Gesichtet: Das Fundstueck der Woche (17)

Einmal pro Woche -am Sonntag- präsentiere ich euch in dieser Rubrik Dinge, die ich im Verlauf der Woche gesichtet habe, zu denen jedoch kein eigener, ausführlicher Artikel verfasst wurde, was aber zumeist auch gar nicht nötig ist, da die präsentierten Fundstücke eigentlich fast für sich selbst sprechen.
Lange Zeit habe ich es erfolgreich geschafft, mich um das überall besprochene und diskutierte Thema Schweinegrippe zu drücken. Dies hat dank des Fundstücks, welches ich euch heute vorstellen möchte, nunmehr ein Ende – wobei das Fundstück nicht auf die Schweinegrippe allein fokussiert ist, sondern sich generell als nützlich im Zusammenhang mit so mancher Krankheit erweisen könnte. Vom leichten Schnupfen bis eben hin zur ausgewachsenen Grippe.
Und zwar arbeiten deutsche Forscher in Brandenburg laut Artikel bei Krone.at zur Zeit an einem Projekt, welches mit immerhin 14 Millionen Euro öffentlich gefördert wird. Hierbei wird versucht, ein “intelligentes Taschentuch” zu entwickeln, welches auf gut deutsch gesagt den “Rotz”, den man so ins Taschentuch schnäuzt, auf Viren untersucht und sich dann entsprechend färbt. An der Färbung soll man somit erkennen können, ob man nur einen harmlosen Schnupfen hat, oder ob man eine handfeste Grippe ausbrütet und schleunigst zum Arzt gehen sollte.
Das Konzept erinnert zunächst ein wenig an Schwangerschaftstests, könnte aber durchaus ein gewisses Potential haben. Wenn man bereits frühzeitig die Viren bzw. die Krankheit erkennt, kann man möglicherweise gezielter und frühzeitiger gegensteuern, sich in Behandlung begeben und eine weitere Ausbreitung verhindern.
Andererseits kann das ganze auch in ganz anderen Bereichen zu “interessanten” Entwicklungen führen. Man stelle sich nur folgende Szene am Arbeitsplatz vor:
Angestellter: *schnief* “Ach Chef, mir geht’s gar nicht gut, ich glaube, ich werde krank” *röchel* *hust* “Sollte ich nicht besser nach hause gehen?”
Chef: “Na, da zeigen sie mir doch erst einmal ihr benutztes Taschentuch!”
Ich bin jedenfalls mal gespannt, wie sich dieses Projekt entwickelt. Genug Geld wird ja schließlich hinein gepumpt
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Interessante Idee. Ich fände es echt Klasse wenn ich durch mein Taschentuch erfahren würde ob ich jetzt doch lieber zum Arzt gehen sollte, oder ob es nur eine einfache Erkältung ist. Wieso ist man eigentlich nicht schon früher auf so eine Idee gekommen?
Lieben Gruß
Sven
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Irgend wo hab ich auch von diesem wunder Taschentuch gehört. Obs klappt wohl kaum
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@Sven
Naja, die Idee war vielleicht schon länger da, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass zum einen die Herstellung des Tuches nicht so einfach war und zum anderen müssen die Dinger ja auch finanzierbar sein – nicht nur jetzt in der teuren Entwicklung, sondern auch später für den Verbraucher. Denn wenn die Dinger das x-fache eines normalen Taschentuches kosten, wird die wohl kaum jemand kaufen
@Tanja
So, wie es sich angehört hat, soll das Projekt wohl schon recht weit fortgeschritten sein – völlig fernab jedweder Realität würde ich es daher nicht ansetzen.
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Das liest sich so überdreht, dass es schon wieder funktionieren könnte… obwohl ich bei Meldungen der “Kronenzeitung” generell eher vorsichtig wäre. Als gelernte Österreicherin und so.
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Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass das funktionieren wird – lediglich auf ein paar (häufige) Viren wird der Indikator anschlagen können.
Was sollen denn die gannzen Labore und Pathologien analysieren, wenn’s auch ein Taschentuch auch kann?
Dennoch: Ein Fundstück der Woche ist es definitiv
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@Jü
Zur Glaubwürdigkeit der Kronenzeitung kann ich natürlich nicht viel sagen… aber immerhin hat sie mehr als vier große Buchstaben
@plerzelwupp
Interessant wird es spätestens dann, wenn sich einige Leute auf Virensuche begeben, weil sie ihre Farb- oder Schattierungssammlung noch vervollständigen wollen
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Uäääh, ja, nee, interessant wär das schon, man könnte die Produktpalette gleich noch um intelligentes Toilettenpapier erweitern, welches sich nach Benutzen entsprechend verfärbt und zum Beispiel Darmparasiten anzeigt… huuuaaah, gruselig…
Da geht wohl grad die Phantasie mit mir durch… oder ist es schon eine echte Psychose? Wer weiß? Vielleicht gibts da auch bald was zwecks Instant-Diagnostik.
Hat schon jemand eine Idee?
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@Frau Magrat
Na, bis zu diesem Toilettenpapier dürfte es ja nur noch ein kleiner Schritt sein, wenn man bedenkt, dass ich kürzlich ja erst das Toilettenpapier, welches im Dunkeln leuchtet, hier vorgestellt habe
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Also ehrlich gesagt finde ich das etwas übertrieben. Solche Taschentücher werden sicherlich einen entsprechenden Preis haben. Ich muss doch nicht bei jedem Schnäuzer wissen, was ich habe. Es hätte auch ein Teststäbchen gereicht, dass ich einmal bei Beginn der Krankheit anwende. Das wäre viel kostengünstiger.
Aber für irgendwas muss man ja sein Geld ausgeben.
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@Newton
Die Idee mit den Stäbchen ist gar nicht mal blöd. Man könnte ein solches ja z.B. jeder Taschentuch-Packung beifügen. Würde locker reichen.
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Richtig. Wichtig ist aber ein Beipackzettel, damit das Stäbchen dann auch da landet, wo es hin soll