Das Kind in dir – Thema: Kindergeburtstage

Das Kind in dir

Ich muss gestehen, es ist nun schon eine Weile her, seit ich das letzte mal an Heunis Aktion “Das Kind in dir” teilgenommen habe. Doch obwohl ich da ein wenig “geschludert” habe, bin ich nun rechtzeitig zur Jubiläumsfolge, nämlich dem 10. Teil seiner Serie, wieder mit an Bord.

Für alle, die mit der Aktion “Das Kind in dir” nichts anfangen können, sei gesagt, dass Heuni auf seinem Blog in unregelmäßigen Abständen ein Thema vorgibt, zu welchem man dann innerhalb einer bestimmten Frist einen Artikel mit entsprechenden Kindheitserinnerungen verfassen kann. Auf diese Weise lernen nicht nur die Leser eines Blogs “ihren” Autoren besser kennen, sondern der Schreiber selbst beschäftigt sich zudem mal wieder mit seiner Kindheit und erinnert sich nicht selten an längst in Vergessenheit geratene Ereignisse.

Da es sich bei Folge 10 um eine Art Jubiläum handelt -an dieser Stelle meine herzlichen Glückwünsche zu dieser gelungenen Aktion an Heuni- hat sich dieser entschlossen, als Thema diesmal Kindergeburtstage, ja auch eine Art von Jubiläum, vorzugeben.

Obwohl es da einige interessante Ereignisse gibt, musste ich nicht lange überlegen, denn ein “erotischer” Kindergeburtstag ist mir in besonderer Erinnerung geblieben.

Nun, erotisch ist in diesem Zusammenhang vielleicht ein wenig hoch gegriffen, wenn man sich vor Augen führt, dass es sich um meinen neunten Geburtstag handelte, von dem ich nun in der Folge erzählen möchte. Aber einen bleibenden Eindruck haben die Ereignisse dieses Tages in jedem Fall hinterlassen.

Bei uns gab es zu Kindergeburtstagen immer eine strikte Trennung; an einem Tag kam die Verwandtschaft (Großeltern, Tanten, Onkel), am anderen Tag die gleichaltrigen Freunde. Während die Feier mit den Verwandten meist daheim traditionell bei Kaffee und Kuchen stattfand, wechselte der Ort bei den gleichaltrigen Freunden gerne mal.

Mal wurde daheim bei Kuchen und Topfschlagen gefeiert, eine Weile waren Feiern bei McDonalds ganz groß in Mode und manchmal standen auch völlig andere Orte auf dem Kindergeburtstags-Programm. So eben auch an meinem neunten Geburtstag. Ich hatte einige meiner Schulfreunde ins Kino eingeladen. Es lief der Disney-Film Oliver & Co. Nachdem sich das Vorprogramm endlos in die Länge gezogen hatte, waren wir alle ziemlich froh, als endlich der eigentliche Film anfing.

Für diejenigen, die den Film nicht kennen sollten: Katzenbaby Oliver strandet allein in der Großstadt New York und trifft dort auf eine Gruppe von Hunden, zu denen sich im Laufe des Films eine Freundschaft entwickelt. Zwischendurch erlebt er spannende Abenteuer auf der Suche nach einer neuen Familie und Entführungen durch “böse Buben”.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich im hinteren Teil des Films nicht mehr ganz so viel vom Film mitbekommen habe. Wir hatten uns die besten Plätze im Kino gesichert, also oberste Reihe in der Mitte. Links neben mir saß ein Mädel, welches ich damals schon “ziemlich gut leiden” konnte ;) Nein, da geschah wirklich nichts mit Absicht, höchstens rein “instinktiv”. Jedenfalls bemerkte ich plötzlich, dass ich sie im Arm hielt und ihr über den Kopf streichelte, was ihr wohl zu gefallen schien… immerhin hatte sie im Laufe der Zeit ihren Kopf auf meine Schulter gelegt.

Irgendwann machten wir dann, was man halt in solchen Situationen im Kino macht – und weswegen man vom eigentlichen Film nicht mehr allzu viel mitbekommt. Wobei ich dazu sagen muss, dass das alles für das Alter noch angemessene und “harmlose” Küsse waren, also nix mit Zunge oder so. Das kam erst in späteren Jahren. Dennoch war es eine sehr intensive Erfahrung, die ich bis heute nicht vergessen habe… meine erste Kinoknutscherei :) Vielleicht ist es mir auch deswegen so in Erinnerung geblieben, weil wenige Plätze rechts neben mir irgendwo meine Mutter im Dunkeln saß, welche aber glücklicherweise damit beschäftigt war, einige Freunde von mir im Zaum zu halten; an dieser Stelle mal: Danke Jungs, für eure Ablenkungsbemühungen!^^


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