gesichtet.net

Nov/09

30

Als Ostern noch vorhersehbar war… von E.T. bis zu den Transformers

Wir bewegen uns immer näher auf Weihnachten zu… ein guter Augenblick, um mal etwas über Ostern zu schreiben! ;)

Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit zurück. Damals war Ostern noch vorhersehbar, zumindest, was das TV-Programm angeht. Damit meine ich nicht die Bibel-Filme, die zu solchen Ereignissen immer wieder gerne quer durch die Sender-Landschaft gezeigt werden. Nein, ich kann mich noch ganz genau an zwei andere “TV-Highlights” erinnern, die immer -wirklich IMMER- zu Ostern im Fernsehen, vorzugsweise auf RTL, liefen und auf die ich mich dann auch alljährlich kurz vor Ostern bereits freute, obwohl beide Filme absolut nichts mit Ostern zu tun haben. Aber dass sie im Fernsehen kamen, darauf war so sicher Verlass wie auf das Amen in der Kirche und auf “Last Christmas” zur Vorweihnachtszeit im Radio.

Zunächst muss ich da “E.T.” nennen. Über den hatte der Retronaut kürzlich berichtet und mich mit seinem Artikel erst wieder darauf gebracht, dass ich ja mal über das besagte “Oster-Phänomen” berichten könnte.

E.T. lief jedes Jahr zu Ostern auf RTL… entweder im Nachmittags- oder im Abendprogramm, aber man konnte sich darauf verlassen, dass sich das kleine Falten-Alien mit dem laaaangen… Hals(!) zur Osterzeit bei RTL blicken ließ.

Genauso konnte man sich morgens, wenn die Erwachsenen noch schliefen oder schlafen wollten, darauf verlassen, dass zur Osterzeit auf RTL “Transformers – Der Film” gezeigt wurde. Nein, ich meine jetzt nicht die Verfilmung einer Materialschlacht mit Megan Fox und diesen computeranimierten Ungetümen. Ich rede von der Zeichentrickserie, die in alten Zeiten im Fernsehen lief, und dies eben so erfolgreich, dass sogar ein Zeichentrick-Film dazu produziert wurde.

Das war für mich als kleinen Transformers-Fan natürlich jedes Jahr ein Highlight, auf welches ich hinfieberte. Ich besaß eine Kiste voll Transformers-Actionfiguren, die auch jetzt noch irgendwo in den unendlichen Weiten meines Kellers ruhen. Auch Panini-Hefte gab es zu den Transformers. Unvergessen werden mir unsere zähen und harten Verhandlungen während meiner Grundschulzeit über den Tausch der fehlenden und doppelten Aufkleber bleiben.

Besonders stolz war ich damals bezüglich der angesprochenen Action-Figuren auf meinen “Optimus Prime”, den ich mir hart von meinem Taschengeld abgespart hatte. Ich habe keine Ahnung mehr, was das Teil damals gekostet hat, aber für mich war es seinerzeit ein kleines Vermögen.

Wie gesagt, zu Ostern kam dann in jährlicher Regelmäßigkeit der Film. Ein bitter-süßes Ereignis. Denn zwar freute ich mich auf der einen Seite immer auf den Film, allerdings war der Inhalt immer ein wenig… grenzwertig, da viele der altbekannten Figuen in diesem Film starben oder zu anderen Figuren mutierten.

Es beginnt mit dem altbekannten Kampf der Autobots (den Guten) gegen die Decepticons (die Bösen). Innerhalb des Kampfes treffen der Führer der Autobots, Optimus Prime, und der Führer der Decepticons, Megatron, aufeinander. Optimus schafft es, Megatron in die Knie zu zwingen, aber durch eine List sowie den ungeschickten Einsatz des Autobots HotRod gelingt es Megatron, Optimus tödlich zu verwunden. Dieser wiederum schafft es mit letzter Kraft, Megatron von einer Klippe zu stürzen, so dass dieser schwer verwundet wird.

In der Folge sieht der verschlagene Decepticon Starscream seine Chance gekommen, Megatron endgültig aus dem Weg zu räumen und wirft den halbtoten Megatron hilflos ins Weltall, um sich danach selbst zum Anführer der Decepticons küren zu lassen. Megatron trifft allerdings im All auf den mächtigen Unicron -im englischen Original mit einer tollen Bass-Stimme ausgestattet- der ihm ein neues Leben in Gestalt von Galvatron schenkt, verbunden mit der Bedingung, dass Galvatron ihm die Matrix der Autobots besorgt.

Bei der Matrix handelt es sich um ein Objekt, welches von Anführer zu Anführer der Autobots weitergegeben wird und neben der Macht alle Weisheit der alten Führer beinhaltet.

Galvatron fliegt zunächst zur Krönung von Starscream, um diesen dort förmlich zu pulverisieren, um dann als alter/neuer Anführer die Erlangung der Matrix in Angriff zu nehmen.

Währenddessen liegt Optimus Prime in den letzten Zügen und gibt die Matrix an Ultramagnus weiter. Dieser möchte die Matrix nicht, da er nach eigener Aussage kein Anführer, sondern nur ein treuer Soldat ist. Optimus möchte, dass er die Matrix aufbewahrt, bis sich ein neuer Anführer unter den Autobots hervortut, um mithilfe der Matrix die dunkelste Stunde der Autobots zu erleuchten.

Im Fortgang des Films schlagen die immer mächtiger werdenden Decepticons die Autobots immer weiter zurück. Galvatron tötet den treuen Ultramagnus, der in seinen letzten Sekunden verzweifelt versucht, die Matrix zu öffnen, da seiner Meinung nach die dunkelste Stunde herangebrochen ist. Dem ist jedoch nicht so.

In der Zwischenzeit wird Unicron immer größer und mächtiger. Er wird schließlich zu einer Bedrohung für alles Leben, da er ganze Raumschiffe und Planeten “frisst”, um deren Energie nutzen zu können.

Im Inneren des Körpers des riesigen Unicron kommt es schließlich zum Showdown zwischen Galvatron und HotRod, der inzwischen die Matrix in seinen Händen hält. Nachdem Galvatron bereits Optimus und Ultramagnus getötet hat, will er nun auch HotRod töten, um endgültig in den Besitz der Macht der Matrix zu gelangen.

Angesichtes der Bedrohungen durch Galvatron und insb. Unicron öffnet sich die Matrix in den Händen des neuen Anführers HotRod, der zu Rodimus Prime wird, und mit Hilfe der Matrix Unicron von Innen her zerstören kann.

Zugegeben, nach heutigen Maßstäben vielleicht nicht unbedingt ein pädagogisch wertvoller Film, schließlich wird hier an allen Ecken und Enden geballert, statt sich an einen Tisch zu setzen und die Probleme auszudiskutieren oder jemanden auf die stille Treppe zu schicken. Aber gefallen hat mir der Film damals trotzdem.. und geschadet anscheinend auch nicht ;)

Wie ihr anhand der Zusammenfassung von mir sicherlich auch als Nicht-Transformers-Fans sehen könnt, ist in dem Film einiges passiert. Sehr viele Hauptfiguren fanden ihr (vorläufiges) Ende, was für einen Fan der Serie natürlich schon einige Umstellung und einen herben Verlust bedeutete. Übrigens hatte es Rodimus Prime in der Transformers-Fangemeinde immer sehr schwer, akzeptiert zu werden. Viele lasteten ihm -bis heute- die Schuld am Tod von Optimus Prime an.

Was ich aber immer toll an dem Film fand, war der geniale Soundtrack, der ja auch in den oben gezeigten Videos anklingt. “You got the touch, you got the power…” Unglaublich, aber wahr: selbst Jahre später auf dem Gymnasium und in der Uni fand man Leute, die diesen Soundtrack (er-)kannten und sich ebenfalls als Transformers-Fans outeten.

Gibt es hier unter meinen Lesern eigentlich auch solche Fans der traditionellen Transformers? Oder -um auf das Thema dieses Artikels zurückzukommen- habt ihr irgendwelche anderen Serien oder Filme, die jedes Jahr im Fernsehen zu bestimmten Anlässen gespielt werden? Dinge a la “Dinner for One” oder die ganz bestimmte Folge von “Ein Herz und eine Seele” zu Silvester? ;)



Ähnliche Artikel:

11 Rückmeldungen zu Als Ostern noch vorhersehbar war… von E.T. bis zu den Transformers

Kommentare

Gucky | 30. November 2009 um 20:10 Uhr
bisherige Kommentare: 82

Ich kenn das garnicht… :shock: da ich noch nie RTL gucken konnte.

rundumkiel | 30. November 2009 um 20:26 Uhr
bisherige Kommentare: 12

Gut das du über Ostern geschrieben hast. Das hätte ich sonst in dem Weihnachtstrubel, der jetzt beginnt, bestimmt vergessen. Ostern kommt also auch noch… Transformers? Die sind irgendwie völlig an mir vorbeigelaufen. Ich habe absolut keine Ahung davon. Aber ich stehe auf Lost – habe alle Staffeln und alle Folgen gesehen und warte jetzt auf die nächste… Soll ja Anfang 2010 im Free-TV gesendet werden. Und dann liebe ich, bitte nicht weitersagen, ich schäme mich etwas, aber ich liebe Ohnsorg Theater. Am liebsten die alten Folgen mit Henry Vahl. Für mich der coolste Opa aller Zeiten. Spätestens Sylvester ist es wieder so weit…

sprity | 1. Dezember 2009 um 01:52 Uhr
bisherige Kommentare: 5

ich habe die alten Transformers früher gelegentlich mal im TV gesehen, aber es war nie meine Lieblingsserie. Die Realverfilmungen finde ich einfach nur furchtbar und schlecht.

Für mich gehört jedes Jahr zu Weihnachten mittlerweile die Weihnachtsfolge von Familie Heinz Becker die eigentlich wie Dinner for one auf jedem ARD Regionalprogramm gezeigt wird.

Schaps | 1. Dezember 2009 um 14:24 Uhr
bisherige Kommentare: 52

Das ist ja so ähnlich wie Kevin allein zu Haus immer vor Weihnachten lief…ist jetzt auch nicht mehr so :(

Sascha | 1. Dezember 2009 um 20:54 Uhr
bisherige Kommentare: 1279

@Gucky
Naja, inzwischen verpasst du da nicht mehr viel :D

@rundumkiel
Willkommen auf meinem Blog. Die Sache mit dem Ohnsorg-Theater bleibt natürlich unter uns^^

@sprity
Für Familie Heinz Becker muss man aber auch irgendwie geboren sein. Ich hab mir das früher, als es regelmäßig lief, gerne hin und wieder angeschaut und konnte herzlich dabei lachen. Allerdings muss man dafür die Art von Humor schon mögen ;)

@Schaps
Wobei “Kevin allein zu Haus” ja thematisch wenigstens irgendwie zu Weihnachten passt. Aber welche Verbindung haben E.T. und der Osterhase? :)

Robert | 2. Dezember 2009 um 09:57 Uhr
bisherige Kommentare: 20

Schöner Artikel :) Pädagogisch wertvoll sind übrigens nahezu keine Kinderorientierten Zeichentricksendungen, unterstelle ich jetzt mal. Müssen sie aber auch gar nicht, wenn damit vernünftig umgegangen wird, von elterlicher Seite. Mir haben Zeichentrickserien wie He-Man oder auch Captain Future nie geschadet. (Hoffe ich zumindestens *g*)

IceBear2k6 | 2. Dezember 2009 um 11:58 Uhr
bisherige Kommentare: 106

Also die Transformers serie kenne ich nicht, den Film auch nicht (bin ich etwa zu jung??)

Aber ich kann mich dran errinern das es früher immer “Eine unendliche Geschichte” gab, an welchem feiertag aber kA, die habe ich gerne geguckt…

Gruß
Benny

Nila | 2. Dezember 2009 um 18:04 Uhr
bisherige Kommentare: 68

Hahaha Ostern. Das finde ich ja genial ;) Übrigends, ich als Mädchen kannte die Zeichentrick-Transformers nicht. Weiß gar nicht ob die bei uns in Östererich überhaupt liefen. Aber zumindest jetzt bin ich totaler Fan von Transformers. Und damit meine ich nicht die Zeichentrickserie lol..

Ich kann mich noch an DEN Weihnachsfilm in meiner Kindheit erinnern. “3 Haselnüsse für Aschenbrödel” Ich habe ihn geliebt. Und der wurde auch immer Weihnachten gespielt.

Sascha | 2. Dezember 2009 um 22:54 Uhr
bisherige Kommentare: 1279

@Robert
Tja, ist schon unglaublich, was wir in unserer Kindheit so alles an gewaltverherrlichenden, brutalen Sendungen im Zeichentrickformat gesehen haben, ohne allzu “auffällig” zu werden. Wir hatten schon eine harte Kindheit, nicht wahr? :D

@IceBear
Vielleicht bin ich auch nur zu alt :D Die unendliche Geschichte habe ich damals auch gern gesehen, mir ist aber nie aufgefallen, dass die zu einem speziellen Feiertag kam. Aber man achtet halt nicht immer auf alles^^

@Nila
Du bist also Fan der Transformers-Filme? Hm, bei einem Mann würde ich jetzt auf Megan Fox als Grund tippen ;)

IceBear2k6 | 3. Dezember 2009 um 08:31 Uhr
bisherige Kommentare: 106

@Sascha Also Transformers-Fan bin ich auch… mehr oder weniger xD
Die neuen Filme sind einfach der Knaller :D
btw. wusstet ihr, das im zeiten Teil selbst Megan Fox computeranimiert wurde?^^

Sascha | 3. Dezember 2009 um 22:20 Uhr
bisherige Kommentare: 1279

@IceBear
Da hat aber jemand ganz genau hingesehen :D

Trackbacks / Pingbacks

Hinterlasse einen Kommentar!

Abonniere den Kommentar-Feed, um über neue Kommentare für diesen Artikel informiert zu werden.

<<

>>

Content: © 2008-2010 by GESICHTET.net, powered by WordPress Deutschland
Theme Design von devolux.org, übersetzt ins Deutsche von GESICHTET.net