Mit Gefühl, aber ohne Mitgefühl
Auf der Arbeit standen wir neulich in Kontakt mit einem Hersteller, dessen Produkte wir künftig eventuell verkaufen möchten. Da wir die Waren zum Großteil über das Internet verkaufen, ist es natürlich zwingend notwendig, dem potentiellen Käufer das Produkt so gut wie möglich zu beschreiben, da er es ja nicht -wie im Laden- in die Hand nehmen kann. Neben den verwendeten Materialien, anschaulichen Produktfotos und Größenangaben spielt da selbstverständlich auch das Gewicht eine Rolle. Zudem ist das Gewicht wichtig, wenn es um die Kalkulation der Preise und Mengenrabatte geht, da sich die Transportkosten bekanntermaßen ebenfalls am Gewicht orientieren.
Nun saßen wir vor den uns zur Verfügung gestellten Katalogen und wälzten die Datenblätter. Doch weit und breit waren keine Gewichtsangaben zu finden. Also trat Plan B in Kraft: wenn der Hersteller selbst über eine ausführliche Website verfügt, auf denen er seine Produkte präsentiert, dann wird dort doch sicherlich auch das Gewicht zu finden sein – dachten wir. War aber nicht so. Auch in einschlägigen Produktdatenbanken war nichts zu finden.
Während das bei Produkten der Konkurrenz nie ein Problem darstellte, mussten wir somit gezwungenermaßen unseren Kontaktmann beim Hersteller “belästigen”, um an die Gewichtsangaben zu kommen.
Aber selbst dieses Telefonat brachte keine sofortige Lösung. Besagter Kontaktmann gab uns gegenüber an, dass man gar keine solchen Listen über die Gewichte der Produkte führe. Stattdessen wird nun extra für uns eine solche Liste angefertigt!
Meine Kollegin reagierte auf diese Auskunft etwas verwundert und fragte in dem Zusammenhang höflich nach, wie denn im Versand des Herstellers in der Vergangenheit mit dem Thema “Gewicht der Produkte” umgegangen worden sei. Die erstaunliche Antwort: “Die Leute dort in der Versandabteilung haben die Gewichte alle im Kopf.”
Ok, wenn man täglich mit den gleichen Produkten zu tun hat, hat man sicherlich mit der Zeit eine gewisse Erfahrung. Aber ob man deshalb auch die Gewichtsangaben von mehreren hundert(!) verschiedenen Artikeln auswendig kennt? Und selbst dann müssen die Waren doch irgendwann zum ersten mal gewogen worden sein… aber vielleicht strotzen die Jungs dort auch einfach vor so viel Erfahrung, dass die das Gewicht mit fachmännischem Blick aufs Gramm genau schätzen können
Foto: Benjamin Klack / pixelio.de
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Gabs da nicht mal eine Wette bei “Wetten dass… ?” bei der ein Mann den Inhalt eines angefutterten Joghurtbechers durch Sichtprüfung aufs Gramm genau ermittelt hat ?
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@Doc Schmock
Da gibt es inzwischen ja richtig abgefahrene Geschmacksrichtungen^^
Also ich hätte ja bei manchen Joghurts sogar Probleme, anhand einer Geschmacksprobe die richtige Geschmacksrichtung herauszufinden
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Die Hersteller scheinen allgemein nicht mehr so gern mit technischen Daten rauszurücken bzw. sie irgendwo vorzuhalten. Dabei wäre das doch in den Zeiten des Internet so eine einfache Sache.
Und ich meine damit etwas umfangreichere Daten als die, die man unbedingt in Bedienungsanleitungen angeben muß damit man notwendige Wartungen für den laufenden Betrieb vornehmen kann. (Tankinhalt, Zweitaktöl) Evtl. stehen noch Maße und Gewichte dort. Im Gegensatz zu deinem Fall…
Hintergrund dieses Meckerei ist, daß ich nirgendwo konkrete Daten z. B. für die Füllmenge von Getriebeöl bekommen und die selbst in den einschlägigen Foren anscheinend nicht bekannt sind.
Gut… der normale Kunde wird sein Fahrzeug in die entsprechende Werkstatt bringen. Aber wenn ich den Ölwechsel selber machen möchte ?
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@Gucky
Oh ja, Öl ist eh so eine Sache für sich. Zwar hat mein Wagen eine Anzeige, die blinkt, sobald das Öl zu neige geht. Wie mir aber ein Service-Techniker hinter vorgehaltener Hand inoffiziell, jedoch mit Nachdruck, mitteilte, ist es -sobald das Lämpchen anfängt zu blinken- eigentlich schon zu spät. Da fragt man sich auch, warum man das Messgerät nicht anders einstellt. So muss ich trotzdem in unregelmäßgen Abständen das Öl ganz “klassisch” kontrollieren