Ostern: einige Vor- und Nachteile

Ostern
Foto: Rike / pixelio.de

Nun ist es also wieder einmal soweit: der Kalender zeigt unzweifelhaft an, dass Ostern ist!

Ich persönlich mag Ostern eigentlich sehr gerne. Die Leute laufen nicht betrunken herum, wie an Karneval oder zu Silvester. Es klingeln auch nicht dauernd verkleidete Kinder an der Tür, die Süßigkeiten haben wollen, wie an Halloween oder zu St. Martin… wo sie dann immerhin noch mehr oder weniger schöne Lieder singen, sich also die Süßigkeiten immerhin “verdienen”.

Außerdem ist das Osterfest nicht so “anstrengend” wie Weihnachten, wo ein Familienbesuch sich an den anderen reiht, was mitunter zwar auch schön sein kann, aber eben doch auch irgendwie dazu führt, dass man sich nach Weihnachten fühlt, als hätte man gar keine Feiertage gehabt.

Auch wird an Ostern -zumindest bei uns- weniger geschenkt als zu Weihnachten. Jetzt gibt es “nur” leckere Osternester, und dennoch ist jeder zufrieden, ohne übermäßige Ausgaben für Geschenke. Ein weiterer kleiner Vorteil von Ostern gegenüber Weihnachten ist, dass die Osterfeiertage -hier insb. Karfreitag und Ostermontag- eben, wie der Name schon sagt, stets auf Freitag und Montag fallen und somit -wenn man nicht samstags arbeiten muss- stets für ein verlängertes Wochenende sorgen.

Also eigentlich eine wunderbare Zeit im Jahr… doch auch Ostern hat seine Schattenseiten:

  1. Zum einen hätten wir da die doppeldeutigen Witze über “Eier”. Ja, die sind durchaus lustig, aber wenn man gefühlte 3.000x den von einem Augenzwinkern begleiteten Spruch “Ich wünsch dir frohe Ostern und dicke Eier” hört, dann ist irgendwann einfach der Punkt erreicht, an dem man noch nicht mal mehr aus Höflichkeit darüber lächeln möchte. Wer mag, darf in den Kommentaren dennoch gerne versuchen, mit einem Spruch zu glänzen, den ich in den letzten Tagen noch nicht gehört habe ;)
  2. Dann hätten wir da noch das ganz allgemeine Feiertags-Problem: die Leute werden zu Tieren!!! Da ich am Mittwoch einige Überstunden machen musste, bin ich nicht zum Einkaufen gekommen und musste notgedrungen am Donnerstag in den Supermarkt meines Vertrauen. Ganz ehrlich: so voll habe ich den noch NIE gesehen! Was ist vor Feiertagen eigentlich immer los mit den Menschen? Glaubt ernsthaft jemand, dass der Supermarkt nach den Feiertagen nicht mehr öffnet und man elendig verhungern muss?!?
  3. Ein letztes, wiederum typisches Osterproblem: die Eier. Wer die Ausführungen zu Punkt 1 dieses Artikels gelesen hat, wird sich denken können, dass jetzt KEINE Zweideutigkeiten kommen. Nein, ich meine tatsächlich die Hühnereier, bunt bemalt, die uns für den Rest des Jahres als “Party-Eier” vorgesetzt werden. Klar, die bunten Ostereier gehören zu Ostern einfach dazu. Aber man bekommt einfach viel zu viele davon geschenkt – zumindest ist es bei uns in der Familie so, und zwar solange ich zurückdenken kann. Das führt dann dazu, dass es in den Tagen nach Ostern zum Frühstück und Abendbrot Eierbrote gibt, Mittags auch gerne mal einen Eiersalat oder was man halt sonst so alles mit bereits gekochten Eiern machen kann. Der Kreativität mögen da nicht viele Grenzen gesetzt sein, meinem Magen hingegen schon! Der kann die Eier nämlich irgendwann einfach nicht mehr sehen.

Meine bessere Hälfte und ich haben beschlossen, dieses Jahr auf den Einkauf von Ostereiern zu verzichten. Uns wird das reichen, was ggf. durch Osternester an frischen Eiern “herein kommt”. Ansonsten werden wir versuchen, die Ostertage ruhig und entspannt anzugehen. Und so möchte ich auch euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, ein frohes, ruhiges und vor allem entspanntes Osterfest wünschen.

Wie werdet ihr es denn feiern? Seid ihr eher Osterfans oder mögt ihr Ostern nicht, weil eurer Meinung nach die Nachteile überwiegen? Ach ja, und auf eure zweideutigen Eier-Sprüche bin ich auch gespannt, sofern euch denn etwas einfällt, was man in den letzten Tagen nicht schon x-mal gelesen oder gehört hat ;)


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