Telefonieren am Steuer kann günstiger sein, als nicht am Steuer zu telefonieren
Der Mann mit den verwirrenden Überschriften hat mal wieder zugeschlagen. Es ist aber tatsächlich so, dass es mitunter Fälle gibt, in denen es günstiger ist, am Steuer des Autos zu telefonieren, als dies nicht zu tun.
Bevor hier nun aber eine große Protestwelle auf mich zuschwappt, dass ich hier doch nicht öffentlich empfehlen kann, beim Autofahren zu telefonieren, möchte ich euch bitten, erst meine folgenden Ausführungen zu lesen. Wie ihr dann sehen werdet, ergibt (fast) alles danach einen Sinn… aber eben nur fast.
Es geschah bereits vor einigen Wochen, da kam eine Kollegin von mir ziemlich aufgelöst zurück ins Büro. Sie hatte ein paar wichtige Unterlagen weggebracht und war danach reicher an Punkten in Flensburg, gleichzeitig jedoch ärmer, was den Geldbeutel anging… ohne dabei etwas “Schlimmes” angestellt zu haben. Was war genau passiert?
Wie gesagt, Sie war mit dem Auto auf dem Weg, um Unterlagen wegzubringen. Plötzlich klingelte ihr Handy. Sie nahm das Telefon in die Hand, um zu schauen, wer dort anrief, sah, dass es unwichtig war und drückte den Anrufer weg.
Blöd nur, dass genau in dem Moment ein Motorrad-Polizist auftauchte und die Kollegin bat, ihm zu folgen. Ganz in der Nähe fand zu der Zeit eine allgemeine Verkehrskontrolle statt. Hierzu war eine kleine “Basis” der Polizei errichtet worden.
Als meine Kollegin an dem Platz angekommen war, den ihr der Polizist auf dem Motorrad zugewiesen hatte, kam der Herr in Grün auf sie zu und begann das Gespräch mit den Worten, die in solchen Situationen recht häufig fallen:
“Sie wissen, warum ich sie angehalten habe?”
Meine Kollegin verneinte. Das gefiel dem Herrn wohl nicht sonderlich und zeugte in seinen Augen von mangelndem Unrechtsbewusstsein oder Dreistigkeit… oder einer Mischung aus beidem. Jedenfalls hatte meine Kollegin in dem Augenblick eigentlich schon verloren.
“Sie haben während der Fahrt telefoniert!”
Wieder verneinte meine Kollegin und wies darauf hin, dass sie lediglich einen Anrufer weggedrückt habe. Das entsprach so zwar auch der Wahrheit -unterstelle ich zumindest mal, da genannte Kollegin keinen Grund hätte, mir gegenüber so eine Story zu erfinden- hatte sich aus dem Blickwinkel des Polizisten aber anders dargestellt… und da er wahrscheinlich häufiger Ausreden dieser Art hörte, schenkte er der Kollegin in dem Fall -natürlich- auch keinen Glauben. Schließlich hatte er sie mit Handy in der Hand und darauf herumdrückend “erwischt”.
Nun könnte man denken, dass die Sache an der Stelle schon “gegessen” gewesen wäre. Aber weit gefehlt! Sie fing gerade erst an. Um das vermeintliche Handy-Vergehen mit der Geldstrafe in Höhe von 40 Euro und 1 Punkt in Flensburg zu ahnden, bat der Polizist dann um die Papiere meiner Kollegin. Die hatte sie auch vollständig dabei.
Hierbei stellte der Herr in Grün dann allerdings fest, dass die werte Kollegin laut Führerschein doch eigentlich eine Brille tragen müsse. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, befand sich keine solche auf der Nase der Kollegin. Auch mit rettenden Kontaktlinsen konnte sie nicht dienen. Muss sie eigentlich auch nicht, denn ihre Sehschwäche ist minimal (unter 0,5 Dioptrien), so dass eigentlich gar keine Sehhilfe notwendig ist. Blöderweise hatte sie sich das aber seinerzeit mal in den Ausweis eintragen und nie korrigieren lassen.
Die Quittung bekam sie jetzt… und zwar deftig. Denn es wurde nicht nur die Geldstrafe erhöht. Nein, da sie keine Brille dabei hatte, sie aber laut Papieren eine tragen musste, durfte sie der Polizist nicht weiterfahren lassen. Sein trockener Kommentar “Ohne Brille fahren Sie mir keinen einzigen Zentimeter weiter”.
Das meinte er wortwörtlich. Die Kollegin durfte noch nicht einmal den Wagen selbst auf Seite stellen, das erledigte der Herr Wachtmeister höchstpersönlich für sie.
In ihrer Verzweiflung rief die Kollegin dann einen Bekannten an, der ihr zwar nicht ihre, aber dafür irgendeine Brille bringen konnte. Er brauchte jedoch eine gewisse Zeit, um zu dieser mobilen Polizei-Basis zu gelangen. In der Zeit stand die Kollegin dann wie bestellt und nicht abgeholt vor ihrem mehr schlecht als recht auf Seite gefahrenen Pkw und wurde Zeugin, wie die Verkehrskontrolle abgewickelt wurde.
Teilweise wurden einige Fahrzeuge sogar auf Drogen untersucht. Man kann sich wohl denken, was die Leute gedacht haben, als sie meine Kollegin da so stehen sahen. Zwischenzeitlich kam dann mal ein etwas jüngerer Polizist vorbei und fragte meine aufgelöste Kollegin, was denn passiert sei. Sie erzählte ihm alles und er erklärte ihr, dass da vieles natürlich im Ermessen der Polizei liege, sein Kollege aber sein Ermessen nun wohl eher eng ausgelegt hatte und man nicht viel dagegen tun könnte.
Immerhin war er so freundlich und gab meiner Kollegin den Tipp, dass si sich schleunigst bei einem Augenarzt ein entsprechendes Attest holen solle, um die Brillen-Pflicht aus den Papieren löschen lassen zu können. Das hat sie inzwischen übrigens auch getan.
Irgendwann kam ihr Bekannter dann an mit irgendeiner x-beliebigen Brille. Meine Kollegin setzte sich das Nasenfahrrad auf und so war dann auch für den pflichtbewussten Polizisten die Sache erledigt. Im Nachhinein kann die Kollegin sogar froh sein, dass er nicht noch eifriger war, sonst wäre er vielleicht noch auf den nicht mehr ganz vollständigen Erste-Hilfe-Kasten gestoßen.
Doch warum schreibe ich nun in der Überschrift, dass es manchmal sogar günstiger sein kann, während der Fahrt zu telefonieren? Ganz einfach, “Schuld” daran ist ein Urteil des OLG Köln mit dem Aktenzeichen “OLG Köln 82 Ss-OWi 93/09″.
In der Sache war ebenfalls jemand mit Telefon in der Hand beim Fahren erwischt worden. Er musste jedoch nichts zahlen, weil es sich nicht um ein Handy (Mobiltelefon), sondern “nur” um das Mobilteil seines Festnetzanschlusses handelte, welches er versehentlich eingesteckt und welches dann während der Fahrt plötzlich und überraschend geklingelt hatte!
Die Richter argumentieren, dass das Gesetz nur von Handys, nicht aber von Mobilteilen von Festnetzanschlüssen ausgehe. Zwar ist es grundsätzlich möglich, ein Gesetz auch über den Wortlaut hinaus zu “strecken”, dies sei vorliegend jedoch nicht nötig, da von einem Mobilteil eines Festnetzanschlusses bereits kurz nach Fahrtantritt aufgrund der geringen Reichweite zur Basisstation keine Gefahr mehr ausginge, da man dann nicht mehr damit telefonieren könnte.
Das ist zwar grundsätzlich richtig, dennoch finde ich die Argumentation an sich unbefriedigend schwach. Denn egal, ob jemand mit Handy am Ohr durch die Straßen fährt oder jemand mit dem Mobilteil seines Festnetzanschlusses innerhalb der Reichweite der Basis um sein Haus herumfährt, in beiden Fällen telefoniert jemand mit Telefon am Ohr während der Fahrt, so dass sich in beiden Fällen die gleiche, abstrakte Gefahr der Ablenkung manifestiert.
Aber auch wenn die Argumentation des Gerichts in dem Fall nicht unbedingt konsequent und schlüssig ist, so dürfte nun immerhin klar sein, was es mit der eigentlich absurd klingenden Überschrift auf sich hat, oder?
Werft auch ruhig mal einen Blick in euren Führerschein -sofern vorhanden-, ob da möglicherweise auch Dinge drin stehen, die sich eigentlich längst erledigt haben oder die schlichtweg falsch sind… sonst kann es zu einer Menge vermeidbaren Ärgers kommen.
Hattet ihr eigentlich auch schon unschöne Erfahrungen mit der Polizei? Oder könnt ihr vielleicht sogar über überraschend positive Kontakte mit “denen” berichten?
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Ich fahre zwar nicht regelmäßig mit dem Auto, aber wenn dann oft zu nächtlichen (wochenendlichen ^^) Zeiten, wo ja angeblich öfter kontrolliert wird, aber ich bin trotzdem noch nie angehalten worden (vielleicht sehe ich einfach zu brav aus. Oder die Polizisten haben Angst, dass sie die alte Schrottkarre meiner Mutter dann überhaupt nicht mehr von der Stelle bekommen, wenn sie einmal wo abrupt stehenbleiben muss…). Ich hab bloß immer die Angst, dass wenn mich mal wer kontrollieren will, ich das nicht überreiße oder so. ^^’
Den Brillen-Vermerk hab ich auch im Führerschein stehen, aber im Gegensatz zu deiner Kollegin würde ich mich ohne Brille gar nicht aus dem Haus, geschweige denn in ein Auto trauen.
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Tja, was soll man dazu sagen.
Ist natürlich traurig, wenn die Polizei übertrieben unfreundlich ist, aber Gesetz ist Gesetz und eigentlich muss man das Handy gar nicht aus der Tasche nehmen, während man Auto fährt…
Trotzdem interessant für mich, wie streng alles abläuft, während es hier in Argentinien nicht einmal die Polizei interessiert, ob man nun angeschnallt ist oder nicht, wie schnell man fährt, …
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Auf den Blödsinn mit dem Mobilteil will ich mal gar nicht eingehen, denn das Paradoxon hast du ja schon ausgeführt.
Zur Brille: Was genau steht im Führerschein? Dass sie unter 0,5 Dioptrien hat? Dann ist sie wirklich selbst schuld, denn die Augen ändern sich ständig und bei einem so geringen Wert hätte das nicht eingetragen werden sollen. Wenn sie mal schwächere Augen hatte, dann war es ebenfalls ein Versäumnis das nicht wieder austragen zu lassen als die Augen besser wurden. Wobei ich als lebenslanger Brillenträger (mit bisher so ziemlich allen Stärken) sagen muss, dass selbst bei 0,5 Dioptrien eine Brille bzw. Kontaktlinsen getragen werden sollten, denn das Sehvermögen IST eingeschränkt und damit auch die Sicherheit im Straßenverkehr.
Sorry für den Rant, aber auch wenn es in diesem Fall etwas fies von dem Polizisten war, so kann ich seine Beweggründe verstehen.
Das ist eben der Nachteil in Deutschland, dass man den Führerschein auf Lebenszeit bekommt und nicht wie in anderen Ländern verlängern muss und dann alles nochmal geprüft wird.
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Die Polizei – dein Freund und Helfer…. Nein, grundsätzlich ist wirklich nix dagegen zu sagen, daß darauf geachtet wird, daß niemand halbblindes hinterm Steuer sitzt.
Ich selbst habe auch diesen Vermerk auf dem Führerschein. Meine Brille setze ich auch immer (und ausschließlich) beim Autofahren auf.
Vor einigen Jahren, als ich noch keinen “langweiligen” Familien-Van fuhr, sondern meinen ein klein wenig aufgebrezelten Kadett, da wurde ich bei JEDER Verkehrskontrolle rausgewunken. Buchstäblich.
Einmal nachts, gerade von der Disco heim, wollte ich gerade auf den Parkplatz vor unserem Haus fahren, da verfolgt mich tatsächlich eine Streife.
Ich halte an. Das übliche. Papiere, bla…
“Wo sind denn Ihre Augengläser?” – “Na, da vorne auf der Ablage.” – “Die müssen Sie aber aufsetzen!” – “Das mach ich doch auch. Während der Fahrt. Aber sobald ich anhalte und das Auto aus ist, setze ich auch die Brille ab. Ist ein Reflex. Ich bin eitel und die Brille stört mich.” – “Ach.”
Nach kurzem Hin und Her gab sich der Polizist zufrieden. Glück gehabt. Dabei entsprach das wirklich den Tatsachen!
Zum Telefonieren im Auto: Mach ich grundsätzlich nicht. Da ich absolut multitaskUNfähig bin, könnte ich mich auch mit Headset nicht mehr ausreichend konzentrieren – viel zu gefährlich!
Ach, übrigens schönes Theme, Sascha, gefällt mir gut, falls ich das noch nicht geschrieben hatte!
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das ist wieder eine unverschämtheit von der polizei! gut, ich kann ja verstehen das es viele ausreden gibt, aber der Polizist KANN die frau doch gar nicht telefonieren gesehen haben… warum macht er dann so einen mist?! Ich finde es zum kotzen das polizisten – meistens sind sie schlecht drauf- einem da so einen mist aufbrummen obwohl man überhaupt nichts getan hat.
Und naja erfahrungen hab ich auch welche… meine tolle drogen-story. Nur weil ich in die zielgruppe passe, also männlich anfang 20 und ein aufgemotzes auto habe, wurde ich beim ganz normalen fahren in der stadt angehalten und auf grund von übermüdeten augen – nach einem 8 stunden pc-job – musste ich zum urintest auf die wache -.-”
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@Jü
Vielleicht liegt es auch einfach am Auto, dass du noch nie kontrolliert worden bist. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einem roten Sportwagen, möglichst getuned, seine “Chancen” dramatisch steigern kann^^
@Tarik
Willkommen hier auf meinem Blog. Stimmt, in anderen Ländern werden gewisse Dinge anders gehandhabt. Wobei man da dann hin und wieder auch überrascht werden kann, wenn (aus deutscher Sicht) Lapalien dann plötzlich total streng gehandhabt werden. So hat eben jedes Land seine Eigenheiten
@JuliaL49
Sie hat sich für den Eintrag auch selbst arg in den A*sch gebissen. Inzwischen ist der Eintrag auch nicht mehr drin.
Mich wundert es ehrlich gesagt, dass man den Führerschein in Deutschland “auf Lebenszeit” bekommt, wo wir doch sonst immer so gern alles penibel kontrollieren. Ob da die Auto-Lobby hinter steckt?^^
@Frau Magrat
Langweiliger Familien-Van? Also DAS kommt ganz auf die Ausstattung des Wagens an
@Ice
Ja, deine Story ist mir auch noch gut in Erinnerung geblieben. Wie gesagt, hier bei meiner Kollegin war wohl das Problem, dass er gesehen hat, wie sie auf dem Handy herumdrückte… während der Fahrt. Den Rest reimt sich das Gehirn dann gerne schnell selbst zusammen, so dass ich ihm da noch nicht einmal böse Absicht unterstellen will – aber dumm gelaufen ist es auf jeden Fall.
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Und sie reiten auf ihren Paragraphen in den Sonnenuntergang…
Wäre ich an der Stelle Deiner Kollegin gewesen, hätte ich mit Sicherheit zusätzlich noch eine hohe Strafe wegen Beleidigung zahlen müssen.
Gruß
Fulano
P.S. Wundert mich nicht, dass so ein Beschluss aus meiner Heimatstadt Köln kommt. Bei uns muss man auch deutlich mehr Strafe zahlen, wenn das Parkticket abgelaufen ist, als wenn man gar keinen Parkschein hatte
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@Fulanos Worte das mit dem Parkticket ist aber überall so… deswegen… wenn man länger weg ist, lieber kein ticket
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@Fulano
Wie Ice schon schrieb, ist das tatsächlich überall in Deutschland so. Warum es so ist, kann einem aber wahrscheinlich niemand so genau erklären
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Ich hatte bisher nur Blaserfahrungen mit der Polizei ^^
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@Schaps
Aus dem Mund einer Frau würde sich das vielleicht noch interessanter anhören
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Witzig geschrieben
im Falle deiner Kollegin hätte das Ausmaß der Kosten und der Punkte wahrscheinloch eher keinen Unterschied gemacht, selbst wenn sie telefoniert hätte, weil war ja schließlich das Handy.
Aber wenn ich den gerichtsbeschluss jetzt richtig deute, dürfte ich ja mit meinem Autotelefon, was ja kein Handy ist, stundenlang während der Fahrt telefonieren, richtig? Oder zählt da wieder der Einwand, dass mein Autotelfon ja auch mit Sim-Karte betrieben wird, die normalerweise in Hany steckt und ich ja genausogut die Freisprechanlage hätte benutzen können?
Interessantes Thema!!!!
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@Melvenue
Hallo Melanie, herzlich Willkommen auf meinem Blog. Mit einem Autotelefon würde ich es so einschätzen, dass dieses wie ein normales Handy gewertet wird, da es eben quasi überall funktioniert. Das besondere am vorliegenden Fall war ja, dass das Mobilteil des Festnetz-Telefons eben nur in einem ganz kleinen Umkreis um das Haus herum funktioniert und daher -laut Gericht- keine größere Gefährdung durch langes Telefonieren von dem Gerät ausgehen könne. Bei einem Autotelefon, welches fast überall funktioniert, ist die Gefahr jedoch allgegenwärtig, wie bei einem Handy. So würde ich das zumindest sehen… wobei ich das Urteil an sich ja schon fragwürdig fand, denn ob ich nun jemanden wegen Unachtsamkeit infolge von Telefonie am Steuer in der Nähe meines Festnetzanschlusses oder am anderen Ende der Republik überfahre, sollte ja wohl eigentlich keinen Unterschied machen
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Hey leute gut das ich diese Seite gefunden habe, ich wurde erst vor kurzem wegen Telefonieren am Steuer angehalten und habe am Freitag mein Bußgeldbescheid per Post erhalten! Ich möchte Einspruch erheben weis jedoch nich recht was ich da schreiben soll. Ich weiß, ich darf wärend der Fahrt nicht ans Handy gehen doch dies war ein Notfall da meine Freundin am vorherigen Tag zusammengebrochen ist und ins Krankenhaus gekommen ist, da ich seitdem nichts von ihr gehört hatte da ich bei der Arbeit war, bin ich natürlich als mein Handy auf dem Weg nach hause klingelte sofort dran gegangen um zu erfahren wie es ihr geht. Dieses Telefonat hat höchstens eine Minute gedauert, dies habe ich den Beamten auch erklärt! Doch die kamen mit nur mit dem Spruch entgegen das erzählt ihm jeder 2.!!! Ich habe ihn darauf gefragt ob er wenn etwas mit seiner Familie nicht stimmen würde nicht auch ans Telefon gehen würde. Da kam nur ich würde ein Schreiben nach hause bekommen worauf ich mich äußern könne!!! Was schreibe ich denn nun ?? lohnt es sich Einspruch zu erheben?? bitte um schnelle antwort!!
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@Mausi
Hallo Mausi, im Schreiben, welches dir zugegangen ist, ist entweder bereits ein entsprechendes Formular, in welches du deinen Widerspruch eintragen kannst, oder zumindest eine Adresse, an die du deinen Widerspruch -unter Angabe des Aktenzeichens- richten kannst.
Prinzipiell kannst du dort den Vorfall so darlegen, wie er passiert ist und wie du es hier bei uns ja auch gerade getan hast.
Allerdings muss ich gestehen, dass deine Chancen gegen Null tendieren, dass das was bringen wird. Nicht, weil man dir nicht glauben würde, sondern einfach, weil der Vorfall dein Vorgehen juristisch nicht rechtfertigt. Für dich mag es subjektiv ein “Notfall” gewesen sein, weil du unbedingt für deine Freundin da sein wolltest und wissen wolltest, was los ist. Objektiv betrachtet hingegen werden die zuständigen Behörden dies wohl kaum als rechtfertigenden Notfall ansehen. Das wäre höchstens der Fall, wenn es um Leben und Tod ginge und es sich um einen nahen Verwandten handeln würde.
Probieren kannst du es natürlich dennoch einfach mal. Am besten wäre es dann, wenn du in deinem Widerspruch noch dazu schreiben kannst (vorher natürlich mit deiner Freundin absprechen), dass du bei Bedarf Unterlagen einreichen könntest, die den Aufenthalt deiner Freundin im Krankenhaus beweisen würden.
Aber wie gesagt, realistisch betrachtet kann ich dir da vorliegend leider keine großen Erfolgsaussichten versprechen
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Ich denke auch nicht das ich gute Chancen habe. Trotzdem dake ich dir erst einmal und werde es einmal versuchen. Ansonsten muss mein Konto bluten!
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Du kannst uns ja mal über den Fortgang der Angelegenheit auf dem Laufenden halten
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Ja das kann ich tun, andere Frage kann mich denn ein höheres Bußgeld erwarten wenn ich Einspruch einlege?
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Das kommt darauf an, wie es ggf. läuft. Zunächst wird dein Einspruch von der Behörde behandelt, von der der Bußgeldbescheid ergangen ist. Er kann dann aber an entsprechende Gerichte weitergeleitet werden, wo es dann theoretisch zum Beispiel zur Anhörung von Zeugen kommen kann. Das erhöht dann zwar für den Fall, dass du kein Recht bekommst, dein Bußgeld nicht, aber die sonstigen Kosten in dem Zusammenhang steigen natürlich an und werden dir angerechnet.
Ist also eine verzwickte Situation. Wie gesagt, da ich persönlich die Erfolgsaussichten eher gering schätzen würde, würde ich das Bußgeld wahrscheinlich zahlen. Eine genauere Einschätzung kann da aber natürlich nur ein Anwalt geben.
Andererseits bezweifle ich, dass die 40 Euro und der 1 Punkt in Flensburg (ist doch die Strafe für Telefonieren am Steuer, oder?) den ganzen Aufwand rechtfertigen… es sei denn, dein Punktekonto ist schon anderweitig gut gefüllt :/
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Hallo,
Zum glück wurde nur einmal ein Defektes Rücklicht bemängelt und ein mängel schein ausgestellt. Ich bin mal gespannt wie viele male das mir mit dieser karre noch passieren wird. Grüße Matthias
Mal ein kurzer punkt zum Thema Voreingenommenheit:
Ich bin seid knapp 4 Jahren auf Deutschlands Strassen unterwegs.
Und wurde bis vor kurzem kein einziges mal angehalten obwohl ich sogar beruflich nur auf den Strassen bin und in der Woche mehr als 600 km fahre.
Allerdings hat sich das jetzt dramatisch geändert, denn vor 3 Monaten habe ich mir ein anderes auto gekauft und das Nummernschild aufgrund eines Umzugs wechseln müssen, Mein Fahrzeug marke BMW e34 (5er, BJ 1991) Bekam ein Nummernschild mit dem Kürzel OF (Offenbach)auch wenn ich nicht dort lebe gehört mein Ort diesem kreis an. Seit diesen 3 Monaten bin ich 3 mal privat angehalten worden, Jedes mal mit Alkohol und oder Drogentest und einmal wurde mein Fahrzeug sogar nach Illegalen Waffen untersucht. Ob es nun am Auto oder am Nummernschild liegt kann ich nicht wirklich sagen aber ich glaube die Mischung macht’s
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Handy am Steuer kann große Folgen mitsichziehen…
Man sieht es nur zu oft, dass Autofahrer während dem Autofahren mit Handys telefonieren. Jedoch ist man sich selbst in d……