Als Ostern noch vorhersehbar war… von E.T. bis zu den Transformers

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Wir bewegen uns immer näher auf Weihnachten zu… ein guter Augenblick, um mal etwas über Ostern zu schreiben! 😉

Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit zurück. Damals war Ostern noch vorhersehbar, zumindest, was das TV-Programm angeht. Damit meine ich nicht die Bibel-Filme, die zu solchen Ereignissen immer wieder gerne quer durch die Sender-Landschaft gezeigt werden. Nein, ich kann mich noch ganz genau an zwei andere „TV-Highlights“ erinnern, die immer -wirklich IMMER- zu Ostern im Fernsehen, vorzugsweise auf RTL, liefen und auf die ich mich dann auch alljährlich kurz vor Ostern bereits freute, obwohl beide Filme absolut nichts mit Ostern zu tun haben. Aber dass sie im Fernsehen kamen, darauf war so sicher Verlass wie auf das Amen in der Kirche und auf „Last Christmas“ zur Vorweihnachtszeit im Radio.

Zunächst muss ich da „E.T.“ nennen. Über den hatte der Retronaut kürzlich berichtet und mich mit seinem Artikel erst wieder darauf gebracht, dass ich ja mal über das besagte „Oster-Phänomen“ berichten könnte.

E.T. lief jedes Jahr zu Ostern auf RTL… entweder im Nachmittags- oder im Abendprogramm, aber man konnte sich darauf verlassen, dass sich das kleine Falten-Alien mit dem laaaangen… Hals(!) zur Osterzeit bei RTL blicken ließ.

Genauso konnte man sich morgens, wenn die Erwachsenen noch schliefen oder schlafen wollten, darauf verlassen, dass zur Osterzeit auf RTL „Transformers – Der Film“ gezeigt wurde. Nein, ich meine jetzt nicht die Verfilmung einer Materialschlacht mit Megan Fox und diesen computeranimierten Ungetümen. Ich rede von der Zeichentrickserie, die in alten Zeiten im Fernsehen lief, und dies eben so erfolgreich, dass sogar ein Zeichentrick-Film dazu produziert wurde.

Das war für mich als kleinen Transformers-Fan natürlich jedes Jahr ein Highlight, auf welches ich hinfieberte. Ich besaß eine Kiste voll Transformers-Actionfiguren, die auch jetzt noch irgendwo in den unendlichen Weiten meines Kellers ruhen. Auch Panini-Hefte gab es zu den Transformers. Unvergessen werden mir unsere zähen und harten Verhandlungen während meiner Grundschulzeit über den Tausch der fehlenden und doppelten Aufkleber bleiben.

Besonders stolz war ich damals bezüglich der angesprochenen Action-Figuren auf meinen „Optimus Prime“, den ich mir hart von meinem Taschengeld abgespart hatte. Ich habe keine Ahnung mehr, was das Teil damals gekostet hat, aber für mich war es seinerzeit ein kleines Vermögen.

Wie gesagt, zu Ostern kam dann in jährlicher Regelmäßigkeit der Film. Ein bitter-süßes Ereignis. Denn zwar freute ich mich auf der einen Seite immer auf den Film, allerdings war der Inhalt immer ein wenig… grenzwertig, da viele der altbekannten Figuen in diesem Film starben oder zu anderen Figuren mutierten.

Es beginnt mit dem altbekannten Kampf der Autobots (den Guten) gegen die Decepticons (die Bösen). Innerhalb des Kampfes treffen der Führer der Autobots, Optimus Prime, und der Führer der Decepticons, Megatron, aufeinander. Optimus schafft es, Megatron in die Knie zu zwingen, aber durch eine List sowie den ungeschickten Einsatz des Autobots HotRod gelingt es Megatron, Optimus tödlich zu verwunden. Dieser wiederum schafft es mit letzter Kraft, Megatron von einer Klippe zu stürzen, so dass dieser schwer verwundet wird.

In der Folge sieht der verschlagene Decepticon Starscream seine Chance gekommen, Megatron endgültig aus dem Weg zu räumen und wirft den halbtoten Megatron hilflos ins Weltall, um sich danach selbst zum Anführer der Decepticons küren zu lassen. Megatron trifft allerdings im All auf den mächtigen Unicron -im englischen Original mit einer tollen Bass-Stimme ausgestattet- der ihm ein neues Leben in Gestalt von Galvatron schenkt, verbunden mit der Bedingung, dass Galvatron ihm die Matrix der Autobots besorgt.

Bei der Matrix handelt es sich um ein Objekt, welches von Anführer zu Anführer der Autobots weitergegeben wird und neben der Macht alle Weisheit der alten Führer beinhaltet.

Galvatron fliegt zunächst zur Krönung von Starscream, um diesen dort förmlich zu pulverisieren, um dann als alter/neuer Anführer die Erlangung der Matrix in Angriff zu nehmen.

Währenddessen liegt Optimus Prime in den letzten Zügen und gibt die Matrix an Ultramagnus weiter. Dieser möchte die Matrix nicht, da er nach eigener Aussage kein Anführer, sondern nur ein treuer Soldat ist. Optimus möchte, dass er die Matrix aufbewahrt, bis sich ein neuer Anführer unter den Autobots hervortut, um mithilfe der Matrix die dunkelste Stunde der Autobots zu erleuchten.

Im Fortgang des Films schlagen die immer mächtiger werdenden Decepticons die Autobots immer weiter zurück. Galvatron tötet den treuen Ultramagnus, der in seinen letzten Sekunden verzweifelt versucht, die Matrix zu öffnen, da seiner Meinung nach die dunkelste Stunde herangebrochen ist. Dem ist jedoch nicht so.

In der Zwischenzeit wird Unicron immer größer und mächtiger. Er wird schließlich zu einer Bedrohung für alles Leben, da er ganze Raumschiffe und Planeten „frisst“, um deren Energie nutzen zu können.

Im Inneren des Körpers des riesigen Unicron kommt es schließlich zum Showdown zwischen Galvatron und HotRod, der inzwischen die Matrix in seinen Händen hält. Nachdem Galvatron bereits Optimus und Ultramagnus getötet hat, will er nun auch HotRod töten, um endgültig in den Besitz der Macht der Matrix zu gelangen.

Angesichtes der Bedrohungen durch Galvatron und insb. Unicron öffnet sich die Matrix in den Händen des neuen Anführers HotRod, der zu Rodimus Prime wird, und mit Hilfe der Matrix Unicron von Innen her zerstören kann.

Zugegeben, nach heutigen Maßstäben vielleicht nicht unbedingt ein pädagogisch wertvoller Film, schließlich wird hier an allen Ecken und Enden geballert, statt sich an einen Tisch zu setzen und die Probleme auszudiskutieren oder jemanden auf die stille Treppe zu schicken. Aber gefallen hat mir der Film damals trotzdem.. und geschadet anscheinend auch nicht 😉

Wie ihr anhand der Zusammenfassung von mir sicherlich auch als Nicht-Transformers-Fans sehen könnt, ist in dem Film einiges passiert. Sehr viele Hauptfiguren fanden ihr (vorläufiges) Ende, was für einen Fan der Serie natürlich schon einige Umstellung und einen herben Verlust bedeutete. Übrigens hatte es Rodimus Prime in der Transformers-Fangemeinde immer sehr schwer, akzeptiert zu werden. Viele lasteten ihm -bis heute- die Schuld am Tod von Optimus Prime an.

Was ich aber immer toll an dem Film fand, war der geniale Soundtrack, der ja auch in den oben gezeigten Videos anklingt. „You got the touch, you got the power…“ Unglaublich, aber wahr: selbst Jahre später auf dem Gymnasium und in der Uni fand man Leute, die diesen Soundtrack (er-)kannten und sich ebenfalls als Transformers-Fans outeten.

Gibt es hier unter meinen Lesern eigentlich auch solche Fans der traditionellen Transformers? Oder -um auf das Thema dieses Artikels zurückzukommen- habt ihr irgendwelche anderen Serien oder Filme, die jedes Jahr im Fernsehen zu bestimmten Anlässen gespielt werden? Dinge a la „Dinner for One“ oder die ganz bestimmte Folge von „Ein Herz und eine Seele“ zu Silvester? 😉


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