Alle Angaben ohne Gewehr, aber mit Schirmchen
Im Vergleich zu Deutschland ist der Umgang mit Waffen in Amerika durchaus als “lockerer” anzusehen. Zwar gibt es auch in den USA beim Waffenrecht Regeln und natürlich läuft auch nicht jeder Amerikaner bis an die Zähne bewaffnet über die Straße. Dennoch nimmt man es dort beim Thema Waffen längst nicht immer so streng, wie das hierzulande meist der Fall ist.
Ich kann mich da beispielsweise an die Erzählungen meines Onkels erinnern, der während seines Wehrdienstes auch mal an einer NATO-Übung teilnehmen konnte und für die Ausgabe der Munition eingeteilt war. Bei der Bundeswehr wurde über jede ausgegebene, abgefeuerte und nach der Übung zurückgegebene Munition akribisch Buch geführt, da ist alles abgezählt. War zu meiner Zeit auch noch der Fall und ist es wahrscheinlich bis heute. Anders lief das bei den amerikanischen Soldaten. Die bekamen eine Tonne hingestellt, die gefüllt mit Munition war. Jeder ging daran vorbei und nahm sich eine volle Hand Patronen zum Aufmunitionieren.
Aber egal, wie locker die Ansichten mancher Amerikaner im Hinblick auf Waffen auch immer sein mögen, ich könnte mir vorstellen, dass sogar diese Leute plötzlich mal kurz stutzig werden, wenn ihnen auf offener Straße jemand mit dem folgenden “Gadget” über den Weg läuft:

Richtig gesehen, hierbei handelt es sich um Regenschirme, die optisch auf den ersten Blick wie (eingewickelte) Gewehre wirken. Gefunden habe ich das auf Crunchgear und kaufen kann man den wohl ab 19 US-Dollar hier.
Ob man da wohl in Zeiten, in denen überall eine fast schon hysterische Angst vor Terror-Anschlägen und Amok-Läufen existiert, wohl seinen Spaß hat, wenn man mit einem solchen Schirm die U-Bahn betritt? Oder in der Schule auftaucht? Auch als Besucher einer Bank stelle ich mir einen solchen Schirm eher kontraproduktiv vor, oder?
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An sich eine gute und lustige Idee, allerdings denke ich auch das in der heutigen Zeit ein solches “Auftreten” eher auf den Unmut stößt.
Wenn man mit diesem Gadget unterwegs ist, muss man ja fast Angst haben direkt erschossen zu werden.
Eine interessante Story die du bezüglich der Waffen bzw Munitionausgabe erzählt hast. Ich denke teilweise bestätigen sich da gewisse “Vorurteile”
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@CONeal
Zumindest was den Umgang mit Munition bei der Bundeswehr angeht, kann ich das aus meiner Grundwehrdienstzeit bestätigen. Bürokratie wird in Deutschland halt groß geschrieben
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Um den Menschen die Panikmache mal unter die Augen zu reiben ist das sicher ganz praktisch. Aber vom Stil gefiel mir vor einigen Monaten das “Samureischwert” besser.
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@Tom
Hab ich das jetzt richtig verstanden? Es gibt Regenschirme in Samuraischwert-Optik? Hast du zufällig einen Link parat?
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Hier mal ein Link zum Katana-Schirm für 6000 Yen.
http://www.tozandoshop.com/Katana_Umbrella_p/136-meitobk.htm
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@Tom
Danke für den Link. Der Schirm sieht ja gar nicht mal so übel aus. Finde ich optisch “wertiger” als den von mir vorgestellten Gewehr-Schirm. Ist natürlich Geschmackssache.
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Ich kann Tom nur zustimmen. Man kann damit den Menschen wirklich mal diese Panikmache vor Augen halten. Ist auch so wirklich ne coole Idee, da siehts nich so aus als würde man “nur” nen Schirm immer mit rumtragen.
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@Jens
Nur muss man wahrscheinlich bei all der Panik wirklich aufpassen, dass die Stimmung nicht zu sehr kippt, sonst muss man zuletzt vielleicht selbst in Panik geraten, weil eine aufgebrachte Meute einen lynchen will^^
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So tolerant die USA mit Waffen auch ist, aber Gewehre offen mit sich rumtragen ist selbst nicht mal in Texas erlaubt. Höchstens in Alaska vielleicht bei der Elchjagd.
Möglicherweise wird man sogar eher in Amerika mit solch einem Schirm gleich über den Haufen geballert. Terror-Angst und so^^
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@Dragonlover
So genau kenne ich mich mit der Waffengesetzgebung der USA nicht aus. In der Großstadt stelle ich es mir aber in der Tat “schwierig” vor, wenn man mit einem vermeintlichen Gewehr auf dem Rücken herum rennt. Andererseits, wenn man Filmen auch nur ansatzweise ein klein wenig trauen darf, dann scheint das in ländlichen Gegenden schon wieder ganz anders auszusehen. Da gibt es doch kaum einen Film und kaum eine Serie, wo die Farmer nicht ein Gewehr über der Tür hängen oder im Pickup liegen haben… wahrscheinlich wegen der Wölfe
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Klasse Idee. Solange es nicht eine Regenjacke ist, die zusammengerollt und umgebunden wie ein Sprebgstoffgürtel aussieht
Gruß
Fulano
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@Fulano
Oha, so eine Regenjacke wäre doch mal was. Vermutlich könnte man damit in der U-Bahn immer prima einen Sitzplatz bekommen, weil es ganz plötzlich viel leerer wird^^
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Ich mag keine Waffen, auch nicht, wenn sie nur so tun, als ob sie welche wären…
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@Ulf
Bezieht sich das grundsätzlich auf Waffen oder nur solche, die zumindest realistisch aussehen? Genauer gefragt: magst du neben “normalen” Waffen und solchen, die so aussehen, auch keine Wasserpistolen und ähnliches oder geht deine Abneigung dann doch nicht sooo weit.
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Kein Wunder, das fast jeder in den Staaten rumschießt, wie es ihm gerade in sein Ego bzw. der verletzten Eitelkeit passt, wenn die Munition achtlos in die “Masse” geworfen wird, wundert einem doch nichts mehr! Tztztzt
Lieben von-mir-aus-braucht-es-keine-Waffen-zu-geben-Gruß
Erdbeere
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@Erdbeere
Waffen gehören wohl leider zum Menschen irgendwie dazu. Seit es Menschen gibt, haben sie Gegenstände gesucht, die sie als Waffen nutzen konnten… und sei es nur zur Nahrungsjagd. Von daher vermute ich, werden wir wohl niemals eine Abschaffung von Waffen erleben – zumal man ja auch viele harmlose oder nützliche Dinge als Waffe nutzen kann.
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Da die USA aber ein rel. junger Staat sind und aus ihrer Geschichte heraus (Einwanderer, die sich gegen “böse Indianer” verteidigen mussten) schon immer eine Knarre mit sich führten, haben sie ein recht unbefangenes Verhältnis zu Waffen. Da wird schon mal jemand mit dem Gewehr bedroht, wenn er “unrechtmäßig” den Vorgarten betritt. Dass die das bis in die heutige Zeit bewahrt haben, ist mehr als grenzwertig. Komischerweise haben ihre Nachbarn, die Kanadier, nicht diese Allüren, obwohl ihre Geschichte ähnlich verlief. In Kanada sind die Waffengesetze ähnlich wie in D.
Aber der US-Amerikaner findet es wohl saucool, mit der Knarre in der Hand und der dicken Zigarre im Maul vor dem PickUp zu posieren…Macht und so… :-/
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@Martin
Da dieses Recht, eine Waffe tragen zu dürfen, eben noch aus der Anfangszeit stammt und ja -wenn auch nicht unumstritten- verfassungsrechtlich verbrieft ist, schätze ich, dass sich daran auch in absehbarer Zeit nix ändern wird. Wenn man bedenkt, dass es mittlerweile über 20.000 Gesetze zum Waffenbesitz in den USA gibt, merkt man, wie wichtig das Thema “dort drüben” zu sein scheint.
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@Sascha
Tatsächlich ist es, wie du sagst, natürlich erlaubt ein Gewehr im Wagen, im Haus oder gar unter einem Trenchcoat (Man erinnert sich da an zwei Schüler…) quasi “verdeckt” bei sich zu haben. Aber offen tragen darf man nur Pistolen. Also Kleinkaliber. Aber jeder Bundestaat hat natürlich andere Gesetze.
Texas hatte ich als Beispiel sogar bewusst gewählt, weil man dort überhaupt keine Waffen offen tragen darf. Ausgerechnet im Land des Wilden Westens. Eigenartig nicht wahr?
ABER, und jetzt kommt das Kuriose: Seit 2006 darf man dort per Gesetz, wenn man sich bedroht fühlt, einen Angreifer sofort und straffrei erschießen.
Also erst schießen und dann fragen stellen….ich glaub da kommt der Regenschirm nicht so gut.
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@Dragonlover
Danke für die “Aufklärungsarbeit”. Wirklich interessante Details, von denen du da berichtest. Bei Texas hätte ich in der Tat nicht erwartet, dass man dort eine Waffe nicht offen mit sich führen darf. Aber da man sich ja dauernd bedroht fühlen kann, hätte man dann ja doch wieder das Recht, die Waffe dauernd gezogen zu halten
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Das erinnert mich irgendwie an die Zeit des Kalten Kriegs. Ich weiss jetzt nicht mehr obs nur ein Film war oder das auch im echten Leben mal passiert ist, das mittels Regenschirm eine mit Gift präparierte Metallkugel auf einen Gegnerischen Agenten geschossen wurde.
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Das ist, so weit ich mich erinnere, wirklich passiert. Irgendein Agent in Osteuropa war betroffen. Passt aber auch in jeden Agentenfilm und ist dir bestimmt dort auch schon mal begegnet.
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@Symm
Ich glaube es war ein Film… jedenfalls kommt mir das auch irgendwie bekannt vor
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@HansdasJo
Was? Das ist tatsächlich passiert?? Dann hat sich der Drehbuchautor da sicherlich von inspirieren lassen, denn wenn überhaupt kenne ich die Szene aus einem Film, sonst hätte ich das nicht vergessen^^
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Jein, also nach meinem Wissen, war die Kugel irgend ein Zeug was sich im Körper auflöst und den vergiftet. Ich sag einfach mal Polonium, bin mir aber nicht sicher. Und sie wurde nicht verschossen sondern eher gespritzt. Schirmspitze auf den Fuß des Opfers gestellt und gepiekst.
Aber wir wollen es ja nicht übertreiben, es geht schließlich nur um Regen!
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Also ich hatte irgendwie ein Bild von einer Metallkugel mit Einbuchtungen in Erinnerung, also ähnlich eines Golfballs und in diesen Einbuchtungen ist das Gift…
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Ich sehe schon, hier gäbe es genug Experten, falls man beim BND mal neue Ideen bräuchte
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Ich empfehle als korrespondierendes Gegenstück für schönes Wetter folgenden wehrhaften Stock: http://uncrate.com/stuff/sword-canes/
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@Doc Schmock
Ich glaube, so etwas in der Art hatte Otto Graf Lambsdorff auch mal, oder? Der hat damals -wenn ich mich recht entsinne- sogar juristischen Ärger deswegen bekommen. Wobei ich auch schon genug Rentner mit Stock gesehen habe, die allein mit einem “normalen” Gehstock schon ausreichend Schaden anrichten können
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@Sascha. Stimmt, kenn ich auch – mir hat den mal einer raufgehauen -> grrr. Und Autos zerkratzen, weil sie am Bürgersteig stehen, hab ich auch schon gesehen. -> militante Rentner, sag ich da nur.
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@Schmocken
Jau, auch an Supermarktkassen immer wieder ein gerne eingesetztes Instrument, um sich einen unlauteren Vorteil in der Schlange zu verschaffen^^
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Dennoch ist mir der Zugang zu Waffen in den USA, für die dort wohnenden Menschen, zu Hürdenfrei. Sicherlich gibt und gab es immer Waffen, aber ich ein Recht auf eine Waffe, das geht mir zu weit
Lieben frisch-draußen-Gruß
Erdbeere
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@Erdbeere
Wie gesagt, ich bin auch kein Fan von den Dingern. Und wenn man es genau nimmt, gibt es inzwischen ja auch in den Vereinigten Staaten nicht gerade wenige Menschen, die dem uneingeschränkten Waffenrecht dort skeptisch gegenüberstehen. Aber wenn etwas so tief verwurzelt ist, ist es selbst mit guten Argumenten gar nicht so leicht, dagegen anzugehen. Ist ungefähr so wie wenn jemand hierzulande wieder versucht, ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen durchsetzen zu wollen – obwohl man kaum noch wo wirklich schnell fahren kann (ist ja eh meist zu viel Verkehr und Stau auf den Autobahnen) gehen da sofort Vereine, Verbände und Fahrer auf die Barrikaden
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Ich sehe mich jetzt schon mit dem Regenschirm in der Stadt laufen, die Gespräche hinter mir und die etlichen Polizeikontrollen. Wenn nicht sogar jemand direkt die Polizei ruft und ich mir noch eine Strafe einheimse…
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@DanielB
Wäre wirklich mal interessant zu erfahren, ob das hierzulande als Erregung öffentlichen Ärgernisses gewertet würde, weil man es mit so einem provokanten Schirm ja “drauf anlegt” entsprechend aufzufallen und ein Missverständnis herauf zu beschwören… so oder so ähnlich könnte ich mir jedenfalls die Argumentation vorstellen