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Feb/10

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Rezept: Chips ganz einfach selber machen – ohne Chemie und Fett

Kartoffelchips
Foto: M.Hauck / pixelio.de

Kürzlich fragte die missmausz via Twitter nach einem Rezept für Kartoffelchips. Nun mag sich der ein oder andere Fragen, warum man die denn selber machen sollte? Schließlich gibt es die ja durchaus wohlschmeckend aus der Tüte.

Das ist prinzipiell richtig. Jedoch sind die “Tüten-Chips” oft nicht nur reich an Fett, sondern auch noch reich an Chemie und Zusatzstoffen. Wer mal Chips ohne Geschmacksverstärker und vor allem ohne Fett ausprobieren möchte, muss sie sich wohl oder übel selber machen.

Hierzu möchte ich euch nun ein passendes Rezept liefen, mit welchem ihr euch in kurzer Zeit selber Chips nach eigenen Geschmackswünschen herstellen könnt… und ihr werdet sehen, dass es eigentlich ganz einfach ist:

Ihr benötigt:

  • Kartoffeln
  • Holz- oder Metallspieße
  • ein Mikrowellen- oder Backofen-geeignetes Gefäß, z.B. eine Auflaufform
  • Gewürze
  • Küchenrolle / Küchenpapier

Zubereitung:

  1. Schält die Kartoffeln und schneidet sie dann in hauchdünne Scheiben. Je dünner ihr sie schneidet, desto knuspriger werden sie. Im Idealfall nehmt ihr einen Hobel, um die Kartoffeln auf 1-3mm Dicke zu schneiden.
  2. Trocknet die Kartoffelscheiben mit Küchenpapier gut ab Wenn die Scheiben zu viel Feuchtigkeit und Stärke haben, werden sie später nicht knusprig.
  3. Würzt die getrockneten Kartoffelscheiben mit Gewürzen eurer Wahl. Pfeffer, Salz und Paprikapulver sind hier die Klassiker, Chilipulver ist auch immer eine würzige Idee. Hier sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.
  4. Nun spießt ihr die Kartoffelscheiben auf den Holz- oder Metallspießen auf. Wichtig: ihr müsst darauf achten, dass sich die einzelnen Scheiben NICHT berühren! Ist anfangs vielleicht etwas “frickelig”, aber mit der Zeit bekommt ihr den Dreh raus. Und es ist wirklich nötig, sonst kleben die Chips später zusammen und sind alles, nur nicht knusprig.
  5. Nun kommen die Spieße in das Gefäß, optimal ist hier meist eine Auflaufform. Legt man die Spieße nun in die Form, werden sie an der Stelle, an der sie auf dem Boden liegen, nicht richtig kross. Besser ist es daher, die Spieße auf die Auflaufform zu legen, so dass sie quasi über der Form in der Luft hängen.
  6. Nun wandern die Kartoffelspieße für 5-7 Minuten (je nach Dicke der Scheiben) bei 600 Watt in die Mikrowelle. Wer keine Mikrowelle hat, gibt die Auflaufform stattdessen für ca. 20-25 Minuten bei 220°C in einen vorgeheizten Ofen. Egal ob Mikrowele oder Ofen, ihr solltet die Chips im Auge behalten, da der Übergang von knusprigen zu verbrannten Chips mitunter sehr schnell verläuft ;)

Tipp: Wer Holzspieße benutzt und nach dem Back-Vorgang Schwierigkeiten hat, die Chips von den Spießen zu bekommen, der sollte die Spieße anfangs, während man sich um die Kartoffeln kümmert, in Wasser einlegen. So quellen die Spieße ein wenig auf und verlieren dann später in der Mikrowelle und im Backofen wieder dieses Wasser, werden geringfügig dünner, mit der Folge, dass sich die Chips leichter lösen lassen.

Ihr werdet feststellen, dass die so hergestellten Chips anders schmecken, als die Chips aus der Tüte, schon allein aus dem Grund, da sie vorliegend nicht in Fett frittiert wurden. Man hat aber in jedem Fall etwas zum Knabbern und wenn man erst einmal eine individuelle Würzmischung für sich entdeckt hat, schmecken auch diese Selfmade-Chips.



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15 Rückmeldungen zu Rezept: Chips ganz einfach selber machen – ohne Chemie und Fett

Kommentare

Erbeere | 7. Februar 2010 um 14:09 Uhr
bisherige Kommentare: 77

Hört sich lecker an. Doch leider vermisse ich die FF Chips Würzmischung, die wie beide soooo mögen *g* ;-)

Sascha | 7. Februar 2010 um 14:43 Uhr
bisherige Kommentare: 1361

@Erdbeere
Da hast du wohl ieder recht :( Aber wie gesagt, dafür kann man kreativ werden und ganz eigene Gewürz-Kreationen erfinden. Macht sogar in der Gruppe Spaß, wenn mehrere sich ihre eigene Mischung zusammenstellen können… hat dann was von diesen Raclette-Abenden :D

Arven (Michaela) | 8. Februar 2010 um 10:31 Uhr
bisherige Kommentare: 29

Also ich habe das schon einige Male gemacht. Der Geschmack zu den gekauften Chips, kein Vergleich.
Eben weil diese Gewürzmischung fehlt.
Aber mit ein bisschen “basteln” sprich Grillgewürz und co ein leckerer Knobi oder Joghurt Dip dazu, gar nicht so übel!

Fulanos Worte | 8. Februar 2010 um 11:28 Uhr
bisherige Kommentare: 55

Chips ohne Chemie und Fett klingt irgendwie wie Striptease ohne Ausziehen ;-)
Da ich eh kein großer Chipsfreund bin, wäre mir der Aufwand auf jeden Fall zu hoch.
Gruß
Fulano

Sascha | 8. Februar 2010 um 20:46 Uhr
bisherige Kommentare: 1361

@Arven
Naja, irgendwie müssen Tüten-Chips ja ihre Daseinsberechtigung behalten^^ Aber wie du schon richtig sagst, kann man da mit der richtigen Würzmischung oder Dips noch einiges rausholen… und meistens geht es ja eh nur um das “Knabber-Gefühl” ;) Grillgewürze sind übrigens echt eine tolle Idee. Auf Wochenmärkten gibt es da inzwischen ganz tolle Mischungen!

@Fulano
Och, je nachdem, wie die Stripperin aussieht und tanzen kann, ist das auch nicht unbedingt ein Problem ;)

Verena | 11. Februar 2010 um 23:32 Uhr
bisherige Kommentare: 35

klingt eigentlich gar nicht mal so schlecht :)

Susanne Haun | 12. Februar 2010 um 17:35 Uhr
bisherige Kommentare: 1

Klingt auf jeden Fall sehr interessant. Da ich zu den Kochfaulen Menschen gehöre, habe ich das Rezept verändert. Ich nehme kleine Kartoffeln und wasche sie intensiv, so dass ich die Schale mitessen kann. Dann halbiere ich die Kartoffeln, bestreiche sie mit etwas Öl (Kürbiskern oder Olive oder Distel) und bestreue sie dann mit Rosmaringewürz, Basilikum, Kürbiskernen etc. Dann für eine halbe Stunde im Backofen und die schmecken dann echt lecker – nicht so trocken wie die Chips aber von der Machart die gleich Idee.
Es hat mir Spaß gemacht, hier im Blog zu lesen.
Gruß Susanne

Sascha | 12. Februar 2010 um 20:03 Uhr
bisherige Kommentare: 1361

@Verena
Danke… und mit der passenden Würzmischung schmeckt es auch gar nicht mal so schlecht ;) Halt nicht unbedingt wie die gewohnten Tüten-Chips, aber sie können auf “andere Art” dennoch lecker sein.

@Susanne
Auch dich möchte ich hier auf meinem Blog ganz herzlich Willkommen heißen. Vielen Dank für deine Rezept-Variante, das sollte ich auch mal ausprobieren. Ein Vorteil deiner Methode mit dem gründlichen Waschen ist, dass man so die Stärke aus der Kartoffel bekommt und sie später nicht an anderen Kartoffeln “zusammenklebt”. Das ist bei meiner Rezept-Variante der Fall, weswegen man da mit den Spießen arbeiten muss und darauf zu achten hat, dass sich die Scheiben eben nicht berühren… wegen der ganzen Stärke darin.

Kathrin | 29. April 2010 um 12:07 Uhr
bisherige Kommentare: 2

Vielen Dank für die ungewöhnliche Inspiration und v.a. das tolle Rezept! Hab die Chips in der Mikrowelle gemacht, das Ergebnis ist hier zu finden:

http://lea27784.blogspot.com/2010/04/selbstgemachte-kartoffelchips-aus-der.html

Danke!
LG, Kathrin

Sascha | 29. April 2010 um 18:07 Uhr
bisherige Kommentare: 1361

@Kathrin
Vielen Dank für deinen Beitrag und die bebilderte Anleitung. Ich muss sagen, auf deinen Fotos sind die Chips wirklich besonders gut gelungen – sehen sehr lecker aus :)

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