Tipps, wie man Trackbacks erfolgreich sendet

Foto: Angela Parszyk / pixelio.de
Gestern stieß ich bei Thomas auf einen interessanten Artikel, in welchem er sich mit Trackbacks und Pingbacks beschäftigt. Ihm geht es darum, die Blogosphäre wieder dafür zu sensibilisieren, wie man Trackbacks so nutzt, dass sie auch wirklich ankommen.
Da ich diese Sensibilisierungs-Aktion gut finde (Information schadet ja nicht^^), möchte ich mich mit diesem Artikel gerne daran beteiligen und euch einige kleine, leichte Tipps und Verhaltensweisen aufzeigen, wie ihr Track- und Pingbacks richtig sendet, so dass sie den angeschriebenen Blog nach Möglichkeit auch tatsächlich erreichen.
Was ist ein Trackback eigentlich?
Vorher noch ganz kurz eine Erklärung, was ein Trackback eigentlich ist, schließlich kennt sich nicht jeder Laie mit solchen Fachbegriffen aus. Wenn ihr über einen Artikel schreibt, den ihr auf einem anderen Blog gelesen habt, weil der Artikel im anderen Blog ein ähnliches Thema hat oder euch irgendwie zu eurem eigenen Beitrag inspiriert hat, dann gehört es in der Blogosphäre zum guten Ton, im eigenen Beitrag auf den anderen Blog-Artikel zu verlinken.
Merke: Gute Blogger haben keinen Link-Geiz, sondern nennen ihre Quellen! Das fördert die Vernetzung unter den Blogs und gibt euren Lesern gleichzeitig die Möglichkeit, einen themenähnlichen Artikel auf einem anderen -ihnen möglicherweise noch unbekannten- Blog zu lesen, wenn sie euren Link auf den externen Blog-Artikel anklicken.
Auch für euch hat so eine Verlinkung Vorteile, denn im Kommentarbereich des anderen Blogs erscheint dann in den Kommentaren des Verlinkten Artikels normalerweise ein Link auf euren eigenen Beitrag. So werden Leser des anderen Blogs (und dessen Autor natürlich) vielleicht auch auf euren Blog aufmerksam. Dieser automatisch erscheinende Kommentar mit einem Link zu eurem eigenen Beitrag nennt man Trackback (bzw. eigentlich Pingback, aber ich will es für Laien jetzt nicht zu kompliziert machen und verwende daher den bekannteren Terminus Trackback in etwas “lascher” Form).
Was ihr beachten müsst, damit so ein Trackback auch tatsächlich ankommt, möchte ich euch an dieser Stelle jetzt gerne anhand eigener Erfahrungen auflisten:
1. Zeit für den Trackback erhöhen
Wenn euer Blog mit WordPress als Blogsystem läuft, solltet ihr beachten, dass in WordPress seit Version 2.7.1 die Zeit, die ein Trackback maximal vom Server bekommt, um erfolgreich gesendet zu werden, standardmäßig bei lediglich 0,01 Sekunde(!) liegt. Es dürfte klar sein, dass das ein extrem kleines Zeitfenster ist, so dass viele Trackbacks gerne bereits hier von Anfang an hängen bleiben. Allerdings habe ich in der Vergangenheit bereits eine Anleitung geschrieben, wie man dem Trackback mehr Zeit geben kann. Ist ganz einfach umzusetzen und kann ich nur jedem empfehlen.
2. Trackback-Feld nutzen
Wie auch bereits Thomas in seinem Artikel sehr richtig festgestellt hat, gibt es in WordPress unterhalb des Editor-Fensters, in welches man seine Texte schreibt, ein separates Trackback-Fenster.

Aufgrund des dort stehenden Hinweises, dass man bei einem “Anpingen” eines anderen WordPress-Blogs nichts weiter tun müsse, geht Thomas -wohl nicht zu unrecht- davon aus, dass viele Blogger dieses Feld sträflich vernachlässigen und sich stattdessen auf die Automatik verlassen. Tut das nicht! Füllt lieber zur Sicherheit dieses Feld auch noch aus. Zum einen läuft nicht jeder Blog auf Grundlage von WordPress, es gibt auch noch andere verbreitete Blog-Systeme. Zum anderen läuft diese Automatik auch bei WordPress-Blogs alles andere als einwandfrei, so dass man sich nicht darauf verlassen sollte.
Schaut mal in euren WordPress-Blog unterhalb eures Editor-Fensters nach, wo sich das Trackback-Feld befindet. Dort kommt ebenfalls der Link zum fremden Artikel rein, wie im oberen Screenshot.
WICHTIG: Hinter den Slash ( / ) des Links müsst ihr dann noch ein abschließendes “trackback/” schreiben! Genau so, wie im obigen Beispiel, so dass der Trackback-Link später folgende Systematik hat:
http://fremder-blog.de/fremder-artikel/trackback/
Wenn ihr diese beiden Tipps befolgt, steigt eure Chance, dass ein Trackback tatsächlich beim anderen Blog ankommt, enorm.
3. Artikel aktualisieren (aber nur mit Plugin!)
Wenn euer Trackback trotz der vorgenannten Tipps nicht durchkommt, könnt ihr es auch mit der Holzhammer-Methode versuchen und den Trackback nochmal schicken, indem ihr den Aktualisieren-Button drückt. Das ist der Button, den ihr auch geklickt habt, um den Artikel zu veröffentlichen (“Publizieren”). Nach der Publikation ist er mit “Aktualisieren” beschriftet.
ABER VORSICHT! Standardmäßig werden bereits einige Dienste von WordPress-Blogs angepingt, in denen die Veröffentlichung eines neuen Artikels bei euch publik gemacht wird. Welche Dienste das sind, könnt ihr sehen, wenn ihr in euren “Einstellungen” auf den Punkt “Schreiben” klickt und ganz nach unten scrollt. Unter “Update Services” sind dann die Dienste einsehbar.
Wenn ihr nun mehrfach auf Aktualisieren klickt, um euren Trackback beim anderen Blog-Besitzer zu veröffentlichen, wird auch jedesmal wieder ein Ping an die o.g. Dienste verschickt. Diese Dienste werten ein solches Verhalten schnell als Spam, weswegen euer Blog dann auf einer Blacklist landen könnte.
Um dies zu verhindern, gibt es ein praktisches Plugin, den Maxblogpress Ping Optimizer. Dieses Plugin kontrolliert eure Track- und Pingbacks und verhindert, dass ihr die o.g. Update-Services erneut anpingt, wenn ihr mehrfach auf den Aktualisieren-Button drückt.
4. Warten auf Moderation
Sollte es auch nach mehrmaligem Aktualisieren nicht geklappt haben, den Trackback “ins Ziel zu bringen”, dann hilft manchmal auch einfach ein wenig Geduld. Es gibt nämlich einige Blogger, die eingehende Trackbacks erst einmal kontrollieren wollen und daher WordPress so eingestellt haben, dass Trackbacks zunächst in der Moderations-Warteschleife oder im Spam-Ordner landen, von wo sie erst durch den Administrator des Blogs geprüft und freigeschaltet werden müssen.
Da könnt ihr dann leider nur darauf hoffen, dass euer Trackback dort auch gesehen und zu einem späteren Zeitpunkt freigegeben wird. Manche Blogger kontrollieren das häufiger, manche aber auch eher selten.
Fazit
Wie ihr seht, gibt es in der Tat einige Dinge zu beachten, die man tun kann, wenn man einen Trackback erfolgreich absenden will. Abschließend sei jedoch noch darauf hingewiesen, dass man die Trackback-Funktion niemals zum Spammen nutzen sollte. Wenn ihr einen anderen Blog verlinkt und “anpingt”, dann solltet ihr dies machen, weil der verlinkte Artikel zu eurem eigenen Artikel tatsächlich passt. Zudem solltet ihr in eurem Beitrag dann an passender Stelle auch explizit auf den anderen Blog verlinken. Dann steht einer erfolgreichen Vernetzung der Blogosphäre nichts mehr im Wege.
Natürlich kann man mit den oben genannten Tipps und Verhaltensweisen trotzdem nicht garantieren, dass die Track- und Pingbacks zu 100% ihr Ziel erreichen, aber die Chance dafür wird doch mehr als deutlich erhöht.
Habt ihr euch bislang Gedanken um eure Trackbacks gemacht? Oder werdet ihr es nach dem Lesen dieses Artikels nun eher tun? Habt ihr vielleicht noch zusätzliche Tipps, Anregungen oder Hinweise? Auch für zusätzliche Fragen ist hier selbstverständlich noch Platz.
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Das sind wirklich gute Tipps. Mir sind sie zwar schon bekannt, weil ich das Problem auch eine Zeit lang hatte, aber ich wollte kurz angemerkt haben, dass das vor allem für Laien eine gute Hilfestellung ist. Ich hätte mich vor einigen Monaten über so einen Artikel sehr gefreut!
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@Sonja
Aber es kommen ja ständig neue Blogger hinzu und von denen, die schon länger bloggen, kennt sich ja auch nicht jeder unbedingt mit der Problematik aus oder liest sich da in meist schwerfällig geschriebene Dokumentationen ein.
So gesehen bin ich ein wenig spät dran
Denen wollte ich mit dem Artikel gerne eine kleine, leicht verständliche Tipp-Sammlung an die Hand geben. Und wenn ich deinen Kommentar so lese, scheint mir das ja gelungen zu sein
Danke jedenfalls für dein Feedback.
bisherige Kommentare: 13
Danke für die weiteren Tipps, habe eigentlich schon länger immer manuell den Link bei Trackback eingefügt. Allerdings ist mir vollkommen neu, dass ich dahinter nochmals ein trackback/ senden sollte. Danke für den guten Hinweis
.
Die Zeit habe ich auch bereits eingestellt und konnte schnell feststellen, wie die Trackbacks nun besser ankommen.
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Dank dir habe ich diese Tipps schon angewandt, allerdings stehe ich mit den Trackbacks irgendwie auf Kriegsfuß, die wollen einfach nicht ankommen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf!
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Dazu muß man wissen, daß WordPress standardmäßig einen Pingback an den anderen Blog sendet, sobald man ihn (den anderen Blog) im Beitrag verlinkt.

Sobald man nicht nur die Blogadresse allgemein angibt, sondern gezielt auf einen Beitrag verlinkt, erscheint auch ein kurze Mitteilung über den Pingback in den Kommentaren.
Ein Trackback wäre hier doppelt gemoppelt…
Das weiß ich von WP. Will ich aber, daß ein Nicht-Wordpress darüber informiert wird, daß ich einen Beitrag geschrieben habe, der zu dem auf dem fremden Blog paßt, setze ich grundsätzlich (zusätzlich zu der Verlinkung) einen Trackback.
Wissen muß man auch, daß man das – zumindest bei WordPress-Blogs – abschalten kann. Und das haben auch manche getan. Dort wird auch keine Hinweis auf die Verlinkung angezeigt. Höchstens im Admin-Bereich. Was aber eigentlich nicht Sinn der Sache ist…
Weiterhin muß man wissen, daß Trackbacks auch zum Spammen benutzt werden und man sollte sich eines Plugin bedienen, welches Trackback-Spam erkennt und zumindest erstmal nicht veröffentlicht !
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Danke für die Tipps. Ehrlich gesagt hatte ich mich mit dem thema noch nie bschäftigt. Werde mich aber bald dransetzen.
Gruß
Fulano
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Ich seh schon, da hab ich wieder was angestellt
, wieder ein Fass aufgemacht.
Das mit dem doppelt gemoppelt von Gucky kann ich schon verstehen. Allerdings – und so kann ich es hier bei mir beobachten – es gibt Blogs, da kann ich pingen was ich möchte und es geht nicht. Sende ich aber zum eigentlichen Textlink (also Ping) zusätzlich noch den Trackback, dann klappts auf Anhieb.
Das Doppelgemoppel mag einerseits vielleicht unsinnig erscheinen aber es klappt dann wenigstens. Ich sag mal so, ob ich an einer Haustür einmal oder zweimal hintereinander klingel – egal – Hauptsache es macht einer auf
.
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@stang2k
Freut mich, dass ich für ein wenig Information sorgen konnte – ich hoffe, dass deine Trackbacks dann künftig noch häufiger den erfolgreichen Weg ins Ziel finden werden.
Willkommen hier auf meinem Blog
@Janina
Kommt es denn IMMER vor, dass deine Trackbacks verloren gehen oder sind wenigstens ab und zu mal irgendwo welche durchgekommen?
@Gucky
Wie Thomas etwas unter dir ja schon schrieb, habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. In der Theorie SOLL der automatische Ping funktionieren (hat früher auch gut geklappt), in der Praxis klappt das heutzutage aber deutlich zu selten auf Anhieb. Da klopf ich dann lieber 2x an
@Fulano
Wenn noch Fragen oder Unklarheiten auftauchen sollten, weißt du ja, wo du mich findest
@Thomas
Ich finde es immer wichtig, solche Themen von Zeit zu Zeit mal wieder allen ins Gedächtnis zu rufen und darüber zu informieren.
Ich würde sagen, da hast du aber auf jeden Fall ein gutes Fass aufgemacht
Und ich hoffe, deinem Wunsch nach Verbreitung der Infos zu dieser Trackback-Problematik hiermit ein wenig gedient zu haben^^
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Aber klar bin ich damit einverstanden. Je mehr es lesen desto besser, ist ja ein Thema das man nie ganz aus den Augen verlieren darf. Von Links leben wir alle.
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Der ein oder andere Trackback ist schon angekommen.
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Links sind das Wesen des Internet…
Damit hat es angefangen, als es noch kein Multimedia gab.
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mmmmmhhhh, bisher habe ich mir über das Thema noch keine Gedanken machen müssen, da die automatischen Pings bisher immer angekommen sind. Bin ich da ne Ausnahme? Oft muss ich zwar warten, da sie freigeschaltet werden müssen, aber ansonsten hatte ich noch nie Probleme.
Trotzdem interessantes Thema!!!
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@Thomas
Super, das sehe ich genau so
@Janina
Ok, das bedeutet, dass man schonmal ausschließen kann, dass es an irgendwelchen vermeintlichen Sicherheitseinstellungen von deinem Hoster liegt. Die Variante mit mehrfacher Aktualisierung brachte auch keine Besserung?
@Gucky
Ein wahres Wort. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen. Nur “nackter” Text mit Links. Aber genau so hat es ja in der Tat angefangen
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@Melvenue
Wie gesagt, ich hatte da eine zeitlang arge Probleme mit. Die Reduzierung der Zeit brachte bei mir eine spürbare Verbesserung, genau wie die Nutzung des Trackback-Feldes. Aber wenn es auch so bei dir funktioniert, ist das natürlich der Idealfall und spricht dafür, dass du scheinbar einen schnellen, guten Server hast
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Bisher nicht. Aber ich habs in letzter Zeit auch nicht weiter verfolgt *schäm* Ich sag dir Bescheid, wenn es wieder akut wird und nicht funktioniert
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Das ist mein erster Kommentar und leider auch gleich eine vernichtende Kritik.
Zu “Was ist ein Trackback”:
Ein Trackback geht an die XML-RPC-Schnittstelle und wird in WP nur manuell verschickt. Ein Trackback erwartet vom anderen Blog eine Antwort (im XML-Format) über Erfolg oder Misserfolg. Zudem verschickt der Trackback den Excerpt von selbst. Um Trackbacks korrekt verarbeiten (nicht senden!) zu können, muss in WP die XML-RPC-Schnittstelle aktiviert sein (Einstellungen/Schreiben/Punkt Fernpublizieren – XML-RPC).
Ein Pingback KANN automatisch von WP verschickt werden (Einstellungen/Diskussion/Versuche jedes im Artikel verlinkte Weblog zu benachrichtigen). Ein Pingback wird mittels HTTP-POST übermittelt und enthält keine weiteren Inhalte außer der URL des eigenen Blogs. Das angepingte Blog muss sich darum kümmern das pingende Blog zu besuchen, den Excerpt zu holen und dann zu verarbeiten.
Ist die XML-RPC-Schnittstelle im Blog das einen Trackback erhalten soll deaktiviert, kommt auch kein Trackback an. Einige Blogs haben aus Sicherheitsgründen die XML-RPC deaktiviert, da helfen dann alle Tricks nicht weiter.
Sende ich einen Pingback, dann muss das angepingte Blog mein Blog besuchen und den Inhalt abholen. Ist mein Blog gerade Bussy oder lehnt es die Anfrage aus irgend einen anderen Grund ab, kommt der Pingback auch nicht durch.
Zu 1:
Der Timeout steht, zumindest in der aktuellen Version von WP, V3.0, auf 4 Sekunden. Die Aussage WP würde nur 0,01 Sekunden warten ist somit völliger Humbug (comment.php; Zeile 1795)
In älteren WP-Versionen wurde der Versand von Trackbacks und Pingbacks noch anders gehandhabt. Da wurden Pingbacks und Trackbacks über einen ganz normalen HTTP-POST-Request abgesetzt. Der timeout war dabei unerheblich.
Zu 3:
Trackbacks und Pingbacks werden nicht erneut verschickt wenn man seinen Beitrag aktualisiert. Das ist ein Sicherheitsmechanismus in WP um zu verhindern das jemand 20 Trackbacks/Pingbacks verschickt wenn er stundenlang seinen Beitrag ändert und veröffentlicht (z.B. ständig Updates zum Artikel hinzufügt). In älteren WP-Versionen gab es noch eine Option mit der man Pingbacks beim aktualisieren von Beiträgen erneut senden konnte, die wurde aber, verständlicherweise, raus geworfen.
Die Dienste die angepingt werden (Update-Service) werden darüber informiert ob es sich um einen neuen Beitrag oder eine Aktualisierung handelt. Gut programmierte Ping-Dienste können dann ihren Datenbestand aktualisieren und zeigen keine veralteten Beiträge an. Mittel gut programmierte Dienste (z.B. Google Reader) ignorieren zu viele Pings einfach. Sie sind “zu faul” ständig ihren Datenbestand zu aktualisieren.
Ganz schlecht programmierte Ping-Dienste werten viele Pings als Spam und werfen das Blog raus.
Mögliche Fehlerquellen für fehlende ping- und Trackbacks:
- Kommen Track- und Pingbacks gar nicht durch, kann dies auch am verwendeten Theme des gepingten Blogs liegen. Einige Blogs zeigen keine Ping- und Trackbacks an (meistens selbst gestrickte Themes). Da kann man pingen bis der Sack Reis umfällt, es nützt nichts.
- Nicht jedes Blog hat eine XML-RPC-Schnittstelle, manche haben diese deaktiviert (s.o.). Auf einen Trackback kommt normalerweise eine Antwort ob die Aktion erfolgreich war oder nicht. Diese XML-Antwort kann man via Plugin auswerten und anzeigen. Nur dann ist man sicher ob der Trackback überhaupt ankam (Request erfolgreich) und ob er erfolgreich verarbeitet wurde (XML-Antwort success/error).
- Bei WP-Blogs kann unter Einstellungen/Diskussion der Punkt “Erlaube Link-Benachrichtigungen von anderen Weblogs (Pingbacks und Trackbacks)” deaktiviert sein. Auch dann kann man Ping- und Trackbacks senden bis der große Kürbis kommt. Nützt nix.
- Nicht zuletzt kann man bei Wp bei JEDEN Artikel einzeln einstellen ob Pingbacks und Trackbacks angenommen werden (Feld Diskussion unterhalb des Eingabefelds für den Artikel). Ist diese Option im anderen Blog standardmäßig deaktiviert, kann man sich grün&dusselig pingen.
Im Zweifellsfall muss man also erst einmal den anderen Blogbetreiber fragen ob man ihn anpingen kann und darf. Ob man es kann, können nicht alle beantworten. Aber ob man es überhaupt darf oder ob Trackbacks und Pingbacks unterdrückt werden, sollte jeder Blogbetreiber beantworten können.
Pingbacks und Trackbacks sind technisch eine recht komplizierte Sache. Es gibt zig Fehlerquelen, sowohl im eigenen als auch im anderen Blog. Ich würde es eher vorziehen einen Kommentar zu hinterlassen und das andere Blog zu verlinken. dann kann ich mir zumindest sicher sein das Links in beiden blogs auftauchen.
PS:
Ich hoffe ich war nicht zu kritisch mit meiner Kritik.
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Falls jemand nur unkompliziert wissen will, wie man einen Trackback loswird, kann man hier gucken.
http://www.blog-anleitung.de/g-trackback.html
Natürlich hat der Kollege recht wenn er sagt, daß bei den beteiligten Blog die Voraussetzungen stimmen müssen. D. h. ich darf nichts abgeschaltet haben.
Ich bin aber nicht seiner Meinung, daß ich den anderen Blog erst fragen muß, ob er Ping oder Trackback haben will.
Wie ich schon sagte, ist der Grundgedanke dieser ganzen Sachen die Vernetzung der Blogs.
Wer es nicht mag, kann es ja anhand verschiedener Einstellung unterbinden.
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@Ralf
“Vernichtend” fand ich die Kritik keineswegs, sondern hilfreich, hat sie doch einige neue Aspekte beleuchtet.
Zunächst einmal Willkommen hier auf meinem Blog und vielen Dank für deinen “Artikel im Artikel”
Allerdings hätte ich da dennoch eine Nachfrage, insbesondere zu deinen Erläuterungen zu 1: in der comment.php ist in der Tat die Zeit auf 4 Sekunden eingestellt. In der cron.php wird der Timeout in Zeile 234 jedoch auch in Version 3 bislang immer noch auf 0.01 gestellt. Werden dadurch die 4 Sekunden nicht wieder “kassiert”? Oder haben wir das bislang alle (wurde ja von vielen, z.T. in meinen Augen auch recht sachverständigen Leuten erfolgreich getestet) tatsächlich falsch verstanden / interpretiert?
Ich selbst hab mit dieser Methode in der Vergangenheit tatsächlich gute Erfahrungen gemacht, weswegen ich bislang keinen Zweifel daran hatte, dass diese Methode funktioniert. Während vorher annähernd gar kein Track-/Pingback durchkam, lief es nach dem Heraufsetzen des Limits von 0.01 auf 1.00 spürbar besser, plötzlich kam eine Vielzahl davon an. Es würde mich halt wundern, wenn das alles Zufall gewesen sein sollte?
Dein Tipp, lieber einen Kommentar mit Link zu hinterlassen, hat allerdings -das muss ich zugeben- durchaus etwas für sich. Während ein Track-/Pingback für sich allein ja doch recht “nackt” und lieblos aussieht, kann man einen separaten Link mit einem individuell passenden Kommentar noch wunderbar verpacken
@Gucky
Wobei deren Erklärung zu Pingback sich dann wieder -wenn ich es richtig verstanden habe- mit Ralfs Erklärung beißt, dass Pingbacks ja quasi vom angepingten Blog “abgeholt” werden. Andererseits muss man es für Laien wohl auch nicht zu kompliziert machen mit der Erklärung^^
Sehr coole Erklärung im Sendung-mit-der-Maus-Stil
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Wau. Da wollte ich nur schnell was einwerfen und lesen den Kommentar von Ralf – Knaller.
Also diesen myteriösen Timeout-Wert in der cron.php halte ich auch für… na ja.
Ich habe diesen “Hinweis” noch auf keinem Blog gelesen, wo ein Profi sich den betreffenden Code angesehen UND verstanden hat.
Mag sein, dass es INDIREKT damit zu tun hat – direkt aber nicht wirklich. Wobei ich weder die Lust noch das Wissen hatte, den WP-Code nachzuvollziehen.
Aber – @Ralf – beim “aktualisieren” eines Artikels wird sehrwohl nochmal ein Ping abgesetzt, erlebe ich reproduzierbar bei mir selbst.
Z.B. verlinke ich in einem neuen Artikel drei ältere. Beim ersten veröffentlichen kommen zwei Pings durch – beim aktualisieren der dritte.
Ich nehme an, WP sendet keine Ping/Trackback für Einträge, die bereits erfolgreich gekennzeichnet wurden – alle anderen jedoch schon?
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@Marc
Stimmt, den WP-Code als Ganzes zu betrachten, ist schon ein “nettes Stück Arbeit”. Wie gesagt, nach der entsprechenden Änderung konnte ich bei mir durchaus eine nachvollziehbare Verbesserung feststellen. Da sich -den Berichten nach zu urteilen- auch andere damit behelfen konnten, mag ich nicht so recht an Zufall glauben. Aber vielleicht hast du recht und das ganze hängt einfach indirekt irgendwie zusammen – dann wäre es halt von demjenigen, der es damals herausgefunden hat, möglicherweise ein Zufallstreffer gewesen… aber solange es hilft (direkt oder indirekt) soll es mir recht sein
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Mein nächster Kommentar wird wahrscheinlich auch ein “Artikel im Artikel”, hilft aber hoffentlich zu verstehen was passiert wenn man den Wert von timeout ändert und warum es nicht so optimal ist den Wert einfach zu ändern.
Ich habe mich noch mal etwas tiefer in die Materie gekniet und geschaut wie das mit den Trackbacks zustande kommt und wie es mit der cron.php zusammen hängt. Alle Angaben (Dateien & Zeilen) beziehen sich auf die aktuelle Version 3.0.1.
wp_remote_post(Zeile #234; cron.php) macht nichts anderes als eine andere Datei auf einen (entfernten) Server via HTTP POST aufzurufen. Schaut man sich Zeile 233 an, dann stellt man fest das die Datei/wp-cron.phpauf dem eigenen Server aufgerufen wird. Der Wert ‘timeout’ wird dabei für verschiedenste Dinge verwendet da es verschiedene Methoden gibt eine Verbindung herzustellen. Unter anderem wird timeout dazu verwendet um die schnellste Methode heraus zu finden.wp-cron.phpversendet allerdings auch keine Trackbacks oder Pingbacks, beide Dateien sind also eine Sackgasse bei der Suche.Überlegt man sich mal kurz was bei WP ein Cron ist, also was diese Dateien machen, dann kommt man zu der Erkenntnis das sie Aufgaben “Zeitgesteuert” abarbeiten. Zeitgesteuert muss man hierbei in Anführungszeichen setzen, denn WP beherrscht keine echten Cronjobs. Bei jedem Seitenaufruf wird eine Liste mit WP-Cronjobs abgearbeitet und geschaut ob der Cronjob bereits hätte erledigt werden müssen. Ist dies der Fall, wird der Cronjob ausgeführt.
Mit etwas Wissen um WP und ein weniig nachdenken kommt man dann ganz schnell zur Datei
default-filters.php. Track- und Pingbacks werden beim Veröffentlichen von Artikeln verschickt. Also schaut man mal nach dem Filterpublish_post(#227; default-filters.php) und findet dort die Funktion_publish_post_hook. Diese Funktion steht wiederum inpost.php(#4239). Und in Zeile 4258 finden wir endlichwp_schedule_single_event(time(), 'do_pings');. do_pings finden wir als Hook wieder indefault-filters.php(#216) und verweist auf die Funktiondo_all_pingsin der Dateicomments.php(#1590).Und dort finden wir letzten Endes (als Kommentar)
//Do Pingsund//Do Trackbacks. Rätsel gelöst.WP erzeugt beim Veröffentlichen eines Artikels einen Cronjob der einmalig beim nächsten Seitenaufruf abgearbeitet wird.
Was läuft nun schief wenn Trackbacks nicht durch kommen? Ich vermute mal das der Server nicht genug Ressourcen hat um alle Aufgaben aus der Liste der Cronjobs abzuarbeiten. Einige Cronjobs werden schlichtweg nicht abgearbeitet oder werden unfertig abgebrochen. Mal trifft es die Trackbacks, mal was anderes. Das erhöhen des timeout kann das Problem lösen, kann es aber auch schlimmer machen. Im besten Fall wird das Blog einfach grottenlangsam. Denn
cron.php wartet jedes mal so lange mit den nächsten Aufruf vonwp-cron.phpwie Sekunden in timeout angegeben sind. Schlimmer aber noch, mit dem Ändern dieses Wertes nimmt man auch Einfluss auf alle anderen Cronjobs. Je nachdem welche Plugins man eingebaut hat, schießt man so seinem eigenem Blog unter Umständen ins Knie.Häufige Ursache für solches Fehlverhalten ist zu wenig Speicher. WP benötigt von Version zu Version mehr Speicher. Aktuell werden 32MB mindestens benötigt, empfohlen werden 64MB. Eine Anleitung wie man das Speicherlimit herauf setzen kann, findet man im Codex.
Dies ist eine mögliche Fehlerquelle, es gibt da sicherlich noch mehr. Da müsste man mit Debug-Optionen und Logfiles mal etwas genauer auf die Fehlersuche gehen.
Das Rumpfuschen in den Core-Dateien ist jedoch ein absolutes NoGo. WP bietet ausreichend Hooks und Filter an um auf solche Situationen einzugehen. Zum Beispiel könnte man aus dem einmaligen Cronjob ein wiederkehrenden machen bis alle Trackbacks verschickt sind. Wäre definitiv die sauberere Lösung die auch ein Backup von WP überleben würde.
@Marc:
Ja, WP führt eine Liste der Ping- und Trackbacks die bereits ausgeführt wurden. In den Daten zu jeden Artikel stehen die URLs die angepingt werden sollen und die, die bereits angepingt wurden. In der Datenbank sind das in der Tabelle wp_posts die Felder to_ping und pinged. Die Liste der anzupingenden URLs wird bei einem Update des Artikels natürlich erneut abgearbeitet und noch nicht gesendete Ping-&Trackbacks werden gesendet.
Auch hier könnte man natürlich ganz gut mit einem Plugin nachhelfen welches alle unausgeführten Ping-&Trackbacks nachträglich sendet.
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@Ralf
Danke für die weiterführenden Hinweise und die Arbeit, dass du dich mal ein wenig tiefer in den WP-Code “gewühlt” hast. Dass durch die Erhöhung des Wertes eine “Verlangsamung” herbeigeführt wird, kann ich übrigens bestätigen. Ich meine sogar, mich entsinnen zu können, dass irgendwo mal jemand zu dem Tipp zusätzlich hingewiesen hat, dass man den Wert in der Tat nicht zu hoch ansetzen soll, weil das System sonst nach dem Publizieren / Aktualisieren zu lang lahmgelegt wird. Das würde sich ja dann mit deinen Angaben decken.
bisherige Kommentare: 52
@Ralf, klasse Nachschlag, danke dafür!
Eine Frage zu to_ping und pinged mit dem cronjob:
Ist es nicht so, dass versucht wird alle to_pings ALLER Artikel durchzuführen, wenn man einen beliebigen Artikel veroffenentlicht oder aktualisiert?
bisherige Kommentare: 3
@Marc: Ja. So wie die DB-Abfrage gestaltet ist, wird versucht alle ungetätigten Trackbacks in allen Artikeln abzuarbeiten.
bisherige Kommentare: 169
Wow, das ist auch eine Wissenschaft für sich *g*
Ich meine mich dunkel daran erinnern zu können, das Tanja im Crazy Blog der Thematik gefolgt ist. Sie kam zu der Erkenntnis, das eine mögliche Fehlerquelle beim Hoster im Bereich Memory Limit zu suchen sei.
@Sascha: so in etwa war es doch, oder?
Erdbeere mit fragendem-Blick-Gruß
bisherige Kommentare: 2861
@Erdbeere
Ja stimmt, das war noch eine zusätzliche Fehlerquelle, die bei umfangreicheren Blogprojekten zutage treten kann, wenn die Abarbeitung aufgrund des fehlenden Memorys vorzeitig abgebrochen wird.
bisherige Kommentare: 169
Huhu Sascha,
habe mir erlaubt, Deinen Artikel den “Unwissenden” meiner Blogparade zu empfehlen *g*
Erdbeere mit-ich-lande-selbst-in-meinem-Spamordner-Gruß
bisherige Kommentare: 2861
@Erdbeere
Hatte ich auch schon in deinen Kommentaren gelesen. Dass sich deine eigene Spam-Abwehr nun schon gegen dich richtet, finde ich allerdings ziemlich merkwürdig.
Klar, immer gerne
bisherige Kommentare: 34
Das was Ralf hier teilweise beschreibt bzw. erklärt ist genau das, womit ich mich bereits im Mai diesen Jahres mehrere Wochen rumgeärgert hatte, siehe: http://www.crazytoast.de/pingbacks-trackbacks-problem-memory-limit-wordpress.html
Wir hatten ja einige Zeit gedebuggt und es lag eindeutig am Memory Limit.
Mit der 3er Version ist aufgrund des erhöhten Speicherverbrauchs von WordPress diese Problematik noch um einiges verbreiteter. Ich habe seitdem das xmlrpc-Log aktiv und wenn ich das öffne, dann werde ich überschüttet mit eingehenden leeren Trackbacks, die überhaupt gar keine Informationen erhalten. Auch ein Anzeichen dafür, dass die Problematik wesentlich weiter verbreitet ist, als die meisten glauben
bisherige Kommentare: 2861
Ich glaube, eines wird in jedem Fall ziemlich klar: das Thema Track- und Pingbacks ist extrem vielschichtig und teilweise undurchsichtig, so dass es uns noch eine ganze Weile beschäftigen wird
Trackbacks/Pingbacks:
[...] GESICHTET.net Auch ein schönes Blog, dass ich schon lange lese. Sascha gibt aktuell Tipps zu Trackbacks. [...]
problematik trackbacks…
trackbacks und pingbacks sind seit je her ein leidiges thema bei wordpress. immer wieder finden sich artikel in der blogosphäre in denen entmutigte blogger ihrem unmut freien lauf lassen. andauernd kommen trackbacks nicht an, verschwinden pingback…
[...] da wir gerade eh im Header sind und letztens erst wieder die Diskussionen um (nicht ankommende) Ping- und Trackbacks hatten: In die header.php gehört [...]
Wenn Pingbacks nicht ankommen…
Pingbacks und Trackbacks sind eine feine Sache. Mein WordPresssystem informiert automatisch andere Blogger, wenn ich auf sie verlinke. Also, wenn ich mich auf sie beziehe, einen Artikel erwähne und verlinke. So erfährt nicht nur der andere Blogger, das…
[...] Sollte dann immer noch nichts angekommen sein, könnt ihr ja auch mal schauen, ob ihr alle Ratschläge für ankommende Trackbacks befolgt [...]