Spiel mit der Sprache
Wenn jemand etwas nicht offiziell erledigen soll, dann macht er es inoffiziell, wenn jemand nicht konsequent ist, nennt man ihn inkonsequent, wenn jemand nicht tolerant ist, ist er intolerant.
Führen wir den Gedanken doch mal logisch und konsequent zu Ende: wenn sich jemand nicht auf einem Kontinent befindet, dann ist er… inkontinent?
Manchmal lädt die deutsche Sprache doch zum Spielen und Schmunzeln ein. Neulich hörte ich einem Pärchen bei einem kleinen Streit zu, in dessen Verlauf das Mädel ihrem Freund vorwurfsvoll an den Kopf warf:
“Sei froh, dass du mich hast!” Oder meinte sie am Ende doch: “Sei froh, dass du mich hasst” ?
Apropos Paare. Neulich wurde ich gefragt, wie viele Schuhe ich denn so hätte. Da antwortete ich vieldeutig: “EIN PAAR”
Ich persönlich mag diese Spielereien mit der Sprache, vor allem mit Doppeldeutigkeiten. Da muss es kein Nachteil sein, dass viele Worte heutzutage -zumindest in bestimmten Situationen oder Konstellationen- eine anzügliche Bedeutung entfalten. Hier kommt es dann letztlich ganz auf den Hörer an, was er verstehen will. Ich konnte jedenfalls im Sommer herrlich auf dem Wochenmarkt schmunzeln, als ein Rentner zur Verkäuferin am Obststand meinte, dass Sie ja ganz tolle Melonen habe.
Nun war die Dame auch wirklich gut bestückt, er jedoch hatte ganz offenkundig tatsächlich die Melonen gemeint, die zum Verkauf standen. Jedenfalls verzog er keine Miene, wohingegen man der Verkäuferin plötzlich einen etwas erröteten Kopf ansehen konnte. Eben eindeutig zweideutig
Habt ihr auch schon mal solche Erfahrungen gemacht, wo ihr etwas gesagt habt und euch erst danach aufgefallen ist, dass man die Aussage auch anders interpretieren könnte? Oder wart ihr dabei, als dies jemand anderem passiert ist?
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das mit den Melonen find ich lustig.
Ich hätte an ihrer Stelle sicher auch so reagiert.
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Hach ist mir schon sooft passiert, aber ich muss sagen mich interessiert das nicht wirklich, denn wenn sich jemand was anderes Denkt als eigentlich gemeint ist, so sind das seine Gedanken und wenn er es lustig findet, so hat er wenigstens ein wenig Spaß dabei, lachen ist ja nun einmal Gesund
Lieben Gruß
Sven
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Wortspiele sind tooooll. Obwohl mir natürlich gerade jetzt, wenn ich drüber nachdenke, kein gutes einfällt. Das mit “inkontinent” werd ich mir jedenfalls zu merken versuchen.
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Das Thema lässt sich übrigens ganz prima auf das Netz übertragen. Doppeldeutigkeiten leben doch von der Art und Weise wie man sie vermittelt. Ich meine, die Mimik und die Körpersprache spielen eine große Rolle. Deshalb ist es neben den Doppeldeutigkeiten im realen Leben eine besondere Kunst, diese im Netz zu transportieren, ohne das die Doppeldeutigkeit verloren geht, oder falsch verstanden wird, oder?
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Gestern hab ich mit meinem Freund darüber geredet, dass wir uns evtl. einen neuen fernseher kaufen irgendwann.
:D
Daraufhin meinte ich “Ich wil einen großen Schwarzen” ……. naja
Er fands nicht toll^^
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Oh, schön, Träckbäck ist da, Kommentar wäre sonst zu lang geworden
!
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@Verena
Oder er hat es gut verborgen^^
Das beste an der Situation fand ich, dass der Rentner anscheinend gar nicht gemerkt hat, dass man seinen harmlos gedachten Kommentar auch ganz anders verstehen kann
@Sven
Tja, ich muss gestehen, dass ich wohl eindeutig zu der Sorte Mensch gehöre, die da immer auf der Suche nach den Doppeldeutigkeiten sind. Aber wie du schon sagst, man hat dadurch eine Menge Extra-Spaß im Leben^^
@Jü
Das ist doch normal, geht mir mit Witzen übrigens auch immer so
@Robert
Auf jeden Fall! Man mag sich da der Smileys bedienen oder Schlagwörter in Anführungsstriche setzen oder dergleichen… oder man schafft es, durch den gesamten Kontext zu signalisieren, dass der Leser aufpassen muss, wie er einzelne Worte interpretiert.
Allerdings ist das natürlich auch immer die große Gefahr im Internet: da man weder die Gestik und Mimik sieht, noch den Tonfall hört, in der etwas gesagt bzw. geschrieben wird, ist die Gefahr groß, dass manch einer das Gesagte falsch versteht, da er die Ironie nicht erkennt, die möglicherweise in den Worten liegt. Oder noch schlimmer: etwas wird für ironisch oder übertrieben lustig gehalten, obwohl es völlig ernst gemeint war.
Wie du schon ganz richtig sagst, ist es eine kleine Kunst für sich, das Gesagte im Netz so zu transportieren, dass es herüberkommt, wie es gewollt ist.
@Großmaul
*LOL* Das würde mir aber an deiner Stelle zu denken geben
@Frau Magrat
“Träckbäck” könnte auch ein Möbelstück von IKEA sein, oder? So von der Optik her… oder eine neue Gescmacksrichtung von Wasa-Knäcke
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Ah, du meinst,ich sollte mir den “Träckbäck” patentieren lassen, bevor IKEA auf dumme Gedanken kommt?
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Also wenn ich mich doppeldeutig ausdrücke, ist das in sicher 99% der Fälle gewollt. Falls ich es dann doch mal aus Versehen mache, merke ich es gleich und muss selbst lachen.
@Sascha
Ich bin ständig dabei, wenn Dir solche Dinge rausrutschen
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wieso sollte das mir zu denken geben? eher meinen Herrn
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@Frau Magrat
Auf jeden Fall! Da steckt unheimlich viel Marktpotential drin^^
@Newton
Vielleicht bist du meine männliche Muse
@Großmaul
Immerhin hast du jetzt bereits eine tolle Idee für ein Weihnachts-/ Geburtstagsgeschenk. Der Spaß-Faktor könnte sich noch ungleich erhöhen, wenn das Geschenk im Kreise der Familie geöffnet wird
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Ich stand vor einer Apotheke als sich zwei ältere Damen unterhielten. Sagte die eine…Oh Herr Doker L.ist aus seinem Urlaub zurück, zum Glück onaniert er wieder. Sie meinte ordiniert
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@Arven
Hihi, das stelle ich mir wirklich lustig vor. Ein wenig erinnert es mich an meine Oma väterlicherseits, die immer Probleme hatte, die Begriffe “Touristen” und “Terroristen” sowie “Perser” und “Perverser” auseinanderzuhalten. Herrliche Satzkonstruktionen waren da vorprogrammiert
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Die Story ist ja echt gut, vor allem die mit der Melone. Sehr gut reagiert kann man da nur sagen!
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Das ist ja witzig. denn ich spiele auch oft mit derlei Gedanken, die dann aber oftmals unausgesprochen bleiben. Nun reden wir darüber – sehr schön
Neulich ist mir etwas etwas lustige passiert und ich wunderte mich über die Intelligenz bzw. naive Wortgewandtheit von (9-jährigen) Kindern: Meine Nichte und ich spazierten durch die Straßen unseres Wohnorts. Wir gingen an einer “Heißmangelstube” vorbei und meine Nichte fragte mich, ob es denn da drinnen kalt sei und warum man da nicht warm machen kann.
Es dauerte einen Augenblick bis ich verstand, was sie meinte
bisherige Kommentare: 138
Ach ….. und meine Freundin mit einem lustigen “freud’schen Versprecher”, der zwar nicht ganz in die Kategorie “Doppeldeutigkeit” fällt, aber auch ganz lustig war.
Es ging um Höhenkrankheiten (von chinesischen Gleisbauern …. hoppla “Gleisbauer” wäre auch so ein Wort) und deren Behandlung in Dekompressionskammern. Jedenfalls wollte meine Freundin nicht in so eine “Depressionskammer”.
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Lol, jetzt wo ich es bei dir lese. Diese Wortspiele sind in der Tat genial. Im Alltag überhört man sie leider viel zu oft. Wobei es einem sicher des öfteren ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern würde.
Werde das WE mal genauer drauf achten…
Den Beitrag habe ich gerne gelesen
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@Nila
Mach das, dann macht ein WE -bzw. eigentlich jeder Tag- gleich viel mehr Spaß
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