut. Sie bietet neben einer Fülle an Sendern (auch PayTV-Sender, Digitalfernsehen etc.) eine Fülle an Anzeigemöglichkeiten, z.B. entweder als Raster oder als klassische „Fernsehzeitung“ mit Spalten-Ansicht.

4. Musik aus dem Internet auf dem TV wiedergeben

Das für Filme Gesagte gilt natürlich auch für Musik. Wer gerne Musik via Spotify hört, lädt sich die App einfach auf seinen Android-Stick und kann fortan seine Lieblings-Musik und seine Wunsch-Playlisten über den Fernseher wiedergeben. Wer hingegen keine ganz bestimmten Titel hören möchte, sondern einfach nur allgemein Musik eines bestimmten Genres genießen will, der kann stattdessen auch zu kostenlosen Radio Apps wie z.B. „sky.fm“ oder „Planet Radio“ greifen. Neben Kanälen mit Musik aus bestimmten Dekaden („Das Beste der 80er“, „Best of 90s“ etc.) werden auch Kanäle angeboten, die beispielsweise durchgängig Film-Musik, Chillout-Music und anderes spielen. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Nicht vergessen sollte man in dem Zusammenhang vielleicht auch WinAmp. WinAmp war früher DER Standard, wenn es um MP3-Player ging. Für unseren Android-Mini-PC ist zwar der bereits vorgestellte MX Player die bessere Wahl, aber WinAmp sollte euch dennoch einen Blick wert sein. Dort hat man nämlich die Möglichkeit, auf ShoutCast zuzugreifen und so Zutritt zu den unzähligen ShoutCast-Sendern zu haben, die ebenfalls nach Kategorien übersichtlich sortiert sind und für jeden Geschmack etwas bieten sollten.

5. Spiele auf dem Rikomagic MK 802 II spielen

Letztlich ist der Rikomagic natürlich auch in der Lage, Android-Spiele auf dem Fernseher wiederzugeben und spielen zu lassen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass manche Spiele sehr auf Touch-Eingabe hin optimiert wurden. Daher kann es bei einigen Spielen sehr schwer werden, diese plötzlich mit der Maus spielen zu müssen. Es soll jedoch auch Möglichkeiten geben, mit passenden Apps eigene USB-Gamepads lauffähig zu machen. Allerdings habe ich bislang noch nicht die Zeit gefunden, mich näher damit auseinanderzusetzen. Ggf. folgt hierzu dann später noch mal ein separater Artikel.

Fazit Rikomagic MK 802 II

Der Rikomagic MK 802 II kostete in Deutschland kürzlich noch knapp 80 Euro, der Preis geht aber derzeit deutlich herunter. Da die Entwicklung ständig voranschreitet und auch schon (deutlich teurere) Nachfolge-Modelle mit noch leistungsfähigerer Hardware existieren, ist damit zu rechnen, dass die Preise in Zukunft weiter fallen werden. Günstiger kann man sich kaum eine flexible Medienzentrale ins heimische Wohnzimmer holen, zumal der Stick keine lauten, störenden Lüfter hat oder besonders viel Platz benötigen würde. Ihr könnt ja immer mal hier vorbeischauen, wo man den Rikomagic MK 802 II vielleicht gerade besonders günstig bekommen kann.

Alles in allem ist der Rikomagic MK 802 II ein feines Gerät, welches für wenig Geld viel leisten kann und so manch andere Konstruktion überflüssig macht, wenn man Medien aus dem Internet oder dem heimischen Netzwerk im Wohnzimmer auf dem großen Fernseher verfügbar machen möchte.

Na, könntet ihr euch so einen kleinen Androiden an eurem Fernseher vorstellen? Für welche Zwecke würdet ihr ihn nutzen? Was würde euch reizen? Was würdet ihr damit gerne ausprobieren? Ich bin gespannt auf eure Vorschläge, vielleicht sind ja noch ein paar spannende Einsatzzwecke dabei, an die ich noch gar nicht gedacht habe.


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