Nutella ist in Italien das bessere Weihnachtsgeld

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PräsentkorbNimmt man aktiv an Weihnachten teil, gibt man zwangsläufig mehr Geld aus, sei es nun für Geschenke, ein besonders leckeres Weihnachtsessen oder den ausgiebigen Besuch des Glühweinstandes auf dem Weihnachtsmarkt. Aus diesem Grund hat es sich irgendwann eingebürgert, dass Weihnachtsgeld an Arbeitnehmer gezahlt wurde, um diesen ein schönes Fest zu ermöglichen.

In wirtschaftlich schweren Zeiten hingegen wird natürlich von Seiten der Unternehmen gerne an solchen Dingen wie Weihnachtsgeld gespart, wenn dies möglich ist. Dabei könnte es auch alles viel einfacher gehen, wie ein aktuelles Beispiel aus Italien zeigt. Dort wird in einem Unternehmen nun eine Weihnachts-Boni-Regelung eingeführt, von der beide Seiten -also Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer- profitieren. Eine klassische Win-Win-Situation.

Man stellte dort laut Berliner Morgenpost fest, dass aufgrund der hohen Sozialabgaben in Italien von 100 gezahlten Euro Weihnachtsgeld fast 50 Euro an den Staat gingen, Arbeitgeber also nur sehr minimal von einem Weihnachtsgeld profitierten. Daher suchte man in dem Unternehmen nach anderen Möglichkeiten, seinen Mitarbeitern eine Freude zu machen. Fündig wurde man schließlich bei Nutella & Co.!

Statt den Weihnachtsbonus in Bargeld auszuzahlen, werden dort nun die Mitarbeiter also in Naturalien „ausgezahlt“, indem man quasi große Präsentkörbe verteilt. Enthalten sind neben der Nuss-Nougat-Creme auch mehrere Liter Olivenöl, etliche Kilo Pasta und Parmesan, Honig, Marmelade und weitere Produkte. Die Mitarbeiter freuen sich über die hochwertigen Produktgeschenke und sparen indirekt auch Geld, da sie die Lebensmittel in dem Fall ja nicht mehr selbst kaufen müssen. Außerdem müssen sie auf diese Naturalien keine Sozialabgaben zahlen.

Auch für das Unternehmen selbst ist dieses Vorgehen von Vorteil, denn anders als Bargeld, lassen sich diese Naturalien-Abgaben steuerlich absetzen. Für 2,7 Mio. Euro kaufte das Unternehmen in diesem Jahr solche Naturalien für seine Mitarbeiter. 2,7 Mio. Euro, die voll und ganz bei den Arbeitnehmern und nicht zur Hälfte beim Staat landeten.

Wäre so etwas auch in Deutschland vorstellbar? Bekommt ihr Weihnachtsgeld? Und würdet ihr euch stattdessen über eine solche Naturalienabgabe freuen? Oder ist das im Land der Pessimisten und Meckerer nicht durchsetzbar?

Bild: Thommy Weiss / pixelio.de


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