Zapped: Auf der Suche nach der Erde – Kampfstern Galactica

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Es wird mal wieder Zeit für meine sträflich vernachlässigte Zapped-Rubrik, in der ich immer mal wieder Serien vorstelle, dich mich durch meine Kindheit und / oder Jugend begleitet haben.

Wenn man von Science Fiction Serien allgemein und von im Weltraum spielenden SciFi-Serien speziell spricht, landet man oftmals zwangsläufig schnell bei…? Nein, nicht bei Star Wars, wir reden hier doch von SERIEN! Also? Genau, man landet fast zwangsläufig bei Star Trek – Raumschiff Enterprise.

Finde ich auch gar nicht schlimm, ich habe selbst viele dieser inzwischen diversen Serien aus dem Star Trek Universum gesehen. Aber eines sollte man dabei aus heutiger Sicht nicht vergessen: das klassische Raumschiff Enterprise (das mit Kirk & Co.) lief ja nur von Mitte bis Ende der 60er und wurde dann und wann sporadisch im Fernsehen wiederholt. Und der Nachfolger, Star Trek – The Next Generation (die Version mit Picard, Data & Co.), kam erst ende der 80er Jahre auf den Markt und lief dann recht erfolgreich bis Mitte der 90er.

Für mich als „Kind der 80er“ stellte sich da doch die Frage: welche SciFi-Serie sollte ich denn sehen, angesichts der Tatsache, dass Star Trek TNG eben erst Ende der 80er „erfunden“ wurde? Na, ganz einfach:

Kampfstern Galactica, im amerikanischen Original auch Battlestar Galactica genannt. Nun wird vielleicht der ein oder andere jüngere oder im Bereich SciFi nicht ganz so bewanderte Leser sagen: „Hm, Battlestar Galactica?? Kenn ich, das lief doch neulich immer auf einem bekannten Privatsender. Aber die Serie sah relativ neu aus, die war nie und nimmer aus den 80ern.“

Stimmt, die Serie, die ihr da kennt, wurde erst Anfang des neuen Jahrtausends gestartet. Aber von der rede ich gar nicht. Es gab Ende der 70 bis Anfang der 80er nämlich schon einmal eine solche Serie, deren Plot dann später auch dem Battlestar Galactica aus dem Jahr 2003 als Grundlage diente.

Kurz zusammengefasst für alle, die die Serie nicht kennen: die Serie startet mit dem vermeintlichen Ende eines langen Krieges zwischen den Menschen, die auf 12 Kolonien am anderen Ende des Universums leben und den Zylonen, deren Krieger statt Augen so einen lustigen LED-Effekt haben, wie man ihn vom Auto KITT aus Knight Rider kennt.

Zurück zum Thema: nach tausend Jahren Krieg ist nun also Frieden in Sicht. Doch während der Friedensverhandlungen werden die Menschen von einem Angehörigen ihrer Rasse, Graf Baltar, an die Zylonen verraten, mit der Folge, dass alle Kolonien und alle Kampfsterne, also übergroße Raumschiffe, der Menschen zerstört werden.

Alle Kampfsterne? Nein, auch wenn hier weit und breit kein kleines gallisches Dorf mit Zaubertrank zu sehen ist, übersteht ein Kampfstern den Hinterhalt: die Galactica. Zusammen mit den wenigen Überlebenden, die mit kleinen Raumschiffen im Schutz der Galactica fliehen, macht man sich auf die Suche nach einer in alten Legenden existierenden 13. Kolonie, der letzten Hoffnung, der… ERDE!

Geführt wird die Galactica von Commander Adama. Oftmals wurde die Handlung der Serie durch seinen Sohn Apollo und den ebenfalls jungen Draufgänger Starbuck, gespielt von Dirk Benedict, der mit dieser Serie in Amerika seinen Durchbruch als Schauspieler schaffte und wenige Jahre nach Kampfstern Galactica als Tempelton ‚Faceman‘ Peck einen Teil des A-Teams in der gleichnamigen Serie bildete, vorangetrieben. Das ein oder andere Techtelmechtel mit den reichlich in der Serie vorkommenden 80er-Jahre-Schönheiten war natürlich ebenfalls nicht ausgeschlossen 😉

Um auch die jungen Zuschauer in den Bann zu ziehen, gab es in der Serie auch ein Kind, welches immer von so einem merkwürdigen Roboter-Bären-Hund-Mischling begleitet wurde, dessen Name mir gerade einfach nicht mehr einfallen will. Wer den Namen weiß, möge es bitte gerne in den Kommentaren posten, damit ich wieder ruhig schlafen kann.

Für damalige Verhältnisse strotzte die Serie nur so vor Special Effects, die allerdings auch ihren Preis hatten. So war die Serie damals mit Kosten von 7 Millionen Dollar pro Folge die teuerste Serie weltweit.

Was ich persönlich aber noch viel besser als die Special Effects fand, war der orchestrale Soundtrack zur Serie, den ich hier noch einmal für euch ausgegraben habe und bei dem ihr gerne die Lautsprecher ein wenig aufdrehen könnt:

Denjenigen, die jetzt meinen, dass DER orginale Kampfstern Galactica doch ein Film und keine Serie war, dem sei gesagt, dass aus der Serie später tatsächlich entsprechende Filme zusammengeschnitten wurden… den Filmen liegt aber die Serie zugrunde, nicht umgekehrt.

So, wer kann sich denn außer mir noch an die Serie -oder von mir aus einen der Filme- erinnern und mir endlich sagen, wie der verdammte Rötär (das Vieh, 1/3 Roboter, 1/3 Köter, 1/3 Bär oder was auch immer) hieß?


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