Facebook “Gefällt mir”-Button auf dem Sprung in die Realität
Man mag ja über Facebook sagen was man will, aber trotz oftmals -zumindest nach deutschen Maßstäben- sorglosem Umgang mit Datenschutz hat sich die Seite wohl zu einer der erfolgreichsten Seiten im Internet gemausert. Viele Freunde und Bekannte sind dort unter echtem Namen oder “Künstlernamen” zu finden, viele Blogger haben zusätzlich noch eine Fanpage. Ich natürlich auch, wie man hier sehen kann.
In manchen Bereichen gilt Facebook heute sogar als “erfolgreicher” als Primus Google. Dazu tragen auch die “Like-Buttons” bei, die man inzwischen auf vielen Internetseiten findet. Diese Buttons können Facebook-User anklicken. Das hat zur Folge, dass der Betreiber der Website einmal ein positives Feedback bekommt und zum anderen wird diese “Empfehlung” auf der Pinnwand des Facebook-Users veröffentlicht, so dass ggf. auch seine Freunde sich die jeweilige Seite einmal genauer ansehen.
Wäre es nicht interessant, wenn man dieses Konzept auch auf die echte, reale Welt übertragen könnte, um somit Facebook und “Real Life” zu verbinden? Genau dies hat man nun sehr erfolgreich versucht, wie das folgende Video zeigt, welches ich auf Facebook gefunden habe:
Nach kurzer Recherche bin ich bei Trickr.de auf einen deutschsprachigen Artikel zu dem Thema -inklusive des oben gezeigten Videos- gestoßen. Das ganze war wohl eine Aktion von Facebook und dem israelischen Coca-Cola-Village, einem Freizeitpark. Dort konnten die Besucher am Eingang ein Armband bekommen, auf welchem Account-Name und Passwort des Facebook-Accounts gespeichert werden konnten – klar, wer Angst um seine Zugangsdaten hat, kommt hier bereits an einen kritischen Punkt.
Wer diese Angst nicht teilt, der konnte an allen Attraktionen Kästen mit “Like”-Aufkleber finden. Hielt man seinen Arm nun vor den Kasten, wurde dies als Druck auf den “Gefällt-mir”-Button auf Facebook gewertet und entsprechend auf der eigenen Pinnwand veröffentlicht. Wenn man fotografiert wurde, wurden die Fotos dann auch gleich mit dem Account der fotografierten Besucher verbunden bzw. “getaggt”.
Wenn man dieses Verfahren mal ins übrige Leben übertragen würde, wäre das schon eine spannende Sache. Auf der einen Seite wäre es natürlich bedenklich, dass man theoretisch überall geortet werden könnte oder “Bewegungsprofile” erstellt werden können. In eingeschränktem Maße kann man das aber heute schon, wenn man nachverfolgen würde, wo (und was!) die Leute überall mit ihren EC-Karten / Kreditkarten bezahlen. Auf der anderen Seite hätte man auf diese Weise ein simpel zu realisierendes Konzept, über welches man Freunden jederzeit schnell seinen Standort bzw. generell Empfehlungen von bestimmten Lokalitäten zukommen lassen könnte, ohne das erst manuell selbst über Smartphone machen zu müssen. Auf diese Weise würde der Begriff Social Media gleich einen großen Schritt Richtung “social” machen.
Was haltet ihr von diesem Experiment? Eine gelungene Aktion? Nur in Discos und Vergnügungsparks denkbar? Oder auf das übrige Leben übertragbar? Ein weiterer Schritt zum Überwachungsstaat oder interessante Ergänzung zu bestehenden Plattformen wie z.B. Foursquare? Angenommen, so etwas würde auf freiwilliger Basis bei euch in der Stadt (oder einem Freizeitpark) angeboten werden, würdet ihr mitmachen?
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Mir gefällt “gefällt mir. Tolles Wortspiel. Ich finde den Button eigentlich ganz cool. Wie gesagt gutes Feedback.
Aber im wahren Leben brauch ich den nicht. Wie du schon sagst, viele Leute schauen sich die Websiten ja dann ebenfalls an. Das geht ja im Realen Leben eher selten.
Statt solche Experimente sollen sie lieber mal den “Gefällt mir NICHT” Button realisieren. Das wäre viel interessanter.
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Nein, würde ich nicht mitmachen. Ich bin zwar auch bei facebook, aber es bestimmt nicht mein Leben. Erst recht nicht das reale. Viel interessanter würde auch ich, wie Symm, den Dislike-Button finden.
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Also ich will unbedingt so einen Button im richtigen Leben haben. Da kann mir dann jeder auf der Strasse einen auf die Stirn, auf die Schulter, auf den Arm, die Beine, auf den Hintern und sonstwo hin kleben. Bis man mich selbst gar nicht mehr sieht vor lauter Buttons von Menschen die mich mögen. Auch wenn ich diese gar nicht kenne. Aber immerhin. Zugepflastert mit tausend Buttons beweist es doch wie sehr man mich mag und wie ich jedem gefalle. Echt cool.
Ehrlich gesagt finde ich diesen ganzen Social Media-Wahnsinn a) bedenklich und b) gefährlicher als manche Droge. Aber dafür wird man unendlich geliebt und hat tausend coole Freunde. Wer kann das schon von sich behaupten?
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Vielleicht dauerts ja nicht mehr lange bis die ersten Frauenjeans oder Tops kommen mit einem “Gefällt Mir” Butten on den Richtigen Stellen
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Ich finde das eine super Idee. Da fallen mir spontan einige neue Einsatzgebiete ein.
Zum Beispiel auf der “Cebit” oder einer anderen Messe. Hier könnte man so ein Armband tragen und seinen Freunden und Lesern direkt mitteilen was einem “gefällt”.
Oder als Ersatz für Facebook “Orte”. Wenn man im Kino eincheckt kurz das Armnband an den Kasten halten und seinen Frunden zeigen wo man gerade im Kino ist. Wenn man das frühzeitig macht, gesellen sich eventuell noch ein paar mehr Freunde dazu.
Vergessen darf man aber nicht den Datenschutz. Aber man wird ja nicht gezwungen so ein Armband zu kaufen
20 Euro würde ich für so ein Teil ausgeben!
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Ich weiß nicht, ich finde FB Orte schon ziemlich krass. Wen interessiert es den ob XY bei Elektro Schmiedchen gerade ne Steckdose kauft. Ich bin leidenschaftlicher Facebooker, aber irgendwann hört es auf.
Da soll nochmal einer meckern, von wegen Bewegungsprofile und so.
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Hey, gestern waren die Sims die Welt, dann Second Life, dann Google, jetzt Facebook und morgen Media Markt oder so! Also, was solls!
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Für mich wäre das auch nichts…
Ich entscheide immer noch, wer mich sehen darf. Und was ich gerade mache oder wo ich gerade bin, geht nicht in jedem Falle andere etwas an.
Vorstellbar wäre es höchstens, wenn man mit mehreren auf einer Großveranstaltung wäre (z. B.) Cebit und nicht zusammen rumläuft, daß man die anderen auf interessanten Stände aufmerksam macht.
Ich schreibe auch nicht auf Twitter, ob ich gerade auf der Toilette oder bei meiner Freundin bin.
Und auch meine EC-Karte kann kein Bewegungsprofil erstellen. Wenn ich irgendwo hin will (muß) nehme ich genug Bargeld mit…
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@Symm und @Nicole*
So ein Dislike-Button wird ja in der Tat schon länger von vielen Seiten gefordert. Allerdings erteilt Facebook solchen Wünschen immer wieder eine klare Absage, da sie wohl viel Missbrauch befürchten. So wird der Dislike-Button wohl noch lange Zeit ein Wunsch bleiben… außer man bastelt sich selbst einen und fügt ihn statt dem Like-Button auf seiner Seite ein
@vanilleblau
Höre ich da zwischen den Zeilen etwa ein ganz klein wenig Sarkasmus heraus?
@Symm (nochmal)
Höhö, da denkt jemand praktisch^^
@Dominik
Ich glaube, da könnte man sogar mit Preisen unter 20 Euro rechnen, denn das Material ist ja mit RFID-Chip und Plastikband nicht unbedingt kostenintensiv. Wenn das mal nicht nach China-Gadget schreit
@Schlafmütze
Media Markt? Greift Mario Barth jetzt nach der Weltherrschaft?
@Gucky
Ich könnte mich auch nicht an den Gedanken gewöhnen, ständig meinen Standort an Hinz und Kunz herauszuposaunen. Allerdings setzt der Facebook-Button aus dem Video ja voraus, dass man selbst aktiv wird und seinen Arm an den Kasten hält, so dass man da ein Stück weit immer noch die Kontrolle behalten würde. Die Frage ist halt immer nur: wie lange?
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Wenn es um Facebook-Like geht, gibt es aktuell ja mal ein ganz anderes Problem. Für die bloße Verwendung des Like-Buttons hat es ja schon die erste Abmahnung gehagelt. Hier nachzulesen: http://www.ferner-alsdorf.de/2011/02/erste-abmahnungen-wegen-facebook-like-button-ausgesprochen/wettbewerbsrecht/strafrecht/rechtsanwalt/verkehrsrecht/
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