Das Kind in dir – Thema: Trickserien

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Das Kind in dir

Nun ist es also soweit, Heuni hat das zweite Thema für sein Projekt „Das Kind in dir“ vorgestellt. Das Projekt selbst dient dazu, dass man sich noch einmal an seine Kindheit zurückerinnert und sich mit den damaligen Gegebenheiten auseinandersetzt.

Diesmal möchte Heuni wissen, welche Trickserien wir früher gerne gesehen haben. Da kommt- zumindest bei mir- eine Menge zusammen. Ich werde mich daher in der folgenden Auflistung auf diejenigen Serien beschränken, die es spontan auf das erste kleine Zettelchen geschafft haben, als ich mein „Brainstorming“ startete. Inzwischen sind mir noch viele weitere gute Trickserien eingefallen, aber dann würde dieser Artikel hier gewiss nie ein Ende nehmen 😀 Von den etwas „ungewöhnlicheren Serien“, die vielleicht nicht so bekannt sind oder bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, gibt es dann zur Auflockerung zwischen dem ganzen Text auch immer wieder mal ein Intro-Video.

Also, ich würde mich freuen, wenn ihr mich nun auf unserer kleinen Zeitreise zu den Trickserien meiner Kindheit und Jugend begleiten würdet. Bitte anschnallen und nicht über das Geländer lehnen 😉

Meine Kindheit war dadurch geprägt, dass wir in unserer Wohnung damals keine Satelliten-Schüssel aufstellen durften und auch erst recht spät einen Kabelanschluss bekamen. Während andere sich auf privaten Sendern He-Man und Bravestar anschauten, blieb mir nur das Bildungsfernsehen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, welches damals aber gar nicht mal so übel war.

Die Biene Maja hat wohl jedes Kind der 80er miterlebt, dazu muss man eigentlich nicht viel sagen und sich wohl auch kaum dafür schämen. Wovon ich auch ein sehr großer Fan war -und ehrlich gesagt heute noch bin- ist die „Es war einmal…“-Reihe. Besonders „Es war einmal… das Leben“ ist mir dabei in Erinnerung geblieben, wo in 26 Episoden a 25 Minuten das menschliche Leben von der Zeugung, über die Geburt bis hin zum Tod anschaulich und kindgerecht erklärt wurden.

Tom & Jerry habe ich auch gern gesehen. Was mir meist weniger gut gefiel, waren die diversen Bugs Bunny Sendungen. Da mochte ich eigentlich nur die Episoden mit Road Runner und Wile E. Coyote.

Gerne habe ich mir auch „Spaß am Dienstag“ angesehen. Das war eine Sendung mit diversen Beiträgen für Kinder, unter anderem auch Trickfilmserien, wie z.B. Danger Mouse:

Pädagogisch wertvoll? Sicherlich nicht. Aber unterhaltsam war es durchaus. Genauso wie die die mexikanischen Frösche Sancho und Pancho… falls sich noch jemand an die erinnern sollte?

Später kam auch noch der Disney Club dazu, in welchem ja Serien wie Captain Balu und seine tollkühne Crew, Duck Tales , Darkwing Duck, oder A- und B-Hörnchen in modernen Klamotten, genannt Chip & Chap – Die Ritter des Rechts gezeigt wurden. Der Chip & Chap-Titelsong hat sich übrigens in mein Gehirn festgebrannt, den kann ich immer noch mitsingen… nach all den Jahren!

Was ich auch nicht vergessen darf, auch wenn ich es nur in wirklich jungen, jungen Jahren geguckt habe: Dr. Snuggles. Die Serie war teilweise so „abgedreht“, da wurde die kindliche Phantasie von ganz allein beflügelt^^

Mindestens ebenso abgedreht, aber auch sympathisch, war die Serie um die Familie von Barbapapa:

Auch Serien wie Captain Planet und David der Kabauter und Die Schnorchels, die jeden Sonntag im Vormittagsprogramm von RTL liefen, habe ich mir angesehen, nachdem wir endlich in den Genuss einiger Privatsender gekommen waren 😉 Schön fand ich auch die in unregelmäßigen Abständen ausgestrahlten Episoden, wo Figuren aus den „Hanna Barbera“-Studios (Yogi Bär, Jetsons, Feuersteins usw.) gegeneinander im Weltall Rennen fuhren… leider fällt mir der Name dieser Serien-Speacials nicht mehr ein 🙁 Wenn da einer von euch den passenden Gedankenblitz hat, dann immer gerne her damit.

Irgendwann war dieses Programm aber auch mir zu „brav“ und kindgerecht. Der Übergang zu mehr Action war schleichend, indem einfach eher Serien geschaut wurden, in denen „mehr los war“. Stellvertretend hierfür fallen mir Die Racoons ein:

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Auch die öffentlich-rechtlichen hatten durchaus Trickserien im Programm, bei denen es hin und wieder „zur Sache ging“, so z.B. in den Trickfilm-Versionen von D’Artagnan und die drei Musketiere, wo alle Protagionisten von Comic-Hunden dargestellt wurden, oder auch in der wunderbaren Trickversion von Robin Hood:

Auch die Transformers und die Turtles , deren Intro-Song durch Frank Zander gesungen wurde, trugen ihren Teil dazu bei, dass ich mich von allzu kindlichen Heile-Welt-Sendungen immer mehr verabschiedete. Ab einem gewissen Alter war es dann angesagt, den Trickserien-Nachmittag bei RTL2 zu verbringen. Ja, ich gestehe, ich habe jede Folge von Mila Superstar , der Serie rund um Mädchenvolleyball gesehen! Die kam damals immer gleich nach einer anderen tollen Serie, den Kickers, die in meiner damaligen Schulklasse Kultstatus hatte:

Auch gerne angesehen habe ich mir Um die Welt mit Willy Fogg, der Trickfilm-Version von „In 80 Tagen um die Welt“. Auch eine DailySoap durfte im Trickfilm-Programm nicht fehlen. Meine Schwester und ich sind damals sogar immer freiwillig eine Stunde früher aufgestanden, um uns die Wiederholung vom Vortag anzugucken. Die Serie lief hierzulande unter dem Namen Rock’n’Roll-Kids. Ja, die Sendung war eher auf weibliches Publikum ausgelegt, ganz eindeutig, bei all dem Kitsch und der übertriebenen Dramatik. Tja, dann hat mich wohl die fetzige Begleitmusik in ihren Bann gezogen *hust*

Die Simpsons möchte ich in meiner Aufzählung auch auf keinen Fall vergessen. Die Serie wurde in Deutschland übrigens damals auf dem ZDF zum ersten mal ausgestrahlt! Damals konnte man eben noch sehen, wofür die GEZ-Gebühren bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ausgegeben wurden. Da liefen neben den Simpsons dann auch Serien wie Alf und Star Trek – Das nächste Jahrhundert zum ersten mal im deutschen Fernsehen, lange vor den Privatsendern.

Zum Abschluss unserer kleinen Reise durch die Trickfilm-Geschichte meiner Kindheit und Jugend möchte ich euch noch an eine Serie erinnern, die erstaunlicherweise -so fand ich in diversen Gesprächen bereits heraus- sehr bekannt und auch beliebt in Deutschland war, aber dennoch nur selten ausgestrahlt wurde. Eine Serie aus Asien, deren Handlung nicht besonders tiefreichend war und die in Deutschland -bzw. generell in den westlichen Staaten- extrem geschnitten und sinnfremd wieder zusammengesetzt wurde, die aber selbst hier noch über viele von Wortwitz geprägte Dialoge verfügte: Saber Rider & The Starsheriffs! Allein der Soundtrack sorgt heute noch für Gänsehaut. Also Boxen aufdrehen und Spaß haben:

Na, wie schaut es aus? Can you feel the thunder inside? ^^

Damit endet nun unsere kleine Reise. Ich hoffe, ihr hattet euren Spaß und vielleicht wurde die ein oder andere Trickfilm-Erinnerung bei euch auch geweckt. Gerne könnt ihr mir in den Kommentaren mitteilen, welche Serien ihr damals gerne gesehen habt oder auch mit mir über die ein oder andere Serie ein wenig „philosophieren“ 😉


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