Mit der Heizung durch den Winter – Tipps, um warm und trotzdem kostengünstig zu heizen

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HeizungWenn es auf das Ende des Jahres zugeht, kommt unweigerlich die Zeit, in der man die Heizung wieder anstellt. Doch in Zeiten immer weiter steigender Heizungskosten stellt sich die Frage, wie man richtig und kostengünstig heizt. Hierbei spielen die richtigen Heizzeiten, Lüftungen und auch das Abdichten möglicher Einlassquellen für Kälte ein Rolle. All diese Aspekte sollen hier in diesem Artikel angesprochen werden, um einen möglichst gemütlichen, warmen und dennoch günstigen Gang durch den Winter zu gewährleisten, so dass man sich vor der nächsten Heizkosten-Abrechnung nicht allzu sehr fürchten muss.

Wann sollte man die Heizung einschalten?

Die simpelste Antwort hierauf dürfte lauten: wenn einem kalt ist. Allerdings ist das Kälteempfinden von Mensch zu Mensch höchst unterschiedlich. Für ein angenehmes Wohnklima und zur Schonung der Bausubstanz hat sich daher im Laufe der Zeit eine „Faustformel“ herauskristallisiert, ähnlich wie man es beim Reifenwechsel von Sommer- auf Winterreifen („von O bis O – von Ostern bis Oktober“) kennt. Demnach geht man davon aus, dass die Heizung eingeschaltet werden sollte, wenn die Tageshöchsttemperatur an drei aufeinander folgenden Tagen unter 15°C liegt und gleichzeitig die Temperatur in den drei Nächten unter 7°C fällt.

Wie entlüfte ich die Heizung richtig?

Im Laufe des Jahres, während die Heizung nicht oder kaum benutzt wird, sammelt sich gerne Luft im Heizkörper. Diese Luft verhindert, dass die Heizung optimal heizen kann. Bevor die Heizung wieder ihre volle Leistung bringen kann, solltet ihr sie daher kurz entlüften. Das ist ganz leicht zu erledigen.

HeizungNormalerweise solltet ihr hierfür einen entsprechenden Entlüftungsschlüssel für eure Heizkörper erhalten haben. Sollte dies nicht der Fall sein oder ihr ihn verlegt haben, bekommt ihr solche Schlüssel aber auch im gut sortierten Baumarkt oder Fachhandel für wenig Geld.

Zum Entlüften braucht ihr nur diesen Schlüssel und ein dünnwandiges Glas oder einen Plastik-Becher. Setzt den Becher oder das Glas unter den Heizkörper-Aufsatz für den Schlüssel an, steckt den Schlüssel ein und öffnet das Ventil ein Stück weit. Ihr hört ein leises Zischen, wenn die Luft entweicht. Lasst so lange die Luft entweichen, bis aus dem Ventil mit einem gleichmäßigen Strahl Wasser austritt (deswegen auch das Glas oder der Becher darunter). Dann könnt ihr das Ventil wieder verschließen und den Schlüssel abziehen.

Sollte statt Luft direkt Wasser entweichen, könnt ihr das Ventil sofort wieder schließen. In dem Fall war keine Luft im Heizkörper. Sollte umgekehrt partout kein Wasser entweichen, befindet sich möglicherweise kein Wasser mehr im Heizlüfter. In dem Fall muss an der Heizanlage (meist im Keller) der Druck kontrolliert und ggf. Wasser nachgefüllt werden. Wer nicht genau weiß, was er hier tun muss, sollte unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen.

Wenn sich euer Haus oder eure Wohnung über mehrere Etagen erstreckt, ist es ratsam, zunächst die unten liegenden Heizungen zu entlüften und sich dann in die oberen Etagen hochzuarbeiten, da die übrigen Luftbläschen im Heizsystem von unten nach oben wandern werden und auf diese Weise das System optimal entlüftet wird.

Wie genau sollte ich die Heizung einstellen?

Ein gern gemachter Fehler ist es, die Heizung bei Kälte voll aufzudrehen. Dabei kennen Heizungen nicht umsonst mehrere Stufen zwischen „aus“ und „voll aufgedreht“. Eine Heizung nutzt man nur dann optimal und effizient, wenn man sie dazu verwendet, eine anvisierte Raumtemperatur zu erreichen und diese dann konstant zu halten. Hierbei können programmierbare Thermostate wie der Honeywell HR20-Style Rondostat* helfen, die man so einstellen kann, dass die Heizung zu individuell einstellbaren Uhrzeiten und Wochentagen individuell einstellbare Raumtemperaturen erreicht und hält.

Was sind die Vorteile von programmierbaren Thermostaten?

ThermostatDer erste Vorteil von programmierbaren Thermostaten ist die soeben angesprochene Fähigkeit, einen Raum konstant auf einer Temperatur zu halten. Die individuelle „Wohlfühltemperatur“ muss hierbei jeder für sich selbst finden. Außerdem sollte man beachten, dass die im Thermostat eingestellte Temperatur nicht zwangsläufig die Temperatur im Raum sein wird, da die Thermometer der Thermostate immer nah am Heizkörper sind und somit eher die eingestellte Temperatur erreichen als der übrige Raum. Gerade bei größeren Räumen kann dies der Fall sein. Hier muss man einfach ein wenig experimentieren, bis man die optimale Temperatur gefunden hat.

Ein weiterer Vorteil programmierbarer Thermostate ist der, die Heiz-Temperaturen an bestimmte Tageszeiten koppeln zu können. So können beispielsweise bei den o. g. Honeywell HR20 Rondostaten* für jeden einzelnen Tag der Woche Zeiten programmiert werden, an denen man das Haus verlässt, um z.B. zur Arbeit zu fahren und selbstverständlich auch wieder von dieser nach hause zurückzukehren.

Während dieser Zeiten ist es nicht notwendig, die leere Wohnung mit eurer „Wohlfühl-Temperatur“ zu beheizen, so dass ihr für diese Zeiten andere, geringere Temperaturen einstellen könnt. Das spart viel Geld, welches sonst unnötig verheizt würde. Und falls man den Thermostat so einstellt, dass er schon ein 20 Minuten vor der Rückkehr wieder mit dem Heizen der „Wohlfühltemperatur“ anfängt, kehrt man trotzdem in eine angenehm warme Wohnung zurück.

Es sollte allerdings beachtet werden, dass für die Zeit, in der sich niemand in der Wohnung befindet, der Thermostat nicht gänzlich auf „aus“ gestellt werden sollte. Stattdessen sollte die Temperatur nur (deutlich) reduziert werden. Auf diese Weise kühlt die Wohnung nicht komplett aus, sondern behält eine „Grundwärme“ in den Mauern. Dies führt dazu, dass das spätere Wiederaufheizen auf die Wohlfühltemperatur deutlich weniger Energie (und somit deutlich weniger Geld) verbraucht.

Fenster richtig abdichten

Ein großer Teil der Wärme entweicht leider sehr schnell wieder durch die Fenster. Daher solltet ihr auf jeden Fall auf möglichst effizient verglaste Fenster achten. Einfach verglaste Fenster sind inzwischen aus Sicht der Energie-Effizienz ein absoluter Graus, eine Doppelverglasung sollte es schon sein. In Mietshäusern kann es nicht schaden, diesbezüglich auch mal ein Gespräch mit dem Vermieter zu führen. Selbst wenn durch den Einbau effizienterer Fenster die Miete steigen sollte, kann sich dies durch die damit einhergehenden Einsparungen beim Heizen vor allem in Zeiten steigender Heiz-Preise durchaus lohnen.

Aber selbst, wenn die Verglasung gut sein sollte, darf man eine andere Schwachstelle bei Fenstern nicht unterschätzen: die Dichtungen! Im Laufe der Jahre werden diese poröser oder lösen sich von der Verkleidung. In diesem Fall solltet ihr sie umgehend austauschen, da jede noch so kleine Lücke eine Angriffsfläche bietet, durch die die kostbare Wärme umgehend entweicht.

Türen nicht vergessen

Selbiges gilt auch für Türen. Insbesondere durch den Spalt am Fuß der Tür kann es schnell zu „Zugluft“ kommen, welche die Wärme aus den Zimmern entfernt. Für Türen gibt es Zugluft-Stopper, die man unter den Türen hindurchschiebt und die an beiden Seiten der Tür Erhöhungen haben, mit denen sie die Öffnungen abdichten und Zugluft deutlich minimieren. Alternativ gibt es auch die bekannten „Würste“, die man vor die Türen legen kann, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Wie lüfte ich die Wohnung richtig?

Es mag paradox klingen, aber auch wenn man eigentlich bemüht ist, mit den oben genannten Tipps die Wärme in der Wohnung zu halten, darf man das Lüften keinesfalls vergessen. Andernfalls schlägt sich durch die Wärme in der Wohnung und die Kälte außen auf Dauer Feuchtigkeit durch Schwitzwasser in eurer Wohnung nieder, was zu Schimmel -vor allem im Bereich der Fenster und Heizkörper- führen kann. Dem kann man durch regelmäßiges Lüften entgegenwirken.

Allerdings sollte man die richtige Technik beim Lüften beachten. Statt Fenster stundenlang „auf Kipp“ stehen zu lassen, empfiehlt es sich viel eher, morgens -z.B. vor Verlassen des Hauses- einmal kurz für 5-10 Minuten „Stoßlüften“ zu betreiben. Hierzu werden einfach in der gesamten Wohnung die Fenster vollständig geöffnet. Hierdurch kommt es zu Durchzug in der ganzen Wohnung, der die gesamte Temperatur umwälzt. Intelligente programmierbare Thermostate (wie das bereits vorgestellte Honeywell-Modell) erkennen übrigens anhand des rapiden Temperatur-Abfalls, dass die Fenster geöffnet sind und stoppen das Heizen automatisch, so dass man auch hier kein Geld vergeudet.

Fazit

Mit diesen einfachen Tricks lässt ich das eigene Heiz-Verhalten auf simple Art und Weise optimieren, so dass man auf eine warme Wohnung oder ein warmes Haus nicht verzichten muss, gleichzeitig aber dennoch energie- und kostenbewusst agiert. Neben dem angenehmen Wohnklima sorgen diese Maßnahmen darüber hinaus auch noch dafür, dass die Bausubstanz möglichst schonend behandelt wird und somit nachhaltig erhalten bleibt.

Habt ihr noch weitere Tipps, was das Heizen angeht? Welche der oben genannten Tricks setzt ihr bislang um? War für euch noch etwas dabei, das ihr noch nicht kanntet? Macht ihr euch überhaupt Gedanken darum, wie ihr möglichst kostengünstig heizen könnt, oder lasst ihr das einfach auf euch zukommen?

Foto „Heizung mit Geld“: RainerSturm / pixelio.de
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