Hatschi! Erkältung im Sommer…

ErkaeltungMomentan ist der Konsum von Taschentüchern hier bei uns im Haushalt wieder stark angestiegen. Nicht, weil hier die Tränen in Strömen fließen würden. Vielmehr hat das derzeit regnerische Wetter mit seinen ständig wechselnden Temperaturen, worüber ich ja bereits Anfang der Woche berichtet hatte zugeschlagen: Erkältung im Juni!

An der Tatsache, dass ich euch diese Zeilen hier schreibe, könnt ihr aber eigentlich schon erkennen, dass es mich selbst zum Glück nicht erwischt hat. Denn wenn ein Mann erkältet ist,… 😉 Ihr wisst schon, dann ist er mit den Kräften am Ende und ringt quasi mit dem Tode. Stattdessen hat es nun vor wenigen Tagen meine bessere Hälfte erwischt – und zwar wirklich kräftig! Husten, Schnupfen, Rotznase, Kopf- und Gliederschmerzen, halt das volle Programm. Sie hält sich tapfer, aber ganz ohne Medikamente geht es natürlich nicht; auch vor dem Hintergrund, dass sie „irgendwie für die Arbeit fit“ sein möchte, da sie dort gebraucht wird.

Zum Glück hatten wir unser Medizinschränkchen erst vor kurzem frisch aufgefüllt. Wir werfen da inzwischen regelmäßig einen Blick hinein, seitdem wir den einmal aufgeräumt und mit Erschrecken festgestellt hatten, wie viele angebrochene Medikamente sich da im Laufe der Zeit angesammelt hatten und abgelaufen waren.

Früher haben wir uns die rezeptfreien Medikamente, die man so in seiner persönlichen Hausapotheke bzw. dem Medizinschrank vorrätig hat, völlig selbstverständlich in der Apotheke geholt. Irgendwann fragte mich ein Bekannter, warum ich als „Internet-Mensch“ denn nicht schon längst mal eine Online-Apotheke ausprobiert hätte. Eine „vernünftige“ Antwort hatte ich darauf nicht. Es war für mich einfach „selbstverständlich“, in einer der zahlreich vorhandenen Apotheken vor Ort einzukaufen.

Wenn man bedenkt, dass man ansonsten von Kleidung über Technik bis hin zu Essen schon so ziemlich alles mal über das Internet bestellt hat, stellt sich allerdings wirklich die Frage, warum man das bei Medikamenten nicht auch machen können sollte? Bei den uns bekannten Medikamenten brauchen wir eh keine persönliche Beratung, da wissen wir, wie, wann und in welcher Dosierung wir das Zeug einnehmen müssen und welche Risiken und Nebenwirkungen ggf. bestehen. Daher beschlossen wir, es einmal mit so einer Online-Apotheke auszuprobieren.

Unser Wahl fiel damals auf mycare, da wir eine Online-Apotheke aus Deutschland ausprobieren wollten. Also flugs http://www.mycare.de/ in den Browser eingetippt… und schon grinste einen Andrea Sawatzki an! Auf so ziemlich jeder Unterseite! Das ist da übrigens immer noch so. Ich finde das ehrlich gesagt ein wenig nervig. Aber sie soll wohl mit allen Mitteln das Gesicht von mycare sein. Naja, solange sie die Medikamente nicht persönlich bei uns vorbei bringt und breit grinsend vor der Tür steht, ist mir das egal. Wir stellten dann fest, dass die Preise bei den rezeptfreien Medikamenten teilweise deutlich unter denen aus der Apotheke vor Ort lagen. Irgendwie logisch, schließlich sparen sich diese Versand-Apotheken ja alle das Geld für teure Mieten von Verkaufsflächen in der Innenstadt. Stattdessen steht wahrscheinlich irgendwo ein großes Lager (mit Bild von Frau Sawatzki?) in der Pampa , von wo aus die Bestellungen direkt versendet werden. Jedenfalls konnte man da wirklich eine Menge sparen. Auch die Tatsache, dass es dort inzwischen Tiermedizin und einen Teeshop gibt, ist für meine bessere Hälfte, die ja bekanntlich ein großer Tee-Freund ist, direkt ein dicker Pluspunkt.

Seither bestellen wir regelmäßig dort. Meist kommt die Bestellung nach 1-2 Tagen an. Wer gerne Inhaltsstoffe und Packungsbeilagen studiert, kann das auf der Website auch direkt tun. Würde ich sogar als Vorteil zur normalen Apotheke vor Ort sehen. Oder habt ihr euch da schon mal die Packungsbeilage geben lassen, um die in Ruhe nach für euch wichtigen Dingen durchzulesen, während Oma Erna hinter euch schon unruhig wird, weil sie Angst hat, ihre Hämorridensalbe nicht mehr rechtzeitig zu bekommen, weil sie ja noch in den Supermarkt muss, um an der Kasse Berufstätige zu ärgern, die nach Feierabend einkaufen wollen?

Bei rezeptpflichtigen Medikamenten hingegen macht für uns die Online-Apotheke wenig Sinn. Wenn man ein Rezept hat, dann meist, weil man akut krank ist. Dann will man auch sofort das Medikament haben und nicht erst das Rezept zu mycare schicken (mind. 1 Tag Postweg), um dann nochmal mind. 1-2 Tage auf die Lieferung zu warten. Da sind wir dann doch ungeduldig wie Oma Erna 😀

Jedenfalls haben wir erst vor wenigen Wochen unser Medizinschränkchen wieder aufgefüllt. Das kam uns bzw. meiner besseren Hälfte nun zugute. Sie konnte sofort, als sie merkte, dass sie krank wurde, gegensteuern. Zwar hat es sie trotzdem -meiner männlichen Wahrnehmung nach- schwer erwischt, aber wer weiß, wie schlimm es ihr ginge, wenn sie nicht sofort „Gegenmaßnahmen“ hätte ergreifen können.

Nur die Taschentücher werden langsam knapp. Die hatten wir nämlich nicht auf Vorrat gekauft. Wer rechnet auch schon damit, im Juni eine Erkältung zu bekommen? Vielleicht hätten wir das machen sollen wie das Rentnerpärchen, welches sich beim Schlecker-Ausverkauf mit mehreren Paletten(!) von Toilettenpapier eingedeckt hat. Habt ihr auch ein Medizinschränkchen daheim oder kauft ihr die Medikamente immer nur kurzfristig bei Bedarf? Schonmal eine Online-Apotheke ausprobiert? Oder habt ihr gute Gründe, lieber in der Apotheke vor Ort zu kaufen?

Foto: w.r.wagner / pixelio.de

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