Backup von Google-Diensten (Mail, Reader, Picasa etc.) – Sicherung leicht gemacht
In letzter Zeit hört man immer häufiger davon, dass Google Nutzerkonten zeitweise oder gar dauerhaft sperrt, wenn die User absichtlich oder auch unabsichtlich gegen Googles Nutzungsbestimmungen verstoßen. Eine Sperrung des Google-Kontos hat zur Folge, dass sämtliche Google-Dienste nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen, sei es nun Google+, GoogleDocs, GoogleMail, GoogleReader, Picasa usw.
Manche Menschen -zu denen auch ich mich zähle- nutzen eine Vielzahl dieser Dienste, da es durchaus Vorteile hat, alle Dienste zentral “unter einer Haube” zu haben, die auch miteinander verknüpft werden können. Aber selbst, wenn man nur einzelne dieser Dienste nutzt, kann einen eine Sperrung empfindlich treffen, wenn persönliche Mails, Daten oder Bilder plötzlich nicht mehr erreichbar sind. Daher ist es wichtig, regelmäßig Backups seiner Online-Daten zu machen. Auch beim unwahrscheinlichen, aber nicht unmöglichen Fall, dass es mal Datenverlust auf Googles Server gibt, kann es nie schaden, entsprechende Sicherungskopien auf dem eigenen Rechner gespeichert zu haben.
Bei den meisten Google-Diensten ist das sogar sehr einfach möglich. Ich möchte euch hier zeigen, wie schnell und einfach man seine diversen Google-Daten erfolgreich als Backup sichern kann. Und für die meisten Sachen benötigt ihr noch nicht einmal spezielle Programme:
1. E-Mails von Google Mail sichern
Ich habe meine kompletten E-Mails online bei Google, damit ich von jedem Rechner der Welt aus darauf zugreifen kann. Eine Sicherung kann erfolgen, indem man Google in den Mail-Einstellungen zunächst den Zugriff via IMAP aktiviert. Zur Sicherung und Archivierung nutze ich dann das kostenlose Programm MailSore Home Portable. Das lädt sich via IMAP eine Kopie der Mails herunter und archiviert sie so, dass ihr sie nach Begriffen durchsuchen könnt. Ihr könnt auch mit wenigen Mausklicks einstellen, dass nur bestimmte Ordner heruntergeladen und archiviert werden sollen – wer muss schon seinen Spam-Ordner sichern? Es findet auch stets ein Abgleich mit bereits gesicherten Mails statt, damit ihr die alten Mails nicht bei jeder Sicherung erneut herunterladen müsst.
2. Sicherung der Kontakte (von Google Mail)
Mein Google Adressbuch synchronisiert ständig mit meinem Android-Telefonbuch. Schon allein deswegen sind regelmäßige Backups Pflicht, damit nicht versehentlich mal wichtige Kontakte beim Synchronisieren verloren gehen. Das ist ganz einfach ohne zusätzliche möglich. In GoogleMail in der Sidebar auf “Kontakte” klicken. Sobald die Auflistung der Kommentare erscheint, einfach auf den Button “Weitere Aktionen” klicken und dort den Punkt “Exportieren” wählen. Nun könnt ihr auswählen, in welchem Format ihr eure Kontakte sichern wollt. Als Google-CSV-Datei, um sie ggf. später wieder in Google problemlos zu importieren, als Outlook-CSV-Datei, um sie in Outlook oder viele andere Programme zu importieren oder als vCard, um die Daten beispielsweise im Apple-Adressbuch zu verwenden.

3. Backup der Google Kalender
Die Google Kalender sind eine praktische Sache, vor allem, wenn man sie mit mehreren gemeinsam nutzt, um Termine zu koordinieren. Aber auch sämtliche Geburtstags-Erinnerungen, die ich früher über zahlreiche Quellen verstreut aufbewahrt habe, sind nun im Google Kalender ordentlich gesammelt. Ein Backup sämtlicher Kalender ist im Handumdrehen angelegt. Geht auf eure Google Kalender-Seite, klickt in der rechten oberen Ecke auf das Zahnrad, um in die Kalender-Einstellungen zu gelangen. Dann auf den Reiter “Kalender” und dort auf den Link “Kalender exportieren” klicken, um eine gezippte Sicherung der Termine herunterzuladen.

4. Sicherung der Dokumente bei Google Docs
Google Docs eignen sich hervorragend, wenn man Dokumente von mehreren Rechnern aus erreichen und bearbeiten möchte oder wenn man mit mehreren Personen an Dokumenten arbeiten möchte. Natürlich muss jeder selbst entscheiden, welche Dokumente er Google da genau anvertraut. Die Sicherung ist allerdings extrem simpel. Einfach in der Dokument-Ansicht die gewünschten Dokumente ankreuzen und dann im Menü auf der rechten Seite den Punkt Download wählen. Ihr könnt dann auch noch auswählen, in welchem Format heruntergeladen werden soll.

5. Abonnements im Google Reader sichern
Der Google Reader ist mein zentraler Feed-Reader. Egal wo ich Feeds lese, bin ich dank dem Google Reader immer up-to-date und muss mich an verschiedenen Rechnern oder dem Smartphone nicht ständig mit alten, schon längst gelesenen Feeds herumärgern. Ich habe meine Feed-Abos nirgendwo anders gespeichert, da ich einfach kein anderes Programm dafür nutze. Umso wichtiger also, regelmäßig meine Liste mit Feed-Abos per Backup zu sichern. Die Sicherung erfolgt beim Google Reader im OPML-Format, welches von zahlreichen Feed-Readern genutzt wird. Auch hierzu einfach im Google Reader auf das Zahnrad in der rechten oberen Bildschirm-Ecke klicken und in den Einstellungen dann auf den Reiter “Import / Export” klicken. Der Rest ist selbsterklärend.

6. Backup der Fotos von Google Picasa
Google Picasa bietet unerschöpflichen Speicherplatz für Fotos, sofern diese eine Kantenlänge von 2.500 Pixeln nicht übersteigen. Also ein idealer Platz, um online seine Fotos zu speichern. Damit die Web-Alben bzw. die Fotos nicht unwiderruflich verloren gehen, falls mal euer Konto gesperrt wird, solltet ihr sie ebenfalls sichern und nicht nur online aufbewahren. Hier findet sich der Download der Picasa-Web-Alben.
7. Sicherung der Daten von Google+ und Google Buzz
Auch die Sicherung der Google+ sowie Google-Buzz-Daten erfolgt über das gerade angesprochene Menü.
8. Fazit
Ihr seht, entsprechende Backups lassen sich schnell, einfach und meist ohne zusätzliche Programme anfertigen. Damit ist man bestens vorbereitet, wenn tatsächlich mal Probleme -welcher Art auch immer- mit Google auftreten sollten.
Nutzt ihr auch Google-Dienste? Wenn ja, welche und warum? Wenn nein, welche Alternativen nutzt ihr und meidet ihr Google ganz bewusst? Und welchen Stellenwert haben hierbei Sicherungskopien eurer Daten für euch? Legt ihr regelmäßig welche an oder hofft ihr, dass schon alles irgendwie gut gehen wird?
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Hi,
interessanter Artikel. Du hast nur zwei Backupmöglichkeit vergessen, einmal die für Blogs bei Blogspot, was ja auch zu Google gehört. Du kannst in den Einstellungen des Blogs den kompletten Blog als XML-Datei exportieren. Die andere ist die Möglichkeit bei Youtube, die Videos die man hoch geladen hat, auch wieder herunter laden kann. Das macht zwar wenig Sinn, wenn man die Originaldateien hat, aber es gibt ja auch Youtuber, die ihre Videos mit der Webcam aufnehmen und dann hat man keine Originaldatei.
Liebe Grüsse,
Michaela
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@Michaela
Hallo Michaela, vielen Dank für deine Ergänzungen. Zu Blogspot konnte ich nichts sagen, da ich den Service nie genutzt habe. Also vielen Dank, dass du zur Vervollständigung beigetragen hast. Schön, dass ich solch aktive Leser habe
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man kann bei picasa auch direkt Tools>bilder sichern…
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Allein schon der Gedanke alles bei einem Unternehmen wie Google “gespeichert” zu haben verursacht bei mir Übelkeit. Nichts dagegen und jeder wie er will, aber gerade was Mails und sonstige offizielle Kommunikation angeht sollte man sich den Luxus einer eigenen Domain inklsuive entsprechender E-mail Postfachs leisten. 12 oder 15 Euro im Jahr sollte man dafür noch irgendwie zusammen kratzen können. So kann ich meine Mails auch von jedem “Rechner der Welt” ansteuern (was der gemeine Internetuser nie im Leben wirklich braucht). Dabei kann ich mir auch IMAP sparen.
Irgendwie vergleiche ich dieses All-Incluvie-Virtual-Life wie die sogenannetn “Kompaktanlagen” früherer Zeiten. Radio, Cassettendeck, Plattenspieler und Verstärker – alles in einem Gerät. Wenn ein Teil mal einen Schaden hatte musste man es komplett einschicken oder zur Reparatur bringen. Mit Einzelkomponenten gab es diese Probleme nie. So ungefähr sehe ich das auch hier. Und gerade was die Geschäftspraktiken von Google angeht – ich hatte mit denen schon einige Sträusse auszufechten, weil dort entweder absolute Hirnis und sonstige Pfeifen sitzen die stur nach “Protokoll” Dienst machen oder ich von Filtern “betreut” werde, die nach amerikanischen Gesetzen arbeiten und europäische Gepflogenheiten nicht erkennen können. Von daher würde ich schon deswegen nie und nimmer alle Dienste von denen nutzen. Zentralisiert bei denen auch noch. Das ist schon fast fahrlässig und wenn jemand dann seine Daten oder gar seinen Account verliert, dann tut mir dieser auch nicht leid.
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@vanilleblau
Ich kann es aber sehr gut verstehen, wenn man nicht all seine Daten einem einzigen Dienst zentral “in den Rachen” werfen mag. Wobei ich da Google nicht unbedingt kritischer betrachte als alle anderen Dienstleister auch. Ich vertraue Google bei Mails also genau so viel und so wenig, wie anderen Mail-Providern und Server-Hostern auch.
Ich hatte anfangs auch diese Widerstände gegen Google und kann sie immer noch nachvollziehen. Dennoch habe ich für mich persönlich entschieden, dass es mir mehr nutzt als schadet, die Dienste zu nutzen. Übrigens habe ich eigene E-Mail-Adressen unter externen Domains, aber selbst die leite ich alle auf GoogleMail um, um dort “alle unter einem Dach” zu haben
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Ich bin zwar bei Google+, aber wenn es weg wäre.. naja, nicht schön, aber keine Katastrophe. Aber den Reader hab ich mir mal gesichert, ohne den wär ich ganz schön aufgeschmissen. Sonst hab ich nichts, wo extern was wäre, was ich sonst nicht hab…denke ich…
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@Miki
Na, das ist doch wirklich noch im überschaubaren Rahmen bei dir, was genutzte Google-Dienste angeht
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Ich nutze nur Google Mail, Reader und sporadisch Google+, bei keinem davon tät’s mir weh, wären die Daten weg oder mein Konto gesperrt. Google Mail aggregiert nur, was ich auch sonst lokal abrufe, einfach, damit ich die Mail-Adressen alle zentral unterwegs einsehen kann. Google Reader ist mir echt nicht so wichtig, die paar interessanten Blogs finde ich auch wieder. Und Google+ nutze ich so gut wie gar nicht und selbst wenn, die Kontakte habe ich in kürzester Zeit wieder, mein +1s können ruhig im Nirvana verschwinden.
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@David
Ah, bin ich also nicht der einzige, der all seine Mails auf einen zentralen GoogleMail-Account umleitet (bzw. in deinem Fall wohl eher kopiert), um sie zentral an einer Stelle zu sammeln. Wie du richtig sagst, ist das gerade unterwegs auf dem Smartphone einfach bequemer, um frisch eingehende Mails im Auge oder wichtige erhaltene Mails immer griffbereit zu haben.
Was die Feed-Abos angeht, hat sich da bei mir im Laufe der Zeit einiges angesammelt. Vor allem ist das ziemlich strukturiert nach diversen Themen in Unterordnern einsortiert bzw. mit Tags versehen. Selbst wenn ich mich an die wichtigsten Abos noch erinnern würde, wäre es mir viel zu lästig, die wieder alle passend einzusortieren. Aber schon interessant, wenn man so liest, wie jeder Feeds anders nutzt bzw. ihnen andere Bedeutung zuweist. Während die für mich einen hohen Stellenwert haben, scheinen sie bei dir ja eher unwichtig zu sein. Darf ich annehmen, dass du vermehrt über SocialNetworks und / oder News-Aggregatoren auf neue und möglicherweise interessante Artikel auf anderen Blogs und Webseiten aufmerksam wirst und daher nicht so stark auf Feeds fokussiert bist?
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Interessanter Ansatz. Da ich alles synchronisiere mit meinem Mailprogramm und dem iPhone backupe ich die Daten permanent. Sollte Google mal die Pforten für mich schließen so habe ich alles 1:1 noch auf dem iPhone und kann mit Mobile Me oder anderen Diensten syncen.
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@Schiffblogger
So ist das natürlich auch eine Möglichkeit. In jedem Fall ist es nur wichtig, dass man überhaupt etwas in die Richtung unternimmt und dann auch weiß, wie man mit den Backups umgeht
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Sehr guter Beitrag.
Bezüglich der IMAP Sicherung gibt es noch das Programm IMAP-Backup. Mit diesem Tool habe sehr gute Erfahrungen gemacht.
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Gut, wenn GoogleMail wirklich mal weg wäre, hätte ich in der Tat ein kleines Problem. Denn ich nutze diesen Account nur noch per IMAP und mittlerweile sind dort auch meine ganzen alten privaten Mails draufgespeichert (seit anno 2004) und wenn die mal weg wären: Es wäre schon sehr schade.
Andererseits: Dann ist es halt weg.
Der große Vorteil bei Googlemail: Ich hab ewig viel Speicherplatz.
Mit dem Adressbuch ist es dann eher wieder was anderes. Da sollte ich mal anfangen regelmäßig mal meine Kontakte zu sichern. Da habe ich bei Wechseln von Handys (damals Nokia, dann Sony Erricson, wieder Nokia und dann eben das iPhone) mehr Probleme gehabt. Aber andererseits könnte man ja auch mal hergehen und eine externe Liste machen.
Der Kalender: Joa gut, da speicher ich zwar meine Termine ab, aber da hält es sich in Grenzen. Die wichtigen Termine habe ich auch noch irgendwo auf Papier oder da würden sich meine Freunde eher beschweren.
Danke für den Tipp: Vielleicht sollte ich also doch mal meine Mails auf nem externen Dienstleister (mein Hoster: df.eu) verwalten? Oder die Kontakte nicht mehr synchronisieren? Ich find Google aktuell ganz brauchbar und bisher machen die mir auch keine Angst. Ich nutz einfach die Dienste und mecker einfach nicht so viel herum und Google+ ist mir eigentlich mehr oder weniger egal.
Aber ein Backup kann ja nie schaden. Danke für den Tipp.
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[...] Screenshots. Und ich fragte mich: “Hat er es bei mir gelesen?” Vermutlich nicht, denn einige haben darüber gebloggt und Caschy macht nicht den Eintrag vor Backlinks Angst zu haben. Als ich den Beitrag las, [...]
[...] iPad klappt problemlos. Obwohl alles reibungslos funktioniert, mache ich natürlich regelmäßig Backups von GoogleMail, um im Fall der Fälle dennoch offline alle Mails zur Hand zu [...]