Drucker, Scanner, Kopierer – oder: Frauen und Technik

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Druckerschacht

Ja, ich weiß: böser Titel! Natürlich sollte ich nicht so verallgemeinern, aber immerhin zieht man damit Aufmerksamkeit 😉

Es gibt sie relativ selten, aber es gibt sie: Momente, in denen ich über Dialoge mit meiner besseren Hälfte nur den Kopf schütteln kann, ähnlich wie das Bernd vom Kopfschüttelblog in schöner Regelmäßigkeit passiert. Jetzt war es mal wieder bei uns soweit. Damit ihr den Dialog aber auch komplett nachvollziehen könnt, gibt es zunächst noch die kurze Vorgeschichte:

Bei uns daheim wird recht wenig gedruckt. Aus diesem Grund ist es uns schon häufiger passiert, dass die Tinte im Tintenstrahldrucker eingetrocknet war und den Druckkopf so stark verstopfte, dass da nichts mehr zu reparieren war.

Man kann dem natürlich entgegenwirken, indem man darauf achtet, in regelmäßigen Abständen zumindest einen kurzen Testdruck zu machen, so dass die Tinte keine Chance hat, einzutrocknen. Aber das Wahre ist das nicht.

Aus dem Grund hatten wir uns entschlossen, diesmal einen günstigen Laserdrucker zu kaufen, der auch wunderbar funktioniert. Da dieser aber über keinen Scanner verfügt, haben wir gleichzeitig den alten Tintenstrahler aufgrund dort vorhandener Scanner-Einheit behalten.

Eigentlich kein Problem. Bis vor einigen Tagen meine bessere Hälfte zu mir ins Zimmer kam:

Sie: „Jetzt haben wir den Salat!
Ich: „Wieso? Was ist passiert?
Sie: „Ich muss was kopieren.
Ich: „Ja, und?
Sie: „Wir haben keinen Kopierer mehr.

Ich schaute sie leicht irritiert an.

Ich: „Wir haben doch einen Scanner, oder?
Sie: „Ja.
Ich: „Und wir haben den Laserdrucker?
Sie: „Ja.
Ich: „Hm, ich sehe das Problem nicht.
Sie: „Hab ich doch gerade gesagt, wir haben keinen Kopierer mehr.

Ich rollte leicht mit den Augen, was sie gar nicht leiden kann und die nachfolgende Diskussion nicht einfacher gestaltete.

Ich: „Wie hat denn die Kopierfunktion früher beim Tintenstrahler funktioniert?
Sie: „Das weißt du doch: Man hat das Blatt auf den Scanner gelegt, auf ‚Kopieren‘ gedrückt, dann hat er es eingescannt und ausgedruckt.
Ich: „Genau.
Sie: „Aber der Tintenstrahler funktioniert ja nicht mehr!
Ich: „Schon klar. Aber der Laserdrucker kann bestimmt auch ganz toll Bilder ausdrucken, die du vorher gescannt hast.
Sie: „Ja, aber…“

Es folgte eine kurze Pause, an deren Ende man in den Augen förmlich sehen konnte, wie langsam ein Licht aufging. Letztlich konnten wir beide darüber lachen.

Zu ihrer Entschuldigung: sie hatte an dem Tag einen extrem langen und harten Arbeitstag hinter sich, da kann man mitunter schon mal „eine lange Leitung“ haben 😉

Foto: KFM / pixelio.de


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