Dreister Fahrradklau: Diebe mit Nerven aus Stahl
Manche Diebe werden wirklich immer dreister! Meine bessere Hälfte hat mehrere Geschwister, unter anderem einen Bruder. Der lebt mit seiner Freundin in Köln und beide durften am vergangenen Wochenende Zeugen dieser Dreistigkeit werden.
Köln ist ja durchaus eine Fahrrad-Stadt. Nicht nur die vielen Studenten sind dort gern und oft mit dem Rad unterwegs, auch die sonstigen Kölner wissen oftmals den Drahtesel zu schätzen, da man damit meist schneller am Ziel ist als mit dem Auto. Während der Radfahrer schon sein Eis isst, steht der Kölner Autofahrer noch im Stau oder sucht einen Parkplatz. So verwundert es dann auch nicht, dass vor vielen Wohnhäusern entsprechende Ansammlungen von Fahrrädern zu finden sind. So auch beim Bruder meiner besseren Hälfte und dessen Freundin.
Während er sein Rad häufig im Keller aufbewahrt, da ihm irgendein Scherzkeks bereits häufiger die Reifen aufgestochen hat, hatte sie mit solchen Problemen nie zu kämpfen. Auch die sonstigen Nachbarn sind davon verschont geblieben, weswegen auch deren Räder draußen angebracht waren. Natürlich entsprechend mit Schlössern gesichert.
Nun begab es sich am frühen Samstag Morgen, dass besagte Freundin wach wurde, weil sie merkwürdige Geräusche von draußen hörte. Ein Blick aus dem Fenster offenbarte dann gleich die Situation:
Sie sah, wie sich irgendwelche Gestalten draußen an den Fahrrädern zu schaffen machten. Sie verlor keine Zeit, weckte erst ihren Freund und rief -während er sich schnell was anzog und nach draußen rannte- die Polizei. Er lief sofort nach draußen und auf die Gestalten zu. Als man ihn bemerkte, warf man ihm ein Rad entgegen und verschwand schnell in den naheliegenden Sträuchern. Kurz darauf traf dann auch die Polizei ein. Zu Fuß! In unmittelbarer Nähe befindet sich nämlich eine Polizeistation.
Es stellte sich dann recht schnell heraus, dass das Rad der Freundin verschwunden war… wahrscheinlich war es schon vorher abtransportiert worden. Auch an einem Rad einer Nachbarin hatte man sich scheinbar zu schaffen gemacht. Da es sich um ein teures Rad handelte, war es eigentlich mit drei Schlössern gesichert, von denen zwei jedoch schon geknackt waren.
Die Polizei nahm dann erst einmal alles auf und ging nach einer ganzen Weile mit der Freundin auf die Wache, um den Papierkram zu erledigen. Glücklicherweise hatte sie ihr Fahrrad damals bei ihrer Hausratsversicherung genau für solche Fälle mit versichern lassen, benötigte daher aber auch entsprechende Dokumente von der Polizei. Als sie von der Wache wieder zurück kam, konnte sie den seltenen Anblick erleben, dass die Hauswand frei war, denn die übrigen Hausbewohner waren scheinbar informiert worden und hatten ihre Fahrräder rein geholt und in die Keller gesetzt… dachte sie!
Dem war aber nicht so! Stattdessen hatten die Diebe scheinbar ganz dreist in der Nähe gewartet bis die Polizei verschwunden war. Und obwohl die Wache ganz in der Nähe ist und die Gefahr groß war, durch einen möglicherweise durch die ganze Unruhe aufgewachten Nachbarn entdeckt zu werden, waren die Diebe noch einmal an den Ort des Geschehens zurückgekehrt und hatten in aller Seelenruhe alle(!) übrigen Fahrräder abtransportiert.
Nun kann man natürlich darüber streiten, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, alle Nachbarn ausdrücklich über den versuchten Diebstahl zu informieren, damit diese ihre Fahrräder hätten in Sicherheit bringen können. Andererseits schien die Situation geklärt bzw. die Gefahr gebannt. Da überlegt man es sich zweimal, ob man Leute noch weit vor 6 Uhr morgens an einem Samstag aus dem Bett klingeln will, nur um Bescheid zu geben, dass da eben Fahrraddiebe unterwegs waren, die jetzt aber erst einmal vertrieben wurden.
Wie hättet ihr in der vorliegenden Situation gehandelt? Hättet ihr gedacht, dass die Jungs so dreist sind und noch einmal zurückkommen? Seid ihr vielleicht selbst einmal Opfer oder Zeuge eines dreisten Diebstahls geworden?
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
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Ach wer kennt es nicht, oder wem wurde das Rad denn noch nicht geklaut. Diese Jungs sind sowas von dreist!!! Hab es selbst erlebt.
Mich haben solche Leute soweit gebracht, dass ich mir kein teures Fahrrad mehr kaufe.
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@Martin
Das schützt dann zwar meist auch nicht vor dem Diebstahl, macht aber den Verlust sicherlich etwas erträglicher. Versicherst du dein Rad denn?
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Das ist wirklich krass und ich hätte genauso reagiert wie der Bruder von deiner besseren Hälfte. Dass die tatsächlich nochmal wieder kommen und ihre “Arbeit erledigen” da konnte man einfach nicht davon ausgehen, da dies ein gesunder Menschenverstand nicht tun würde.
Aber da so Leute nicht richtig ticken, kann man natürlich auch nicht wissen, was die tun werden und daher konnte man davon nun wirklich nicht ausgehen.
Schade und traurig, dass es solche Geschichten immer wieder gibt.
Dennoch einen angenehmen Start in die Woche und alles Gute,
Alex
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@Alex
Für die Freundin des Bruders ist es ja noch halbwegs glimpflich abgelaufen, da sie das Rad versichert hat. Insofern wird ihr Start in die Woche sicherlich gut ablaufen… wie das bei einigen Nachbarn ausschaut, weiß ich jedoch nicht. Manch einer spart sicherlich an einer Versicherung.
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Das ist echt krass. Dreist ist da ja noch unter trieben … Aber damit hätte sicher niemand gerechnet, dass die noch mal wiederkommen. Hätte sicher genau so gehandelt.
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@Jens
Da muss man wirklich eiskalt sein. Die haben ja nicht nur die Nummer nach dem ersten Fehlschlag einfach fortgesetzt, sondern das halt auch wirklich in direkter Nähe zur Polizei durchgezogen. Hätte ich nie gewagt… ich wäre wohl ein schlechter Krimineller
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Frechheit siegt, heisst es. Ich wäre aber auch nicht zu allen Nachbarn gelaufen um diese darüber zu verständigen. Wozu auch? Ehrlich gesagt, wenn man bei mir vor 6 Uhr morgens läuetet um mich darüber zu “informieren”, dann frage ich denjenigen ob er nicht ganz dicht ist um mich deswegen aus der Kiste zu holen
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@vanilleblau
Ich denke, so hätte sicherlich die große Mehrheit reagiert… oder wäre gar nicht erst zur Tür gegangen. Wenn der Typ vor der Tür dann nicht gerade darüber berichtet, dass das Haus brennt, könnte es hässlich werden
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Das scheinen Profis mit Erfahrung gewesen zu sein. Andere hätten, wenn sie so bemerkt worden wären oder gar bei dem Auftauen der Polizei ganz schnell das Weite gesucht.
Das erinnert mich an eine Sache hier bei mir in der Nähe von Braunschweig, ist aber schon min. 10 Jahre her. Da sind die Diebe mit einem Lastwagen morgens vor einer Schule vorgefahren und haben mit mehreren Leuten den kompletten großen Fahrradständer mit allen Fahrrädern in einem Stück aufgeladen und sind damit weggefahren. Das hatte damals richtig Aufsehen erregt.^^
BTW: Das hier mag die sicherste Methode sein um sich vor Fahhraddieben zu schützen xD: http://www.youtube.com/watch?v=jyEq_1q0r6g
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@Dragonlover
Was den Abtransport ganzer Fahrradständer angeht, scheint das ja eine beliebte und sichere Methode zu sein. Ein Fernsehteam hat das mal in Berlin getestet. Es gab kaum Protest, obwohl die Aktion mitten in der Fußgängerzone ablief. Man stellte es so hin, als sei das eine hochoffizielle Aktion. Das war dann so dreist, dass sich scheinbar niemand vorstellen konnte, dass das ein Diebstahl war.
Hihi, die Fahrradsicherung habe ich auch schon mal gesehen. Da hätten die Diebe sicherlich dran zu knabbern gehabt
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Ich glaube es ja nicht, die Diebe sind ernsthaft wieder gekommen. — Also Leute gibt es, unglaublich!
Zu den Fahrrädern allgemein:
Sorry aber wer in einer Großstadt sein Rad und dann auch noch ein teures dazu nachts auf der Straße packt, der muss sich nicht wundern. Ich würde ja nicht mal meines, (hier im Erdbeerdorf) des nächtens auf der Straße lassen. Das liegt wahrscheinlich an meinem gesunden Misstrauen, meiner Mitmenschen gegenüber *breit grins*
Lieben wäre-mir-also-nicht-passiert-Gruß
Erdbeere
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@Erdbeere
Klar, irgendwo war das natürlich auch eine Frage der Bequemlichkeit. Man spart sich halt das ständige in den Keller und wieder zurück tragen des Fahrrads, dafür steht es halt weniger geschützt draußen herum. Andererseits war die Gegend bislang nicht im Fokus von Fahrraddieben, wohl auch wegen der Nähe zur Polizeiwache. Da hat man sich dann offensichtlich in falscher Sicherheit gewähnt
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Ja, Fahrradklau gehört leider zum Alltag. Aber so dreist hab ichs auch noch nie gehört.
Ich wohne auf einem Hammergrundstück, gut 50 m von der Straße weg, mit Tor vorne und nicht einzusehen von der Straße aus. Auch bei mir direkt vor der Tür wurde schon mal ein angeschlossenes Rad geklaut. Es war ein altes Teil und ich hab mich echt gewundert, dass das jemand genommen hat. Wir haben es dann auch am nächsten Tag unangeschlossen am SBahnhof gefunden und wieder mitgenommen. Aber für sowas auf dem Grundstück stöbern gehen und es über das verschlossene Tor hieven ist schon krass.
Wer ein Fahrrad nicht mehr will und sich die ordentliche Entsorgung sparen möchte, lässt es einfach irgendwo stehen. Verschwindet von alleine.
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@HansdasJo
Verrückte Leute gibt’s, da kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln.
Deine Geschichte ist ja noch “krasser”, finde ich. Da klettert jemand auf dein Grundstück, um ein recht altes Rad zu knacken, es über das Tor zu hieven und es letztlich doch wieder an der S-Bahn abzustellen. In der Zeit hätte derjenige wahrscheinlich auch zu Fuß zur Bahnstation gehen können, das wäre schneller gewesen, oder?
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Hört sich wirklich sehr nach Profis an. Super ärgerlich, aber dagegen scheint kein Kraut gewachsen.
Habe auch ein echt gutes Rad, fahre aber genau aus diesem Grunde so gut wie nie damit in die Stadt, eigentlich schade
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@StevieO
Eigentlich verrückt, oder? Da hat man ein teures Rad für viel Geld gekauft und nutzt es dann nicht vollständig aus, eben weil es so teuer war. Eigentlich traurig, dass sich die Situation so darstellt
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Fahrraddiebe müßte man an den Eiern aufhängen !
Egal ob sie ein Fahrrad für 20 oder 2000 Euro klauen.
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@Gucky
Oha, woher kommt dieser gesteigerte Hass gerade auf Fahrrad-Diebe? Auch schon einige schlechte Erfahrungen gemacht?
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So dreist, dass es schon wieder cool wäre, wenn nicht Unschuldige darunter leiden müssten.
Gruß
Fulano
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@Fulano
Die Bezeichnung “abgewixte Hunde” passt in dem Fall wohl wirklich wie die Faust auf’s Auge. Die Jungs waren mit allen Wassern gewaschen.
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Muss ich grad ein meine Ganoven-Zeit zurückdenken. Wir hatten geklaut was das Zeug hielt. Einmal zB sind wir in einen Baumarkt gegangen (schön in Blaumann gekleidet) hatten uns eine schöne Waschmaschine ausgesucht und hab sie mit einer Sackkarre (aus selbigen Baumarkt) einfach aus dem Hintereingang geschoben und aufgeladen. Keiner hatte es gemerkt. Bin nicht stolz auf meine Vergangenheit, aber war schon irgendwie lustig ^^. Wir haben öfters solche sachen gemacht. Beim Klau gilt: “Dreist klappt immer am besten.” Ich sprech aus eigener Erfahrung. Am besten glaut man zB ein Fahrrad auf öffentlichen Plätzen wo es viele sehen können, denn dann macht oder sagt komischerweiße keiner was.
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@KaBoooM
Vielen Dank für deinen Einblick in deine Vergangenheit. In der Tat scheint es wirklich so zu sein, dass man immer mehr Erfolg hat, je dreister man vorgeht, weil scheinbar niemand mit dieser Dreistigkeit rechnet. Wenn nachts jemand heimlich an einem Fenster oder einer Tür hantiert, erregt das einfach mehr Aufsehen, als wenn jemand mitten am Tag in der belebten Innenstadt ein Rad knackt und -wenn überhaupt jemand nachfragt- behauptet, es wäre seines und er hätte den Schlüssel verloren. Nicht umsonst heißt das Sprichwort ja “Dreistigkeit siegt”. Ist wohl was dran.
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Eine bekannte von mir hat auch schon mal ihr Fahrrad mir einem Bolzenschneider aufgeschlossen, weil sie ihren Schlüssel verloren hatte. Das hat auch keinen der Passanten auf einer belebten Strasse interessiert. Solang die Person sich nicht verstohlen in dunklen Ecken rumdrückt…
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@Doc_Schmock
Ganz genau so ist es anscheinend. Diebe sind in unserer Vorstellung wohl endgültig auf zwielichtig aussehende Gestalten in dunklen Klamotten, vorzugsweise noch mit Brechstange ausgestattet, festgelegt und treiben nur nachts ihr Unwesen. Wird schon einen Grund haben, warum die meisten Diebstähle laut Statistik in Wirklichkeit mitten am Tag stattfinden
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Krasse Sache. Ich fahr auch super gerne Fahrrad und denke mir nach solchen Beitrag, wie ich besser schützen kann. Es ist schon grausam, wie es bei uns teilweise in den Städten abläuft! ://
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@Susanne
Ich fürchte, letztlich kann man nicht viel dagegen machen. Höchstens aufmerksam sein, wenn sich jemand an fremden Rädern zu schaffen macht, in der Hoffnung, dass andere sich daran ein Beispiel nehmen und ebenfalls einschreiten, wenn Fremde ein Rad klauen. Aber dazu muss man das auch erst einmal bewusst bemerken, denn wie ja hier in den Kommentaren manches mal angeklungen ist, machen sich die Diebe die eigene Dreistigkeit zunutze, um ihre (Schand-)Taten damit erfolgreich zu tarnen.