Mein neues Dream-Team gegen Spam im Blog

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Früher oder später passiert es jedem Blogger, egal ob er bekannt ist oder nicht, dass er bzw. sein Blog von Spam heimgesucht wird. Meist handelt es sich hierbei um automatische Spam-Bots, die den lieben langen Tag nichts anderes zu tun haben, als das Internet nach Blogs zu durchsuchen und in den Kommentaren zu Artikeln ihren Spam mit Links zu dubiosen Seiten zu hinterlassen.

Solche Kommentare sind natürlich jedem Blogger ein Dorn im Auge. Zum einen möchte man sich sicherlich nicht ungefragt für zweifelhafte Webseiten als Werbefläche missbrauchen lassen, zum anderen wirkt es auf die echten Besucher und Kommentatoren des Blogs zumeist irgendwie befremdlich und nervig, wenn die ernsthaften Kommentare ständig durch -oftmals recht lange- Spam-Kommentare unterbrochen werden.

Aus diesem Grund sollte man als Blogger durchaus bemüht sein, solchen Spam bereits im Keim zu ersticken, auch vor dem Hintergrund, dass es immer eine rechtlich schwierige Situation sein kann, wenn -zumindest nicht nur kurzfristig- auf der eigenen Seite Links zu dubiosen Seiten existieren.

Um sich vor diesem Spam zu schützen, gibt es für Blogs auf WordPress-Basis inzwischen zahlreiche Tools und Plugins, die wirksamen Schutz versprechen. Manche davon sind mit Vorsicht zu genießen; nach langem Ausprobieren habe ich allerdings jetzt -zumindest für mich persönlich- eine tolle Kombination zweier Plugins gefunden, die als Team das Spam-Problem hier auf dem Blog zu fast 100% gelöst haben. Gerne verrate ich euch, wie diese Kombination aussieht… und selbst, wenn Spammer hier mitlesen sollten, dürfte es für diese ganz schön hart werden, gegen das Anti-Spam-Dream-Team anzukommen 😉

Schwierig ist es, ein Mittel gegen Spam zu finden, welches zum einen wirksam ist, zum anderen jedoch auch gleichzeitig echte Blogbesucher nicht übermäßig stört. Ferner sollte ein solches Plugin dem aktuellen Recht entsprechen.

Captchas funktionieren nur bedingt und stören auch echte Besucher

So gibt es ja zahlreiche Plugins, die versuchen, Spammer mittels sog. Captchas abzuwehren, bei denen man Buchstaben von einem Bild abtippen muss. Zwar gibt es manche automatischen Spam-Bots, die inzwischen auch dies beherrschen, insgesamt sind Captchas aber -ähnlich wie Plugins, die vom Kommentator vor der Freischaltung noch die Lösung einer einfachen Rechenaufgabe verlangen- durchaus als wirksam zu bezeichnen. Ihr Nachteil ist jedoch, dass es für echte Kommentatoren mitunter auch ziemlich lästig werden kann, immer zusätzliche, mitunter recht schwer zu entziffernde Zeichen abzulesen und einzutippen. Von daher würde ich vom Einsatz von Captcha-Plugins eher abraten.

Akismet wirkt zwar, kann aber evtl. datenschutzrechtliche bedenklich sein

Relativ wirksam und wenig störend arbeitet hingegen das Plugin Akismet, welches ja inzwischen bereits zum normalen Umfang von WordPress gehört. Aber auch hier gibt es einen kleinen Nachteil. Zur Auswertung, ob ein Kommentar Spam ist oder nicht, findet bei jeder Kommentar-Überprüfung ein Abgleich mit einem Server in den USA statt. Dies wiederum -so wird teilweise argumentiert- könnte Probleme mit deutschen Datenschutzbestimmungen geben. Daher wird empfohlen, zumindest im Impressum bzw. der Datenschutzerklärung, die Bestandteil jedes Blogs sein sollte, den Einsatz von Akismet und den Austausch der Daten mit den amerikanischen Servern ausdrücklich zu nennen. Alternativ kann man auch vom Einsatz von Akismet absehen und sich Plugins ansehen, die Spam wirksam bekämpfen, ohne Daten um die Welt schicken zu müssen.

Teil 1 meines Dream-Teams: Antispam Bee

So wie es bei meinem „Dream-Team“ der Fall ist. Teil 1 des „dynamischen Duos“ bildet die inzwischen hierzulande sehr bekannte Antispam Bee, die hier ja nun schon längere Zeit im Einsatz ist und über welche ich auch berichtet habe.

Die allein kann schon den Großteil des Spams abwehren und war deswegen auch lange Zeit allein hier auf dem Blog für die Spam-Abwehr tätig – sehr zuverlässig! Allerdings rutschte halt hin und wieder doch noch ein ganz klein wenig Spam hindurch… es ist eben niemand perfekt.

Teil 2 des dynamischen Duos – NoSpamNX

Daher habe ich als zweiten Verbündeten für den Kampf gegen den Spam das Plugin NoSpamNX ins Boot geholt. Dieses Plugin entlarvt Spam-Kommentare schon, bevor sie gepostet werden! Hierzu setzt das Plugin versteckte bzw. unsichtbare Formular-Elemente auf dem Blog ein. Echte Besucher sehen diese Elemente nicht und füllen sie daher auch nicht aus. Die Spambots hingegen stoßen beim Durchsuchen des Blogcodes auch auf diese Elemente, reagieren darauf und zeigen somit, dass sie keine echten Besucher sind, was dazu führt, dass der jeweilige Kommentar bereits im Ansatz geblockt wird.

NoSpamNX funktioniert soweit ganz gut und blockt einen Großteil des Spams bereits, bevor er wirklich „passiert“. Die wenigen Spams, die diese Hürde nehmen, werden dann von der Antispam Bee aufgehalten.

Fazit

Ich habe dieses „dynamische Duo“ nunmehr seit mehreren Wochen im Einsatz. Seither ist der Spam hier im Blog fast gänzlich ausgestorben. Einzig ein Spammer hat es irgendwie geschafft, hier für ein wenig Unruhe zu sorgen. Dessen Kommentare habe ich dann manuell entfernt und ihn über die Blacklist-Funktion geblockt. Seither ist auch aus der Richtung nichts mehr zu hören.

Was bleibt, sind manche manuellen SEO-Spammer, die die Blogs heimsuchen und zu irgendeinem Artikel einen nichtssagenden Kommentar posten, der quasi auf jeden Artikel passen würde, nur damit sie ihren Link setzen können, um einen Backlink für die eigene Website zu ergattern und vielleicht noch im Namen ein Keyword tragen, um den Link noch „wertvoller“ zu machen.

Bei solchen Gestalten hilft nur das konsequente Löschen entweder des gesamten Kommentars oder der dort enthaltenden Links / Keywords. Hierbei helfen aber nur selten Plugins, da muss man schon selbst drauf achten. Aber das fällt einem ja ziemlich schnell auf, wenn man regelmäßig die Kommentare auf dem eigenen Blog liest – wie es ja auch sein sollte.

Ich kann euch abschließend nur empfehlen, die oben genannte Kombination der beiden Plugins einmal auszuprobieren. Jedes für sich wirkt schon verdammt gut, aber gemeinsam bilden sie eine nahezu unüberwindbare Hürde für einen Großteil der Spambots.


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