Beim Wecker ist mir jetzt ein Licht aufgegangen – Wie kommt ihr morgens aus dem Bett?

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Was ist der Unterschied zwischen Sommer und Winter? Wenn alles gut läuft, ist es vor allem die Sonne. Die lässt sich im Winter zumeist ja eher weniger blicken, was gemeinhin negativ auf’s Gemüt schlägt. Denn bekanntermaßen fördert Sonnenlicht ja die Ausschüttung von „Glückshormonen“ im Körper. Die machen einen nicht nur fröhlicher, sondern insgesamt auch aktiver.

Das merkt man sehr schön auch beim morgendlichen Aufstehen aus dem Bett. Sind wir doch mal ehrlich, wenn wir morgens aufwachen und von draußen schon die ersten Sonnenstrahlen durchs Fenster scheinen, fällt das Aufstehen wesentlich leichter als im Winter, wenn es draußen noch stockfinster ist.

Daher habe ich neulich zugeschlagen, als sich für mich endlich mal die Gelegenheit ergab, an einen dieser sog. Licht-Wecker* von Philips zu kommen. Die Dinger kennt ihr, oder?

Es handelt sich dabei um Wecker, die einen nicht nur mit Ton wecken, sondern durch ein langsam heller werdendes, weiches Licht auch eine Art Sonnenaufgang simulieren. Das war beim Sonnenschein der letzten Tage nicht unbedingt so notwendig, die Wochen davor jedoch durchaus hilfreich, als man morgens nur von einem grauen, mit Wolken verhangenen Himmel „begrüßt“ wurde. Und im Winter dürfte es noch hilfreicher sein, wenn es draußen morgens nicht nur grau, sondern wirklich stockfinster ist.

Philips Wakeup-Light Wecker

Das ist das gute Stück. Sieht ein wenig futuristisch aus, nicht wahr? Der Großteil des Gehäuses simuliert später Sonne. Auf dem im unteren Bereich sichtbaren Display erfolgt unter anderem die Anzeige der Uhrzeit. Die silberne Leiste darunter beinhaltet die Schaltflächen zur Einstellung.

Philips Wakeup-Light Wecker

Bedienelemente des Philips Wakeup Light Weckers

Der große Hebel an der Seite fiel mir zunächst negativ auf, da er so aus dem sonstigen Design hervorstach. Damit lässt sich eine der zwei individuell einstellbaren Weckzeiten wählen. Zwei Weckzeiten sind natürlich toll. Schließlich will ich am Wochenende gerne ein wenig länger in der Kiste bleiben als unter der Woche, wenn es pünktlich zur Arbeit geht. Mit den beiden Weckzeiten kann ich mir ersparen, am Wochenende immer den Wecker umstellen zu müssen. Stattdessen wähle ich dann einfach die zweite statt der ersten Weckzeit. Im Nachhinein stellte sich der große Hebel hierfür dann auch als Vorteil heraus. Denn nachts, wenn man sich zum Schlafen fertig gemacht hat, will man nicht mehr lange nach dem Schalter tasten. Das ist hiermit auch nicht nötig, denn den Schalter, der auf dem Nachttisch dann optisch doch angenehm in den Hintergrund tritt, findet man ohne langes Suchen und Tasten problemlos, auch wenn man schon müde ist.

Philips Wakeup-Light Wecker

Das Innenleben des Philips Wakeup-Light Weckers

Möglich ist auch, sich mit Musik von einem USB-Stick oder einer USB-Festplatte wecken zu lassen. Ein entsprechender Anschluss ist vorhanden. Alternativ kann man auch die einprogrammierten Natursounds (Strand, Vögel im Wald etc.) verwenden. Ich greife jedoch lieber zum eingebauten UKW-Radio mit Wurfantenne. Der Klang ist natürlich nicht mit einer Stereo-Anlage vergleichbar, immerhin sprechen wir hier „nur“ von einem Wecker. Aber verglichen mit meinem alten, inzwischen in die Jahre gekommenen Radio-Wecker ist die Klangqualität eine Wohltat. Es hört sich ein wenig an, als würde das Radio in einem Kunststoff-Eimer liegen. Dieser „Eimer-Effekt“ ist normal, wenn man mal einen Blick ins Innere des Weckers riskiert. Hier sehen wir zum einen das auswechselbare Leuchtmittel – und sonst nichts! Es handelt sich um einen großen Kunststoff-Hohlkörper, der später wunderbar leuchtet, den Radio-Ton aber eben auch ein wenig dumpf wiedergibt. Der Klang selbst ist allerdings ansonsten sauber, klar und ohne Rauschen. Verglichen mit meinem alten Radiowecker eine echte Wohltat für die Ohren und trotz Eimer ein hörbarer, positiver Unterschied.

Der Weckvorgang selbst läuft folgendermaßen ab: eine halbe Stunde (die Zeit lässt sich einstellen) vor der eigentlichen Weckzeit beginnt der Wecker damit, einen Sonnenaufgang zu simulieren, indem er das Licht der Lampe erst ganz schwach und dann immer stärker leuchten lässt. Die maximale Leuchtkraft, die die simulierte Sonne am Ende haben soll, lässt sich einstellen. Auf höchster Stufe sieht das aber weniger nach Morgensonne, sondern eher nach Supernova aus. Dadurch soll der Körper unterbewusst schon mal auf das Aufwachen vorbereitet werden… ähnlich wie es mit echten Sonnenstrahlen ist, die einen morgens kitzeln.

Zur eingestellten Weckzeit gibt der Wecker dann -je nach Einstellung- die USB-Musik, die Natürtöne oder die Radiowiedergabe von sich. Sehr schön hierbei ist, dass einem die Musik nicht plötzlich „vor den Latz geknallt“ wird, sondern ganz leise beginnt und dann langsam auf die gewünschte Lautstärke angehoben wird. So wache ich definitiv angenehmer auf als bei meinem alten Radio-Wecker, der sofort von 0 auf 100 aufdrehte.

Besonders ist hierbei die Schlummer-Funktion. Hierfür gibt es keine spezielle Snooze-Taste, wie man das sonst von Weckern kennt. Stattdessen muss man den Wecker leicht von der Seite „schlagen“. Nicht zu fest, schließlich soll er nicht vom Nachttisch fallen, aber doch stark genug, um ihn in eine leichte Schwingung zu versetzen, so dass der Sensor merkt, dass man noch mal ein paar Minütchen in Ruhe dösen möchte. Das hat in den ersten Tagen ein wenig „Training“ gekostet, bis ich das drauf hatte. Vorher war ich zu vorsichtig und musste so oft den Wecker „abwatschen“, dass ich danach eh hellwach war 😀

Philips Wakeup-Light Wecker

So sieht der Wecker übrigens in ganzer Pracht aus. Die Helligkeit ist hierbei allerdings „nur“ auf Stufe 7 von 20 gestellt. Es kommt auf dem Foto vielleicht nicht so stark herüber, aber mir hat das gereicht. Ihr seht also, dass es bei Bedarf auch wirklich hell werden kann, wenn ihr das unbedingt wollt. Die Helligkeit des Displays lässt sich übrigens unabhängig von der Helligkeit der Lampe ebenfalls individuell einstellen. Wer sich also nachts von einer allzu grellen Uhrzeit-Wiedergabe gestört fühlt, kann die Helligkeit des Displays stark nach unten reduzieren. Der Weckvorgang lässt sich auch komplett umkehren, so dass ihr zum Einschlafen einen Sonnenuntergang simulieren könnt. Damit konnte ich persönlich eher wenig anfangen, aber vielleicht findet es ja mancher von euch ganz angenehm.

Insgesamt hat mich der Licht-Wecker* positiv überrascht. Zwar ist es natürlich nicht so, dass ich nun morgens direkt mir einem breiten Grinsen und unerhört guter Laune aufstehe, aber der ganze Weck- und Aufsteh-Vorgang ist spürbar angenehmer geworden. Es macht einfach einen großen Unterschied, ob man langsam und behutsam aus der Schlafphase geführt wird, oder ob man brutal von einem klassischen Wecker aus den Träumen gerissen wird.

Wer sich also morgens immer wie gerädert fühlt, dem kann ich nur raten, mal so einen Licht-Wecker auszuprobieren. Vielleicht hilft er euch ja auch so gut.

Wie kommt ihr morgens eigentlich in Tritt? Seid ihr passionierte Frühaufsteher, die morgens keine Probleme haben, aus den Federn zu kommen? Oder fällt euch das schon manchmal schwer, weil ihr eher Nachtmenschen seid? Wie viele Wecker braucht ihr denn bisher, um morgens wach zu werden?

Fotos: gesichtet.net
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