Mit dem Auto in den Jahresendspurt – Reifen und Versicherung wechseln
Man kann ja über Autos sagen, was man will, aber langweilig wird einem mit einem Pkw nicht so schnell. Vor allem jetzt, wo es auf das Ende des Jahres zugeht, gibt es wieder einige Dinge zu beachten. Hierbei geht es mir nicht um irgendwelche Überarbeitungen bei den Bußgeld-Katalogen, die zu Beginn des neuen Jahres sicherlich wieder anstehen werden, sondern um handfeste Dinge, die es bei Autos jetzt noch zu erledigen gibt.
Zum einen haben wir nun wieder Oktober. Und auch, wenn die ersten Oktobertage jetzt noch einen spätsommerlichen Eindruck hinterließen, werden wohl in den nächsten Wochen die Temperaturen mehr und mehr nach unten wandern. Aus dem Grund sollte man bereits jetzt im Hinterkopf behalten, dass sich der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen nicht ewig aufschieben lassen wird. Wir erinnern uns: wer seit der Neugestaltung der Winterreifenpflicht in der StVO vom Dezember 2010 im Winter auf Schnee und Eis mit Sommerreifen erwischt wird muss 40 Euro zahlen, wer dadurch sogar den übrigen Straßenverkehr behindert oder gar gefährdet, darf sich auf 80 Euro und 1 Punkt in Flensburg freuen.
Ganz nebenbei riskiert man dadurch nicht nur Ärger mit der Polizei, sondern auch seinen Versicherungsschutz. So kann die Kasko-Versicherung entsprechende Zahlungen im Schadensfall ganz oder teilweise verweigern, wenn die Ursache für einen Unfall eine falsche Bereifung des Fahrzeugs war. Damit sind wir auch schon beim zweiten wichtigen Thema angelangt:
Die Kfz-Versicherungen. Die gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Was im Prinzip auch nicht schlecht ist, denn Wettbewerb und Konkurrenz beleben bekanntlich das Geschäft und sorgen für uns Kunden jedes Jahr aufs Neue für die Möglichkeit, ein paar Euro zu sparen. Bekanntlich ist die Frist für einen Wechsel der Kfz-Versicherung bzw. das sog. Sonderkündigungsrecht der 30. November eines jeden Jahres. Das bedeutet, dass wir uns nun langsam in die “heiße Phase” begeben, in der die einzelnen Versicherer wieder mit Angeboten versuchen, bestehende Kunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen.
Doch genau hier stellt sich das Problem: so schön es auch ist, dass sich möglichst viele Versicherer im Konkurrenzkampf zueinander befinden, gleichzeitig ist der Markt für den Verbraucher dadurch auch extrem unübersichtlich; vor allem jetzt, wo einzelne Tarife wieder umgestellt werden. Wie soll man hier nur den Überblick bewahren und das für sich selbst individuell passendste Angebot herausfinden?
Zum Glück gibt es hierfür inzwischen ja das Internet und entsprechende Seiten, die sich mit Kfz-Versicherungsvergleichen beschäftigen. Weniger schön ist, dass einige dieser Seiten von gewissen Versicherern “gesponsert” oder gar betrieben werden, was nicht unbedingt förderlich für völlig unabhängige Empfehlungsergebnisse ist. Einen anderen Weg geht beispielsweise der Kfz-Versicherungsvergleich von TopTarif, einer Seite, die nicht nur Autoversicherungen, sondern auch noch andere Tarife vergleicht. Hierbei hat man sich nicht an irgendwelche Versicherungsunternehmen gebunden, um den Service zu finanzieren und realisieren, sondern hinter TopTarif steht die Holtzbrink-Verlagsgruppe, zu der z.B. Wirtschaftsblätter wie das Handelsblatt oder auch der “Zeit”-Verlag gehören.
Der Vorgang zur Ermittlung des für die individuellen Bedürfnisse passendsten Tarifs gestaltet sich ziemlich einfach. Man wird Schritt für Schritt durch einen Fragebogen geleitet, bei dem es um typische Fragen geht, wie z.B. welches Automodell man überhaupt fährt, wo man wohnt, wer das Fahrzeug fährt etc. Anhand der Antworten wird dann zum Schluss der komplette aktuelle Datenbestand an Versicherungsangeboten durchforstet und die Angebote präsentiert, die am ehesten zu der individuellen Situation passen. Wichtig: es werden KEINE Maklergebühren fällig!
Macht doch mal die Probe aufs Exempel und probiert die Seite aus. Es würde mich interessieren, wie viel ihr mit den dort präsentierten Angeboten im Vergleich zu eurer jetzigen Versicherung sparen könnt. Wie habt ihr das bislang eigentlich immer gehandhabt mit der Kfz-Versicherung? Kümmert ihr euch selbst darum oder macht das jemand anderes für euch? Habt ihr schon mal solche Internet-Vergleichsdienste genutzt oder bleibt ihr in der Regel bei der Versicherung eures “Vertrauens”?
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Das hat aber nix mit Sonderkünsigungsrecht zu tun. Es ist der normale Jahreswechel bzw. die fristgerechte Kündigung zum Jahresende.
Man sollte aber nicht immer einfach wechseln, nur weil eine Versicherung gerade mal 50 € im Jahr günstiger ist.
Es kann auch viel einfacher gehen…einfach mal bei der Versicherung anrufen und denen mitteilen das man es günstiger woanders kriegt und ob die eigene Versicherung nicht auch einen solchen Preis anbieten kann. Außerdem wird oft bei den Vergleichsseiten nur die günstigste Versicherung angezeigt, ohne darauf Rücksicht zu nehmen das man eventuell bei Reperaturen auf Vertragswerkstätten zurückgreifen muss. Ist nicht unbedingt schlechter, aber mancher möchte doch lieber zur Werkstatt des Vertrauens gehen.
Oft bekommt man auch günstigere Beiträge raus, wenn man mehrere Versicherungen bei einem Versicherer hat.
Wichtig ist auf jedenfall, jedes Jahr zu vergleichen. Die eigene schon bestehende Versicherung eventuell mit dem neuen Tarifen ausrechnen zu lassen. Oft wird es dann mit dann mit den neuen Tarifverträgen günstiger. Wirkt sich der neue Tarifvertrag eher negativ aus, kann man ja bei dem alten bleiben.
Woher ich das alles weiß? Habe nach der Ausbildung damals bei einem Versicherungsunternehmen gearbeitet und sozusagen im KFZ Geschäft eine befristete Stelle gehabt. War nicht meins, hat mir aber einiges an Wissen in Sachen Versicherungswesen gebracht.
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@Vorstadtprinzessin
Sicherlich hast du Recht, dass man nicht blindlings einfach so seine Versicherung kündigen muss. Solche Vergleiche helfen aber in jedem Fall, ein Gespür für das aktuelle Preisgefälle zu bekommen und mit der derzeitigen, eigenen Versicherung zu verhandeln. Beim im Text verlinkten Versicherungsvergleich handelt es sich -meiner Ansicht nach- übrigens um einen der besseren Sorte, was sich auch dadurch zeigt, dass man im Vorfeld wählen kann, ob man auch bzw. nur Angebote erhalten will von den von dir angesprochenen Versicherungen, die eine Festlegung auf bestimmte Vertragswerkstätten fordern. Zum Schluss wird dann auch nicht nur die günstigste Versicherung angezeigt, sondern mehrere, die den vorgegebenen Punkten entsprechen. Wie gesagt, ideal um sich einen Überblick zu verschaffen. Und wenn die eigene Versicherung dann preislich nicht auf einen zukommt, kann man dort immer noch prima Alternativen wählen
Danke für die Aufklärung und auch den Hinweis auf deine Vergangenheit als Expertin
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Ich habe auch gute Erfahrungen mit dem persönlichen Gespräch gemacht, wie es Vorstadtprinzessin beschreibt. Dadurch konnte ich bei der Auhnahme meiner Tochter in den Vertrag einiges an Geld sparen. Sie hat im Sommer ihren Führerschein gemacht, ist 18 Jahre alt und würde mir die Prämie standardmäßig in die Höhe treiben als Fahrer unter 23, die bisher in meinem Vetrag ausgeschlossen waren. Das war eine ganze Menge mehr, was man mir an Prämie ausgerechnet hatte, wenn ich Fahrer unter 23 mit meinem Auto fahren lassen will und dies die Versicherung decken soll. Durch mein Telefonat bekam ich dann zum gleichen Preis einen neuen Vertrag, in dem Fahrer unter 23 erlaubt sind, wenn sie mit mir verwandt sind. Mit dieser günstigeren Lösung rückte die Gesellschaft aber erst im persönlichen Gespräch heraus.
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Gut das Du mich daran erinnerst, mein Fahrrad fährt nämlich auch schon fast auf den Felgen. Werde mal die Winterreifen aufziehen. Ich habe keine Lust 40 Euro zu zahlen.
Die Versicherung meines Vertrauens behalte ich aber. Von denen gibt es zu Weihnachten immer so schicke Notizbücher mit Kulli.
Grüßchen
copudor
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Leider schaffe ich es fast nie die Winterreifen frühzeitig aufziehen zu lassen. Letztes Jahr hat es dann gerade an dem Tag als ich nen Termin in der Werkstatt deswegen hatte geschneit. Und ich bin mit den Sommerschlappen den Berg nicht hoch zur Werkstatt gekommen….das passiert mir dieses Jahr nicht nochmal
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Hallo Sascha,
hab beim Durchstöbern der Blogs Deinen Artikel gefunden. Danke, dass Du darauf aufmerksam machst die Winterreifen zu wechseln und den damit verbundenen Versicherungsschutz erklärst. Leider habe ich auch diesen Winter wieder feststellen müssen, dass es immer noch so “Spezialisten” gibt, die keine Winterreifen aufziehen und dabei sich und andere in Gefahr bringen.