Das Kind in Dir – Thema: Gesellschaftsspiele

Mit der diesmaligen Folge seiner Aktion “Das Kind in dir” macht Heuni das Dutzend komplett. Wer die Aktion noch nicht kennt: in unregelmäßigen Abständen gibt Heuni auf seinem Blog ein Thema vor und die Blogger, die teilnehmen möchten, können dann einen Eintrag dazu verfassen, was sie mit dem Thema im Bezug auf ihre Kindheit in Verbindung bringen. Auf diese Weise reflektiert man über beinahe vergessene, eigene Kindheitserinnerungen und lernt die anderen Blogger, die an der Aktion teilnehmen, mitunter von einer ganz anderen Seite kennen.
Keine Sorge, eine Pflicht zur Teilnahme gibt es nicht. Wer ein Thema interessant findet, kann zu diesem Thema teilnehmen und das nächste beispielsweise wieder auslassen, wenn es hierzu nichts zu sagen gibt. Wobei sich Heuni sicherlich über eine stets rege Beteiligung freut
Diesmal hat er als Thema die Gesellschaftsspiele ausgerufen. Kinder und Gesellschaftsspiele, da gibt es doch sicherlich einiges zu erzählen, oder?
Bei mir in jedem Fall. Ich bin ja mit zwei kleineren Schwestern gestraft worden aufgewachsen und hatte überdies ein Elternhaus, in dem auch immer mal wieder ganz gerne Gesellschaftsspiele gespielt wurden, so dass ich recht viel und intensiv Kontakt zu Gesellschaftsspielen hatte.
Manchmal glaube ich, dass das etwas ist, was heutzutage in vielen Familien zu kurz kommt. Dabei bieten Gesellschaftsspiele eine wunderbare Möglichkeit, Zeit mit der gesamten Familie zu verbringen, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, miteinander zu reden, zu spielen und zu scherzen. Ganz nebenbei lernt man so noch, wie man ein guter Gewinner, aber auch ein guter Verlierer ist, wie man also auch adäquat mit Frust umgeht, oder auch wie man sich für oder mit anderen zusammen freuen kann.
Wir hatten damals eine sehr große Spielesammlung. Angefangen hat alles mit der Spielesammlung “4 erste Spiele”, welches einige vielleicht noch aus der Kindergartenzeit kennen?

Danach folgten unzählige Spiele, von Klassikern wie “Mensch ärgere dich nicht” bis hin zu den im morgendlichen Kinderprogramm immer fleißig beworbenen Spielen wie Avanti Spaghetti.

Später folgten dann auch Dinge wie “Rummikub”, eine Art von Romme mit Steinen statt Karten und Evergreens wie “Das Spiel des Wissens”, was für kleine Klugscheißer wie mich natürlich ein ideales Spiel darstellte
Sehr viel Spaß hatte ich überdies mit dem Spiel “Hero Quest”, in welchem man allein oder gemeinsam mit einer Gruppe gegen einen Spielleiter antrat und auf einem immer wieder neu aufgebauten Brett Quests lösen und Abenteuer bestehen musste. Hierbei sahen sich die Helden (Barbarenkrieger, Magier, Bogenschützen etc.) Horden von Monstern entgegen. Das Spiel beflügelte definitiv die Phantasie und war eine Art “Das schwarze Auge”-RPG in Brettspielform, denn auch in Heroquest konnte man seinen Charakter mit der Zeit immer weiter ausrüsten und Attribute steigern.

Irgendwann schlenderten wir mal mit meinen Großeltern über den Flohmarkt und ich sah, dass an einem Stand ein Erweiterungspack für Hero Quest originalverpackt für nur 10 D-Mark verkauft wurde. Er beinhaltete neben neuen Figuren auch weitere Spielbretterweiterungen, neue Karten, Fallen, Türen und natürlich ein komplett neues Spielbuch mit neuen, unbekannten Abenteuern. Ein kurzer Enkel-Blick genügte und schon hatten Oma und Opa mir das Spiel gekauft.
Mehrere Jahre später -inzwischen war der Euro als Währung eingeführt- habe ich das Erweiterungspack bei Ebay verkauft, da ich das Hauptspiel bereits verschenkt hatte. Und was soll ich sagen? Für 10 DM (umgerechnet knapp 5 Euro) gekauft, bei Ebay später für über 80 Euro verkauft! Inzwischen war das Spiel scheinbar zu einer immer noch beliebten Rarität geworden.
Welche Gesellschaftsspiele sind euch denn aus eurer Kindheit noch in Erinnerung geblieben? Sind euch die “4 erste Spiele” auch noch ein Begriff? Oder mit welchen Spielen hat es bei euch angefangen?
Artikel weiterempfehlen und Blog unterstützen:
Ähnliche Artikel:
- Das Kind in dir – Thema: Kindergeburtstage
- Das Kind in dir – Thema: Spielzeug
- Das Kind in dir – Thema: Abenteuer draußen!







bisherige Kommentare: 169
Ich kann mich daran erinnern, das ich sehr gerne “Halma” und “Kalah” spielte. Letzteres ist ein Afrikanisches Gesellschaftsspiel. Welches meine Patentante, sie im Besitz eines Spielwarenladens *big-kinder-smile* meinem Bruder zu Weihnachten schenkte.
Heute spielt der Erdbeere gerne Online Games, aber auch sehr gerne Scrabble (offline)
Gewittrige Erdbeergrüße
bisherige Kommentare: 13
Das mit “4 erste Spiele” kenne ich auch noch sehr gut, zumindest ist der Vogel sehr einprägsam. Zudem habe ich früher immer gerne “Spiel des Lebens” und “Monopoly” gespielt. Auch das “verrückte Labyrinth” durfte nie fehlen.
bisherige Kommentare: 78
Deine Spiele hören sich auf jeden Fall super interessant an und ist eine tolle Mischung! HeroQuest kannte ich noch nicht, aber Quests und Monster sind immer gut
Ich spiele auch heute gerne noch Gesellschaftsspiele, auch wenn viel zu selten. Wir können ja mal einen Blogger-Spieleabend veranstalten
bisherige Kommentare: 63
Also “4 erste Spiele” kenn’ ich gar nicht… HeroQuest ist mir wohl ein Begriff, hat mich als Mädchen aber eher weniger interessiert
Und alles andere weißt Du ja schon
Aber kannste mal sehen… hab ich ja schon gesagt, in Zeiten von Playstation & Co. werden Gesellschaftsspiele immer seltener gespielt und schnell zu Raritäten, die sogar ein bischen Geld bringen.
bisherige Kommentare: 2861
@Erdbeere
Hui, eine Patentane mit eigenem Spielwarenladen?? Na, wenn da einem Kind nicht die Augen funkeln, dann weiß ich auch nicht
@stang2k
Das verrückte Labyrinth wollte ich immer haben, hab es aber nie bekommen, weswegen ich das nur einige male bei Freunden gespielt habe. Monopoly war in der Tat immer interessant, nur konnten sich die Monopoly-Abende teilweise echt in die Länge ziehen und bis tief in die Nacht gehen, bis man die anderen endlich in den Ruin getrieben hatte
@Janina
Leider haben Gesellschaftsspiele (wenn man sie nicht mit bzw. wegen Kindern spielt) bzw. Spieleabende ja bei einigen Menschen ein negatives, langweiliges oder “spießiges” Image, so dass sich solche Abende manchmal seltener realisieren lassen, als man dies vielleicht gerne hätte.
@Nicole*
Stimmt, da werden Gesellschaftsspiele wirklich schnell zu Raritäten. Wobei ich selbst auch recht früh Spielkonsolen hatte und mich dennoch nebenher für Gesellschaftsspiele begeistern konnte. Ist halt was ganz anderes, ob man mit anderen an einer Konsole oder an einem Tisch sitzt
bisherige Kommentare: 106
Och, in meine Kinderzeit liebte ich DKT und Risiko.
Wobei ich diese Gesellschaftsspiele noch immer gerne spiele
bisherige Kommentare: 66
Bei uns zuhause haben wir immer Monopoli, Mensch ärgere dich nicht, Canasta und Bridge gespielt wenn es möglich war. Aber mein allerliebstes Spiel war meinen Dad mit Wasserfarbe auf dem Rücken zu malen
bisherige Kommentare: 2861
@Nila
Risiko kenne ich, aber von DKT hatte ich bis dato noch nie gehört. Habe gerade mal danach gegooglet und erfahren, dass es wohl tatsächlich bei “euch” in Österreich ziemlich beliebt (gewesen?) sein soll. Worum geht es denn genau in dem Spiel?
@patsy
Wie kommt man denn darauf, den Vater mit Wasserfarben zu bemalen? Und dann auch noch auf dem Rücken?
bisherige Kommentare: 169
Das war so Klasse sage ich Dir. Dennoch verhielt ich mich immer bescheiden. Wenn wir im gesagten Laden waren, habe ich nie gejammert: “ich will dies, ich will das!”
Anders als heute, heute wollen Kinder grundsätzlich was und bekommen es auch. Finde ich pädagogisch gesehen, nicht wertvoll!
Huch-die-Sonne-kommt-Gruß
Erdbeere
bisherige Kommentare: 2861
@Erdbeere
Sinnvoll ist das wirklich nicht. Frustration ist zwar nicht schön und soll natürlich auch kein Dauerzustand in der Kindheit sein, aber es kann nicht schaden, wenn ein Kind erkennt, dass man eben nicht immer alles bekommt, was man will. Je eher man das einem Kind beibringt, desto weniger schlimm dürfte das für die Zukunft des Kindes sein – in meinen Augen
bisherige Kommentare: 66
Das war irgendwie bei uns etwas normales. Wenn Daddy Zeit dazu hatten, durften wir Ihn anmalen – manchmal wollte ich dann allerdings die Brustseite haben, da ich “Augen” brauchte *lach*
Mein Daddy war echt cool bei sowas und es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht wenn ich ihn anmalen durfte
bisherige Kommentare: 2861
@patsy
Aber trotzdem muss man erstmal auf die Idee kommen^^
Also, dass DAS lustig war, kann ich mir ohne Probleme vorstellen. Vor allem für Kinder
bisherige Kommentare: 1
Gerade suche ich nach dem “Spaghetti Spiel”, und ein Bild aus Google bringt mich hier her.
Das waren noch Zeiten, wirklich tolle Games! Einige aus dieser Liste habe ich aber noch nicht einmal miterlebt.
bisherige Kommentare: 2861
@Daniel
Es ist nie zu spät, um damit anzufangen
Trackbacks/Pingbacks:
[...] Sascha spielte wohl des öfteren Avanti Spaghetti oder auch das Fantasy Spiel Hero Quest, welches mich ja mal brennend interessieren würde. Von der Beschreibung erinnert es mich an Talisman, das älteste Fantasy-Brettspiel überhaupt. [...]