Welche Virenscanner könnt ihr empfehlen?

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ComputervirusWer mit seinem Rechner im Internet unterwegs ist, kommt um einen Virenscanner praktisch nicht herum. Jedenfalls sollte ein solcher auf keinem Rechner fehlen, der über das Internet oder über Wechseldatenträger in Kontakt mit Dateien von anderen Rechnern kommt. Zwar kann man mit brain.exe schon einiges an potentiellen Gefahrenquellen abfangen, einen Rundumschutz kann aber auch das nicht garantieren.

Da ich neulich tatsächlich mal gefragt wurde, wo man sich dieses brain.exe herunterladen kann, hier kurz zur Erklärung: mit brain.exe ist das menschliche Gehirn, sprich Köpfchen, gemeint! brain ist englisch für Gehirn und die Endung .exe steht zumindest in der Windows-Welt für ausführbare Dateien. brain.exe bedeutet somit nichts anderes als „Benutze dein Hirn!“ Tatsächlich kommt man mit der Devise „Erst denken, dann klicken“ schon einen gewaltigen Schritt sicherer durch die digitale Welt.

Wer sich gecrackte Software aus dubiosen Quellen herunterlädt, darf sich eben nicht wundern, wenn diese möglicherweise bösartig mit einem Trojaner infiziert wurde. Und wer ohne Nachdenken den Anhang der E-Mail eines Freundes öffnet, der plötzlich fließend englisch mit einem schreibt, weil der Dateianhang Nacktbilder irgendwelcher Stars verspricht, sollte ebenfalls nicht überrascht sein, wenn statt der erwarteten Tittenbildchen plötzlich nur noch Datensalat auf der Festplatte vorhanden ist.

Allerdings hat auch brain.exe mitunter Grenzen. Bekommt man z.B. von einem Freund wirklich ein angefordertes Dokument zugemailt, auf welches man schon gewartet hat und ist dieses Dokument versehentlich infiziert, weil der Freund das Thema Virenschutz nicht so ernst genommen hat und sein Rechner unbewusst verseucht ist, hilft brain.exe allein auch nicht mehr weiter. Auch kommt es hin und wieder vor, dass auf vertrauenswürdige Seiten im Netz für kurze Zeit unbemerkt Schadcode eingespielt wurde, der dann für Ärger auf eurem Rechner sorgt, sobald ihr die normalerweise vertrauenswürdige Seite mit einem entsprechend anfälligen Brower ansurft.

Für all solche Fälle ist es nie verkehrt, neben der Grundausstattung brain.exe ein Anti-Virenprogramm zu verwenden. Es gibt ja auch Betriebssysteme wie Linux, die angeblich ziemlich resistent gegen Viren sein sollen. Da ich nicht tief genug in die Materie Linux eingearbeitet bin, kann ich da selbst nichts zu sagen. Der Mike findet Linux ohne Virenscanner jedenfalls dennoch gefährlich. Ich auch. Selbst wenn die Viren auf dem eigenen System aufgrund der Architektur von Linux keinen Schaden anrichten können, können sie es spätestens dann, wenn man eine infizierte Datei per Mail an einen Freund mit Windows-Betriebssystem weiterleitet. Selbst wenn der dann einen Virenscanner hat, der ihn rechtzeitig warnt, wäre mir der Gedanke, jemand anderem -unbeabsichtigt- so einen Virus zu senden, irgendwie unangenehm.

Bei mir war lange Zeit das kostenlose AntiVir als Virenscanner im Einsatz. Funktionierte für meine Bedürfnisse zufriedenstellend. Zwar bin ich dank brain.exe im Alltag nie in die Situation gekommen, dass AntiVir einschreiten musste, aber wenn ich mal bewusst aus Testgründen verseuchte Dateien laden oder nutzen wollte, hat AntiVir das stets erkannt und ist eingeschritten. Trotzdem war ich irgendwann mit AntiVir nicht mehr so richtig glücklich. Mal fielen die Update-Server aus oder waren überlastet. Dann sprang das Werbe-Fenster, welches bei Updates angezeigt wird, meist im unpassendsten Moment auf und legte kurzzeitig alle sonstigen Prozesse des Rechners lahm. In neueren AntiVir-Versionen fährt zudem ständig ein „Info-Fenster“ bei der Task-Leiste auf, um zu Umfragen zu animieren, auf kostenpflichtige Versionen hinzuweisen etc. Klar muss man bei kostenlosen Versionen mit Werbung rechnen, aber für meinen Geschmack hat man es in dem Fall langsam wirklich übertrieben. Das nervte zu sehr.

Ganz nebenbei war auch spürbar, dass AntiVir das System insgesamt mehr und mehr ausbremste. Dass der Betrieb eines Virenscanners immer ein klein wenig Ressourcen des Systems schluckt, ist natürlich normal. Aber früher war AntiVir
da dennoch „schlanker“, so dass die Beeinträchtigung verschmerzbar war.

Aus den Gründen war ich nun auf der Suche nach einem neuen Virenscanner. Er sollte möglichst wenig mit unnötigen Popups nerven, sondern sich nur melden, wenn wirklich Not am Mann ist. Zudem sollte er eine hohe Erkennungsrate haben, ohne das System zu stark auszubremsen. Immer wieder wurde mir daraufhin von verschiedenen Leuten der Virenscanner von Kaspersky empfohlen. Da kam dann die Aktion vom Michael wie gerufen. Auf seinem Blog verloste er die Kaspersky Security Suite 2013 und das Glück war mir hold. Unabhängig von meinem Gewinn kann ich euch nur empfehlen, mal einen Blick auf seinen Blog zu werfen.

Bei mir ist er schon lange im FeedReader, da er immer mal wieder interessante Artikel zu Apps und Programmen bringt, die mitunter auch nicht so stark im Fokus stehen, aber echte Bereicherungen der eigenen Software-Sammlung sein können. Er übertreibt es auch nicht, so dass ihr keine Angst haben müsst, mit dutzenden Artikeln pro Tag von ihm „bombardiert“ zu werden 😉

Jedenfalls bin ich nun dank des Gewinns in der glücklichen Lage, Kaspersky mal gründlich testen zu können. Sollte mich das Programm überzeugen und den Lobeshymnen, die ich da von einigen gehört habe, gerecht werden, bin ich auch gerne bereit, für künftige Versionen ein paar Euro zu investieren.

Welchen Virenscanner nutzt ihr denn? Seit ihr zufrieden mit dem, könnt ihr ihn empfehlen? Oder verlasst ihr euch nur auf brain.exe? Hattet ihr überhaupt schon mal Probleme mit Viren? Oder seid ihr bislang „sauber“ geblieben?

Foto: knipseline / pixelio.de

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