Archiv für April, 2012

Die Mode im Fußball

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Windrose / pixelio.de

Mit der Mode ist das im Fußball so eine Sache. Fans können sich kunstvoll das Gesicht bemalen und in Trikots oder mit Westen, auf denen unzählige Wappen befreundeter Fanclubs aufgenäht sind, auf der Tribüne auftauchen. Vor allem die holländischen Fans, die ja sonst im Fußball meist nur wenig zu lachen haben, wenn es um Titel geht, fallen gerne mal bei Spielen ihrer „Oranjes“ (=Nationalmannschaft) dadurch auf, dass sie sich komplett kostümieren. Jeder, der sich häufiger mal die Spiele der Niederländer ansieht, wird früher oder später in Einblendungen auch schon einmal beispielsweise einen Oranje-Indianer gesehen haben. Manchmal kommen auch gänzlich undefinierbare „Gestalten“, wie die nebenstehende Mixtur aus Frau Antje, Pipi Langstrumpf und einem Klompen (=Holzschuhe) tragenden Löwen(?) in Orange heraus.

Dort, wo die Selbstverwirklichung für den Fan jedoch ein relativ einfaches Unterfangen ist, ist es für den Spieler auf dem Platz schon ein ganzes Stück weit schwieriger. Das Trikot ist vom Verein vorgegeben. Selbst, wenn die Designer gute Arbeit geleistet haben und es farblich und von der Musterung nicht zum Davonlaufen ist -was bei allzu kreativen Designern selbst bei Bundesligatrikots leider schon mal vorkommen kann- und auch die meist unvermeidbare Werbung passabel integriert wurde, bleibt es ein Einheits-Trikot, mit dem auch die übrigen Teamkameraden über den Platz laufen. Auch Kettchen, Ringe, Piercings und ähnliches, was mancher Spieler zur Individualisierung nutzen könnte, muss aus Sicherheitsgründen vor dem Spiel sorgfältig abgeklebt werden, damit kein Gegenspieler daran hängen bleiben kann.

Manche Fußballer sind daher dazu übergegangen, mit individuellen Schuhfarben für ein wenig Aufsehen zu sorgen. Aber so richtig überzeugend ist auch dieser Ansatz nicht. Da bleibt nur eine Möglichkeit: [Weiterlesen…]

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18 Kommentare - Und was hast du zum Thema zu sagen?
geschrieben von Sascha am 17. April 2012 um 00:06 Uhr

abgelegt in: Mitmach-Aktionen

Der Maulkorb für die Demokratie?

BundestagDa es in den vergangenen Tagen quer durch die Medien ging, haben die meisten von euch sicherlich schon von den Plänen von CDU/CSU, SPD und FDP gehört, die die Geschäftsordnung des Bundestages so abändern wollen, dass möglichst nur noch diejenigen Vertreter der Parteien ans Rednerpult des Bundestages gelassen werden, die vorab von der jeweiligen Parteispitze „zugelassen“ bzw. bestimmt worden sind und bei denen sich die Parteispitzen sicher sein können, dass diese Redner die angedachte Parteimeinung in ihrer Rede vertreten.

Verteter der Parteien, die diese „offizielle Parteienmeinung“ nicht vertreten, sollen ihre gegenteiligen Auffassungen möglichst nur noch schriftlich zu Protokoll geben dürfen. Selbst, wenn es einem Redner gelingt, die neuen Klippen zu umschiffen, bekäme er in jedem Fall nur noch gekürzte drei Minuten Zeit, um seine gegenteilige Meinung im Bundestag kundzutun und zu erklären. Ein extrem kurzes Zeitfenster, um eine eigene Ansicht detailliert darzustellen oder gar andere Parlamentarier von seiner eigenen Meinung zu überzeugen.

Der Hintergrund für diese Bestrebungen ist in der jüngeren Vergangenheit zu suchen: [Weiterlesen…]

28 Kommentare - Und was hast du zum Thema zu sagen?
geschrieben von Sascha am 16. April 2012 um 08:54 Uhr

abgelegt in: Recht & Politik

Freizeit-Kick für den fußfaulen Hobbykicker

em-abseitsFußball ist nicht nur etwas für Profis, sondern kann auch von „Laien“ in der Freizeit gespielt werden. Über meine ganz persönlichen Erfahrungen beim Fußball auf dem Schulhof und dessen ganz eigenen Reiz hatte ich ja bereits vor einigen Wochen ausführlich berichtet. Aber es gibt noch eine weitere Art von Freizeit-Fußball, der ich gerne nachgegangen bin und auch heute noch sehr gerne nachgehe, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Diese Art von Freizeit-Fußball ist zugegebenermaßen nicht ganz so körperlich fordernd, übte jedoch auf mich immer schon einen ganz besonderen Reiz aus und kann, wenn man einen fordernden Gegner hat, auch trotz weniger läuferischer Bewegung ganz schön schweißtreibend sein. Auch wenn die Beine bei dieser Art des Fußballs weniger gefordert werden, schnelle Bewegungen sind trotzdem genauso notwendig wie ein erhöhtes Maß an Konzentration. Ich würde sogar behaupten, dass bei dieser Form des Fußballs mehr Konzentration notwendig ist, als beim „normalen“ Fußball: [Weiterlesen…]

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geschrieben von Sascha am 10. April 2012 um 00:08 Uhr

abgelegt in: Mitmach-Aktionen

Warum diskutieren wir nicht bis zum Ende?

ÄrgerMenschen regen sich auf. Gerne sogar. Zumindest hier in Deutschland. Ich nehme mich selbst da nicht aus. Irgendwie gehört das scheinbar hierzulande zu unserer Diskussionskultur. Das muss ja auch gar nicht schlecht sein, denn Selbstzufriedenheit macht bis zu einem gewissen Punkt zwar glücklich (was uns manchmal nicht schaden würde), aber aus zu viel Selbstzufriedenheit resultiert irgendwann auch Stillstand, weil man sich dann zu sehr auf dem Erreichten ausruht.

Allerdings treibt diese Aufregung manchmal auch merkwürdige Blüten. Denn die „Aufregungs-Spanne“ scheint bei uns hin und wieder verdächtig kurz zu sein. Das lässt sich an zwei typischen, kurzen Beispielen belegen, die sich regelmäßig jedes, aber auch wirklich JEDES Jahr wiederholen. Man kann förmlich blind darauf wetten, jedes Jahr darüber in TV, Radio, Zeitungen, Blogs und/ oder sonstigen Plattformen zu hören bzw. zu lesen:

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31 Kommentare - Und was hast du zum Thema zu sagen?
geschrieben von Sascha am 8. April 2012 um 11:52 Uhr

abgelegt in: gemischt

Manchmal kann einfach auch einfach kompliziert werden

FußballPolen kämpft gegen Österreich und England greift entscheidend ein! Was zunächst wie ein Kriegs-Szenario klingen mag, hat sich auf diese Weise tatsächlich vor wenigen Jahren abgespielt. Tatsächlich war es 2008, allerdings nicht auf einem Schlacht-, sondern auf einem Spielfeld.

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 pfiff der britische Schiedsrichter Howard Webb mit seinen Assistenten das Spiel der Polen gegen den damaligen Co-Gastgeber der Europameisterschaft Österreich. Sowohl einer seiner Assistenten als auch Webb selbst spielten in diesem Spiel entscheidende Schlüsselrollen durch ihre Auslegung der Fußball Spielregeln.

Generell sind die Regeln beim Fußball ja eigentlich recht einfach gehalten, worin sicherlich einer der Gründe für die Beliebtheit dieses Sports liegen dürfte. Am kompliziertesten dürfte noch die Abseits-Regel sein und selbst die wird inzwischen auch von Nicht-Fußballfans meist verstanden. Weitaus komplizierter als die Regeln selbst, ist eher deren konkrete Anwendung bzw. Auslegung im Einzelfall. Das mussten auch Webb und seine Kollegen erfahren. [Weiterlesen…]

13 Kommentare - Und was hast du zum Thema zu sagen?
geschrieben von Sascha am 3. April 2012 um 00:04 Uhr

abgelegt in: gemischt

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