Archiv für Juni, 2011

Alle Angaben ohne Gewehr, aber mit Schirmchen

GewehrschirmIm Vergleich zu Deutschland ist der Umgang mit Waffen in Amerika durchaus als „lockerer“ anzusehen. Zwar gibt es auch in den USA beim Waffenrecht Regeln und natürlich läuft auch nicht jeder Amerikaner bis an die Zähne bewaffnet über die Straße. Dennoch nimmt man es dort beim Thema Waffen längst nicht immer so streng, wie das hierzulande meist der Fall ist.

Ich kann mich da beispielsweise an die Erzählungen meines Onkels erinnern, der während seines Wehrdienstes auch mal an einer NATO-Übung teilnehmen konnte und für die Ausgabe der Munition eingeteilt war. Bei der Bundeswehr wurde über jede ausgegebene, abgefeuerte und nach der Übung zurückgegebene Munition akribisch Buch geführt, da ist alles abgezählt. War zu meiner Zeit auch noch der Fall und ist es wahrscheinlich bis heute. Anders lief das bei den amerikanischen Soldaten. Die bekamen eine Tonne hingestellt, die gefüllt mit Munition war. Jeder ging daran vorbei und nahm sich eine volle Hand Patronen zum Aufmunitionieren.

Aber egal, wie locker die Ansichten mancher Amerikaner im Hinblick auf Waffen auch immer sein mögen, ich könnte mir vorstellen, dass sogar diese Leute plötzlich mal kurz stutzig werden, wenn ihnen auf offener Straße jemand mit dem folgenden „Gadget“ über den Weg läuft: [Weiterlesen…]

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35 Kommentare - Und was hast du zum Thema zu sagen?
geschrieben von Sascha am 29. Juni 2011 um 08:58 Uhr

abgelegt in: gemischt

Der BH für Nerd-Freundinnen: der NES-Bra

Mein „digitales Leben“ fing mit ATARI an. Meine erste Konsole war ein ATARI VCS 2600, der noch genauso im Keller auf seine Wiederauferstehung wartet wie mein erster Computer, ein ATARI 600 XL. Doch direkt danach begann meine Begeisterung für Nintendo. Vor dem Super NES, welches ich viele Jahre besaß, hatte ich auch einige Jahre das „Vorgänger-Modell“, das Nintendo Entertainment System – kurz NES.

Im Gegensatz zum abgerundeten Design des Super NES war das NES noch sehr klobig und eckig. Das traf sowohl auf die Konsole selbst, als auch auf den Controller zu. Wie der aussah, könnt ihr euch in einem alten Artikel von mir gerne ansehen. Warum ich das alles erzähle? Weil ich jetzt auf ein echt „nerdiges“ Gadget gestoßen bin, welches das Design des alten NES-Controllers auf eine Weise aufgreift, dass man(n) gerne noch mal zu diesem Controller greifen möchte: [Weiterlesen…]

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geschrieben von Sascha am 27. Juni 2011 um 08:52 Uhr

abgelegt in: Fundstücke, Lustiges, Spiele

Mit Gefühl, aber ohne Mitgefühl

WaageAuf der Arbeit standen wir neulich in Kontakt mit einem Hersteller, dessen Produkte wir künftig eventuell verkaufen möchten. Da wir die Waren zum Großteil über das Internet verkaufen, ist es natürlich zwingend notwendig, dem potentiellen Käufer das Produkt so gut wie möglich zu beschreiben, da er es ja nicht -wie im Laden- in die Hand nehmen kann. Neben den verwendeten Materialien, anschaulichen Produktfotos und Größenangaben spielt da selbstverständlich auch das Gewicht eine Rolle. Zudem ist das Gewicht wichtig, wenn es um die Kalkulation der Preise und Mengenrabatte geht, da sich die Transportkosten bekanntermaßen ebenfalls am Gewicht orientieren.

Nun saßen wir vor den uns zur Verfügung gestellten Katalogen und wälzten die Datenblätter. Doch weit und breit waren keine Gewichtsangaben zu finden. Also trat Plan B in Kraft: wenn der Hersteller selbst über eine ausführliche Website verfügt, auf denen er seine Produkte präsentiert, dann wird dort doch sicherlich auch das Gewicht zu finden sein – dachten wir. War aber nicht so. Auch in einschlägigen Produktdatenbanken war nichts zu finden.

Während das bei Produkten der Konkurrenz nie ein Problem darstellte, mussten wir somit gezwungenermaßen unseren Kontaktmann beim Hersteller „belästigen“, um an die Gewichtsangaben zu kommen. [Weiterlesen…]

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geschrieben von Sascha am 24. Juni 2011 um 08:54 Uhr

abgelegt in: Job & Beruf

Hat in München nun die totale Überwachung begonnen?

AutoparkplatzDie geplante Vorratsdatenspeicherung dürfte inzwischen jedem, der im Internet unterwegs ist, ein Begriff sein. Hierbei geht es darum, dass bestimmte Telefon- und Internetverbindungsdaten aller in Deutschland lebenden Personen für einen bestimmten Zeitraum, z.B. für 6 Monate, aufgezeichnet werden sollen. Sinn der Sache soll sein, die Kommunikationsdaten und Kommunikationswege von Leuten, die sich in irgendeiner Weise verdächtig machen, durch die auf Vorrat gespeicherten Daten besser aufschlüsseln zu können, um ggf. auch weitere, erhärtende Beweise für den Verdacht zu finden.

Das Problem an der Sache ist zum einen, dass nie ausgeschlossen werden kann, dass die Daten -wenn sie erst einmal erhoben sind- nicht auch zur Aufklärung kleinerer Straftaten und oder gar zu gänzlich anderen Zwecken herangezogen werden, der Bürger gegenüber dem Staat also zum gläsernen Bürger werden könnte. Ein weiteres Problem ist, dass die Daten verdachtsunabhängig erhoben werden, also schon zu einem Zeitpunkt, an dem man noch gar nicht verdächtig ist. Das ist rechtlich ein extrem heikler Punkt. Man stelle sich vor, das wäre in anderen Bereichen ebenfalls so geregelt und die Polizei könnte ohne Anfangsverdacht „einfach mal so“ eine Hausdurchsuchung vornehmen. Der Aufschrei der Empörung wäre groß.

Doch warum erzähle ich das alles? Weil gläserne Bürger und verdachtsunabhängiges Vorgehen nicht auf das Internet beschränkt sind, sondern -zumindest in Bayern- auch längst Einzug in den realen Alltag gehalten zu haben scheinen. [Weiterlesen…]

18 Kommentare - Und was hast du zum Thema zu sagen?
geschrieben von Sascha am 22. Juni 2011 um 08:54 Uhr

abgelegt in: Recht & Politik

Wie die „Welt“ mit kleinem Rechentrick eine ganze Aussage auf den Kopf stellt

Vor ein paar Tagen erschien auf der Online-Plattform der „Welt“ unter der Überschrift „Tierfutter: Deutsche servieren Haustieren den letzten Fraß“ ein Artikel, in welchem man sich kritisch mit der Qualität von Tierfutter und den ganzen Nahrungszusätzen, die dem Futter inzwischen von der Industrie beigemischt werden, auseinandersetzte. Eigentlich hätte das von der Thematik her ein spannender Artikel mit interessanten Denkanstößen werden können.

Doch bereits der erste Satz ließ mich stark an der Qualität des Artikels zweifeln, begann der Artikel doch mit den Worten „Die Deutschen geben dreimal mehr für Haustierfutter aus als für Babynahrung.“ Im vierten Absatz wird dieser Bereich noch einmal aufgegriffen: „Niemand ernährt seine Haustiere so teuer wie die Deutschen. Etwa 2,6 Milliarden Euro gaben sie 2010 für Tierfutter aus, dreimal so viel wie für Babynahrung.“

Die Botschaft, die mit diesen Worten vermittelt werden soll, liegt auf der Hand: [Weiterlesen…]

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geschrieben von Sascha am 20. Juni 2011 um 08:48 Uhr

abgelegt in: gemischt

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