Tipps, wie man Trackbacks erfolgreich sendet

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httpGestern stieß ich bei Thomas auf einen interessanten Artikel, in welchem er sich mit Trackbacks und Pingbacks beschäftigt. Ihm geht es darum, die Blogosphäre wieder dafür zu sensibilisieren, wie man Trackbacks so nutzt, dass sie auch wirklich ankommen.

Da ich diese Sensibilisierungs-Aktion gut finde (Information schadet ja nicht^^), möchte ich mich mit diesem Artikel gerne daran beteiligen und euch einige kleine, leichte Tipps und Verhaltensweisen aufzeigen, wie ihr Track- und Pingbacks richtig sendet, so dass sie den angeschriebenen Blog nach Möglichkeit auch tatsächlich erreichen.

Was ist ein Trackback eigentlich?

Vorher noch ganz kurz eine Erklärung, was ein Trackback eigentlich ist, schließlich kennt sich nicht jeder Laie mit solchen Fachbegriffen aus. Wenn ihr über einen Artikel schreibt, den ihr auf einem anderen Blog gelesen habt, weil der Artikel im anderen Blog ein ähnliches Thema hat oder euch irgendwie zu eurem eigenen Beitrag inspiriert hat, dann gehört es in der Blogosphäre zum guten Ton, im eigenen Beitrag auf den anderen Blog-Artikel zu verlinken.

Merke: Gute Blogger haben keinen Link-Geiz, sondern nennen ihre Quellen! Das fördert die Vernetzung unter den Blogs und gibt euren Lesern gleichzeitig die Möglichkeit, einen themenähnlichen Artikel auf einem anderen -ihnen möglicherweise noch unbekannten- Blog zu lesen, wenn sie euren Link auf den externen Blog-Artikel anklicken.

Auch für euch hat so eine Verlinkung Vorteile, denn im Kommentarbereich des anderen Blogs erscheint dann in den Kommentaren des Verlinkten Artikels normalerweise ein Link auf euren eigenen Beitrag. So werden Leser des anderen Blogs (und dessen Autor natürlich) vielleicht auch auf euren Blog aufmerksam. Dieser automatisch erscheinende Kommentar mit einem Link zu eurem eigenen Beitrag nennt man Trackback (bzw. eigentlich Pingback, aber ich will es für Laien jetzt nicht zu kompliziert machen und verwende daher den bekannteren Terminus Trackback in etwas „lascher“ Form).

Was ihr beachten müsst, damit so ein Trackback auch tatsächlich ankommt, möchte ich euch an dieser Stelle jetzt gerne anhand eigener Erfahrungen auflisten:

1. Zeit für den Trackback erhöhen

Wenn euer Blog mit WordPress als Blogsystem läuft, solltet ihr beachten, dass in WordPress seit Version 2.7.1 die Zeit, die ein Trackback maximal vom Server bekommt, um erfolgreich gesendet zu werden, standardmäßig bei lediglich 0,01 Sekunde(!) liegt. Es dürfte klar sein, dass das ein extrem kleines Zeitfenster ist, so dass viele Trackbacks gerne bereits hier von Anfang an hängen bleiben. Allerdings habe ich in der Vergangenheit bereits eine Anleitung geschrieben, wie man dem Trackback mehr Zeit geben kann. Ist ganz einfach umzusetzen und kann ich nur jedem empfehlen.

2. Trackback-Feld nutzen

Wie auch bereits Thomas in seinem Artikel sehr richtig festgestellt hat, gibt es in WordPress unterhalb des Editor-Fensters, in welches man seine Texte schreibt, ein separates Trackback-Fenster.

Trackbacks

Aufgrund des dort stehenden Hinweises, dass man bei einem „Anpingen“ eines anderen WordPress-Blogs nichts weiter tun müsse, geht Thomas -wohl nicht zu unrecht- davon aus, dass viele Blogger dieses Feld sträflich vernachlässigen und sich stattdessen auf die Automatik verlassen. Tut das nicht! Füllt lieber zur Sicherheit dieses Feld auch noch aus. Zum einen läuft nicht jeder Blog auf Grundlage von WordPress, es gibt auch noch andere verbreitete Blog-Systeme. Zum anderen läuft diese Automatik auch bei WordPress-Blogs alles andere als einwandfrei, so dass man sich nicht darauf verlassen sollte.

Schaut mal in euren WordPress-Blog unterhalb eures Editor-Fensters nach, wo sich das Trackback-Feld befindet. Dort kommt ebenfalls der Link zum fremden Artikel rein, wie im oberen Screenshot.

WICHTIG: Hinter den Slash ( / ) des Links müsst ihr dann noch ein abschließendes „trackback/“ schreiben! Genau so, wie im obigen Beispiel, so dass der Trackback-Link später folgende Systematik hat:

Wenn ihr diese beiden Tipps befolgt, steigt eure Chance, dass ein Trackback tatsächlich beim anderen Blog ankommt, enorm.

3. Artikel aktualisieren (aber nur mit Plugin!)

Wenn euer Trackback trotz der vorgenannten Tipps nicht durchkommt, könnt ihr es auch mit der Holzhammer-Methode versuchen und den Trackback nochmal schicken, indem ihr den Aktualisieren-Button drückt. Das ist der Button, den ihr auch geklickt habt, um den Artikel zu veröffentlichen („Publizieren“). Nach der Publikation ist er mit „Aktualisieren“ beschriftet.

ABER VORSICHT! Standardmäßig werden bereits einige Dienste von WordPress-Blogs angepingt, in denen die Veröffentlichung eines neuen Artikels bei euch publik gemacht wird. Welche Dienste das sind, könnt ihr sehen, wenn ihr in euren „Einstellungen“ auf den Punkt „Schreiben“ klickt und ganz nach unten scrollt. Unter „Update Services“ sind dann die Dienste einsehbar.

Wenn ihr nun mehrfach auf Aktualisieren klickt, um euren Trackback beim anderen Blog-Besitzer zu veröffentlichen, wird auch jedesmal wieder ein Ping an die o.g. Dienste verschickt. Diese Dienste werten ein solches Verhalten schnell als Spam, weswegen euer Blog dann auf einer Blacklist landen könnte.

Um dies zu verhindern, gibt es ein praktisches Plugin, den Maxblogpress Ping Optimizer. Dieses Plugin kontrolliert eure Track- und Pingbacks und verhindert, dass ihr die o.g. Update-Services erneut anpingt, wenn ihr mehrfach auf den Aktualisieren-Button drückt.

4. Warten auf Moderation

Sollte es auch nach mehrmaligem Aktualisieren nicht geklappt haben, den Trackback „ins Ziel zu bringen“, dann hilft manchmal auch einfach ein wenig Geduld. Es gibt nämlich einige Blogger, die eingehende Trackbacks erst einmal kontrollieren wollen und daher WordPress so eingestellt haben, dass Trackbacks zunächst in der Moderations-Warteschleife oder im Spam-Ordner landen, von wo sie erst durch den Administrator des Blogs geprüft und freigeschaltet werden müssen.

Da könnt ihr dann leider nur darauf hoffen, dass euer Trackback dort auch gesehen und zu einem späteren Zeitpunkt freigegeben wird. Manche Blogger kontrollieren das häufiger, manche aber auch eher selten.

Fazit

Wie ihr seht, gibt es in der Tat einige Dinge zu beachten, die man tun kann, wenn man einen Trackback erfolgreich absenden will. Abschließend sei jedoch noch darauf hingewiesen, dass man die Trackback-Funktion niemals zum Spammen nutzen sollte. Wenn ihr einen anderen Blog verlinkt und „anpingt“, dann solltet ihr dies machen, weil der verlinkte Artikel zu eurem eigenen Artikel tatsächlich passt. Zudem solltet ihr in eurem Beitrag dann an passender Stelle auch explizit auf den anderen Blog verlinken. Dann steht einer erfolgreichen Vernetzung der Blogosphäre nichts mehr im Wege.

Natürlich kann man mit den oben genannten Tipps und Verhaltensweisen trotzdem nicht garantieren, dass die Track- und Pingbacks zu 100% ihr Ziel erreichen, aber die Chance dafür wird doch mehr als deutlich erhöht.

Habt ihr euch bislang Gedanken um eure Trackbacks gemacht? Oder werdet ihr es nach dem Lesen dieses Artikels nun eher tun? Habt ihr vielleicht noch zusätzliche Tipps, Anregungen oder Hinweise? Auch für zusätzliche Fragen ist hier selbstverständlich noch Platz.

Foto: Angela Parszyk / pixelio.de


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