“Two And A Half Men” vor dem Ende? Wird es überhaupt ein Ende geben?
Lange habe ich nichts mehr in meiner “gezappt”-Reihe zum Thema TV geschrieben, doch angesichts der aktuellen Entwicklung will ich das gerne mal wieder ändern: Sagt euch die Serie “Mein cooler Onkel Charlie” etwas? Das war der eingedeutschte Name der inzwischen sehr erfolgreichen Comedy-Serie “Two And A Half Men” in der Anfangszeit, als die Serie frisch aus den USA ins deutsche Fernsehen herübergeschwappt war. Damals war ich ziemlich schnell ein großer Fan der Serie, noch bevor der große “Hype” kam.
Doch meine Begeisterung für die Serie und ihr Konzept hat in den vergangenen Staffeln doch sehr gelitten, mit der Folge, dass ich inzwischen -nachdem die Serie in den USA knapp 8 Jahre läuft- nicht mehr zu den Stammzuschauern gehöre, sondern allenfalls ab und an mal reinzappe, wenn mich die Langeweile packt (was nicht so oft vorkommt) und nichts anderes im Fernsehen läuft (was häufiger mal vorkommt). Der Grund für mein geschwundenes Interesse sind im übrigen weniger die negativen Schlagzeilen, die Hauptdarsteller Charlie Sheen in schöner Regelmäßigkeit produziert, sondern die Entwicklung der Serie bzw. seiner Charaktere als solche, welche nun -wie ich erfahren habe- möglicherweise auch ein sehr jähes und abruptes Ende finden könnte. Was passiert ist:
Wie gesagt, die Serie läuft nun inzwischen knapp 8 Jahre. Es ist logisch, dass sich in solchen Zeiträumen die Charaktere einer Sendung in irgendeine Richtung weiterentwickeln. Schließlich sind die Rollen nicht statisch, sondern dynamisch ausgelegt, ansonsten käme beim Zuschauer auf Dauer auch Langeweile auf, so dass sich eine Serie mit starren Charakteren wohl nur in seltensten Fällen über einen so langen Zeitraum halten könnte.
Doch die Art und Weise, wie sich die Charaktere entwickelten, traf zumindest meinen persönlichen Geschmack nicht wirklich. Nehmen wir beispielsweise Jake, den Sohn von Alan Harper. Er war zu Anfang der Serie 10 Jahre alt und verkörperte in unnachahmlicher Weise die Rolle des begriffstutzigen Sohnes, der auch die ganzen sexuellen Anspielungen um ihn herum nicht verstand. Im Laufe der Jahre wurde Jake selbstverständlich älter – dies lässt sich bei realen Schauspielern, anders als beispielsweise bei Zeichentrickfiguren wie Bart Simpson- nicht vermeiden. Und so wandelte sich die Rolle von Jake immer mehr vom kleinen, etwas dümmlichen und nur ans Essen denkenden Jungen zu einem nicht unbedingt besonders intelligenten, aber auch nicht komplett auf den Kopf gefallenen Teenager, der gegenüber seinem Vater rebellierte. Dadurch verlor die Serie für mich durchaus an Charme, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass diese Entwicklung angesichts der körperlichen Entwicklung des Schauspielers nicht zu vermeiden war.
Auch Charaktere wie Rose, die einmal einen One-Night-Stand mit Charlie hatte und fortan seine Stalkerin wurde, gaben der Serie immer wieder witzige Momente. Leider wurde der Charakter Rose im Verlauf der Serie aus der Handlung geschrieben und taucht in späteren Staffeln nur noch sehr selten auf. Für mich ein fataler Fehler. Das wäre so gewesen, als hätte man beispielsweise bei Scrubs versucht, Figuren wie den Hausmeister aus der Serie zu entfernen, also Figuren, die zwar nicht ständig auftauchten, aber innerhalb der Handlung einen unverwechselbaren Einfluss hatten.
Selbst die Hauptcharaktere Charlie und Alan haben sich gewandelt. Während Alan früher ein absoluter Verlierer war, der für seinen Job als Chiropraktiker stets blöde Sprüche einstecken musste und von seiner Ex-Frau Judith bei den Alimenten ausgenommen wurde, und der dennoch gewisse charakterliche Prinzipien vertrat, wechselte dies im Laufe der Zeit. Plötzlich schaffte auch er es, immer wieder mal Frauen “abzuschleppen” und Judith heiratete wieder, so dass es auch diesbezüglich keinen “Alimenten-Krieg” mehr gab. Auch Charlie, der lange Zeit Frauen nur aus einer chauvinistischen Sicht betrachtete, geriet plötzlich im Verlauf der Serie in eine ernsthafte Beziehung.
Dadurch wandelte sich das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere mitunter beträchtlich. Zwar scheint die Serie angesichts der Zuschauerzahlen immer noch den Humor vieler Menschen zu treffen, mir jedoch fehlt inzwischen die komplett geänderte Grundkonstellation, in welcher sich die Charaktere ursprünglich gegenüberstanden.
Nun könnte man natürlich argumentieren, dass die Entwicklung, die insbesondere in den vergangenen Staffeln vollzogen wurden, von den Drehbuchautoren beabsichtigt ist, um langsam aber sicher auf ein Ende der Serie hin zu steuern. Nach acht erfolgreichen Jahren wäre dies sicherlich auch nicht unüblich. Allerdings kann es sein, dass die Sendung nun ein jäheres Ende nimmt, als manchen lieb sein mag.
Charlie Sheen hat nämlich den Entwickler der Serie, Chuck Lorre, in einem offenen Brief ziemlich übel angegriffen und unter anderem als miese, kleine Made beschimpft. Da es auch in der Vergangenheit immer wieder Spannungen gab, haben die Verantwortlichen beim Sender CBS nun die Notbremse gezogen und die Produktion der Serie mitten in der achten Staffel vorerst gestoppt. Das gefällt Sheen absolut nicht, denn er fürchtet nun, dass man ihm auch das restliche Gehalt für die eigentlich noch folgenden Folgen -immerhin soll er ungefähr 1,25 Millionen Dollar pro Folge(!) verdienen- vorenthalten will.
Wüsste man nicht, dass Charlie Sheen auch vor der Serie “Two And A Half Men” Probleme mit Drogen und Alkohol hatte, könnte man angesichts von Interviews, wie er sie derzeit gibt, glatt auf den Gedanken kommen, dass seine Rolle als Charlie Harper Besitz von ihm ergriffen hat:
Zumindest könnten Zitate wie “Ich hab dem Studio fünf Milliarden Dollar und Chuck eine halbe Milliarde eingebracht – und das ist der Dank, den ich erhalte? Ich sollte Massagen und Handjobs kriegen!” auch von Charlie Harper zu seinen Bestzeiten in der Serie stammen.
Irgendwie finde ich es sehr schade, wie die Serie da momentan scheinbar dem Ende entgegen geht. Zwar kenne ich nicht alle Hintergründe, aber die Art und Weise, wie Charlie Sheen sich derzeit in der Öffentlichkeit darstellt, macht zumindest einen reichlich “unglücklichen” und unprofessionellen Eindruck, der es schwer machen dürfte, noch einmal alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um wenigstens die Staffel und die Serie zu einem geschlossenen, vernünftigen Ende zu bringen. Das ärgert mich. Ich finde es immer unbefriedigend, wenn eine Serie quasi “mitten drin” aufhört, sei es nun wegen mieser Quoten, Ärger hinter den Kulissen oder sonstigen Gründen. Das ist wie ein Buch, in dem das letzte Kapitel fehlt.
Kennt ihr die Sendung eigentlich? Schaut ihr sie auch an oder habt sie früher mal geguckt? Was denkt ihr, wie es weitergehen wird? Wird die achte Staffel und die Serie als solche noch zu einem Ende zu bringen sein? Oder hat sich das durch die verbalen Attacken von Sheen erledigt? Oder ist das am Ende alles nur eine clevere PR-Kampagne, um die Leute erst recht dazu zu bringen, nach einer Weiterführung der achten Staffel diese erst recht zu schauen, um zu sehen, wie alles zu Ende geführt wird?
Foto: Rolf van Melis / pixelio.de
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Ich verstehe den Hype um “TAAHM”, wie die Serie in Twitter abgekürzt wird, nicht.
Über Twitter bin ich erstmals auf die Serie gestoßen und kann ihr überhaupt nichts abgewinnen und kann auch nicht über sie lachen.
Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.
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Also Rose kommt wirklich zu kurz.

Und wer über 1 Mio. Dollar pro Folge bekommt, der muss doch abheben. Natürlich ist er ein Star, den man halten will, aber man muss es nicht übertreiben. Sheen ist ja nun kein besonders stabiler und besonnener Mensch, wenn man den Infos glauben darf. Da hat Harper wohl doch zu sehr abgefärbt.
David Duchovny bekam pro AkteX-Folge wohl 100.000 wenn ich mich recht erinnere. Ich glaub die Krise ist vorbei.
Für mich ist die Serien nette, seichte Unterhaltung, aber nichts was ich vermissen würde.
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Ich mag die Serie, früher sowie heute und ich finde Jake mittlerweile richtig “hübsch”. Alan war mir noch nie symphatisch in der ganzen Serie gewesen und ich finde das man keinen großen Unterschied zwischen der Rolle von Charlie Harper und Sheen findet. Ein wenig gruselig ist das schon. Ob die
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Frauen schlagen, kiffen, Pöbeln… usw. Ich kann nur befürworten, dass dieses Arschloch von der Bildfläche verschwindet.
Jeder Mensch ist ersetzbar. Auch ein Charlie Sheen.
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Kenne die Serie und ab und zu schaue ich sie auch. Bei Rose bin ich vollkommen deiner Meinung, ich fand sie großartig und hätte mir ein “Happy End” mit ihr gewünscht.
Tja Charlie Sheen ist jetzt komplett von de Rolle. Entweder er fängt sich oder wir werden in Kürze nicht mehr viel von ihm hören bzw. sehen.
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Naja ein bisschen Asozial ist er ja schon xD
Aber Hey…wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich es genauso machen. Pro Folge 1-2 Milliönchen kassieren und das ganze für Koks und Nutten verprassen.^^
Man muss ihm schließlich zugestehen das wenn er seine Arbeit macht, sie richtig gut macht. (Ich erinnere hier mal an seine zahlreichen Filme die er neben oder vor “Taahm” gedreht hat.)
Und seien wir doch mal ehrlich: Amerika liebt doch auch ihre gefallenen Engel. Die verschwinden dann ein paar Monate in die Reha, kehren dann geläutert zurück und werden mit offenen Armen empfangen. So läuft das immer.
Und wegen “Taahm”: Vielleicht kann man das so hinbiegen, das Harper bei einem seiner Eskapaden draufgeht xD Oder soll er doch einfach eine Reality-Show machen. Das wäre fast genauso.^^
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Solche Serien gehen an mir komplett vorbei…
Sicher werden sie auf anderen Sendern als den öffentlich-rechtlichen ausgestrahlt ?
Denn nur die kann ich empfangen.
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@Ostwestf4le
Klar, Geschmäcker sind verschieden. Und wie im Artikel bereits geschrieben, kommt es auch immer sehr darauf an, aus welcher Staffel man eine Folge sieht, da es da -meiner Ansicht nach- durchaus gewaltige Unterschiede gibt.
@Tom
Vielleicht ist es auch einfach ein Konzept in der Serie gewesen, welches sich im Laufe der Zeit “verbraucht” hat. Von daher fand ich es auch mal total lustig, könnte jetzt aber mit einem Ende der Serie durchaus leben. Nur finde ich es für Fans halt immer schade, wenn eine Serie ein ungeplantes Ende nimmt.
@Ju
Danke für deinen Kommentar. Leider hört er ziemlich abrupt auf – sollte da noch etwas kommen?
@Nila
Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass man von ihm sicherlich noch einiges hören wird, selbst wenn die Serie nun “eingestampft” wird. Bisher hat er es auch immer wieder geschafft, im Gespräch zu bleiben.
@Bruder Grimm
Wer weiß, vielleicht hatten die Drehbuchautoren Rose ja noch im Hinterkopf für ein Happy End… auch wenn nicht viel darauf hindeutet. Aber wer weiß, ob wir jetzt überhaupt noch irgendein Ende präsentiert bekommen.
@Dragonlover
Stimmt, das ist der Unterschied zu Deutschland. Auch hier hebt man Leute in den Himmel, aber nur, um sie dann schön tief fallen zu lassen. Manchmal ist es vielleicht doch besser, dass ich bezüglich meines Bekanntheitsgrades eher knapp über dem Meeresspiegel stehe
@Gucky
Die Zeiten, in denen Serien dieser Art auf den Öffentlich-Rechtlichen liefen, sind wahrscheinlich ziemlich vorbei. Wenn man mal davon liest, dass irgendwelche amerikanischen Serien experimenteller Art überhaupt im deutschen öffentlich-rechtlichen TV ausgestrahlt werden, dann meist zu Zeiten, wo höchstens Leute zuschauen können, die in Nachtschicht arbeiten und denen auf der Arbeit dann langweilig ist. Schade eigentlich. Wenn man bedenkt, dass Serien wie die Simpsons mal auf dem ZDF zur normalen Abendzeit begonnen haben
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Aber sind es wirklich 1-2 Millionen pro Folge die er verdient? Hatte mal was von 250000 pro Folge gehört. Ersteres wäre ja echt fett.
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@Sascha: mit dem plötzlichen Ende hast du natürlich recht. Kenn ich leider zu gut von “Enterprise”.
@Martin: bei Serienstart waren es sicher 250000, aber das wird ja immer mehr. daher halte ich nach 8 Jahren oder so die Million durchaus für realistisch. die Stars haben halt ganz andere Gewerkschaften als wir.
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@Tom: da magst du recht haben
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Ich bin schon lange kein wirklicher Fan der Serie mehr. Wie du schon erwähnt hast, nachdem Jake den Kinderschuhen entwachsen ist hat die Serie doch sehr an Reiz verloren.
Das ist aber typisch fürs Amerikanische und auch Deutsche Fernsehen.
Die Kuh wird so lange gemolken bis sie umfällt. Gutes Beispiel ist da auch Scrubs. Ich habe die Serie geliebt. Aber die aktuelle Staffel ist sowas von grotten Schlecht, das zieht den Ruf der ganzen Serie in den Dreck.
Ich finde mal sollte einfach nach einer gewissen Anzahl an Staffeln Schluss machen. Jeder Zuschauer sollte doch merken wenn die Serie nur noch wegen der Kohle mit aller Macht weiterbetrieben wird.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
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@Martin und Tom
Soweit ich weiß, ist in dem Betrag nicht nur der reine “Schauspielerlohn” enthalten, sondern auch Einnahmen aus sonstigen Rechten im Zusammenhang mit der Serie, wie z.B. einer Beteiligung am Merchandising etc.
@symm
Mich wundert, dass es die aktuelle Scrubs-Staffel überhaupt noch nach Deutschland geschafft hat, nachdem sie ja auch in den USA bereits gefloppt war. Aber ich vermute, dass es immer noch reicht, um damit gute Quoen zu machen. Wobei ich nicht weiß, ob so eine generelle Staffelbegrenzung sinnvoll wäre. Es gibt ja durchaus auch Serien, die viele Jahre erfolgreich und qualitativ gut gelaufen sind… kommt irgendwo auch immer auf das Konzept und die Drehbuchautoren an
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Naja es gibt ja auch einige Serien wie Scrubs oder Two and a half Man, da weiss man ja das der Kern der Serie irgendwann gegessen ist. Irgendwann ist jeder mal mit der Ausbildung fertig und jeder Junge mal erwachsen. Friends z.b. liefen 10 Jahre oder Simpsons seit über 20 soweit ich weiss. Aber solche Serien haben kein Grundthema.
Ich bin im moment ja “How i meet your Mother” Fan. Aber da fängt es auch schon langsam an. In der aktuell 6.Staffel die bei uns noch nicht kommt, müssen schon ziemlich heftige Geschütze aufgefahren werden (S06E13) um wieder für einige Serien Stoff zu haben.
Man sollte einfach wissen wann Schluss ist. Lieber was neues innovatives.